Schmid Samuel, Bundesrat:
Herr Günter, es tut dem Bundesrat selbstverständlich gut, wenn er bereits am Montag in dieser Art und Weise mit seiner Vorbildfunktion als Galionsfigur gelobt wird. Ich nehme das gerne entgegen.
Zum ernsteren Teil Ihrer Frage: Dort, wo es uns möglich ist, nehmen wir entsprechend Einfluss. Sie wissen, dass wir, ausgehend von unserem Departement, nach verschiedenen Gewalttaten anlässlich von Sportveranstaltungen eine spezielle Gruppe ins Leben gerufen haben, die sich dieser Frage zusammen mit Sportverbänden - die halt auch finanziert werden müssen -, mit Gesundheitsfachleuten, auch mit Erziehern speziell annimmt. Es ist also nicht so, dass wir diese Problematik als gering einstufen. Aber auch hier dürfen wir nicht willkürlich sein. Dort, wo es dem Baspo möglich ist, nehmen wir entsprechend Einfluss. Gelegentlich passiert das zusammen mit dem BAG, das noch eine etwas andere Rechtsgrundlage hat, als wir das haben. Auch hier sei daran erinnert, dass der Schweizer Sport zu einem sehr grossen Teil vom Sponsoring lebt. Ohne Sponsoring fänden viele - die meisten - dieser Veranstaltungen, die auch der Sportförderung von Jugendlichen dienen, kaum statt. Die Sportverbände selber und auch die Grossveranstalter tragen sich mit dem Projekt, allenfalls gewisse Anteile ihrer Einnahmen, soweit ihre Aktivitäten gewinnträchtig sind, für die Jugendförderung einzusetzen. Man versucht das Mögliche. Ich gebe zu, dass wir da wahrscheinlich nie definitiv am Ziel sein werden. Aber die Sorge teilen wir durchaus. Wir tun, was wir können.
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AB 2004 N 917 / BO 2004 N 917
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