Waber Christian (-, BE):
Einmal mehr stehen wir in der Drogenpolitik an einer Wegkreuzung und gehen in die falsche Richtung. Wir wollen kein Gesetz, das die Abstinenz als Feigenblatt der Heuchelei und der Hoffnungslosigkeit missbraucht; wir wollen keine erweiterte Giftabgabe durch den Staat; wir wollen keine Strafbestimmungen, mit denen die Jugendlichen der Polizei ins Gesicht lachen und sagen können, dass sie die Drogen, die sie auf sich tragen, nur für den Eigenkonsum oder für eine Gruppe brauchen. Die EDU wird das Referendum ergreifen, zusammen mit anderen Gruppierungen, anderen Parteien, zusammen mit Menschen, die daran glauben, dass die Abstinenz der einzige glaubwürdige Weg ist, den die Politik bieten kann.
Sie haben heute Morgen auf Ihren Sitzen eine Todesanzeige vorgefunden; das wurde nicht inszeniert. Wir haben sehr viele Eltern hinter uns, die eben gerade in Bezug darauf, was die Politik in diesem Saal hinsichtlich Drogen fertiggebracht hat, in sehr grosser Sorge sind. Das Referendum wird das Volk dazu bringen, dafür zu sorgen, dass Sie selber die Verantwortung dafür übernehmen müssen, was dieses Gesetz hier bringt und welche Folgen es haben wird. Ich bin überzeugt, dass das Referendum zustande kommen wird. Dennoch wünsche ich Ihnen allen ganz schöne Ostern mit viel Hoffnung.