Art. 64
Antrag der Mehrheit
Abs. 2
...
b. 20 Prozent der die Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt).
Abs. 2bis
In Abweichung von Absatz 2 Buchstabe b gilt ein Selbstbehalt von 10 Prozent für die folgenden Leistungen:
a. Leistungen von Ärzten und Ärztinnen mit Weiterbildungstitel Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Kinder- und Jugendmedizin;
b. Leistungen praktischer Ärzte und Ärztinnen sowie von Ärzten und Ärztinnen mit Weiterbildungstitel Innere Medizin sowie Gynäkologie, die zu mindestens 50 Prozent in der Hausarztmedizin tätig sind und am allgemeinen öffentlichen Notfalldienst unter Vorbehalt der kantonalen Regelungen teilnehmen;
c. Leistungen von Einrichtungen der ambulanten Krankenpflege mit Budgetmitverantwortung, in denen mehrheitlich Personen nach den Buchstaben a und b tätig sind;
d. Leistungen anderer Leistungserbringer, wenn eine Überweisung durch einen Leistungserbringer nach den Buchstaben a bis c oder ein Notfall nach Artikel 41 Absatz 3bis vorliegt;
e. Leistungen periodischer Vorsorge- und Routineuntersuchungen, wie Gynäkologie und Geburtshilfe (inklusive Hebammen), Mutterschaft und Ophthalmologie.
Abs. 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 5
Die Versicherten leisten zudem einen Beitrag an die Kosten des Aufenthalts im Spital. Für Kinder wird kein Beitrag erhoben. Der Bundesrat setzt den Beitrag sowie einen jährlichen Höchstbetrag fest.
Antrag der Minderheit
(Kleiner, Baettig, Cassis, Dunant, Parmelin, Triponez)
Abs. 2
Streichen
Antrag der Minderheit I
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Goll, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Weber-Gobet)
Abs. 2bis
...
a. ... mit Weiterbildungstitel Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie;
...
Antrag der Minderheit II
(Kleiner, Baettig, Cassis, Dunant, Parmelin, Triponez)
Abs. 2bis
Streichen
Antrag der Minderheit
(Goll, Fehr Jacqueline, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Schenker Silvia)
Abs. 2ter
Die Kantone sind für die ambulante medizinische Versorgungssicherheit gemäss Absatz 2bis verantwortlich und garantieren ein flächendeckendes Angebot.
Antrag der Minderheit
(Goll, Fehr Jacqueline, Gilli, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Schenker Silvia, Weber-Gobet)
Abs. 3
Der Bundesrat bestimmt die Franchise. Der jährliche Höchstbetrag für den Selbstbehalt beträgt 700 Franken.
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AB 2009 N 1403 / BO 2009 N 1403
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Antrag der Minderheit I
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Goll, Meyer Thérèse, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Weber-Gobet)
Abs. 5
Streichen
Antrag der Minderheit II
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Gilli, Goll, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Robbiani, Rossini, Weber-Gobet)
Abs. 5
(Eventualantrag für den Fall, dass die Mehrheit obsiegt)
Die Versicherten leisten zudem einen Beitrag an die Kosten des Aufenthalts im Spital. Für Kinder wird kein Beitrag erhoben. Der Bundesrat setzt einen jährlichen Höchstbeitrag von 300 Franken fest.
Antrag Cassis
Abs. 2bis
In Abweichung von Absatz 2 Buchstabe b gilt ein Selbstbehalt von 10 Prozent für die gemäss Artikel 55a Absatz 1 Buchstaben a bis d des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung vom 12. Juni 2009 definierten Leistungserbringer.
Abs. 2ter
Der Bundesrat kann weitere Ausnahmen vorsehen.
Schriftliche Begründung
Ein differenzierter Selbstbehalt ist durchaus sinnvoll: Patienten haben somit einen finanziellen Anreiz, zuerst den Hausarzt statt einen Spezialisten zu besuchen. Die Verhaltensänderung des Patienten wirkt sich positiv auf die Kostenentwicklung im Versorgungssystem aus. Zudem laufen Patienten weniger Gefahr, unnötige medizinische Untersuchungen zu erhalten (die auch mit Risiken verbunden sind). Die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Hausärzte in der Schweiz ist im internationalen Vergleich sehr gut. Sie gewährleistet somit allen Patienten eine optimale Betreuung. Falls die Patienten einen Spezialisten benötigen, werden sie durch ihren Hausarzt zum richtigen Ort überwiesen. Die von der Kommissionsmehrheit verabschiedete Lösung geht zwar in die richtige Richtung; die Liste der Ausnahmeregelungen ist aber derart lang (Art. 2bis Bst. a bis e) und kompliziert, dass der Artikel so nicht umsetzbar ist. Er enthält z. B. viele Begriffe, die im Gesetz (noch) nicht definiert sind, wie "Hausarztmedizin", "Budgetmitverantwortung" und "Routineuntersuchungen". Die administrative Kontrolle seitens der Krankenversicherer wird schwierig und teuer sein. Mein Antrag vereinfacht die Lösung der Kommissionsmehrheit und gibt dem Bundesrat die Möglichkeit, weitere Ausnahmen zur 20-Prozent-Selbstbehalt-Regelung zu machen. Diese von mir vorgeschlagene Alternativlösung kann nach dem 31. Dezember 2012 von der derzeitig sich in Vorbereitung befindenden Vorlage 04.062, Managed Care, abgelöst werden.
Art. 64
Proposition de la majorité
Al. 2
...
b. 20 pour cent des coûts qui dépassent la franchise (quote-part).
Al. 2bis
En dérogation aux dispositions de l'alinéa 2 lettre b, une quote-part de 10 pour cent s'applique aux prestations suivantes:
a. prestations fournies par des médecins au bénéfice d'un titre postgrade en médecine générale, en médecine interne ou en pédiatrie;
b. prestations fournies par des médecins praticiens ou par des médecins au bénéfice d'un titre postgrade en médecine interne ou en gynécologie, qui consacrent au moins 50 pour cent de leur temps de travail à la médecine de premier recours et qui participent au service de garde et d'urgence officiel sous réserve des dispositions cantonales;
c. prestations des institutions de soins ambulatoires assortis de la coresponsabilité budgétaire qui emploient majoritairement du personnel au sens des lettres a et b;
d. prestations d'autres fournisseurs, pour autant qu'elles aient été prescrites par un prestataire au sens des lettres a à c ou qu'il s'agisse de cas d'urgence au sens de l'article 41 alinéa 3bis;
e. examens périodiques de routine et de dépistage dispensés par exemple en matière de gynécologie, d'obstétrique (y compris par des sages-femmes), de maternité et d'ophtalmologie.
Al. 3
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 5
En cas d'hospitalisation, les assurés versent, en outre, une contribution aux frais de séjour. Les enfants sont dispensés de cette contribution. Le Conseil fédéral fixe le montant de la contribution ainsi qu'un plafond annuel.
Proposition de la minorité
(Kleiner, Baettig, Cassis, Dunant, Parmelin, Triponez)
Al. 2
Biffer
Proposition de la minorité I
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Goll, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Weber-Gobet)
Al. 2bis
...
a. ... interne, en pédiatrie ou en psychiatrie et psychothérapie;
...
Proposition de la minorité II
(Kleiner, Baettig, Cassis, Dunant, Parmelin, Triponez)
Al. 2bis
Biffer
Proposition de la minorité
(Goll, Fehr Jacqueline, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Schenker Silvia)
Al. 2ter
Les cantons garantissent la sécurité de la fourniture de soins médicaux ambulatoires visés à l'alinéa 2bis; ils veillent à ce que la fourniture de ces prestations soit assurée sur tout leur territoire.
Proposition de la minorité
(Goll, Fehr Jacqueline, Gilli, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Schenker Silvia, Weber-Gobet)
Al. 3
Le Conseil fédéral fixe le montant de la franchise. Le montant maximal annuel de la quote-part est fixé à 700 francs.
Proposition de la minorité I
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Goll, Meyer Thérèse, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Rossini, Weber-Gobet)
Al. 5
Biffer
Proposition de la minorité II
(Schenker Silvia, Fehr Jacqueline, Gilli, Goll, Prelicz-Huber, Rechsteiner Paul, Rielle, Robbiani, Rossini, Weber-Gobet)
Al. 5
(Proposition subsidiaire, au cas où la proposition de la majorité serait adoptée)
En cas d'hospitalisation, les assurés versent, en outre, une contribution aux frais de séjour. Les enfants sont dispensés de cette contribution. Le Conseil fédéral fixe une contribution maximale annuelle de 300 francs.
Proposition Cassis
Al. 2bis
En dérogation aux dispositions de l'alinéa 2 lettre b une quote-part de 10 pour cent s'applique aux prestations des fournisseurs de prestations définis à l'article 55a alinéa 1 lettres a à d de la loi fédérale sur l'assurance-maladie du 12 juin 2009. |
AB 2009 N 1404 / BO 2009 N 1404
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Al. 2ter
Le Conseil fédéral peut prévoir d'autres exceptions.
Art. 64bis
Antrag der Kommission
Streichen
Antrag Kleiner
Abs. 1
Die Kostenbeteiligung der Versicherten beinhaltet ausserdem einen Beitrag von 50 Franken bei jeder nicht ärztlich verordneten ambulanten Behandlung in einer Notfallstation einer Einrichtung nach Artikel 39, höchstens 300 Franken je Kalenderjahr.
Schriftliche Begründung
Da der derzeitige Kostenschub vor allem aufgrund der ambulanten Behandlungen in den Notfallstationen stattfindet, schlage ich vor, in diesem Bereich eine Kostenbeteiligung von 50 Franken (bei nicht ärztlich verordneter Behandlung) einzuführen. Die vorgesehene Massnahme kann einen effektiven psychologischen Effekt auf den Versicherten ausüben. Der Versicherte überlegt sich zweimal, ob er aufgrund seines Leidens tatsächlich dringend auf medizinische Leistungen angewiesen ist. Die Massnahme führt zudem zu einer Stärkung der Eigenverantwortung und zu einer Sensibilisierung gegenüber den Kosten. Erfahrungswerte aus Deutschland zeigen, dass eine solche Massnahme zumindest befristet während drei Jahren, wie es der dringliche Beschluss vorsieht, Sinn macht.
Art. 64bis
Proposition de la commission
Biffer
Proposition Kleiner
Al. 1
La participation des assurés comprend en outre un ticket modérateur de 50 francs pour chaque traitement ambulatoire non prescrit par un médecin et dispensé dans une unité d'urgence ou dans une institution visée à l'article 39; cette participation ne dépasse pas 300 francs par année civile.
La présidente
(Simoneschi-Cortesi Chiara, présidente): Nous menons un seul débat sur les articles 64 et 64bis.