Merz Hans-Rudolf, Bundesrat:
Herr Widmer, der Bundesrat hat auf zum Teil massiven Druck des Parlamentes diese Aufgabenüberprüfung an die Hand genommen, und er will sie jetzt umsetzen, und zwar, wie ich sagte, in der Grössenordnung von 1,5 bis 2 Milliarden Franken. Die Aufgabenüberprüfung besteht aus über fünfzig grösseren und kleineren Massnahmen mit Teilverzicht, mit Ganzverzicht, mit Umlagerungen. Der Bundesrat hat gesagt, dass diese Massnahmen in einer Vernehmlassung ab April 2010 allen Organisationen, Interessenten und Parteien unterbreitet werden, und am Ende wird der Bundesrat, wie das üblich ist, die Vernehmlassung auswerten und dann mit dem definitiven Projekt kommen.
Ihre Frage gehört, genauso wie die Frage zum Gestüt von vorhin, in diesen Kontext. Wenn jetzt alle mit Fragen zu dieser Aufgabenüberprüfung kommen, habe ich in der Fragestunde fünfzigmal eine solche Frage zu beantworten und muss ich Sie fünfzigmal bitten: Warten Sie auf die Vernehmlassung. Sie kommt im April 2010, und dann werden wir uns über Ihre absolut berechtigten Fragen und Argumente austauschen. Wir werden Ihnen sagen, welches die Kriterien für die Finanzierung von Infrastrukturen sind, und Sie werden in der Vernehmlassung gegebenenfalls nachweisen, dass eine bestimmte Bahn für dieses Land und für den Tourismus unverzichtbar oder gar gefährdet ist. Ich glaube nicht, dass wir hier - dies in aller Freundschaft, Herr Nationalrat - diese Debatte in Bezug auf die Rigibahn führen können. Sonst sind wir mitten in der Thematik Aufgabenüberprüfung. Ich verweise Sie auf die Vernehmlassungsbotschaft im April.