Nationalrat - Frühjahrssession 2010 - Sechzehnte Sitzung - 18.03.10-15h00
Conseil national - Session de printemps 2010 - Seizième séance - 18.03.10-15h00

09.482
Parlamentarische Initiative
Wasserfallen Christian.
Amtszeitbeschränkung
für Mitglieder des Bundesrates
Initiative parlementaire
Wasserfallen Christian.
Limiter la durée de fonction
des membres du Conseil fédéral
Vorprüfung - Examen préalable
Einreichungsdatum 24.09.09
Date de dépôt 24.09.09
Bericht SPK-NR 05.02.10
Rapport CIP-CN 05.02.10
Nationalrat/Conseil national 18.03.10 (Vorprüfung - Examen préalable)
09.494
Parlamentarische Initiative
Moret Isabelle.
Bundesrat.
Begrenzung der Amtszeit
Initiative parlementaire
Moret Isabelle.
Conseil fédéral.
Limitation du mandat
Vorprüfung - Examen préalable
Einreichungsdatum 25.09.09
Date de dépôt 25.09.09
Bericht SPK-NR 05.02.10
Rapport CIP-CN 05.02.10
Nationalrat/Conseil national 18.03.10 (Vorprüfung - Examen préalable)

09.482

Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben

Antrag der Minderheit
(Hodgers, Heim, Hiltpold, Moret, Roth-Bernasconi, Schenker Silvia, Tschümperlin)
Der Initiative Folge geben

Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative

Proposition de la minorité
(Hodgers, Heim, Hiltpold, Moret, Roth-Bernasconi, Schenker Silvia, Tschümperlin)
Donner suite à l'initiative


09.494

Antrag der Mehrheit
Der Initiative keine Folge geben

Antrag der Minderheit
(Schenker Silvia, Hiltpold, Hodgers, Moret, Roth-Bernasconi, Tschümperlin)
Der Initiative Folge geben

Proposition de la majorité
Ne pas donner suite à l'initiative
AB 2010 N 533 / BO 2010 N 533
Proposition de la minorité
(Schenker Silvia, Hiltpold, Hodgers, Moret, Roth-Bernasconi, Tschümperlin)
Donner suite à l'initiative

Wasserfallen Christian (RL, BE): Meine parlamentarische Initiative zielt darauf ab, für Bundesräte eine grundsätzliche Amtszeitbeschränkung auf 8 Jahre festzuschreiben. Das oberste Ziel dieser Initiative ist die Stabilität, die Kontinuität und somit die Stärkung der Institution Bundesrat. Das Wahlverfahren, die Wahl des Bundesrates durch die Vereinigte Bundesversammlung, soll unangetastet bleiben, weil nur durch dieses Wahlverfahren Kontinuität bei der Wahl der Bundesräte garantiert werden kann.
Der anzustrebende Normalfall ist die Wahl eines neuen Mitgliedes des Bundesrates zu Beginn einer neuen Legislatur. Das neue Bundesratsmitglied sollte dann 8 Jahre im Amt bleiben, bevor an seiner Stelle eine neue Person gewählt wird. Das ist der Normalfall. Für den Fall, dass ein Bundesrat, eine Bundesrätin während der Legislatur zurücktreten müsste oder wollte, müsste eine Sonderregelung gefunden werden; diese könnte, ähnlich der Regelung für den amerikanischen Präsidenten, an jene habe ich mich angelehnt, gut funktionieren. Die Anzahl solcher Sonderfälle ist aber klar zu minimieren.
Das Credo muss sein: Ein Bundesrat bleibt grundsätzlich 8 Jahre im Amt, und zwar vom Beginn einer Legislatur bis zum Ende einer zweiten Legislatur. Das übliche Wahlverfahren - ich habe es angesprochen - soll beibehalten werden; dies vor allem auch aus dem Grund, dass man sich im Bundesrat dann nicht ständig im Wahlkampf befindet, sondern sich dort einer politischen Agenda widmen und diese auch planen kann. Wenn ein Bundesrat klar für 4 Jahre gewählt ist und insgesamt 8 Jahre im Amt bleiben kann, dann wird er für sich eine politische Agenda mit einem klaren zeitlichen Raster festsetzen und in dieser Zeitspanne seine Themen bearbeiten und auch vorwärtsbringen. Das hat den klaren Vorteil, dass er sich gegenüber der Bevölkerung für seinen Plan rechtfertigen muss, dass er nicht auf Verzögerungen eingehen kann, sondern seine politischen Bestrebungen durchbringen muss.
Mir wurde insbesondere in der Kommission vorgeworfen, der Bundesrat würde in der zweiten Hälfte seiner Amtszeit, also im fünften, sechsten, siebten und achten Jahr, zu einer "lahmen Ente" verkommen. Aber dem ist nicht so. Wenn wir es hingegen zulassen würden, dass ein Bundesrat 12 Jahre im Amt bleiben könnte, dann würde das Regierungsmitglied in der dritten Amtsperiode tatsächlich zur "lahmen Ente". Hat er nur 8 Jahre Zeit, wird er sich klar darum bemühen, in dieser Zeit seine politische Agenda durchzuziehen und seine politischen Ideen zu entfalten. Somit ist eine Amtszeitbeschränkung auf 8 Jahre für einen Bundesrat nicht einfach die Festsetzung einer oberen Limite, sondern es ist ein Steuerungsinstrument, ein Instrument, mit dem ein Mitglied des Bundesrates dazu gebracht wird, seine politischen Aktivitäten zu entfalten, ohne in irgendeiner Phase seines politischen Lebens im Bundesrat nachzulassen.
Darum muss die Amtszeit auf 8 Jahre beschränkt werden; sie darf auf keinen Fall auf 12 oder, noch schlimmer, auf 16 Jahre beschränkt werden. Ein weiterer ganz klarer Vorteil der parlamentarischen Initiative ist, dass man sich bei einer Grenze von 8 Jahren auch um den Nachwuchs im Bundesrat kümmern kann. Das sage ich nicht als junger Parlamentarier. Aber es hat sich vielfach gezeigt, das wissen Sie aus Ihren eigenen Parteien, dass sich Leute, die vielleicht einmal in eine Regierung wollen, besser vorbereiten könnten und auch die Parteien ein viel tiefgründigeres Verfahren durchführen könnten, um gezielt neues Personal für die Landesregierung - das sind sehr intensive und wichtige Ämter in unserem Staat, das muss ich Ihnen nicht erklären - aufzubauen bzw. vorzubereiten.
Ein wichtiger Grund ist auch, dass dann die wichtigen Dossiers beim Rücktritt eines Regierungsmitgliedes - es gibt im Moment viele wichtige Geschäfte - übergeben werden können. Die neu gewählte Person, die damit betraut wird - sei es eine Parlamentarierin oder ein Parlamentarier, eine Regierungsrätin oder ein Regierungsrat usw. -, weiss dann, wo die Dossiers auf der politischen Agenda zu situieren sind. Man weiss dann auch, welche Zeit dieser Person bleibt, und man kann die Dossierübergabe à fond durchführen.
Fazit: Diese parlamentarische Initiative würde der Regierungstätigkeit, unter Beibehaltung des üblichen Wahlverfahrens, viel mehr Stabilität verleihen. Sie würde klar dazu führen, dass Bundesräte ihre politische Agenda sowie ihre "Duftmarken" in der Regierung setzen könnten. Sie würde auf jeden Fall dazu führen, dass die Institutionen gestärkt würden.
Ich darf darauf hinweisen, dass gerade die strategische Führung des Bundesrates immer ein Thema war und immer ein Thema bleiben wird, insbesondere auch in den Aufsichtskommissionen des Parlamentes, und dass die strategische Positionierung und die strategische Ausrichtung der Regierung in der Vergangenheit immer vernachlässigt wurden. Genau darum ist es so wichtig, dass eine politische Agenda gesetzt wird. Das ist übrigens im Ausland seit Jahrzehnten üblich. Ich weiss nicht, warum das in der Schweiz nicht machbar sein soll. Darum habe ich diese Initiative gestartet. Ich würde mich freuen, wenn einige in diesem Saal diese parlamentarische Initiative und jene von Frau Moret unterstützen könnten. Es ist wirklich an der Zeit, die Regierung besser aufzustellen.

Moret Isabelle (RL, VD): La France limite la charge présidentielle à deux mandats réduits à 5 ans chacun, les Etats-Unis à deux mandats de 4 ans chacun. En Suisse, il n'existe aucune limitation dans le temps à la fonction de conseiller fédéral. Pourtant, en 8 ans, soit un conseiller fédéral a réussi à entreprendre toutes les réformes qu'il envisageait dans son département, soit il n'y réussira de toute façon jamais. Dans les deux cas, du sang neuf est nécessaire à la tête de ce département.
Aussi, mon initiative vise à limiter le mandat de conseiller fédéral à deux législatures complètes. Dans mon optique, un conseiller fédéral entré en fonction en cours de législature ne serait pas considéré comme ayant effectué une législature complète. Toutefois, il est possible qu'au cours de son mandat au Conseil fédéral, un conseiller fédéral change de département, apportant ainsi un nouvel élan à sa mission. On sait que le dernier arrivé au sein du Conseil fédéral prend en général le département que lui laissent ses nouveaux collègues et non forcément le département correspondant à son choix personnel. Une rotation peut toutefois avoir lieu à l'occasion de la vacance suivante dans un département. Il faut alors laisser le temps à ce conseiller fédéral de développer ses intentions dans son nouveau département lors d'une législature complète supplémentaire. Aussi, je propose qu'en cas de changement de département, une troisième législature soit possible. Avec cette solution, lorsqu'un conseiller fédéral s'approchera de la fin de sa deuxième législature complète dans le même département, il devra soit envisager de changer de département si l'occasion se présente, soit se résoudre à ne pas se proposer à une réélection.
Après une période où la moyenne d'âge des conseillers fédéraux était beaucoup plus élevée, nous assistons maintenant à un retour de balancier avec de nouveaux conseillers fédéraux en moyenne plus jeunes. Ceux-ci se poseront inévitablement la question d'une longue présence au sein du Conseil fédéral. Tout le monde se focalise actuellement sur les plus de 14 ans au gouvernement de Monsieur le conseiller fédéral Moritz Leuenberger, mais il n'est pas, et de loin, un cas isolé: Monsieur Ogi, 13 ans; Monsieur Villiger, 14 ans; Monsieur Delamuraz, 14 ans. Ceux qui restent volontairement moins de 8 ans sont rares. Il n'y a guère, récemment, que Monsieur Deiss.
Or les pressions tant internes qu'externes auxquelles sont soumis les conseillers fédéraux exigent une attention de tous les jours et notre pays ne veut plus se contenter de conseillers fédéraux qui mènent tranquillement leur barque et qui décident seuls d'avoir fait leur temps. Il faut injecter du
AB 2010 N 534 / BO 2010 N 534
dynamisme dans le système. Limiter le mandat des conseillers fédéraux est un moyen, cumulé à d'autres, bien entendu, d'injecter un tel dynamisme dans le système. La prévisibilité des retraites des conseillers fédéraux permettrait aussi mieux, à chaque parti, de préparer la relève politique.
Au sein de la commission, des débats nourris se sont déroulés. Je suis heureuse de voir que certains groupes parlementaires ont repris l'idée développée par mon collègue Monsieur Wasserfallen et par moi-même, de la limitation des mandats, ce qui nous permettra, j'en suis sûre, de poursuivre la discussion au sein de la commission.
Je vous remercie de donner suite à nos deux initiatives parlementaires.

Hodgers Antonio (G, GE): L'initiative parlementaire Wasserfallen ainsi que l'initiative parlementaire Moret soulèvent la question de la durée de fonction des conseillers fédéraux. C'est vrai que nous avons l'habitude en Suisse d'avoir les ministres avec la plus longue durée de fonction d'Europe. Cela a été dit: certains restent en fonction 14 ans, 15 ans, en moyenne 10 ou 12 ans. Ce sont des durées exceptionnelles pour un politicien ou une politicienne, et cela doit nous faire réfléchir sur les avantages et les inconvénients de cette longévité.
En ce qui concerne les avantages, je crois qu'il est juste que notre gouvernement ne fonctionne pas comme certaines équipes de football où, au moindre revers, on change l'entraîneur pour que l'équipe reparte sur de nouvelles bases. Il est donc positif qu'il y ait une certaine continuité dans la composition du collège gouvernemental. Par contre, en ce qui concerne les aspects négatifs, on peut assister parfois à une certaine usure.
Monsieur Wasserfallen propose finalement une durée qui irait de 8 à 10 ans dans les faits; Madame Moret propose une durée de 8 ans, mais celle-ci pourrait facilement être de 12, voire de 16 ans si les élus en question changent de département. Finalement, hormis le débat sur le nombre d'années précis qui pourra être discuté si on donne suite à ces initiatives, ce qui est intéressant dans ces deux propositions, c'est bien le cadre temporel qu'elles donneraient à l'action des conseillers fédéraux. Ce cadre temporel permettrait ainsi à nos ministres de se fixer un calendrier précis pour la mise en oeuvre de leur action politique gouvernementale, de se fixer des objectifs sous forme d'étapes à réaliser et d'arriver en fin de mandat avec un bilan à présenter.
Aujourd'hui, ce cadre faisant défaut, on se rend compte qu'il y a souvent un étiolement de la personnalité présente au sein du gouvernement. Parfois son damdat est écourté brutalement, mais le plus souvent il s'étend dans le temps, créant cette incertitude des fins de mandat qui peuvent durer quelques mois, si ce n'est des années, et ceci n'est pas de nature à dynamiser les travaux du gouvernement ni ceux du Parlement.
Un autre argument qui a été évoqué et auquel je suis également sensible, c'est celui de la prévision de la relève. Le fait de savoir que Madame la conseillère fédérale X ou que Monsieur le conseiller fédéral Y finira son mandat dans deux ans permet à la relève au sein des partis politiques de se préparer. Cela permet d'amorcer un processus de sélection et de mettre en place une compétition au sein des partis, en évitant ce que l'on connaît parfois dans notre système actuel, c'est-à-dire un processus un peu trop précipité.
Vous l'aurez compris, ces prochains temps, notre Parlement sera souvent appelé à discuter de propositions de réforme du gouvernement. Certains pensent que le mode d'élection et le fonctionnement du Conseil fédéral, qui datent quand même du XIXe siècle, sont stables et ne posent pas de problèmes. Je crois qu'ils se trompent. Le mouvement constant des membres du collège qu'est le Conseil fédéral n'est pas idéal pour la cohésion de l'équipe. Aujourd'hui, on voit que ce mode de fonctionnement ne correspond plus ni aux besoins intérieurs de notre pays ni aux contraintes venant de l'extérieur.
C'est pourquoi je vous invite, au nom de la minorité de la commission, à donner suite aux initiatives parlementaires Wasserfallen et Moret.

Schenker Silvia (S, BS): Warum soll die Amtszeit unserer Bundesräte begrenzt werden? Es sind die folgenden Überlegungen, welche die Minderheit dazu geführt haben, die parlamentarische Initiative Moret und ebenso die parlamentarische Initiative Wasserfallen zu unterstützen: Bundesräte haben eine machtvolle Position inne. Bei machtvollen Positionen ist es aus Sicht der Minderheit sinnvoll, dass regelmässig Rochaden stattfinden. Im aktuellen System ist es jedem Bundesrat, jeder Bundesrätin selber überlassen, ob und wann er oder sie zurücktreten will. Das führt zu Unberechenbarkeit. Hinzu kommt, dass es keine Kündigungsfrist für Bundesräte gibt. Einerseits müssen oder können wir also jederzeit mit dem Rücktritt eines Bundesrates rechnen, andererseits kann ein Rücktritt auch immer wieder hinausgeschoben werden. Diese Unberechenbarkeit führt - manchmal mehr, manchmal weniger - zu Unruhe. Mit einer Amtszeitbeschränkung könnte davon ausgegangen werden, dass die Gewählten die ihnen gemäss Verfassung zustehende Amtszeit nutzen, um ihre Projekte und Anliegen voranzutreiben. Die Minderheit erhofft sich von einer Amtszeitbeschränkung mehr Stabilität.
Ausserdem führt eine Amtszeitbeschränkung dazu, dass regelmässig Wechsel stattfinden. Wechsel können dort sinnvoll und hilfreich sein, wo Themen blockiert sind. Wechsel sind aber auch sinnvoll, weil neue oder andere Augen anders sehen und neue oder andere Ohren anders hören. Regelmässige Wechsel im Bundesrat können auch dazu führen, dass immer wieder andere Regionen oder Kantone die Möglichkeit erhalten, in der Landesregierung vertreten zu sein. Es gibt Kantone, die noch nie im Bundesrat vertreten waren. Für den Zusammenhalt unseres Landes ist es wichtig, dass auch diese Kantone einmal die Möglichkeit erhalten, jemanden zu stellen, der in der Regierung mitwirkt.
Frau Moret verlangt in ihrer parlamentarischen Initiative eine Amtszeitbeschränkung auf zwei Legislaturen.
Ich möchte an dieser Stelle offenlegen, dass ein Teil der Minderheit der Meinung ist, 8 Jahre seien zu wenig. Diese Mitglieder der Minderheit würden es vorziehen, wenn die Amtszeit auf 12 Jahre beschränkt würde. In einem Punkt sind sich jedoch alle Unterzeichner des Minderheitsantrages einig: Es soll eine Begrenzung der Amtszeit von Bundesräten eingeführt werden.
Damit dieses Thema vertieft behandelt und in der Staatspolitischen Kommission nach Lösungen gesucht werden kann, bitte ich Sie, die parlamentarische Initiative Moret und die parlamentarische Initiative Wasserfallen zu unterstützen.

Donzé Walter (CEg, BE), für die Kommission: Ihre Staatspolitische Kommission hat die beiden parlamentarischen Initiativen im Januar 2010 vorgeprüft. Beide Initiativen verlangen eine Beschränkung der Amtszeit der Mitglieder des Bundesrates. Heute bestimmt ein Mitglied des Bundesrates den Termin seines Rücktritts selber, ausser es besteht die Wiederwahl nicht. Die Initiativen möchten die Planbarkeit der Bundesratswahlen verbessern. Ich möchte Ihnen ausdrücklich sagen, dass ich Herrn Wasserfallen nicht unterstelle, dass er seine eigene Karriere plant. Die Kommission kommt aber auch zum Schluss, dass wir keine "Lex Leuenberger" oder "Lex Merz" möchten.
Im Schnitt dauerte die Amtszeit der Bundesräte seit dem Zweiten Weltkrieg ungefähr 8 Jahre. Die Zeit, wo ein Bundesrat noch während seiner Amtszeit zum Denkmal wurde, ist definitiv vorbei, und in den letzten Jahren hat dieses Parlament auch bewiesen, dass es imstande ist, eine Wiederwahl zu verweigern.
Ihre Kommission ortet bezüglich der Amtszeit der Mitglieder des Bundesrates keine schwerwiegenden Probleme und sieht deshalb keinen Handlungsbedarf. Sie schätzt den Einfluss eines Bundesrates auf die Geschäfte bzw. auf die Reformen weniger hoch ein als die Initianten. Die Macht ist bei uns aufgeteilt. Der Einfluss eines Bundesratsmitglieds auf
AB 2010 N 535 / BO 2010 N 535
die politische Agenda ist ebenfalls beschränkt, denn er ist Teil eines Regierungskollegiums.
Eigentlich halten wir es in der Mehrheit auch für positiv, dass ein Regierungsmitglied den Zeitpunkt seines Rücktritts selber bestimmen kann. Es wäre auch nicht gut, wenn jemand im Wellental seiner Popularität abtreten müsste, nur weil eine zeitliche Vorgabe es vorschreibt. Wir haben in der Kommission auch festgestellt, dass das Ansinnen der beiden Initianten wahrscheinlich schon in ihrer eigenen Fraktion auf Widerstand stösst.
Ich verzichte darauf, die Argumente der Minderheit explizit zu erwähnen; die beiden Minderheiten konnten sich ausführlich zu Wort melden. Ihre Kommission beantragt Ihnen mit 15 zu 7 Stimmen bei 4 Enthaltungen, der parlamentarischen Initiative Wasserfallen keine Folge zu geben, und mit 14 zu 6 Stimmen bei 6 Enthaltungen, der parlamentarischen Initiative Moret keine Folge zu geben.

Schenker Silvia (S, BS): Ist Ihnen aufgefallen, dass ich die Minderheit anführe? Sie wissen ja, dass ich Mitglied der SP-Fraktion bin. Sie unterstellen mir sicher nicht, dass ich eine "Lex Leuenberger" machen möchte, und Herrn Wasserfallen können Sie auch nicht gut unterstellen, dass er eine "Lex Merz" machen möchte.

Donzé Walter (CEg, BE), für die Kommission: Ebenso wenig wie Herrn Wasserfallen unterstelle ich Ihnen dieses persönliche Ansinnen.

Bugnon André (V, VD), pour la commission: Les initiatives parlementaires Wasserfallen et Moret concernent la durée du mandat des conseillers fédéraux. C'est pourquoi elles ont été traitées dans une même discussion par la Commission des institutions politiques de notre conseil lors de sa séance des 14 et 15 janvier derniers.
L'initiative parlementaire Wasserfallen, vous l'avez entendu, vise à ce que des dispositions constitutionnelles et légales soient prises de façon à limiter le mandat des conseillers fédéraux à 8 ans. L'initiative parlementaire Moret prévoit une limitation du mandat des conseiller fédéraux à deux législatures, tout en modérant cette limitation, vous l'avez également entendu. En effet, selon l'auteure de l'initiative, si un conseiller fédéral entre au gouvernement en cours de législature, celle-ci ne compte pas, ce qui permettrait de pouvoir effectuer encore deux législatures complètes au sein du gouvernement. D'autre part, si un membre du gouvernement change de département, il pourrait, dans ce cas, effectuer une troisième législature.
Lors du traitement de ces propositions au sein de la commission, la parole a tout d'abord été donnée aux deux auteurs des initiatives, qui ont défendu leurs propositions comme ils viennent de le faire. Madame Moret, après avoir discuté de façon privée avec un ancien conseiller fédéral, est parvenue à la conclusion que si un membre du gouvernement n'arrive pas, en 8 ans, à faire toutes les réformes qu'il envisage d'entreprendre, il n'y arrivera de toute façon jamais. Dans ce cas, autant qu'il laisse la place à quelqu'un d'autre à la fin de son mandat. Pour étayer sa proposition, Madame Moret s'appuie d'autre part sur ce qui se fait à l'étranger où, dans les pays démocratiques, la plupart des mandats présidentiels sont limités à deux législatures.
Quant à Monsieur Wasserfallen, il justifie sa proposition en partant de l'idée que, selon lui, un conseiller fédéral doit être efficient en permanence et que, selon son constat, cette efficience disparaît dans la troisième et encore plus dans la quatrième législature. D'autre part, selon lui, aucune planification ne peut être faite par les candidats potentiels ayant les capacités de pouvoir accéder au gouvernement fédéral, car les moments de changement sont aléatoires actuellement et dépendent du bon vouloir des conseillers fédéraux en place, sauf non-réélection évidemment. Même dans ce cas, il n'y a pas eu de planification faite à long terme, il s'agit plutôt de tactique de dernière minute ou de dernière heure en cas de non-réélection. Enfin, l'auteur de l'initiative est d'avis qu'une rotation plus rapide des membres du gouvernement permet, d'une façon générale, d'améliorer l'efficacité de celui-ci grâce à l'apport d'idées nouvelles et d'une motivation toute fraîche.
Lors de la discussion en commission, une partie des commissaires ont défendu les propositions des auteurs des initiatives en reprenant leur argumentation visant à limiter la durée des mandats des conseillers fédéraux. Il a été question de l'intérêt que les jeunes portent à la politique et du fait qu'ils n'ont aucune perspective de pouvoir accéder au gouvernement dans la situation actuelle parce qu'être ministre dans notre pays débouche sur une position particulièrement favorable une fois élu, si on fait une comparaison sur le plan international, vu les remaniements fréquents de cabinets dans certains pays.
En outre, du fait de l'imprévisibilité du moment de la retraite des conseillers fédéraux en place, il est difficile de préparer à temps la relève. Vous l'avez entendu de la bouche de Monsieur Wasserfallen: il souhaiterait une planification des rotations des mandats de conseillers fédéraux pratiquement depuis la naissance des individus!
Toutefois, certains commissaires qui déclarent soutenir les deux initiatives pensent qu'une limitation à 8 ans des mandats est trop restrictive et qu'il faudrait passer à 12 ans au maximum. Quant à la majorité de la commission, elle considère qu'il ne faut pas limiter la durée des mandats des conseillers fédéraux vu qu'aucune garantie n'est actuellement acquise à ce sujet. L'Assemblée fédérale devant procéder tous les 4 ans à la réélection des membres du gouvernement, l'histoire a démontré que la réélection n'était pas systématiquement acquise.
On a mentionné aussi le fait que, statistiquement, la durée moyenne des mandats des conseillers fédéraux est de 8 ans, et non pas de 12 ans, comme cela a été dit tout à l'heure. Statistiquement, elle est de 8 ans depuis la Deuxième Guerre mondiale, démontrant ainsi que les objectifs recherchés par les initiatives sont déjà remplis.
D'autre part, pour les commissaires opposés à l'idée de donner suite à ces initiatives, les comparaisons sur le plan international ne sont pas pertinentes, car les pouvoirs des conseillers fédéraux sont nettement plus restreints si on les compare avec ceux des présidents américain ou français, par exemple. Ces commissaires considèrent, d'autre part, que la position des membres du gouvernement serait notablement affaiblie si leur mandat était limité à 8 ans au maximum.
Enfin, la proposition de Madame Moret compliquerait notablement la situation et inciterait les membres du gouvernement à changer de département, puisque dans ce cas le mandat d'un conseiller fédéral pourrait être prolongé d'une législature. En définitive, cette proposition conduirait certainement à une augmentation de la durée des mandats plutôt qu'à une diminution. Il suffirait de changer de département pour avoir pratiquement la garantie de rester en fonction 4 ans de plus.
C'est par 15 voix contre 7 et 4 abstentions que la commission vous recommande de ne pas donner suite à l'initiative parlementaire Wasserfallen et, par 14 voix contre 6 et 6 abstentions, de ne pas donner suite à l'initiative parlementaire Moret.
Au nom de la majorité de la commission, je vous demande d'en faire de même.

09.482

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 09.482/3860)
Für Folgegeben ... 34 Stimmen
Dagegen ... 110 Stimmen

09.494

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 09.494/3861)
Für Folgegeben ... 41 Stimmen
Dagegen ... 109 Stimmen
AB 2010 N 536 / BO 2010 N 536

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