Nationalrat - Sommersession 2010 - Zehnte Sitzung - 14.06.10-14h30
Conseil national - Session d'été 2010 - Dixième séance - 14.06.10-14h30

10.026
Finanzhilfen
für familienergänzende
Kinderbetreuung. Änderung
Aides financières
à l'accueil extrafamilial
pour enfants. Modification
Erstrat - Premier Conseil
Informationen CuriaVista
Informations CuriaVista
Informazioni CuriaVista
Botschaft des Bundesrates 17.02.10 (BBl 2010 1627)
Message du Conseil fédéral 17.02.10 (FF 2010 1483)
Nationalrat/Conseil national 14.06.10 (Erstrat - Premier Conseil)
Ständerat/Conseil des Etats 16.09.10 (Zweitrat - Deuxième Conseil)
Nationalrat/Conseil national 22.09.10 (Differenzen - Divergences)
Nationalrat/Conseil national 01.10.10 (Schlussabstimmung - Vote final)
Ständerat/Conseil des Etats 01.10.10 (Schlussabstimmung - Vote final)
Text des Erlasses 1 (AS 2011 307)
Texte de l'acte législatif 1 (RO 2011 307)

Antrag der Mehrheit
Eintreten

Antrag der Minderheit
(Scherer, Baettig, Borer, Bortoluzzi, Estermann, Füglistaller, Müri, Parmelin, Triponez)
Nichteintreten

Proposition de la majorité
Entrer en matière

Proposition de la minorité
(Scherer, Baettig, Borer, Bortoluzzi, Estermann, Füglistaller, Müri, Parmelin, Triponez)
Ne pas entrer en matière

Fehr Jacqueline (S, ZH), für die Kommission: Das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung ist ein auf acht Jahre befristetes Gesetz. Es trat am 1. Februar 2003 in Kraft und wird ohne Verlängerung nur noch bis zum 31. Januar 2011 gültig sein. Das Gesetz geht auf eine parlamentarische Initiative einer SP-Nationalrätin zurück: In der Session in Lugano im März 2001 fand die Idee einer Anstossfinanzierung für Krippen, Horte und Tagesfamilien das erste Mal die Unterstützung einer breiten Mehrheit des Nationalrates. In der Folge arbeitete das Parlament das Gesetz aus, über dessen Verlängerung wir heute beraten.
Die Gelder, mit denen der Bund in den vergangenen Jahren die familien- und schulergänzende Betreuung gefördert hat, wurden vom Parlament zweimal in Form eines vierjährigen Rahmenkredits gesprochen. Für die Jahre 2003 bis 2007 wurden 200 Millionen Franken gesprochen, für die zweite Tranche bis Januar 2011 nur noch 120 Millionen Franken. Wir mussten in der Zwischenzeit zur Kenntnis nehmen, dass dieser zweite Rahmenkredit nicht reichen wird und rund 180 Gesuche auf die Warteliste gesetzt werden müssen. Das Programm ist also quasi Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung ist tatsächlich ein äusserst erfolgreiches Gesetz. Drei Werte zeigen dies:
1. Die Finanzhilfen des Bundes haben mitgeholfen, dass sich das vorherige Angebot an Betreuungsplätzen innert acht Jahren verdoppelt hat. Dank der Finanzhilfen des Bundes konnten rund 30 000 zusätzliche Plätze geschaffen werden, ein Drittel davon in der lateinischen Schweiz.
2. Die neugeschaffenen Plätze sind dauerhaft. 94 Prozent der geschaffenen Plätze im Schulbereich und sogar 99 Prozent der Plätze im Vorschulbereich existieren nach wie vor. Dieser Erfolg ist, sowohl was die Wirkung als auch was die Nachhaltigkeit betrifft, nicht nur rekordverdächtig, sondern auch einzigartig. Ich denke nicht, dass je ein anderes Förderprogramm des Bundes einen solchen Erfolg ausweisen konnte.
3. Die Diskussion um die Anstossfinanzierung und das konkrete Gesetz haben dazu geführt, dass Krippen und Tagesschulen heute mehr oder weniger von allen politischen Kräften unterstützt werden. Die Ausnahme bestätigt auch hier die Regel. Immer mehr und breiter setzt sich zudem die Erkenntnis durch, dass Krippen und Tagesschulen nicht nur den Eltern die Möglichkeit schaffen, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen; qualitativ gute Betreuungsangebote sind insbesondere auch für die Kinder eine Chance. Das Spielen und Zusammensein mit Gleichaltrigen, die kindgerechte Umgebung sowie die breiten Erfahrungsmöglichkeiten unterstützen die gesunde Entwicklung der Kinder, und im Schulalter schaffen Tagesschulen mit Aufgabenhilfe schlicht und einfach die Voraussetzung für tatsächliche Chancengleichheit.
All diese Gründe und insbesondere die nach wie vor grosse Nachfrage haben die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates bewogen, mit einer Kommissionsmotion eine Verlängerung dieses Förderprogramms zu fordern. Der Bundesrat ist dieser Forderung nachgekommen, und so beraten wir nun heute diese Verlängerung.
Lassen Sie mich noch einen kurzen Überblick über die Eckpfeiler der Vorlage und die Beratungen in der Kommission geben. Der Bundesrat schlägt im Vergleich zum bestehenden Gesetz drei wesentliche Änderungen vor:
1. Das Gesetz soll nur noch für Angebote im Vorschulbereich gelten. Tagesschulen, Horte, Mittagstische usw. sollen nach Ansicht des Bundesrates keine Bundesgelder mehr erhalten.
2. Das Gesetz soll nur noch neue Institutionen unterstützen. Bestehende Einrichtungen, die ihr Angebot mit zusätzlichen Gruppen usw. erweitern, sollen nicht mehr unterstützt werden.
3. Innovative Pilotprojekte, wie beispielsweise jenes der Betreuungsgutschriften, sollen künftig unterstützt werden können.
So weit die Eckpfeiler des bundesrätlichen Entwurfes. Insgesamt will der Bundesrat 80 Millionen Franken für die kommenden vier Jahre zur Verfügung stellen. Die Kürzung von heute 120 Millionen auf 80 Millionen Franken begründet er im Wesentlichen damit, dass die Unterstützung der schulergänzenden Betreuung im neuen Gesetz, wie erwähnt, nicht mehr vorgesehen sei.
Die Kommissionsmehrheit ist dem Bundesrat in den meisten Punkten nicht gefolgt. Einzig bei der Möglichkeit, neu auch Pilotprojekte aus diesem Rahmenkredit zu finanzieren, folgt sie dem Bundesrat. Bei den anderen Punkten hält sie am bisherigen Recht fest und schlägt damit dem Parlament vor, wie bisher auch schulergänzende Angebote zu unterstützen. Auch sollen bestehende Einrichtungen, die sich weiterentwickeln, weiterhin Gelder erhalten können. Dafür sollen neu 200 Millionen Franken zur Verfügung gestellt werden.
Ein Wort noch zu diesen 200 Millionen Franken im Bundesbeschluss: Sie sind das Resultat eines taktischen Stimmverhaltens der SVP-Delegation. Effektiv mehrheitsfähig waren in der Kommission 120 Millionen Franken.

AB 2010 N 953 / BO 2010 N 953

Ein Wort noch zur Position der Minderheit: Diese verweist darauf, dass Kinderbetreuung in erster Linie Sache der Eltern sei. Wer auf familienergänzende Betreuung angewiesen sei, solle diese selber finanzieren. Zudem habe man das Gesetz damals auf acht Jahre befristet. Nun solle auch wirklich Schluss sein.
Die Kommission hat mit 16 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung für Eintreten gestimmt. Ich bitte Sie im Namen der Kommissionsmehrheit, auf die Vorlage einzutreten.

Robbiani Meinrado (CEg, TI), pour la commission: Le programme d'impulsion pour la création de places d'accueil extrafamilial pour enfants, en place depuis 2003 et prévu initialement pour une durée de huit ans - soit jusqu'à fin janvier 2011 -, a eu un succès indéniable. Cela est d'autant plus réjouissant que la conciliation entre travail et famille, dont ce programme est un volet important, constitue aujourd'hui l'une des frontières les plus emblématiques de la politique sociale au sens large. La disponibilité de places d'accueil exerce des retombées positives, notamment du point de vue social en contribuant à réduire la pauvreté des familles, d'un point de vue démographique en contribuant à favoriser la natalité, d'un point de vue économique en permettant une meilleure insertion des femmes dans le marché du travail, et aussi d'un point de vue éducatif en favorisant l'intégration des enfants des milieux moins favorisés ou étrangers. Ce programme a enclenché un processus intense qui va permettre la création de plus de 30 000 nouvelles places d'accueil.
Mais - il y a un mais - malgré ce résultat, les besoins restent considérables, le manque de places se chiffrant encore à quelques dizaines de milliers.
C'est pour cette raison que le Conseil fédéral, suivant une motion adoptée par les deux conseils, propose de prolonger de quatre ans la validité de cette loi en fixant le cadre financier correspondant.
Vu les besoins toujours non couverts que je viens de mentionner, il serait tout sauf productif d'interrompre ce processus. Et d'ailleurs, la consultation qui a été conduite entre-temps a confirmé le désir très nettement majoritaire de tous les milieux intéressés de poursuivre ce programme d'impulsion.
Cependant si, lors de la consultation, il s'agissait de proroger la loi dans sa physionomie actuelle, tel n'est plus le cas maintenant. Le Conseil fédéral propose en effet de modifier la portée de la loi, afin de l'adapter à la nouvelle situation des finances fédérales. Cela l'a conduit à réduire les ressources à disposition de 140 millions de francs - ce qui était contenu dans la consultation - à 80 millions - ce qui est contenu dans le message. Cela a aussi obligé le Conseil fédéral à recentrer le programme, réduisant le cercle des bénéficiaires. Les aides de la Confédération ne seraient plus accessibles aux structures d'accueil collectif de jour existantes qui augmenteraient leur offre, ainsi qu'aux structures d'accueil parascolaire. Les structures qui continueraient, au contraire, à bénéficier des aides seraient les structures d'accueil extrafamilial pour enfants d'âge préscolaire nouvelles, les structures coordonnant l'accueil familial de jour et aussi les projets à caractère novateur.
La commission, par 16 voix contre 9, adhère largement à la prolongation de la durée de validité de la loi. Elle s'éloigne toutefois majoritairement du projet du Conseil fédéral afin d'éviter de modifier excessivement la trajectoire suivie jusqu'à maintenant et de permettre donc au programme d'impulsion de compléter le parcours commencé en 2003.
La majorité de la commission souhaite donc que les structures parascolaires et les structures de jour existantes ne soient pas exclues de la possibilité de jouir des aides de la Confédération. Cela implique évidemment que les ressources financières à disposition soient plus élevées par rapport à la proposition du Conseil fédéral. La majorité a opté pour un crédit de 200 millions de francs, bien que de manière particulièrement partagée par rapport au montant de 120 millions de francs, choix qui a été influencé par une manoeuvre tactique des membres qui ont voté pour le montant le plus élevé, après s'être battus pour la non-entrée en matière et aussi pour le montant le plus bas.
Je vous invite donc à entrer en matière et à suivre la majorité de la commission dans l'examen par article. Je vous invite également à entrer en matière sur l'arrêté concernant le crédit d'engagement et à mettre à disposition un crédit qui permette au programme d'impulsion de suivre une ligne de continuité dans les aides aux structures d'accueil extrafamilial.

Scherer Marcel (V, ZG): Meine Nichteintretensanträge beziehen sich auf die Vorlage 1, auf das Bundesgesetz, und auf die Vorlage 2, auf den Bundesbeschluss. Wir sind hier einmal mehr an einem grosszügigen Ausbauprojekt bei den Sozialversicherungen. Ich bitte Sie, diesem Ausbau der Anstossfinanzierung für die familienexterne Kinderbetreuung nicht zuzustimmen.
Worum geht es? Zur Ausgangslage: 2002 gab es den ersten Bundesbeschluss, der eine vierjährige Anstossfinanzierung für die familienexterne Kinderbetreuung vorsah. 2006 verlängerte der Bundesrat diesen Beschluss um vier Jahre, mit dem Versprechen, dass keine weitere Verlängerung infrage komme, die Finanzierung werde also 2011 auslaufen. Die Anzahl geschaffener Kinderbetreuungsplätze stieg nach der Einführung der Finanzierung im Jahr 2003 auf 2470 und erreichte 2007 den Zenit mit knapp 5000 geschaffenen Plätzen. Seither ist die Zahl wieder rückläufig; im Jahr 2009 sind es noch ganze 3500 Plätze. Das zeigt, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen bald abgedeckt ist und ab dem Jahr 2011 kaum noch Finanzbedarf bestehen wird.
Was haben wir heute auf dem Tisch? Eine weitere Verlängerung der Anstossfinanzierung um vier Jahre, dies, obwohl der Bundesrat 2006 eine Verlängerung ausgeschlossen hat! Herr Bundesrat Burkhalter, Sie enttäuschen mich und all jene, die dachten, mit Ihnen an der Spitze des EDI werde es bei den Ausgaben eine Entlastung geben. Dass Sie nun selbst eine solche Weiterführung beantragen, lässt wenig Hoffnung auf eine Besserung im Sozial- und Gesundheitswesen aufkommen.
Wenn der Bundesrat bei den Ausgaben keine Zurückhaltung zeigen will, muss das Parlament dies tun. Mit dem Nichteintretensentscheid können Sie im besten Fall 200 Millionen Franken einsparen, ohne dass dabei jemandem Schaden zugefügt würde.
Ich bitte Sie, meinem Minderheitsantrag auf Nichteintreten zuzustimmen und damit die Anstossfinanzierung als das zu behandeln, wofür sie gedacht war: als Anstoss und nicht als permanente Einrichtung.

Haller Vannini Ursula (BD, BE): Herr Scherer, ist Ihnen bewusst, was derzeit abläuft? Der Kanton Bern, in dem es ja sehr viele Gemeinderäte gibt, die aus Ihrer Partei stammen, beruft sich im Moment auf diese Anstossfinanzierungen. Er ist nicht bereit, den Gemeinden die Einführung der Tagesschulen, die ab diesem August obligatorisch sein werden, zu finanzieren. Mit anderen Worten: Es läuft doch hier ein Spiel. Sind Sie mit mir nicht einig, dass dann, wenn der Kanton und der Bund nicht bezahlen, die Hunde den Letzten beissen? Das sind im Moment die Gemeinden.

Scherer Marcel (V, ZG): Also bitte, was der Kanton Bern beschliesst, kann ich hier nicht beeinflussen. Aber eine Anstossfinanzierung sollte eben eine Anstossfinanzierung bleiben, wie sie vorgesehen war; es sollte nicht zu einer permanenten Auszahlung für immer wieder neue Projekte kommen. Das ist der Grund meines Nichteintretensantrages.

Rossini Stéphane (S, VS): Au nom du groupe socialiste, je vous invite à soutenir ce programme d'impulsion en faveur des crèches et de l'accueil extrafamilial dans la version proposée par la majorité de la commission. De même, je vous invite à soutenir l'arrêté qui définit les crédits financiers nécessaires.
On vient d'en avoir un petit aperçu: la politique familiale a toujours été un sujet assez sensible et particulier dans ce pays. Contestée par certains en tant que politique publique,

AB 2010 N 954 / BO 2010 N 954
elle est souvent prise en étau entre son importance pour la collectivité et le dogme de la stricte sphère privée. Derrière le dogme de la famille qui relève uniquement de la sphère privée et en faveur de laquelle il ne faut pas de politique publique se joue un jeu de poker menteur. Nous en avons eu un exemple il y a quelques minutes avec la proposition de minorité Scherer.
La réalité ne se nourrit pas simplement de dogmes. La famille et la politique familiale sont d'un intérêt général, et qui plus est d'un intérêt général prépondérant devant les transformations des modes de vie, devant les problèmes sociaux qui émergent dans les domaines de la pauvreté et de la précarité, plus particulièrement des familles, devant les problèmes d'éducation et de formation, devant la situation des femmes formées qui méritent une attention toute particulière, notamment par le fait qu'elles sont au coeur de cette problématique de la conciliation entre activité professionnelle et familiale.
Puisque notre pays est incapable de mettre en place une véritable politique familiale cohérente, coordonnée dans une bonne concertation entre Confédération, cantons, communes et institutions sans but lucratif, soutenons des projets concrets qui sont des propositions ponctuelles, intelligentes et qui produisent des effets dont tous reconnaissent la qualité.
Avec ce programme d'impulsion, nous avons à deux reprises permis de développer en Suisse plusieurs dizaines de milliers de places d'accueil répondant à de réels besoins pour les familles de ce pays. Les évaluations qui ont été faites démontrent très clairement la pertinence de ce projet cohérent, avec une impulsion limitée dans le temps. Cela n'est pas une assurance sociale supplémentaire. Cela n'est pas une nouvelle mesure de politique familiale à long terme, comme le dit Monsieur Scherer, mais une proposition très concrète et ciblée qui a produit ses effets, qui a permis aux communes et aux associations de prendre conscience de la pertinence de cette problématique et de profiter des aides de la Confédération.
Je crois qu'après huit ans, ce programme d'impulsion mérite d'être mené à terme.
J'aimerais rappeler le fait que lorsque nous avons, au Parlement, accepté au début de ce processus un montant de 100 millions de francs par année prévu sur dix ans, à savoir 1 milliard de francs au total, nous étions beaucoup plus ambitieux que ce qui a été fait. Par conséquent, prolonger cet arrêté de quatre ans ne nous permettra pas encore d'atteindre les montants que nous avions, au début du processus, adoptés au Parlement.
Je crois qu'aujourd'hui, il nous faut dépasser le cliché selon lequel la famille relève strictement de la sphère privée, des femmes comme étant celles qui doivent rester à la maison, pour véritablement répondre aux besoins de la population.
L'économie s'était engagée à l'époque pour ce programme. Elle avait compris l'enjeu qui se cache derrière la formation professionnelle pour les hommes et les femmes, derrière l'égalité des chances, derrière la mobilité et, surtout, derrière l'importance que l'on doit accorder à la famille. Car contrairement à ce que l'on pourrait penser, ce programme d'impulsion n'est pas un signe en faveur du désengagement par rapport à la famille; c'est plutôt un signe, par les temps qui courent, avec les évolutions économiques et la mobilité, pour permettre de concilier de la manière la plus judicieuse possible famille et travail.
Je vous invite par conséquent à rejeter la proposition de non-entrée en matière de la minorité Scherer et à soutenir la version issue des débats de la commission, de même que les crédits sur lesquels nous reviendrons tout à l'heure.

Hassler Hansjörg (BD, GR): Wir von der BDP sind für Eintreten auf die Vorlage. Das geltende Gesetz für die familienergänzende Kinderbetreuung läuft, wie wir wissen, Ende 2011 ab. Die Erfahrungen mit familienexternen Angeboten sind überwiegend positiv: Sie bieten Eltern attraktive Orte, in denen Kinder aus allen Bevölkerungsteilen sozialisiert werden. Die Erfahrung zeigt auch, dass die allermeisten Angebote nach einer vom Bund unterstützten Startphase finanziell gesichert sind. Das System der Anschubfinanzierung hat sich also bewährt.
Dank der Bundeshilfe konnte das Angebot an Betreuungsplätzen seit 2003 um mehr als 50 Prozent erhöht werden. Eine Evaluation des Bundesamtes für Sozialversicherungen hat gezeigt, dass die Finanzhilfen sehr nachhaltig sind: Bis auf wenige Ausnahmen existieren die Institutionen weiter, nachdem die Finanzhilfe ausgelaufen ist. Der Grossteil der Einrichtungen konnte nach einer Startphase den Wegfall der Bundeshilfe entweder durch eine bessere Auslastung oder über alternative Geldquellen kompensieren.
Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen ist aber noch nicht gedeckt. Insbesondere in ländlichen Gebieten besteht noch ein grosser Nachholbedarf. Der laufende Kredit ist bereits ausgeschöpft, obwohl er erst Ende Januar 2011 ausläuft. Seit Wochen können vom BSV Gesuche nicht mehr bewilligt werden, selbst wenn die formalen Bedingungen erfüllt sind. Wir von der BDP unterstützen deshalb die Weiterführung des Programms. Viele Familien sind heute darauf angewiesen, dass beide Elternteile einer Erwerbsarbeit nachgehen, um für die Kosten der Familie aufkommen zu können. Auch die Wirtschaft ist daran interessiert, dass beide Elternteile berufstätig sein können, weil die Zahl der Arbeitsplätze in der Schweiz in den letzten Jahren sehr stark angestiegen ist.
Grundsätzlich müssen wir aber daran denken, dass es sich nach wie vor um eine Anstossfinanzierung handelt, darum ist es aus unserer Sicht richtig, wenn Finanzhilfen nur für neue Institutionen ausgerichtet werden. Natürlich wären auch Beiträge für bestehende Institutionen wünschenswert, aber wir glauben, dass wir uns aus finanziellen Erwägungen auf neue Institutionen beschränken müssen. Nur dann kann man von einer Anstossfinanzierung sprechen.
Hingegen sind wir der Meinung, dass Finanzhilfen auch für Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung von Kindern bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit gewährt werden sollen, weil für diesen Bereich ein ausgewiesener Bedarf vorhanden ist. Viele Kinder, die sonst unbetreut bleiben würden, da ihre Eltern auf zwei Erwerbseinkommen angewiesen sind, erhalten in den Tagesstrukturen einen Rahmen, in dem ihre Sozialkompetenz und die Integration gefördert werden.
Beim Einsatz der konkreten finanziellen Mittel müssen wir vorsichtig sein. Bald werden wir mit Sparprogrammen des Bundes konfrontiert werden; diese erlauben es nicht, im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung mit der grossen Kelle anzurichten. Wir werden daher mehrheitlich dem Entwurf des Bundesrates folgen und für 80 Millionen Franken stimmen.
Die BDP-Fraktion wird auf die Vorlage eintreten und sie in den wichtigen Punkten unterstützen.

Estermann Yvette (V, LU): Die SVP-Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit Scherer auf Nichteintreten. Ich weiss: Die grosse Mehrheit oder vielleicht schon alle im Saal wissen, wie sie stimmen werden; sie wissen, dass sie für die Mehrheit stimmen werden. Erlauben Sie mir trotzdem, Ihnen in ein paar Sätzen zu sagen, warum die SVP-Fraktion für Nichteintreten ist.
Es ist immer schön, wenn man sogenannte Anstossfinanzierungen macht. Ich sage Ihnen: Viele profitieren gewaltig von dieser Vorlage. Aber die, welche wirklich die Krücken wegwerfen können, können sich auch selbst weiterbringen und auch selbst durchbringen; die brauchen keine Hilfe mehr vom Bund. Jene, die immer noch mit offenen Händen auf das Geld vom Bund warten, sind fehl am Platz. Es ist so, dass das Angebot für acht Jahre zeitlich wirklich ausreichend war. Die SVP-Fraktion will nicht auf dieses Geschäft eintreten und dieses Angebot jetzt beenden.
Ich möchte Sie nur, wie schon die Kommissionssprecherin, auf das aufmerksam machen, was wir da beschliessen. Wenn Sie mit der Mehrheit stimmen, dann muss Ihnen klar sein, dass Sie einem Vorstoss von der linken Seite, der wirklich ganz rot gefärbt ist, zustimmen. Das möchte ich allen,

AB 2010 N 955 / BO 2010 N 955
auch denen in den mittleren Reihen, ans Herz legen. Wissen Sie, wenn Sie Jugendliche fragen, wenn Sie mit Kindern sprechen, erfahren Sie vielleicht am besten, was sich die Kinder wünschen. Es sind sicher nicht irgendwelche Krippen oder Tagesmütter, wie sie vonseiten des Bundes vorgesehen sind. Sprechen Sie einmal mit den Kindern, damit Sie sehen, was die Kinder sich wünschen! Danach fragt niemand. Niemand fragt die, die am meisten betroffen sind, ob sie mit dem Kindergarten zufrieden sind, ob das gut ist oder ob sie sich statt der Familie eine externe Betreuung wünschen.
Ich möchte Ihnen sagen, wie weit das gehen kann: Es gab eine Initiative von Gewerkschaften und rot-grünen Parteien in Zürich, die zum Glück abgelehnt worden ist, die quasi verlangte: Kinder gebären, abgeben und bis Ende der Schulzeit dem Staat überlassen. So weit dürfen wir es nicht kommen lassen.
Ich unterstütze den Antrag der Minderheit Scherer auf Nichteintreten. Ich bitte Sie: Überlegen Sie sich bei dieser Abstimmung gut, ob Sie eintreten wollen oder nicht, und folgen Sie der Minderheit Scherer.

Meyer-Kaelin Thérèse (CEg, FR): Le groupe PDC/PEV/PVL entre en matière sur ce projet et vous prie de faire de même.
"La Suisse vieillit!": nous entendons cette lamentation bien souvent dans ce conseil. Nous avons dans les mains un projet qui aide à contrecarrer cette évolution, alors votons-le avec enthousiasme!
J'ai regardé les dernières tables de démographie, et il est vrai qu'elles font réfléchir. La population des jeunes de moins de 20 ans a régressé: en 1900 elle représentait plus de 40 pour cent de la population et en 2008, 21,2 pour cent. Dans les projections, le nombre de personnes de 65 ans ou plus augmente de 90 pour cent entre 2004 et 2050, et c'est un scénario médian qui l'annonce!
Le désir d'enfants est pourtant plus élevé que le nombre d'enfants qui naissent effectivement. Les couples renoncent à avoir un enfant, ou un enfant de plus, en raison des charges financières et éducatives. Mais le problème diagnostiqué comme étant le plus épineux reste celui de la conciliation de la vie professionnelle avec la vie familiale. Or la réalité est là: 60 pour cent des mamans avec de très jeunes enfants ont une activité professionnelle et le taux monte à 70 pour cent dès que les enfants sont un peu plus grands. Même si cette activité est souvent un temps partiel, il faut pouvoir la concilier harmonieusement avec la garde et l'éducation des enfants.
Madame Estermann, je connais beaucoup d'enfants qui passent une partie de leur temps avec leur maman et une autre partie dans une crèche, chez une maman de jour ou leur grand-maman et qui sont très heureux. Et, même si Madame Estermann ne m'écoute pas, cela, je peux le dire!
Le Parlement a accordé une priorité nationale à la résolution de ce problème en engageant un programme d'impulsion à la création de places d'accueil extrascolaire pour les enfants. Ce programme a eu un bon succès et 33 000 nouvelles places auront été créées à la fin de celui-ci.
Le Parlement a lui-même demandé au Conseil fédéral de présenter une prolongation de ce programme, ce qu'il a fait en proposant d'abord un nouvel engagement financier de 140 millions de francs, réduit à 80 millions en raison du programme de consolidation des finances fédérales.
C'est ce projet que nous sommes appelés à soutenir aujourd'hui. Alors, ne nous déjugeons pas, c'est nous qui l'avons demandé au Conseil fédéral, et nous espérons qu'au minimum, le crédit et l'aide à la création de places de crèche proposés par le Conseil fédéral obtiennent l'accord de notre conseil. Une forte minorité de notre groupe souhaiterait inclure les structures d'accueil parascolaire pendant la scolarité obligatoire et un crédit de 120 millions de francs. Si nous obtenons un crédit de 80 millions de francs, c'est 12 000 à 13 000 nouvelles places créées; si nous arrivons à 120 millions de francs, c'est environ 20 000 nouvelles places créées.
Nous savons bien que la majorité de la commission a pour but de tout faire capoter et nous dénonçons cette façon de faire qui est une attitude plutôt destructive, malheureuse.
Souvent il est dit dans le domaine de la politique familiale que l'on ne peut pas influencer les tendances. C'est faux! En 2003, le taux de fécondité était de 1,38 enfant par femme; en 2008, il était de 1,48 enfant par femme. Nous avons pu améliorer ce taux de fécondité après l'entrée en vigueur du congé-maternité, des programmes d'impulsion à la création de places d'accueil, des allègements des primes d'assurance-maladie pour enfant. Après avoir pu, pour la première fois, concrétiser des éléments de politique familiale au niveau fédéral, nous en voyons maintenant les résultats.
Après avoir entendu ces chiffres, je crois que les parlementaires ne peuvent plus s'opposer à ce projet, qui a aussi une incidence économique puisque, si notre population ne se renouvelle pas, nous n'aurons plus de main-d'oeuvre et nous devrons alors avoir recours à l'immigration; ce que ne veulent pas non plus ceux-là mêmes qui ne veulent pas soutenir les projets qui favorisent une conciliation entre vie professionnelle et vie familiale. Donc on n'y comprend plus rien!
Je vous demande de voter ce projet qui donne un avenir à la Suisse: les enfants sont l'avenir de la Suisse.

Prelicz-Huber Katharina (G, ZH): Die Grünen sind selbstverständlich für Eintreten auf diese Vorlage.
Familienergänzende Kinderbetreuung ist ein grosses Bedürfnis, und dies, liebe Frau Estermann, nicht nur seitens der Eltern, sondern gerade auch seitens der Kinder. Sie ist ein wichtiger Schritt zur Gleichstellung und eine Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn es ist noch immer eine Realität, dass vor allem die Frauen für Haushalt und Erziehung zuständig sind. Familienergänzende Kinderbetreuung ist nicht zuletzt im Sinne des Kindeswohls; wir haben damit eine gute Massnahme wider die Schlüsselkinder; sie nützt gerade jenen Eltern, die eben arbeiten müssen, die in Bezug auf die Arbeit keine Wahl haben, sondern aus ökonomischen Gründen arbeiten. Familienergänzende Kinderbetreuung ist deshalb auch ein wichtiges Mittel gegen Familienarmut. Nicht nur das: Diese Kinderbetreuung ist auch im Sinne des Kindes, denn sehr viele Untersuchungen haben gezeigt, dass eine qualitativ gute ausserfamiliäre Betreuung die sozialen und die kognitiven Fähigkeiten der Kinder steigert, weil Kinder - das wird von denjenigen immer vergessen, die das traditionelle Familienbild zementieren wollen - in einem ganz wesentlichen Ausmass von anderen Kindern lernen.
Ausserfamiliäre Kinderbetreuung ist auch ein ganz wichtiges Moment für die Wirtschaft; sie hat dies anerkannt und wirbt ja auch mit Unternehmen, die Kinderbetreuung anbieten. Sie könnte aber noch ein bisschen mehr tun, denn sie profitiert dadurch von der Arbeit gutqualifizierter weiblicher Arbeitskräfte. Frauen, das wissen Sie, sind heute sehr gut geschult, und gleichzeitig haben wir heute zu wenig qualifiziertes Personal. Es braucht deshalb gute Bedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weil das eines der wichtigen Momente ist, den einen oder den anderen Job zu wählen.
Der Bundeskredit hat viel gebracht, er war sehr wirkungsvoll, er hat in etwa 30 000 neue Plätze zu schaffen geholfen. Das Programm kann auch als nachhaltig bezeichnet werden, sind doch die meisten Plätze nach wie vor in Betrieb. Das System der Bundessubventionierung hat sich also trotz gewisser Anfangsschwierigkeiten und trotz teilweise grosser Hürden bewährt. Aber nach wie vor haben wir einen sehr grossen Bedarf an weiteren Betreuungsplätzen. Die Untersuchung der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (Sake) spricht allein von 50 000 neuen Plätzen für rund 120 000 Kinder in der Schweiz, sowohl für Kleinkinder wie auch für Schulkinder. Die Weiterfinanzierung durch den Bund ist also dringend nötig und muss mit genügend Geld und mit möglichst wenig Hürden für Gesuche ausgestattet sein, um auch genügend wirksam zu sein.
Der vom Bundesrat vorgeschlagene Kredit ist in unseren Augen deutlich zu klein. Sie haben es gehört: Der jetzige Kredit

AB 2010 N 956 / BO 2010 N 956
ist bereits vor Ablauf der Frist ausgeschöpft, für die Erfüllung aller hängigen Gesuche bräuchte es in etwa 30 Millionen Franken an zusätzlichem Geld; dann hätten wir insgesamt in etwa 200 Millionen Franken ausgegeben. Dieser Betrag ist auch in Zukunft nötig. Das gäbe noch einmal rund 35 000 neue Plätze, und das wäre noch immer nicht genug, um den Bedarf abzudecken. Das heisst also, der Kredit soll in der Höhe mindestens dem Status quo entsprechen, und das sind 200 Millionen Franken.
Die Grünen sind klar für einen genügend dotierten und breit wirksamen Bundeskredit für die ausserfamiliäre Betreuung. Ich bitte Sie, für Eintreten zu stimmen und die Vorlagen zu unterstützen.

Triponez Pierre (RL, BE): Ich habe beinahe mit Begeisterung von der Begeisterung Kenntnis genommen, die wir jetzt zum Beispiel aus dem Munde der Kommissionssprecherin, Frau Jacqueline Fehr, gehört haben, dann von Frau Thérèse Meyer - sie hat den Begriff "enthousiasme" verwendet - und jetzt auch von Frau Katharina Prelicz-Huber, die nochmals die Hoffnung auf ein Potenzial von 50 000 Krippenplätzen hat aufblühen lassen. Aber darum geht es nicht. Letztlich sind wir uns alle einig, dass Einrichtungen und Strukturen zur Koordination schulergänzender Betreuung eine gute Sache sind. Die Frage ist: Wer bezahlt das Ganze?
Hier möchte ich schon darum bitten, dass wir jetzt vor lauter Begeisterung die Realitäten nicht ganz vergessen. Es gibt Aufgaben, die vom Bund getragen werden sollten, und wir haben Aufgaben, die von den Kantonen und Gemeinden getragen werden sollten. Am einfachsten ist es, wenn man Aufgaben hat und jemand anderen bezahlen lässt. Das ist hier der Fall. Es ist ganz klar, dass es Aufgabe der Kantone und Gemeinden sowie natürlich auch Privater sein muss, solche Institutionen einzurichten und auch zu finanzieren. Es ist natürlich grossartig, wenn man das Ganze an den Bund abschiebt und dieser bezahlen soll. Da ist meine Begeisterung dann eben doch ein bisschen kleiner. Erinnern wir uns doch an die Tatsachen: 2002 haben wir in diesem Saal gesagt, dass wir für vier Jahre eine solche Anstossfinanzierung machen. Das war 2002. Vor vier Jahren haben wir dann gesagt, man sollte noch mehr Erfahrungen sammeln, dann ist es zu einer Verlängerung bis zum Jahr 2011 gekommen. Und jetzt sprechen wir bereits vom Jahr 2015 - das sage ich, damit keine Missverständnisse entstehen.
Dort, wo die Aufgabenteilung klar ist, verlagern wir die Finanzierung mehr und mehr auf den Bund. Die Richtung stimmt also nicht mehr, und das sollte uns zu denken geben. Eigentlich sollte es so sein, dass die Kantone und Gemeinden langsam ihre Verantwortung wahrnehmen und wir entsprechend das System auf Bundesebene eben etwas vernünftiger gestalten würden. Der Bundesrat hat das getan: Er möchte das Gesetz auf Kinder im Vorschulalter begrenzen, und er möchte nur noch neue Institutionen unterstützen, aber - das ist die einzige Öffnung - auch solche, die von natürlichen Personen geführt werden. Das geht auf eine Motion Perrinjaquet (09.4180) zurück. Es ist sicher vernünftig, dass auch solche Institutionen mitfinanziert werden können. Der Bundesrat schlägt also vor, die Finanzierung nicht abzubrechen, sondern für vier Jahre weiterzufahren, aber die Schraube ganz langsam ein bisschen anzuziehen, sodass die Kantone und Gemeinden merken, dass es ein befristeter Beschluss ist, dass das Gesetz befristet war und befristet bleiben muss. Deshalb bitte ich Sie, nicht über den Entwurf des Bundesrates hinauszugehen. Zu den Details werde ich nachher nicht mehr sprechen.
Die FDP-Liberale Fraktion ist grossmehrheitlich der Meinung, dass wir überall dem Entwurf des Bundesrates folgen und bei der Plafonierung von 80 Millionen Franken bleiben sollten. Sie haben es sicher auf der Fahne gesehen: Es gibt in der FDP-Liberalen Fraktion eine kleine Minderheit - ich gestehe, dass ich dazugehöre -, die findet, dass wir diese Verlängerung nicht vornehmen sollten.

Burkhalter Didier, conseiller fédéral: Madame Estermann, le Conseil fédéral ne croit pas que les crèches soient une problématique de gauche ou de droite, d'ailleurs la preuve: quand le mot "crèche" a été prononcé à cette tribune, c'était à ma gauche et c'était à votre droite! Mais, trêve de plaisanterie, de manière générale les crèches sont utiles, avant tout, et il faut dire tout d'abord que le programme d'impulsion l'est tout autant. Il a atteint ses objectifs; il est véritablement utile lui aussi.
J'aimerais quand même dire à Monsieur Triponez et à Madame Estermann que la loi que vous avez votée ici, au Parlement, en 2002, n'était pas valable pour quatre ans, mais bien pour huit ans. Donc, la loi votée dès le départ est en fait en vigueur jusqu'au début de l'année prochaine, jusqu'à fin janvier 2011.
Evidemment, il y a eu deux débats sur les crédits de quatre ans, mais la durée du programme d'impulsion était très claire: huit ans. Une impulsion qui se veut donc durable, cela peut paraître quelque peu contradictoire, mais c'est quand même cela. L'impulsion, comme vient de le dire Monsieur Triponez, doit être fédérale, en l'occurrence dans ce programme, et après, les structures doivent voler de leurs propres ailes. Cela marche, comme on peut le voir aussi bien avec l'analyse financière qu'avec l'analyse des résultats. Le programme d'impulsion a fait l'objet de deux crédits d'engagement dans la loi qui prévoyait bien une durée de huit ans. Mais ce sont bien deux crédits d'engagement: un premier à hauteur de 200 millions de francs pour les quatre premières années et un deuxième à hauteur de 120 millions de francs pour les quatre années suivantes.
Le premier crédit - vous le savez, si vous avez suivi tout ce débat jusqu'à présent - n'a pas été utilisé et cela de manière très nette, puisqu'on n'a dépensé que 70 millions de francs sur les 200 millions de francs qui étaient prévus. Le démarrage a donc été assez lent, mais pour le deuxième crédit, c'est l'inverse: 120 millions de francs ont été mis à disposition et tout a été utilisé. Maintenant nous avons une liste d'attente avec, je crois, quelque 180 projets, parce qu'il n'y a plus d'argent dans le crédit.
J'aimerais dire au groupe UDC qu'il est faux de croire que les besoins, comme cela, seraient tout à coup moins importants. Depuis quelque temps, c'est exactement l'inverse. Donc, à l'heure actuelle, les demandes qui nous arrivent sont en nombre croissant et elles le sont depuis plusieurs années.
Cela a aussi été dit, le programme d'impulsion a atteint ses objectifs parce que les places qui ont été créées grâce à l'appui fédéral dans les régions, dans les cantons, dans les villes et dans les communes se maintiennent une fois le travail initial d'aide de la Confédération achevé. Pratiquement toutes les places des structures d'accueil collectif de jour et presque toutes les places des structures d'accueil parascolaire sont toujours existantes. Le bilan est donc très positif. Par ailleurs, j'aimerais aussi dire que les aides bénéficient véritablement à toute la Suisse. Si l'on considère les cantons, on voit que le pourcentage de la population correspond à peu près au pourcentage de l'aide de la Confédération pour ce programme. C'est donc un programme qui est très largement valable pour l'ensemble de notre pays.
Vous l'avez dit, une motion du Parlement demande que le programme fédéral d'impulsion soit maintenu encore quatre ans. Le Conseil fédéral avait lancé un avant-projet qui allait plus loin que ce que nous vous proposons aujourd'hui, puisque nous étions encore dans une situation où nous pouvions nous le permettre. Depuis, il y a eu le choc de 2008; la situation financière a évolué. Il a fallu intégrer ces réalités financières.
Le Conseil fédéral a donc revu à la baisse la dotation financière et il a, comme cela a été dit par les rapporteurs de la commission, recentré le programme d'impulsion, notamment en restant avant tout dans le domaine où le soutien fédéral apparaît le plus nécessaire, c'est-à-dire dans l'accueil extrafamilial pour enfants d'âge préscolaire. Il souhaite également soutenir avant tout les nouvelles structures, de manière à élargir, en particulier géographiquement, le soutien dans le cadre de cet éventuel troisième crédit.

AB 2010 N 957 / BO 2010 N 957

Par ailleurs, le Conseil fédéral propose également de créer la base légale pour permettre à la Confédération de soutenir des projets à caractère novateur. Nous estimons qu'il est utile d'aller aussi dans ce sens-là, dans le sens d'un programme d'impulsion qui doit aussi permettre de faire jaillir un certain nombre d'idées. C'est pourquoi nous avons remanié ce projet et réévalué la somme. Maintenant, un montant total de 80 millions de francs est proposé au lieu du montant supérieur qui avait été soumis dans le cadre de la procédure de consultation.
La commission s'est donc prononcée en faveur du principe de la prolongation. Mais elle a estimé qu'il fallait maintenir un cercle de bénéficiaires plus large, y compris dans le domaine parascolaire, y compris dans les structures existantes. Je tiens à dire ici, au nom du Conseil fédéral, qu'ensuite il faudra alors être cohérent. Il faut tenir compte des décisions de recentrage ou d'élargissement, lorsqu'on fait l'analyse sur le montant total du crédit.
Le Conseil fédéral maintient sa demande d'un crédit d'engagement de 80 millions de francs. Il comprend les positions qui ont été défendues, si elles sont cohérentes.
En revanche, nous vous demandons - après être entrés en matière et vous être prononcés en faveur de la prolongation du programme - de faire attention à ce que le projet soit cohérent et également à ce qu'il ne soit pas trop chargé. En effet, vous devez aussi voter le frein aux dépenses, et un montant de 200 millions de francs pourrait bien aboutir à faire tomber l'ensemble du dossier. Nous vous demandons d'y réfléchir avant de voter, dans le cadre du projet 2, sur le montant du crédit.
Néanmoins, pour le moment, nous vous demandons d'entrer en matière et de suivre le projet du Conseil fédéral.

Fehr Jacqueline (S, ZH), für die Kommission: Nur ganz kurz: Ich glaube, wir sollten es im Jahre 2010 vermeiden, eine ideologische Diskussion über die richtige Familie zu führen, wie sie Frau Estermann angezogen hat. Die Vielfalt existiert, die Bedürfnisse sind unterschiedlich. Während die einen auf Betreuung angewiesen sind und im Gegenzug dem Staat wegen ihres Erwerbseinkommens Steuern und Sozialabgaben abliefern, steuern andere keine dieser Abgaben bei und sind im Gegenzug auch nicht auf Betreuung angewiesen. So halten sich die Bedürfnisse und die Leistungen wahrscheinlich in etwa die Waage. Hauptsache ist, dass die Eltern ihre Betreuungsaufgaben und ihre Aufgaben im Erwerbsleben so wahrnehmen können, dass das Wohl der Kinder gleichfalls gewahrt werden kann.
Noch ein Wort zu einem Missverständnis in der Debatte zum Stichwort "neue Institutionen oder nicht neue Institutionen": Schon bisher wurden nur neue Plätze unterstützt. Es gab keine Beiträge an die Betriebskosten bestehender Plätze. Aber bisher war es möglich, dass eine bereits existierende Institution, die ihr Angebot ausbaute, für diese neuen Plätze ebenfalls Bundeshilfe bekam. Beispielsweise war ein Mittagstisch, der sein Platzangebot von zehn auf zwanzig erhöhte, bisher berechtigt, für diese zehn zusätzlichen Plätze ebenfalls Bundeshilfe zu bekommen; dasselbe gilt für Krippen usw. Dies soll künftig nicht mehr so sein. Es geht also nicht um die Frage, ob wir Betriebsbeiträge an bestehende Plätze leisten, sondern nur um die Frage, ob wir weiterhin neue Plätze in bisherigen und in neuen Institutionen finanzieren oder nur noch neue Plätze in neuen Institutionen. Das vielleicht noch zur Auflösung eines Missverständnisses; wir werden in der Detailberatung noch darauf zurückkommen.

Robbiani Meinrado (CEg, TI), pour la commission: Concernant ce programme d'impulsion, il faut encore souligner qu'après une phase de démarrage un peu lente, le programme tourne aujourd'hui à plein régime: cela est prouvé par le degré d'utilisation des crédits d'engagement. Dans la deuxième période de quatre ans, le crédit a été de 120 millions de francs et il a été entièrement utilisé, même avant l'échéance prévue par la loi, obligeant à mettre sur une liste d'attente un nombre significatif de requêtes. Il serait donc de toute évidence masochiste d'interrompre ce processus et de ne pas permettre de porter à un niveau plus élevé d'accomplissement l'impulsion qu'on a introduite dans ce domaine.
Un deuxième élément concerne l'efficacité de ce programme. Il faut mentionner que presque 100 pour cent des institutions aidées jusqu'à ce jour sont toujours en place, ce qui démontre, je le répète, l'efficacité de l'impulsion introduite grâce au programme. Tout cela doit nous inciter à soutenir cette prolongation de quatre ans. Il ne s'agit pas, comme cela a été dit, d'interférer dans la liberté des familles; il s'agit plutôt de faire en sorte que la famille soit mieux aidée, mieux soutenue dans l'accomplissement de ses tâches de plus en plus délicates, dans un tissu social et économique de moins en moins stable.
Je vous invite donc à entrer en matière et à suivre la majorité.

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4159)
Für Eintreten ... 115 Stimmen
Dagegen ... 60 Stimmen

1. Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung
1. Loi fédérale sur les aides financières à l'accueil extrafamilial pour enfants

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress, Ziff. I Einleitung
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule, ch. I introduction
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 2
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
...
b. Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung von Kindern bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit; und
...
(siehe auch Art. 3 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 6 Abs. 2 und Art. 7 Abs. 1)
Abs. 2
Die Finanzhilfen werden in erster Linie für neue Institutionen gewährt. Sie können auch für bestehende Institutionen gewährt werden, die ihr Angebot wesentlich erhöhen.
(siehe auch Art. 6 Abs. 2)

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Abs. 1 Bst. b
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
(siehe auch Art. 3 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1, Art. 6 Abs. 2 und Art. 7 Abs. 1)

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Estermann, Kleiner, Meyer Thérèse, Moret, Müri, Wehrli, Weibel)
Abs. 2
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
(siehe auch Art. 6 Abs. 2)

Art. 2
Proposition de la majorité
Al. 1
...
b. aux structures d'accueil parascolaire pour enfants jusqu'à la fin de la scolarité obligatoire;
...
(voir aussi art. 3 al. 1, art. 5 al. 1, art. 6 al. 2 et art. 7 al. 1)

AB 2010 N 958 / BO 2010 N 958

Al. 2
Les aides financières sont destinées en priorité aux structures nouvelles. Elles peuvent être allouées également aux structures existantes qui augmentent leur offre de façon significative.
(voir aussi art. 6 al. 2)

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Al. 1 let. b
Adhérer au projet du Conseil fédéral
(voir aussi art. 3 al. 1, art. 5 al. 1, art. 6 al. 2 et art. 7 al. 1)

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Estermann, Kleiner, Meyer Thérèse, Moret, Müri, Wehrli, Weibel)
Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral
(voir aussi art. 6 al. 2)

Abs. 1 - Al. 1

Humbel Ruth (CEg, AG): Bei der Anschubfinanzierung für Kinderbetreuungsplätze geht es um eine klassische Starthilfe für den Aufbau von Betreuungsplätzen; es geht nicht um eine Subventionierung von Krippenplätzen. Eine Anschubfinanzierung hilft den Einrichtungen, die Startphase, in welcher sie nicht ausgelastet sind, zu überbrücken. Die Befristung der Massnahme widerspiegelt den Grundgedanken eines Impulsprogramms, der eine Entwicklung in Gang bringen respektive beschleunigen soll. Das Impulsprogramm des Bundes war notwendig, um einen Prozess in Gang zu bringen; das hätten die Kantone aus eigener Kraft offensichtlich nicht geschafft. Die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen ist aber eine eigentliche Aufgabe der Kantone und Gemeinden und keine Bundesaufgabe. Die Anschubfinanzierung kann daher nicht zu einer Daueraufgabe des Bundes werden. Es ist deshalb richtig, dass das Programm nach acht Jahren langsam abgebaut, die Finanzhilfe auf neue Institutionen im Bereich der familienergänzenden Betreuung von Kindern im Vorschulalter beschränkt und die Finanzhilfe auf zwei Jahre begrenzt wird.
Mit den Minderheitsanträgen wird dieses Konzept des Bundesrates unterstützt. Bei Artikel 2 Absatz 1 geht es um die Eingrenzung der Anschubfinanzierung auf Kindertagesstätten. Einrichtungen für schulergänzende Betreuung sollen nicht mehr in den Genuss von Bundesmitteln kommen. Der Grund dafür liegt primär bei Harmos. Mit dem Harmos-Konkordat verpflichten sich die Kantone, schulergänzende Betreuung anzubieten. Verschiedene Kantone haben Harmos abgelehnt; aber das kann natürlich kein Grund sein, dass nun der Bund die finanzielle Lücke, welche allenfalls in einer Übergangsphase entstehen könnte, füllen muss. Die schulergänzende Betreuung ist eine Aufgabe der Kantone.
Ich bitte Sie daher, den Minderheitsantrag zu unterstützen, dem Konzept des Bundesrates zu folgen und die Finanzhilfe auf Kindertagesstätten einzugrenzen. Ich kann Ihnen gleichzeitig mitteilen, dass die klare Mehrheit der CVP/EVP/glp-Fraktion den Minderheitsantrag und damit das Konzept des Bundesrates unterstützen wird.

Steiert Jean-François (S, FR): Wie erklären Sie, und wie rechtfertigen Sie, dass Sie mit Ihrer Massnahme der Streichung der schulergänzenden Betreuung faktisch all die Kantone bestrafen würden, die bereits jetzt oder in den kommenden Monaten und Jahren in ihren kantonalen Schulgesetzen die obligatorische Schulpflicht ab dem 4. Altersjahr einführen werden und damit für all diese Kinder zwei Jahre weniger lang Subventionen bekommen würden als die Nicht-Harmos-Kantone?

Humbel Ruth (CEg, AG): Es geht nicht um eine Bestrafung der Kantone. Das Programm war klar auf acht Jahre ausgerichtet. Die Kantone haben sich also darauf ausgerichtet, dass die Anschubfinanzierung für eine Dauer von acht Jahren gelten wird. Was wir jetzt machen, ist eine Verlängerung des Programms, eine Neubestimmung, eine Neuregulierung des Programms, und da sind eben Eingrenzungen im Sinne eines langsamen Abbaus angezeigt.

Prelicz-Huber Katharina (G, ZH): Im Gegensatz zu meiner Vorrednerin möchte ich Ihnen beantragen, am bisherigen Recht festzuhalten bzw. es, wo nötig, zu ergänzen, damit auch in Zukunft sowohl der Kleinkindbereich wie auch der Schulbereich mit familienergänzender Kinderbetreuung unterstützt werden. Die Unterstützung soll bis zum Ende der Schulzeit dauern.
Leider ist die Kinderbetreuung weder im Vorschulbereich noch im Schulbereich in allen Kantonen umgesetzt. Zudem ist die Umsetzung sehr unterschiedlich: In Städten und grösseren Gemeinden ist sie meist besser, weil dort der Bedarf deutlich schneller sichtbar wird und sich die Bevölkerung oft auch für die Betreuungsplätze engagiert. In kleineren Gemeinden ist es sehr, sehr unterschiedlich; es gibt Fälle, in denen es gar kein Angebot gibt, sei es im Vorschulbereich oder im Schulbereich. Zudem haben noch nicht alle Kantone Harmos umgesetzt; Sie haben das schon vorhin gehört. Bei den Kantonen, die jetzt Harmos eingeführt haben, ist alles erst am Anlaufen. Die Unterstützung für Betreuungsplätze im Schulbereich ist also dringend nötig. Es darf doch nicht sein, dass private Initiativen - um solche geht es häufig - oder auch Gemeinden, die jetzt damit beginnen wollen, bestraft werden, weil sie zu Beginn das nötige Geld noch nicht haben und somit nicht starten können.
Gefährden Sie also bitte nicht Einrichtungen, Vereine oder auch Gemeinden, die jetzt diesen Weg einschlagen und Betreuungsplätze im Schulbereich umsetzen wollen. Belassen Sie die finanzielle Unterstützung vonseiten des Bundes, sagen Sie Ja zur Betreuung sowohl im Vorschulbereich wie im Schulbereich mit Unterstützung des Bundes.

Schenker Silvia (S, BS): "Um Kürzungen z. B. im Sozialwesen oder bei der Bildung zu vermeiden, wurde das Impulsprogramm auf die Betreuung von Kindern im Vorschulalter fokussiert." Dieser Satz findet sich in der Antwort auf meine Interpellation 10.3299, in der ich danach fragte, warum Tagesschulen in Zukunft nicht mehr in den Genuss von Geldern aus dem Impulsprogramm kommen sollen. Diese Begründung zeugt davon, dass die Bedeutung der Tagesschulen und der schulergänzenden Tagesbetreuung nicht erkannt wurde. Dabei zeigen alle Untersuchungen klar und deutlich: Tagesschulen sind ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Chancengleichheit in der Bildung.
Wir wissen es eigentlich: Auch in der reichen Schweiz ist es so, dass die Bildungschancen direkt davon abhängen, ob ein Kind Eltern hat, die selber gut gebildet sind und über gewisse finanzielle Möglichkeiten verfügen, oder eben nicht. Tagesschulen können solche Defizite und Ungleichheiten bis zu einem gewissen Grad ausgleichen und damit Kindern aus einfachen Verhältnissen und bildungsfernen Schichten gute Rahmenbedingungen bieten, damit auch sie die Chance auf eine gute Bildung haben.
Der Entscheid des Bundesrates bezüglich Tagesschulen ist nicht nur stossend, weil diese für die Bildung ganz wichtig sind, sondern auch, weil die Tagesschulen in der Vernehmlassungsvorlage noch mit eingeschlossen waren. Die Kantone hatten also gar keine Gelegenheit, sich zu dieser einschneidenden Änderung zu äussern. Der Bundesrat begründet seinen Entscheid auch mit dem Harmos-Konkordat, das die Kantone verpflichtet, ein bedarfsgerechtes Angebot an schulergänzenden Betreuungseinrichtungen anzubieten. Der Bund sei damit nicht mehr in der Verantwortung, ist wohl die Schlussfolgerung. Die Kantone haben aber fest damit gerechnet, dass sie zumindest für die Anfangsphase auf Bundesmittel aus dem Impulsprogramm zählen können. Der Bundesrat stösst mit seinem Entscheid gerade diejenigen Kantone vor den Kopf, die dem Harmos-Konkordat beigetreten sind. Diese haben sich verpflichtet, schulergänzende Betreuungsangebote bereitzustellen; auf die Unterstützung

AB 2010 N 959 / BO 2010 N 959
durch den Bund können sie jedoch entgegen ihrer Annahme nicht mehr zählen.
In der SGK ist es gelungen, den Entscheid des Bundesrates zu korrigieren. Ich bitte Sie namens der SP-Fraktion, den Mehrheitsentscheid der Kommission zu unterstützen. Schulergänzende Angebote sollen auch in Zukunft in der Anfangsphase vom Bund unterstützt werden. Immer noch wird von vielen jungen Familien in unserem Land die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als eine der grössten Herausforderungen in ihrem Alltag erlebt. Lassen Sie im Gegensatz zum Bundesrat die Familien nicht im Stich!

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit.

Meyer-Kaelin Thérèse (CEg, FR): Les programmes d'impulsion précédents proposaient de soutenir la création de places de crèche et de structures d'accueil parascolaire pour les enfants jusqu'à la fin de la scolarité obligatoire. Le Conseil fédéral, en raison du programme de consolidation financière, a restreint le montant initial proposé de 140 millions de francs à 80 millions. Il a donc logiquement accordé la priorité à la création de places d'accueil collectif de jour, en ciblant les moyens à disposition sur la structure jugée la plus difficile à créer sans aides extérieures et aussi la plus demandée.
Le groupe PDC/PEV/PVL, à une courte majorité, soutient cette idée et adoptera la proposition de la minorité Humbel Näf; il est vrai qu'"un tiens vaut mieux que deux tu l'auras". Mais je vous signale qu'une forte minorité du groupe soutiendra la proposition de la majorité, car la minorité du groupe a pris conscience que même le concordat Harmos ne donne pas tous les moyens de créer les places pour l'accueil extrascolaire des enfants jusqu'à la fin de la scolarité obligatoire et qu'un petit coup de pouce permettra de créer ces places d'accueil nécessaires et dans un délai plus court. Quand une impulsion est donnée par le biais d'un programme, autant profiter de la tendance et mettre en place ces structures.
Vous verrez ainsi qu'une partie de notre groupe soutiendra la proposition de la minorité et l'autre celle de la majorité.

Scherer Marcel (V, ZG): Grundsätzlich sind die Einschränkungen, wie sie in den Minderheitsanträgen Humbel Näf formuliert sind, nicht abwegig, aber die ganze Vorlage hat nichts mehr mit Anstossfinanzierung zu tun. Die ganze Vorlage ist darauf ausgerichtet, Integration zu fördern, ist darauf ausgerichtet, möglichst viele Kinder ausserhalb der Familie zu betreuen. Deshalb wird sich die SVP-Fraktion mehrheitlich der Stimme enthalten.

Burkhalter Didier, conseiller fédéral: J'aimerais rassurer ceux qui croient que le Conseil fédéral ne s'intéresse pas au présent et à l'avenir des familles: ce n'est pas vrai. L'importance des structures d'accueil, qu'elles soient pour les enfants d'âge préscolaire ou qu'elles soient pour l'accueil parascolaire, est parfaitement reconnue. Il n'y a donc aucune remise en cause de l'utilité, également dans les écoles, de telles structures. La question est une question de priorités.
Pourquoi doit-on mettre des priorités? On doit le faire pour deux raisons. Premièrement, parce que la discussion sur un nouveau cadre pour le programme d'impulsion prolongé de quelques années a été lancée exactement au moment où avaient lieu les travaux sur le programme de consolidation des finances fédérales et qu'il s'agissait d'être cohérent, de trouver la manière pour mettre là aussi des priorités et ne pas simplement supprimer immédiatement toute aide de la Confédération. Et puis, en évitant de se concentrer quasiment sur tout, si je puis dire, mais en se concentrant surtout sur la question de l'âge préscolaire, nous avions la possibilité de réduire le crédit d'environ 30 millions de francs.
Si vous souhaitez élargir le soutien, évidemment que - si l'on est cohérent - cela devrait aboutir à une augmentation du crédit. Mais, pour le Conseil fédéral, dans la situation actuelle des finances de la Confédération, il était souhaitable de se concentrer.
La deuxième raison de l'établissement de priorités, c'est le fait que c'est un programme d'impulsion et, je le répète, quand on fait un programme d'impulsion, même si ce qui est soutenu est très important, il faut admettre qu'à un moment donné, ce sont les structures les plus proches de la réalité du terrain qui doivent prendre leurs responsabilités. Et il n'y a en cela aucun manque de responsabilité de la Confédération si celle-ci, après avoir soutenu et lancé une telle opération, progressivement se retire, pour que les différentes créations puissent vivre et voler de leurs propres ailes.
En l'occurrence, nous estimons que ces priorités sont justes. Nous les maintenons donc et nous vous demandons de suivre la minorité de la commission.

Fehr Jacqueline (S, ZH), für die Kommission: Erlauben Sie mir zunächst eine etwas provokative Behauptung: Den längsten politischen Weg hat in dieser Frage, wie man sieht, wenn man das nüchtern betrachtet, die SVP-Fraktion gemacht, nämlich von einem radikalen Nein mit Referendumsdrohung vor acht Jahren bis zu einer Stimmenthaltung.
Worum geht es hier? Es geht darum, ob künftig nur noch Angebote für Kinder im Vorschulalter, also Krippen oder Kindertagesstätten, von Bundesgeldern profitieren sollen oder ob auch künftig Angebote für Kinder im Schulalter, zum Beispiel Mittagstische, Horte oder die Betreuung in Tagesschulen, davon profitieren sollen. Wer der Minderheit Humbel Näf folgt, sagt damit, dass künftig beispielsweise Mittagstische keine Bundesgelder mehr erhalten sollen.
Weshalb ist die Mehrheit der Meinung, dass wir hier nichts ändern sollten, dass wir also weiterhin Angebote für Kinder sowohl im Vorschul- wie auch im Schulalter unterstützen sollten? Drei Gründe sprechen dafür:
1. Es bleibt bei der Philosophie einer Anstossfinanzierung. Auch die Angebote im Schulbereich sollen nur zu Beginn, bei ihrer Gründung, mit Bundesgeldern unterstützt werden, und zwar, wie die Vorschulangebote auch, in der Zeit, da sie noch nicht ganz ausgelastet sind. Es bleibt also so oder so bei einer Anstossfinanzierung.
2. Die Nachfrage nach schulergänzenden Betreuungsangeboten ist nach wie vor sehr gross, und zwar sowohl in den Harmos- wie auch in den Nicht-Harmos-Kantonen. Auch dort, wo Harmos beschlossen ist, steht das Angebot in den nächsten vier Jahren noch nicht und muss aufgebaut werden. Das gilt erst recht für die Nicht-Harmos-Kantone, die dieses Geld sowieso dringend nötig haben. Zudem - das hat Frau Haller schon gesagt - gibt es Kantone, die auf die Bundesgelder verweisen, wenn sie den Entscheid über ihre Unterstützung fällen.
3. Wir haben über dieses Argument auch schon debattiert: Wir haben eine Warteliste aus dem aktuellen Programm. Auf dieser Warteliste stehen rund neunzig Gesuche aus dem Schulbereich. Wenn wir jetzt der Minderheit Humbel Näf folgen, dann werden diese Projekte alle leer ausgehen und nicht mehr finanziert werden können.
Diese drei Argumente haben die Mehrheit der Kommission dazu bewogen, an der bisherigen Lösung, am bisherigen Regime festzuhalten und die Bundesgelder für Angebote sowohl im Vorschulbereich wie auch im Schulbereich zur Verfügung zu stellen. Ich bitte Sie im Namen der Mehrheit, diesem Antrag zuzustimmen.

Robbiani Meinrado (CEg, TI), pour la commission: A cet article, le choix porte, comme d'ailleurs on le verra à l'alinéa 2, sur les catégories de structures d'accueil pouvant accéder à l'aide financière de la Confédération. Le projet du Conseil fédéral restreint le champ d'application actuel en fonction de la réduction des ressources à disposition. Il propose que le financement ne puisse désormais être accordé qu'aux nouvelles structures d'accueil collectif de jour. Il exclut notamment les structures parascolaires.
De l'avis de la majorité de la commission, l'efficacité du programme d'impulsion exige qu'on reste dans la continuité par rapport aux huit premières années d'application de la loi.

AB 2010 N 960 / BO 2010 N 960
Modifier sa portée pour les quatre dernières années équivaut à réduire la force et l'impact d'un processus très positif que nous avons mis en marche.
En ce qui concerne les structures parascolaires, il s'agit de pouvoir continuer à les financer. Il est vrai, comme l'a soutenu l'un d'entre vous, que le concordat intercantonal Harmos prévoit l'engagement direct des cantons dans ce domaine. Mais la mise en place de cet accord, qui rencontre d'ailleurs aussi des oppositions dans les cantons, va toutefois exiger une durée prolongée. Le soutien à court terme de la Confédération a donc toute sa justification. Les cantons n'ont d'ailleurs pas été consultés sur ce changement de direction qui touche à un domaine ayant contribué presque pour moitié à la création de nouvelles places d'accueil. Le besoin de ces structures reste de plus très vif, surtout dans les communes de petite dimension.
C'est donc par 16 voix contre 5 et 5 abstentions que la commission désire que les structures parascolaires ne soient pas exclues de la possibilité d'être aidées par la Confédération. C'est d'ailleurs en relation avec le montant des aides de la Confédération sur lesquelles on discutera après.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Die folgende Abstimmung gilt auch für Artikel 3 Absatz 1, Artikel 5 Absatz 1 und Artikel 7 Absatz 1.

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4160)
Für den Antrag der Mehrheit ... 81 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit ... 71 Stimmen

Abs. 2 - Al. 2

Humbel Ruth (CEg, AG): Gestatten Sie mir zuerst eine Bemerkung zum Votum der Kommissionssprecherin. Sie hat gesagt, dass jene Institutionen, die ein Gesuch nach altem Recht gestellt hätten, nicht mehr in den Genuss von Beiträgen kämen. Ich denke, das stimmt nicht. Jene Institutionen, welche nach altem Recht Anträge gestellt haben, bekommen auch die Beiträge nach altem Recht zugesprochen. Ich wäre froh, wenn der Bundesrat etwas dazu sagen würde.
Ich beantrage Ihnen, bei Absatz 2 dem Bundesrat zu folgen und Finanzhilfen nur noch für neue Institutionen auszurichten. Die Kommissionsmehrheit beantragt, bei der bestehenden Fassung zu bleiben und auch an bestehende Einrichtungen, welche ihr Angebot ausbauen, Beiträge zu leisten. In der Anfangsphase der ersten acht Jahre war es wichtig und gerecht, dass auch jene Institutionen, welche schon vor der Anschubfinanzierung durch Bundesbeihilfen bestanden hatten und ihr Angebot ausbauten, in den Genuss der Finanzhilfen des Bundes kamen. Wenn wir jetzt, nach acht Jahren, eine Verlängerung beschliessen, meine ich, dass wir ungeniert und in guten Treuen der bundesrätlichen Fassung folgen und diese Beihilfen nur noch neuen Institutionen ausrichten können. Wir müssen auch die finanziellen Konsequenzen im Auge behalten. Wir können keine Leistungen versprechen, die der Bund anschliessend nicht finanzieren kann.
Ich bitte Sie, bei Absatz 2 der bundesrätlichen Fassung und damit der Kommissionsminderheit zuzustimmen. Ich kann gleichzeitig festhalten, dass die CVP/EVP/glp-Fraktion die Kommissionsminderheit unterstützen wird.

Schenker Silvia (S, BS): Bei diesem Absatz geht es, wie schon gesagt wurde, um die Frage, ob nur neue Institutionen Finanzhilfen erhalten sollen oder ob in dieser Frage das geltende Recht weitergeführt werden soll. Ich bitte Sie im Namen der SP-Fraktion, hier beim geltenden Recht zu bleiben und die Einschränkung, die der Bundesrat vorgeschlagen hat, nicht zu übernehmen.
Worum geht es bei diesem Impulsprogramm? Es geht doch darum, dass möglichst viele zusätzliche Plätze geschaffen werden. Wenn nun eine bestehende Institution ihr Angebot wesentlich erhöhen will und für diesen Ausbauschritt während der Anfangsphase auf Bundesmittel angewiesen ist, dann soll dies doch möglich sein. Gerade solche Angebote geben Gewähr dafür, dass sie auf einem guten Fundament stehen und funktionieren. Es ist nicht nachvollziehbar, warum diese Institutionen in Zukunft keine Finanzhilfen vom Bund mehr erhalten sollen.
Ich bitte Sie namens der SP-Fraktion, die Mehrheit zu unterstützen.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit.

Prelicz-Huber Katharina (G, ZH): Im Namen der Grünen möchte auch ich Ihnen beantragen, am bisherigen Recht festzuhalten. Die Finanzhilfen sollen nicht nur neuen Institutionen gewährt werden, das ist viel zu einschränkend. Vielmehr sollen auch bestehende Institutionen, die ihr Angebot wesentlich erhöhen, das heisst mehr Plätze schaffen und dafür vielleicht auch neue Räume dazumieten müssen, mit Bundesfinanzen unterstützt werden können. Gerade bestehende Institutionen haben halt oft schneller die Möglichkeit zu erweitern. Damit sind dann auch das Betriebs-Know-how sowie die erfolgreiche Führung gewährleistet - das sind gute Voraussetzungen für das weitere Bestehen der Einrichtung.
Zur Begründung, die unter anderem genannt wurde, mit mehr kleinen Krippen sei man im Quartier besser präsent: Das ist zwar gut, scheitert aber halt oft an geeigneten Räumen. Wenn dann eine bestehende Einrichtung vergrössern und mehr Plätze anbieten will, was ja in unserem Interesse sein muss, so ist das besser, als gar nichts zu haben, und soll nicht verhindert werden, sondern wie bis anhin auch vom Bund mitfinanziert werden können.
Die Grünen bitten Sie also, dem Antrag der Mehrheit zuzustimmen.

Meyer-Kaelin Thérèse (CEg, FR): Le groupe PDC/PEV/PVL soutient la proposition de la minorité Humbel Näf. En effet, par le passé, les aides financières pouvaient s'adresser aussi bien aux nouvelles structures qu'à l'agrandissement d'anciennes structures. Aujourd'hui, le Conseil fédéral propose d'allouer ces aides financières uniquement aux structures nouvelles, et nous soutenons en majorité cette idée. Effectivement, l'expérience montre qu'une structure nouvelle a plus de peine à se mettre en route: elle n'a pas le fondement de son organisation; elle n'a pas encore l'habitude de fonctionner; elle ne connaît pas encore bien son public. Et comme il faut cibler les moyens qui sont un peu plus restreints qu'imaginé, nous pensons qu'il faut donner cette aide aux nouvelles structures, pour les motiver justement à voir le jour. L'agrandissement des anciennes structures aura probablement quand même lieu, même s'il n'y a pas d'aides, parce que l'assise financière des structures en place est meilleure que celle pour le départ d'une structure complètement nouvelle.
Notre groupe soutiendra donc la proposition de la minorité Humbel Näf à l'alinéa 2.

Burkhalter Didier, conseiller fédéral: Je dois tout d'abord répondre à Madame Humbel Näf qui demandait ce qui allait se passer avec la liste d'attente au cas où il était décidé de restreindre les différents critères pour l'aide accordée par la Confédération. Que se passera-t-il avec les projets qui ont été déposés cette année et qui sont sur la liste d'attente? Est-ce qu'ils seront traités selon l'ancien droit ou selon le nouveau? La réponse est claire: à partir du début de l'année prochaine, si vous votez une loi modifiée plus un nouveau crédit, c'est clairement le nouveau droit qui s'appliquera. Par conséquent, si vous décidez de restreindre le cercle des bénéficiaires, nous ne pourrons pas accepter des bénéficiaires qui ne remplissent pas dans ces différentes conditions. Je crois que c'est normal ainsi.
J'aimerais maintenant vous dire que la politique consiste à faire des choix. Il est évidemment souhaitable de pouvoir dire oui à tout, mais à un moment donné, on doit aussi savoir se concentrer. Ici, à cet alinéa 2, il s'agit de savoir si vous

AB 2010 N 961 / BO 2010 N 961
voulez mettre la priorité de la Confédération sur les nouvelles structures ou si vous voulez à nouveau élargir le cercle des bénéficiaires et avoir les anciennes et les nouvelles structures.
Pourquoi seulement les nouvelles? Les anciennes, si elles se développent, ont des coûts supplémentaires, mais qui ne sont pas comparables aux difficultés dans lesquelles se trouvent des structures qui doivent commencer à zéro. C'est pourquoi nous estimons que si l'on doit se concentrer sur des aides pour créer des places, il est souhaitable de mettre le paquet, en quelque sorte, ou ce qu'il reste de ce paquet, sur les nouvelles structures et pas sur les anciennes. C'est la première chose.
La deuxième chose: si vous essayez d'aider avant tout les nouvelles structures, automatiquement vous aidez également à élargir, sur le plan géographique, la création de ces structures d'accueil pour enfants.
En ce sens, le projet du Conseil fédéral, repris par la minorité, comporte un certain nombre d'arguments positifs. Nous vous demandons de le soutenir. Encore une fois, si vous ne le soutenez pas, vous devez savoir que cela posera aussi un problème par rapport au crédit global sur lequel vous devrez vous exprimer dans le cadre du projet 2.

Fehr Jacqueline (S, ZH), für die Kommission: Hier stehen sich zwei Positionen gegenüber. Die eine Seite hält fest, dass grössere Institutionen effizienter seien und dass die Schweiz mit ihrer Angebotsstruktur das Problem habe, dass sie zu viele zu kleine Angebote habe und damit das ganze Angebot zu teuer werde. Auf der anderen Seite wird gesagt, dass vor allem kleine Institutionen Hilfe nötig hätten; solche, die bereits bestehen und nur ausbauen würden, seien eher in der Lage, das aus eigener Kraft zu finanzieren. In der Sache haben beide Recht. Die Frage ist, wie man sich in diesem Dilemma politisch bewegt.
Die Mehrheit ist der Meinung, dass wir den Zusammenschluss verschiedener Angebote zu grösseren betrieblichen Einheiten fördern sollten. Es wäre sinnvoll, wenn sich beispielsweise verschiedene Krippen in einer mittelgrossen Stadt zu einer Betriebsgemeinschaft zusammenschliessen würden und damit nur noch eine Buchhaltung, eine Lohnabrechnung, eine Personalverantwortliche hätten. Genau das würden der Antrag der Minderheit und der Entwurf des Bundesrates gefährden. Das heisst also: Wer will, dass das System längerfristig effizienter wird und es zu grösseren Einheiten kommt, sollte hier der Mehrheit folgen und klarmachen, dass auch bestehende Einrichtungen, die sich vergrössern, und nicht nur kleine Einrichtungen, die neu gegründet werden, Bundesgelder erhalten. Das waren die Argumente der Mehrheit.

Robbiani Meinrado (CEg, TI), pour la commission: Si l'on désire préserver l'efficacité du programme d'impulsion, il faut éviter d'en modifier la trajectoire dans sa dernière phase d'application. Il s'agit donc, après ce qu'on a fait avec les structures d'accueil parascolaire, de maintenir également la possibilité de soutenir financièrement les structures d'accueil collectif de jour existantes.
J'aimerais souligner une chose: aujourd'hui déjà, la loi ne met pas sur pied d'égalité les nouvelles structures et celles déjà en place. En effet, la priorité, vous le voyez dans la loi, reste réservée aux structures nouvelles, ce qui ne doit pas exclure la possibilité de financer les structures déjà en place, dans la mesure où elles créent un nombre significatif de nouvelles places.
C'est cette constatation qui a conduit la majorité de la commission, par 13 voix contre 7, à laisser ouverte cette possibilité et donc à maintenir la formulation actuelle de la loi, ce que je vous invite aussi à faire.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Die folgende Abstimmung gilt auch für Artikel 6 Absatz 2.

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4161)
Für den Antrag der Minderheit ... 99 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 76 Stimmen

Art. 3
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
... Kindertagesstätten und Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung gewährt werden:
...
Abs. 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 3
Proposition de la majorité
Al. 1
... structures d'accueil collectif de jour et d'accueil parascolaire lorsque:
...
Al. 3
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 4 Abs. 2bis
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 4 al. 2bis
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 5
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
... Kindertagesstätten und Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung decken ...
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 4
... höchstens drei Jahren ausgerichtet.

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Abs. 1, 4
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 5
Proposition de la majorité
Al. 1
... structures d'accueil collectif de jour et d'accueil parascolaire couvrent ...
Al. 2, 3
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 4
... pendant trois ans au plus.

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Al. 1, 4
Adhérer au projet du Conseil fédéral

AB 2010 N 962 / BO 2010 N 962

Humbel Ruth (CEg, AG): Artikel 5 Absatz 4 ist indirekt auch eine Konsequenz von Artikel 2 Absatz 1. Nachdem nun der Nationalrat der Kommissionsmehrheit zugestimmt hat, sodass Einrichtungen für die schulergänzende Kinderbetreuung weiterhin in den Genuss von Finanzhilfen kommen, macht es eben Sinn, dass man auch eine längere Dauer hat. Heute ist es so, dass Kinderkrippen für Kinder im Vorschulalter zwei Jahre lang in den Genuss dieser Anschubfinanzierung kommen und Einrichtungen für die schulergänzende Kinderbetreuung während drei Jahren, denn das erzielt die grösste Wirkung, und das ist zweckmässig. Weil der Rat die Ausweitung nach bisherigem Konzept beschlossen hat, muss man auch bei Absatz 4 der Kommissionsmehrheit folgen.
Ich ziehe daher meinen Minderheitsantrag zurück.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Der Minderheitsantrag Humbel Näf zu Artikel 5 Absatz 4 ist zurückgezogen worden.

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 6
Antrag der Mehrheit
Abs. 1, 3, 4
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Abs. 2
Kindertagesstätten und Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung müssen das Gesuch vor der Betriebsaufnahme oder vor der Erhöhung des Angebotes einreichen.

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Estermann, Kleiner, Meyer Thérèse, Moret, Müri, Wehrli, Weibel)
Abs. 2
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 6
Proposition de la majorité
Al. 1, 3, 4
Adhérer au projet du Conseil fédéral
Al. 2
Les structures d'accueil collectif de jour et d'accueil parascolaire doivent ... l'ouverture de la structure ou l'augmentation de l'offre.

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Estermann, Kleiner, Meyer Thérèse, Moret, Müri, Wehrli, Weibel)
Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen gemäss Antrag der Minderheit
Adopté selon la proposition de la minorité

Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées

Art. 7
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
... Kindertagesstätten, der Einrichtungen für die schulergänzende Betreuung und der Strukturen ...
Abs. 2
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 7
Proposition de la majorité
Al. 1
... d'accueil collectif de jour, les structures d'accueil parascolaire et les structures coordonnant ...
Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité
(Humbel Näf, Cassis, Moret, Wehrli, Weibel)
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen gemäss Antrag der Mehrheit
Adopté selon la proposition de la majorité

Art. 10 Abs. 4; Ziff. II
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Art. 10 al. 4; ch. II
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4163)
Für Annahme des Entwurfes ... 95 Stimmen
Dagegen ... 53 Stimmen

2. Bundesbeschluss über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung
2. Arrêté fédéral concernant les aides financières à l'accueil extrafamilial pour enfants

Detailberatung - Discussion par article

Titel und Ingress
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Titre et préambule
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Art. 1
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
... von höchstens 200 Millionen Franken bewilligt.
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit I
(Fehr Jacqueline, Meyer Thérèse, Rielle, Robbiani, Rossini, Schenker, Weibel)
Abs. 1
... von höchstens 120 Millionen Franken bewilligt.

Antrag der Minderheit II
(Cassis, Humbel Näf, Meyer Thérèse, Moret, Wehrli)
Abs. 1
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates

Antrag der Minderheit III
(Scherer, Baettig, Borer, Bortoluzzi, Estermann, Füglistaller, Müri, Parmelin)
Abs. 1
... von höchstens 60 Millionen Franken bewilligt.

AB 2010 N 963 / BO 2010 N 963

Art. 1
Proposition de la majorité
Al. 1
... d'un maximum de 200 millions de francs ...
Al. 2, 3
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité I
(Fehr Jacqueline, Meyer Thérèse, Rielle, Robbiani, Rossini, Schenker, Weibel)
Al. 1
... d'un maximum de 120 millions de francs ...

Proposition de la minorité II
(Cassis, Humbel Näf, Meyer Thérèse, Moret, Wehrli)
Al. 1
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Proposition de la minorité III
(Scherer, Baettig, Borer, Bortoluzzi, Estermann, Füglistaller, Müri, Parmelin)
Al. 1
... d'un maximum de 60 millions de francs ...

Schenker Silvia (S, BS): Es mutet vielleicht seltsam an, wenn wir von der SP-Fraktion Ihnen einen Kredit von 120 Millionen Franken beantragen und nicht ausschliesslich den Antrag auf 200 Millionen unterstützen - wir, die wir immer betonen, wie wichtig Einrichtungen für die familien- und schulergänzende Betreuung sind. Selbstverständlich würden wir uns ausserordentlich freuen, wenn Sie bereit wären, den Rahmenkredit für die neue Laufzeit des Impulsprogramms gegenüber dem jetzigen Kredit zu erhöhen, um damit wirklich den nach wie vor hohen Bedarf zu decken. Das Impulsprogramm funktioniert und ist nachhaltig: Das hat die Evaluation gezeigt, und das zeigt auch die grosse Zahl von neuen Anträgen. Deshalb ist auch der Kredit der laufenden Periode schon ausgeschöpft; wir haben es gehört.
Wenn wir Ihnen mit der Minderheit Fehr Jacqueline 120 Millionen beantragen, dann tun wir das, weil wir wohl wissen, wie wenig Chancen die 200 Millionen Franken haben, und weil wir nicht am Schluss mit nichts dastehen wollen. 120 Millionen Franken entsprechen dem, was in der laufenden Periode beschlossen wurde. 120 Millionen braucht es dann, wenn wir, wie wir es getan haben, die Tagesschulen wieder einschliessen. Auch Herr Bundesrat Burkhalter hat in der Kommission klar gesagt, dass die vom Bundesrat ursprünglich beantragten 80 Millionen Franken nicht reichen, wenn die schulergänzende Betreuung wieder eingeschlossen wird.
Ich bitte Sie also, bei dieser Abstimmung nicht taktisch zu stimmen und so zu tun als ob. Stimmen Sie nicht für 200 Millionen Franken, wenn Sie eigentlich das Impulsprogramm ganz streichen wollen. Seien Sie ehrlich, und stehen Sie zu Ihrer Meinung. Wenn Sie der Meinung sind, es brauche auch in Zukunft die Anstossfinanzierung für Kinderbetreuungseinrichtungen im Vorschul- und im Schulalter, dann stimmen Sie beim Rahmenkredit für eine realistische Höhe. 120 Millionen Franken sind realistisch. Ich danke Ihnen für Ihre Stimme.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Herr Triponez begründet den Antrag der Minderheit Cassis.

Triponez Pierre (RL, BE): Ich kann die Begründung des Minderheitsantrages durchaus übernehmen. Es ist einfach so, dass unser Minderheitsantrag die Konsequenz aus dem ist, was die FDP-Liberale Fraktion während der ganzen Diskussion über dieses Gesetz bereits vorgeschlagen hat. Man soll nämlich versuchen, das Ganze im Griff zu behalten, und ein Zeichen setzen, dass das eine Übergangslösung ist, die dann irgendwann einmal aufhört.
Wir beantragen also, beim bundesrätlichen Entwurf zu bleiben. Der Bundesrat hat ihn ja auch ausführlich begründet. Die Minderheit II beantragt, bei den 80 Millionen Franken des Bundesrates zu bleiben.

Scherer Marcel (V, ZG): Ich bitte Sie, wenigstens hier ein kleines Zeichen des Sparwillens zu setzen. Wenn Sie die Botschaft anschauen, dann sehen Sie, dass 2007 am meisten Betreuungsplätze bewilligt wurden, nämlich 4900. Im Jahr 2008 waren es noch 4800 und im Jahr 2009 nur noch 3500. Wenn man die Verpflichtungsmillionen, die gesprochen wurden, zurückrechnet, waren es im Jahr 2007 30 Millionen Franken, im Jahr 2008 27 Millionen und im Jahr 2009 21 Millionen. Sie sehen also, dass das wirklich rückläufig ist. Wollen Sie jetzt noch so viel Geld sprechen für Projekte, die eigentlich am Auslaufen sind? Die Mehrheit der Kommission kannte keine Grenzen. Sie wollte gegenüber dem Entwurf des Bundesrates um ganze 150 Prozent erhöhen, ganz nach dem Motto der Bilanzreserve: Man soll sie wenigstens sprechen, auch wenn sie nicht gebraucht wird.
Ich beantrage Ihnen mit meiner Minderheit einen Betrag, welcher der vom Bundesrat vorgeschlagenen Finanzspritze am nächsten liegt, nämlich 60 Millionen Franken. Wer hier wirklich sparen und niemandem etwas wegnehmen will, der unterstützt meine Minderheit.

Rossini Stéphane (S, VS): Il est difficile de comprendre la volonté d'économiser de Monsieur Scherer qui a opté pour les 200 millions de francs en commission; mais on est davantage dans la stratégie incompréhensible que dans l'argumentation crédible au sujet de cet aspect financier. Néanmoins, nous avons décidé tout à l'heure une ligne claire. La question de l'entrée en matière mise à part, nous avons maintenant besoin de dépasser les bonnes intentions et de mettre à la disposition de ce programme d'impulsion les moyens nécessaires pour qu'il puisse véritablement toucher sa cible.
Dans son projet, le Conseil fédéral a prévu 80 millions de francs. La commission, puis notre conseil tout à l'heure, ont modifié ce projet, puisque nous avons notamment réintégré l'accueil parascolaire, ce qui suppose des moyens supplémentaires. Déjà au sein de la commission, nous avons cherché à faire en sorte que le projet ait davantage d'ambition, mais une ambition raisonnable, notamment dans le cadre du champ couvert par ce programme d'impulsion et aussi de la marge de manoeuvre du Conseil fédéral et du département dans l'utilisation des moyens mis à disposition. On a vu très clairement au cours de ces huit dernières années qu'entre la ligne générale adoptée par le Parlement et les moyens effectifs alloués, c'est-à-dire entre le budget et les comptes, il y avait des décalages relativement importants.
Nous avons aussi vu que ces moyens peuvent être insuffisants puisque pour cette année, nous ne disposons plus de moyens pour ce programme d'impulsion. Par conséquent, aujourd'hui nous devons viser impérativement et raisonnablement, dans le cadre de toutes les propositions de minorité et de majorité en présence, le montant de 120 millions de francs, pour aboutir à un programme d'impulsion en faveur de l'accueil extrafamilial qui soit crédible.
Par sa manoeuvre, l'UDC - qui soutient à la fois la non-entrée en matière, les 60 millions et les 200 millions de francs - n'est évidemment pas crédible. Néanmoins, nous devons admettre aussi qu'en l'état le trop serait l'ennemi du bien. Ne soyons pas dupes, donc! Si l'on veut véritablement pouvoir mettre en oeuvre ce que nous venons de décider, si nous voulons pouvoir donner un signal clair aux cantons, aux communes, aux institutions, c'est-à-dire aux associations sans but lucratif qui appliquent ce programme et qui créent ainsi des places d'accueil, nous devons avoir un certain nombre de garanties. Un montant de 60 millions ou de 80 millions de francs serait trop peu; un montant de 120 millions relève d'un bon équilibre, montant que je vous invite par conséquent à soutenir. C'est une position crédible, qui ne souffre pas des jeux politiques abusifs au risque de mettre en péril l'ensemble de cet exercice. Ce montant nous permettrait d'avoir des moyens suffisants pour atteindre nos objectifs, tout simplement.

AB 2010 N 964 / BO 2010 N 964

Je vous invite par conséquent, dans l'ensemble de ces propositions de minorité, à soutenir celle qui prévoit 120 millions de francs, à savoir la proposition de la minorité I (Fehr Jacqueline).

Estermann Yvette (V, LU): Die SVP-Fraktion unterstützt die Minderheit III (Scherer), das heisst die Lösung mit einem Kredit "von höchstens 60 Millionen Franken", wie es in der Vorlage heisst. Warum?
Zuerst möchte ich ganz kurz auf einige Voten zu sprechen kommen. Zum Beispiel war das Votum der grünen Fraktion nur die halbe Wahrheit. Da möchte ich eine Berichtigung anbringen. Die Kinder, die im Vorschulalter in Angebote für die familienergänzende Betreuung integriert sind, profitieren nur ganz kurz von zusätzlicher Sozialkompetenz; diese Kompetenz wird innerhalb des ersten Jahres total ausgeglichen. Das heisst, es reicht nicht, das allein als Grund und als Werbemittel anzuführen, Frau Kollegin.
Der Grund für die Vorlage seien positive Rückmeldungen. Also da möchte ich Ihnen sagen: Ich weiss, wie solche Rückmeldungen in Gemeinden ablaufen. Da werden Leute befragt: "Liebe Eltern, was würden Sie dazu sagen, wenn so ein Angebot bestehen würde? Würden Sie Ihre Kinder auch betreuen lassen? Würden Sie Ihre Kinder an den Mittagstisch gehen lassen?" Selbstverständlich fällt kein Wort über finanzielle Folgen. Wenn nachher die Gemeinde die Steuern erhöhen muss, dann stossen Sie auf massiven Widerstand gerade dieser Leute. Die werden Sie nachher fragen: "Warum haben Sie uns das nicht vorher gesagt?"
Ganz kurz möchte ich noch fragen, ob Sie wissen, dass Frauen im Durchschnitt immer etwas länger gelebt haben als Männer. Eine Studie, die ich vor zwei Jahren gelesen habe, belegt, dass die jungen Frauen von heute bereits fast zwei Jahre dieser zusätzlichen Lebenszeit eingebüsst haben. Das heisst, der Unterschied bezüglich der Länge des Lebens zwischen Mann und Frau verkleinert sich. Das heisst, und das ist bewiesen worden, dass eine Frau einfach nicht für die Mehrfachbelastung - Familie, Kinder, Job, Karriere - gemacht ist, dass sie nicht so widerstandsfähig ist. Deshalb bitte ich Sie, diese Frage auch in Betracht zu ziehen. Das kommt einmal auf uns zu, und dann möchte ich wissen, welche Frauen dann laut ausrufen und sagen: "Ja, warum haben Sie uns das nicht gesagt?"
Deshalb bitte ich Sie, für die Minderheit Scherer, also für die kleinere Anstossfinanzierung, zu stimmen, weil diese Angebote wirklich nur dort hingehören, wo ganz, ganz wenig Mittel für das Vorschulalter vorgesehen sind und sehr gute, innovative Projekte vorgelegt werden. Ich bitte Sie: Schränken Sie diese Angebote auf 60 Millionen Franken ein!

Rossini Stéphane (S, VS): Madame Estermann, vous avez expliqué que les communes ne devraient pas être contraintes d'augmenter leurs impôts à cause de ce programme d'impulsion. Est-ce que vous connaissez une seule commune en Suisse qui aurait augmenté ses impôts en raison de ce programme d'impulsion?

Estermann Yvette (V, LU): Nein, Herr Kollege, das hat es noch nicht gegeben. Es ist selbstverständlich, dass es sich hierbei um künftige Auswirkungen handelt. Schauen Sie: Wenn der Bund kommt und sagt: "Liebe Leute, wir unterstützen dieses und jenes Angebot", so wird eine Gemeinde sicher nicht sagen: "Danke, aber wir machen da nichts, wir haben hierfür keinen Bedarf." Ganz im Gegenteil: Sie wird irgendein Angebot installieren, auch wenn überhaupt keine Nachfrage und kein Bedarf besteht. Das finde ich schade, denn nachher kommt die Gemeinde - wir haben das aus Ihren Reihen gehört - und beklagt sich, dass sie für solche Angebote viel zahlen müsse. Ich wäre dafür, dass man wirklich nur dort Unterstützung leistet, wo es auch nötig ist; ich wäre dafür, dass sich die Gemeinden eventuell melden können. Dass aber nach dem Giesskannenprinzip vorgegangen wird, finde ich sehr gefährlich. Sie werden sehen: In ein paar Jahren wird eine Gemeinde nach der anderen die Steuern erhöhen.

Meier-Schatz Lucrezia (CEg, SG): Können Sie in diesem Saal sagen, wie viel Steuergelder in die Institutionen zurückkommen? Sie kennen die Studien; Sie haben sie in der Kommission zur Kenntnis genommen. Wie viel Geld kommt pro investierten Steuerfranken zurück?

Estermann Yvette (V, LU): Sie kennen die Zahlen besser als ich. Aber was Sie nicht kennen und was wir auch nicht untersucht haben, sind die Investitionen, die verlorengehen. Wenn eine Gemeinde sparen muss, dann spart sie nachher z. B. bei den Schulen. Die Gemeinden installieren ein solches Angebot, und dafür können sie keinen richtigen Musikunterricht anbieten. Ich habe Ihnen gesagt, dass Sie die Zahlen haben; Sie kennen sie besser als ich. Ich sage Ihnen nur, dass die Sache anders herauskommt. Sie möchten immer mehr ausgeben; Sie nehmen den Leuten auch ... Vielleicht können Sie mir zuhören, wenn Sie mir eine Frage stellen, Frau Kollegin.
Die Sache ist so: Wenn Sie die Leute darauf aufmerksam machen, dass sie das, was sie angeboten bekommen, irgendeinmal mit den Steuern teuer bezahlen müssen, dann werden sich diese Leute auch ganz anders äussern.
Zum Glück gibt es die SVP-Initiative - Sie haben sie hoffentlich auch unterschrieben -, welche die jetzt bestehende Diskriminierung der Familien, die ihre Kinder selber betreuen, ausgleicht. Diese Familien können nie so hohe steuerliche Abzüge machen wie die Familien, die ihre Kinder fremdbetreuen lassen. Uns geht es immer nur darum, Gleichheit zu schaffen - um nichts anderes, Frau Kollegin.

Meyer-Kaelin Thérèse (CEg, FR): Sur le fond, le conseil vient de décider, à une majorité de deux tiers des voix, de dire oui à un prochain programme d'impulsion de création de places de crèche et de structures d'accueil parascolaire.
Nous devons maintenant décider du niveau de financement. La grande discussion sur les impôts communaux fait un peu sourire. En effet, si les communes ne reçoivent pas d'aide, elles devront créer de nouvelles structures avec leurs propres moyens - je pense que tout le monde a bien compris cela.
Nous avons quatre propositions. Il y a notamment une proposition minimaliste qui prévoit un crédit de 60 millions de francs et une proposition maximaliste qui prévoit 200 millions de francs. Cette dernière est née, il faut bien le dire, d'une alliance contre nature plutôt destinée à faire capoter tout le projet qu'à dégager un crédit de ce montant. Donc, à notre avis, la vérité se trouve entre le montant de 80 millions de francs et celui de 120 millions de francs.
Notre groupe, à une courte majorité, avait décidé de cibler l'aide sur la création de places de crèche; elle avait donc voté un crédit de 80 millions de francs. Maintenant, notre conseil a aussi voté, dans sa majorité, le financement de structures d'accueil parascolaire pour enfants jusqu'à la fin de la scolarité obligatoire. La logique veut donc qu'un crédit de 120 millions de francs soit voté pour que le programme puisse financer ces deux types de structures différentes, qui sont toutes les deux nécessaires.
Nous allons donc voter le crédit de 120 millions de francs mais, je vous en supplie: ce n'est pas un jeu, ne faites pas des votes stratégiques qui feraient s'écrouler l'ensemble du projet. Il faut être responsable dans cet hémicycle: ceux qui veulent un crédit minimaliste, qu'ils votent un crédit minimaliste, mais qu'ils ne donnent pas leur voix pour un crédit dont ils ne veulent absolument pas. Cela ébranle la confiance du peuple dans le Parlement.

Präsidentin (Bruderer Wyss Pascale, Präsidentin): Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt den Antrag der Minderheit II (Cassis).

Prelicz-Huber Katharina (G, ZH): Die Grünen werden dem immer mehr an Unterstützung verlierenden Mehrheitsantrag zustimmen. Die familienergänzende Kinderbetreuung - das wurde heute mehrheitlich akzeptiert - entspricht einem sehr grossen Bedürfnis, ist die zentrale Voraussetzung für die

AB 2010 N 965 / BO 2010 N 965
Vereinbarkeit von Familie und Beruf und hilft nicht zuletzt der Wirtschaft.
Frau Kollegin Estermann, Sie konnten vorher die Zahlen nicht nennen. Ich nenne sie Ihnen jetzt, damit Sie sie das nächste Mal auch kennen: Die ausserfamiliäre Kinderbetreuung bringt dem Staat sogar Geld. Ökonomische Studien haben nämlich deutlich gezeigt: Pro investierten Franken kommen drei Franken retour, unter anderem über deutlich höhere Steuern.
Wir haben noch einen sehr grossen Bedarf an Plätzen. Die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (Sake) rechnet mit 50 000 zusätzlichen Plätzen für über 120 000 Kinder, sowohl Kleinkinder wie auch Schulkinder. Die Weiterfinanzierung mit einem gutdotierten Kredit ist also dringend nötig. Der jetzige Kredit ist leider bereits ausgeschöpft. Wir können also sagen: Bis jetzt wurden seitens des Bundes, die fehlenden Gelder eingeschlossen, 200 Millionen Franken gesprochen. Dieser Betrag muss wieder gesprochen werden, um wenigstens den Status quo erhalten zu können. Noch im Vernehmlassungsentwurf war der Bundesbeitrag ja höher, bei 140 Millionen Franken. Schon damals war aufgrund der Untersuchungen klar, dass das nicht reichen würde. Die jetzige Variante ist bereits eine deutliche Kürzung gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf.
Wir brauchen den Betrag auch in Zukunft. Ich bitte Sie daher, dem Mehrheitsantrag zuzustimmen. Gegebenenfalls, wenn es so weitergeht, werden wir Grünen am Schluss einfach denjenigen Antrag unterstützen, der den grössten Kredit beinhaltet. Wir bitten Sie, das ebenfalls zu tun.

Burkhalter Didier, conseiller fédéral: Ce qui importe maintenant avec cet arrêté fédéral concernant les aides financières à l'accueil extrafamilial pour enfants, après le débat sur la loi, c'est la cohérence de l'action. Vous avez choisi une loi, qui a maintenant élargi le cercle des bénéficiaires par rapport à ce que le Conseil fédéral vous proposait. Il n'est donc plus temps de lancer maintenant des signaux politiques; il est logique de voter au plus près possible de ce qui correspond à la cohérence de l'action. Le cercle des bénéficiaires a été élargi pour ce qui est du domaine scolaire. Vous ne l'avez pas élargi du côté des anciennes structures et c'est une décision qui correspondait à ce que le Conseil fédéral voulait. Nous souhaitons que vous choisissiez maintenant, parmi ces différentes propositions, celles qui sont raisonnables, responsables, et qui correspondent à la possibilité d'aider ensuite réellement, en fonction de la loi que vous avez proposée.
La loi que nous avions proposée était un peu plus restrictive et c'est pourquoi nous proposions un crédit d'engagement de 80 millions de francs. C'est à vous maintenant de prendre la bonne décision. Nous ne pouvons que saluer également les prises de position de ceux qui ont demandé de ne pas faire de jeux tactiques et de ne pas voter tout à coup beaucoup trop de millions pour voir après l'ensemble de ce dossier - qui est quand même important pour les familles, pour l'économie, pour les gens en général - tomber dans le cadre du vote sur le frein aux dépenses.
Nous vous demandons donc d'être encore une fois cohérents et de soutenir ce qui correspond à vos précédentes décisions.

Fehr Jacqueline (S, ZH), für die Kommission: Ich habe es schon in der Eintretensdebatte gesagt, viele haben es ebenfalls gesagt: Politisch mehrheitsfähig war in der Kommission der Betrag von 120 Millionen Franken und nicht derjenige von 200 Millionen Franken. Der Antrag der Mehrheit auf 200 Millionen Franken kam aufgrund eines taktischen Stimmverhaltens der SVP-Delegation zustande, die für 200 Millionen Franken votiert hat, um die gesamte Vorlage zu kippen. Ich erlaube mir deshalb, als Kommissionssprecherin ausnahmsweise nicht für den Antrag der Mehrheit zu votieren, sondern für das, was wirklich mehrheitsfähig ist, nämlich für 120 Millionen Franken.
Weshalb schlägt die faktische Mehrheit 120 Millionen Franken vor? Heute finanzieren wir mit diesem Förderprogramm Angebote im Vorschulbereich und Angebote im Schulbereich, dies sowohl in neuen wie in bestehenden Institutionen. Dafür haben wir für die letzten vier Jahre 120 Millionen Franken gesprochen und gesehen, dass dies um rund 30 Millionen Franken zu wenig ist. Es besteht also ein Delta von 30 Millionen Franken. Wir haben nun beschlossen, nach wie vor Angebote im Vorschul- und Schulbereich, jedoch nur noch in neuen Institutionen zu finanzieren. Somit können wir davon ausgehen, dass 120 Millionen Franken in etwa das sind, was wir brauchen werden. Wir sind also mit 120 Millionen Franken ziemlich genau beim Betrag, auf den der Bundesrat in seinem Votum hingewiesen hat.
Die 80 Millionen Franken, die der Bundesrat vorschlägt, kommen daher, dass er nur Angebote im Vorschulbereich finanzieren wollte. Wir haben jetzt aber beschlossen, auch im Schulbereich zu finanzieren, sodass wir logischerweise auch den Betrag erhöhen müssen, weil wir ansonsten Politik mit ungedeckten Checks machen würden. Wir können nicht auf der einen Seite das Angebot oder das Versprechen ausweiten und auf der anderen Seite gleichzeitig das Bereitstellen des Geldes verhindern.
Ich bitte Sie deshalb, für 120 Millionen Franken zu votieren und taktische Spiele zu unterlassen.

Robbiani Meinrado (CEg, TI), pour la commission: L'éventail des variantes est ici particulièrement large: contraintes financières, d'un côté; objectif du programme d'impulsion qui s'éloigne suite au programme de réduction des dépenses du Conseil fédéral, de l'autre.
Le Conseil fédéral, suivi par la minorité II (Cassis), propose un crédit de 80 millions de francs, qui était au début aligné avec la réduction du cercle des bénéficiaires, qui a été toutefois élargi entre-temps par notre conseil. La minorité III (Scherer), qui coïncide grosso modo avec celle qui a rejeté l'entrée en matière, propose même un montant inférieur au crédit proposé par le Conseil fédéral et la minorité II, ce qui nous éloigne encore plus de la possibilité de financement suite aux décisions de notre conseil concernant le cercle des bénéficiaires.
La majorité de la commission s'est prononcée en faveur du montant de 200 millions de francs. Cette option a recueilli plus de voix par rapport au montant de 120 millions de francs, suite à l'appui tactique des membres qui se sont auparavant prononcés pour la non-entrée en matière et qui ont soutenu ensuite le montant de 60 millions de francs. Si l'on considère donc ce déplacement tactique, on voit que la volonté effective de la majorité se place plutôt autour du montant de 120 millions de francs. Ce montant se rapproche d'ailleurs plus de celui dont on a besoin pour financer le cercle des bénéficiaires que l'on vient de déterminer.
Je vous invite donc à adopter la proposition de la majorité de la commission. A vous de choisir entre la majorité effective et la majorité purement formelle, en tenant justement compte de la constatation que le montant de 120 millions de francs, suite à la décision concernant le cercle des bénéficiaires, est certainement celui qui se rapproche le plus de la possibilité effective de financement des besoins en places d'accueil.

Erste Abstimmung - Premier vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4164)
Für den Antrag der Minderheit II ... 121 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit III ... 55 Stimmen

Zweite Abstimmung - Deuxième vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4165)
Für den Antrag der Minderheit I ... 88 Stimmen
Für den Antrag der Minderheit II ... 88 Stimmen

Mit Stichentscheid der Präsidentin
wird der Antrag der Minderheit I angenommen
Avec la voix prépondérante de la présidente
la proposition de la minorité I est adoptée

AB 2010 N 966 / BO 2010 N 966

Dritte Abstimmung - Troisième vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4166)
Für den Antrag der Minderheit I ... 122 Stimmen
Für den Antrag der Mehrheit ... 52 Stimmen

Ausgabenbremse - Frein aux dépenses

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4167)
Für Annahme der Ausgabe ... 111 Stimmen
Dagegen ... 64 Stimmen

Das qualifizierte Mehr ist erreicht
La majorité qualifiée est acquise

Übrige Bestimmungen angenommen
Les autres dispositions sont adoptées

Art. 2
Antrag der Kommission
Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Proposition de la commission
Adhérer au projet du Conseil fédéral

Angenommen - Adopté

Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.026/4168)
Für Annahme des Entwurfes ... 107 Stimmen
Dagegen ... 66 Stimmen


Abschreibung - Classement

Antrag des Bundesrates
Abschreiben der parlamentarischen Vorstösse
gemäss Brief an die eidgenössischen Räte
Proposition du Conseil fédéral
Classer les interventions parlementaires
selon lettre aux Chambres fédérales

Angenommen - Adopté

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