Nationalrat - Wintersession 2010 - Sechste Sitzung - 07.12.10-08h00
Conseil national - Session d'hiver 2010 - Sixième séance - 07.12.10-08h00

09.039
Internationaler Währungsfonds.
Ausserordentlicher,
zeitlich befristeter Beitrag
zur Aufstockung der Mittel
Fonds monétaire international.
Contribution extraordinaire
limitée dans le temps
pour augmenter les ressources
Ordnungsantrag - Motion d'ordre
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Botschaft des Bundesrates 06.05.09 (BBl 2009 3399)
Message du Conseil fédéral 06.05.09 (FF 2009 2963)
Ständerat/Conseil des Etats 27.05.09 (Erstrat - Premier Conseil)
Nationalrat/Conseil national 07.12.10 (Ordnungsantrag - Motion d'ordre)
Nationalrat/Conseil national 01.03.11 (Zweitrat - Deuxième Conseil)
Nationalrat/Conseil national 01.03.11 (Fortsetzung - Suite)
10.079
IWF. Beitritt zu den geänderten
Neuen Kreditvereinbarungen
FMI. Adhésion aux Nouveaux
accords d'emprunt modifiés
Ordnungsantrag - Motion d'ordre
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Botschaft des Bundesrates 08.09.10 (BBl 2010 6105)
Message du Conseil fédéral 08.09.10 (FF 2010 5541)
Nationalrat/Conseil national 07.12.10 (Ordnungsantrag - Motion d'ordre)
Ständerat/Conseil des Etats 13.12.10 (Erstrat - Premier Conseil)
Nationalrat/Conseil national 01.03.11 (Zweitrat - Deuxième Conseil)
Nationalrat/Conseil national 01.03.11 (Fortsetzung - Suite)
Text des Erlasses (AS 2011 2305)
Texte de l'acte législatif (RO 2011 2305)

Ordnungsantrag des Büros
Die Geschäfte 09.039 und 10.079 sollen vom Nationalrat in der Wintersession 2010 behandelt werden.

Motion d'ordre du Bureau
Les objets 09.039 et 10.079 doivent être traités par le Conseil national au cours de la session d'hiver 2010.

Le président (Germanier Jean-René, président): Nous allons maintenant traiter la motion d'ordre du Bureau du Conseil national portant sur le Fonds monétaire international. Les objets concernés sont les numéros 09.039 et 10.079. La motion d'ordre prévoit que ces deux objets puissent être traités par le Conseil national au cours de la session d'hiver 2010.

Huber Gabi (RL, UR), für das Büro: Ich vertrete den Ordnungsantrag als Sprecherin des Büros. Der Bundesrat hat dem nationalrätlichen Büro am 3. Dezember 2010 einen Brief geschrieben und darum gebeten, dass die Vorlage zu den Neuen Kreditvereinbarungen sowie die IWF-Sonderhilfe noch in der Wintersession zu traktandieren und abschliessend zu behandeln seien. Das Nationalratsbüro hat heute Morgen mit Stichentscheid des Präsidenten beschlossen, Ihnen einen Ordnungsantrag zur abschliessenden Beratung dieser zwei Vorlagen, die auf dem Antrag mit den Geschäftsnummern bezeichnet sind, zu unterbreiten.
Mit der IWF-Sonderhilfe soll ein Beitrag zur Überbrückung der knappen IWF-Mittel geleistet werden, bis die Neuen Kreditvereinbarungen und die Erhöhung der regulären Mittel des IWF ratifiziert werden können. Diese Vorlage für die Gewährung einer Kreditlinie der Schweizerischen Nationalbank an den IWF über bis zu 10 Milliarden US-Dollar wurde vom Ständerat verabschiedet und ist seit Sommer 2009 im Nationalrat hängig. Mit der Reform der Neuen Kreditvereinbarungen soll das multilaterale Regelwerk des IWF für Krisenzeiten ausgebaut und modernisiert werden. Diese Vorlage ist im regulären Verfahren für den 13. Dezember im Ständerat

AB 2010 N 1891 / BO 2010 N 1891
und für das Frühjahr im Nationalrat traktandiert. Die Ratifizierung dieser Vorlage ist nun aber dringlich geworden, weil eine Aktivierung der Neuen Kreditvereinbarungen aufgrund der Verschlimmerung der Lage im Euro-Raum in den kommenden Monaten notwendig werden könnte, und deswegen hat sich der Bundesrat an das Nationalratsbüro gewandt.
Damit die Neuen Kreditvereinbarungen in Kraft treten können, müssen alle bisherigen Mitglieder, die eine Erhöhung ihres Beitrages in Aussicht gestellt haben, den revidierten Neuen Kreditvereinbarungen zustimmen. Bisher nicht ratifiziert haben neben der Schweiz Belgien, Italien, Luxemburg, Norwegen und Schweden. All diese Länder haben eine Ratifizierung noch bis Ende Jahr in Aussicht gestellt. Wenn die Schweiz dieses Geschäft also nicht rechtzeitig behandelt, übt sie eine Art Vetorecht aus, weil dann eben alle anderen Staaten auch nicht handeln können.
Der Ordnungsantrag beinhaltet beide Vorlagen. Die Sonderhilfe würde nur so lange greifen, bis die Neuen Kreditvereinbarungen aktiviert sind. Sie könnte dem IWF deshalb sofort nach der Verabschiedung durch die Räte zur Verfügung gestellt werden.
Würde nun die Aktivierung der Neuen Kreditvereinbarungen bereits in den kommenden Monaten notwendig, würde die Schweiz, wie schon gesagt, mit einer Nichtratifizierung andere Länder daran hindern, den Schutzschild zu aktivieren. Dem Büro des Nationalrates ist es ein Anliegen, dass unser Rat im Wissen um die Lage darüber entscheidet, ob man das Geschäft dann beraten soll, wenn wir ohnehin in Bern tagen, oder ob man will, dass jemand anders, sprich der Bundesrat, die Verantwortung übernehmen soll, wenn es eng wird.
Das Büro ist mehrheitlich oder, wie gesagt, mit dem Stichentscheid des Präsidenten - zum Schluss gekommen, Sie zu bitten, das Geschäft zu traktandieren und in dieser Session zu beraten.

Markwalder Christa (RL, BE): Am 6. Dezember 2010 hat die APK unseres Rates anlässlich einer ausserordentlichen Sitzung über das weitere Vorgehen betreffend die Aufstockung der IWF-Kreditlinien - das betrifft die beiden Geschäfte 09.039 und 10.079 - beraten. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat uns über die zeitkritische Dimension der Ratifizierung der Neuen Kreditvereinbarungen informiert. Der Bundesrat schreibt in seiner Botschaft zu den geänderten Neuen Kreditvereinbarungen: "Die Schweiz profitiert als offene und international ausgerichtete Volkswirtschaft mit einem wichtigen Finanzplatz und eigener Währung in besonderem Masse von internationalen Initiativen, die zur Stabilität des internationalen Währungs- und Finanzsystems beitragen. Aus diesem Grund ist eine starke Position in den NKV eindeutig im Interesse der Schweiz."
Die Vertragsparteien haben vereinbart, die Neuen Kreditvereinbarungen bis Ende Jahr zu ratifizieren. Damit die Schweiz diese Ratifizierung nicht blockiert, müssten wir das Geschäft in einem dringlichen Verfahren in der laufenden Wintersession beraten. Der Sonderhilfebeschluss 09.039 wurde vom Ständerat bereits genehmigt. Die APK unseres Rates hat am 23. November 2009 entschieden, die Vorlage zu sistieren und gemeinsam mit den Vorlagen zur Entwicklungszusammenarbeit zu beraten. Beide Geschäfte sind für die Kommissionssitzung vom 10./11. Januar 2011 traktandiert und können im Nationalrat in der Frühjahrssession beraten werden.
Obwohl die zeitkritische Dimension der IWF-Kredit-Aufstockung von der APK unseres Rates gewürdigt wurde, hat die Kommission mit 16 zu 9 Stimmen entschieden, an der Verknüpfung mit der Entwicklungszusammenarbeit festzuhalten und die Vorlagen nicht im Dringlichkeitsverfahren in der Wintersession zu beraten. Auch der Antrag, allein die Neuen Kreditvereinbarungen in der laufenden Session zu beraten, wurde mit 16 zu 8 Stimmen bei 1 Enthaltung abgelehnt. Der Entscheid kam aus unterschiedlichen Überlegungen zustande. Ein Teil der Kommission steht dem System des Internationalen Währungsfonds kritisch gegenüber, ein anderer Teil wollte die Verknüpfung mit der neuen Botschaft zur Entwicklungszusammenarbeit nicht aufgeben. Die Kommissionsminderheit hat zusammen mit der Bundesrätin dafür plädiert, die Verantwortung wahrzunehmen und die Neuen Kreditvereinbarungen zu beraten, denn sie können erst dann in Kraft treten, wenn auch die Schweiz ratifiziert hat.

Schlüer Ulrich (V, ZH): Ich frage Sie als Kommissionspräsidentin: Weshalb teilen Sie nicht mit, dass es in der Kommission eine breite Opposition gab, bei welcher die Meinung bestand, dass ein Geschäft von dieser Dimension einer gründlichen Behandlung bedarf und nicht übers Knie gebrochen werden darf?

Markwalder Christa (RL, BE): Herr Schlüer, ich habe mich bemüht, die Überlegungen und Diskussionen in der Kommission sowohl für die Mehrheit als auch für die Minderheit objektiv wiederzugeben. Unsere Kommission hat sich mit diesen Themen mehrmals befasst. Wir haben auch einmal ein Seminar organisiert, um die ganze Frage des Systems des Internationalen Währungsfonds à fond zu diskutieren, unabhängig von Beschlüssen, die derzeit anstehen, und wir hätten auch Morgensitzungen angesagt, wenn die Kommission denn mehrheitlich beschlossen hätte, materiell auf das Geschäft einzutreten. Aber wie ich Ihnen erläutert habe, haben wir nur über das Vorgehen beraten, und die Kommissionsmehrheit - ich habe auch die Stimmenzahl genannt: 16 zu 9 Stimmen - ist zum Schluss gekommen, dieses Geschäft nicht im Dringlichkeitsverfahren zu beraten.

Sommaruga Carlo (S, GE): Au nom du groupe socialiste, je vous invite à rejeter la motion d'ordre du Bureau qui prévoit que ces objets soient traités pendant cette session.
La situation dans laquelle nous nous trouvons, nous la devons uniquement au Département fédéral des finances et au conseiller fédéral d'alors, Monsieur Merz. En effet, en août 2009, nous avions demandé au sein de la Commission de politique extérieure à pouvoir traiter simultanément la question relative au Fonds monétaire international et le message du Conseil fédéral sur l'aide publique au développement et son augmentation à 0,5 pour cent du revenu national brut. En tant que socialistes, nous avions considéré qu'il était indispensable que la question de l'aide internationale financière pour les pays les plus pauvres, c'est-à-dire l'aide publique au développement, et le soutien au FMI, c'est-à-dire l'aide aux pays industrialisés et aux pays émergents pour des raisons financières, soient traités simultanément. On pouvait même imaginer que l'on traite la question des banques de développement africaine, asiatique et américaine, où la Suisse devra également apporter sa contribution.
Depuis 2009, il y a eu une volonté de freiner la discussion, et le message sur l'augmentation de l'aide au développement à 0,5 pour cent du revenu national brut ne nous est parvenu que grâce à l'insistance du Conseil des Etats. Et aujourd'hui, nous nous trouvons devant les décisions incroyables du Conseil fédéral qui veut parler uniquement du FMI, parce qu'il y a urgence, et laisser de côté l'aide au développement. Cette manière de faire est impossible. Nous contestons par ailleurs l'urgence du traitement des objets relatifs au FMI. En effet, le siège de la Suisse au FMI pour son groupe de vote est assuré jusqu'en 2013; les discussions ne reprendront pas ces prochains temps. Ce qui est en jeu ici, c'est de savoir s'il faut d'urgence intervenir avec des moyens financiers pour soutenir l'euro.
Mais, dans l'Union européenne, les ministres responsables ne se sont pas encore mis d'accord sur ce fonds de stabilisation utilisable à partir de 2013. D'ailleurs, le président du Conseil de l'Union européenne a affirmé que si des moyens supplémentaires étaient débloqués auparavant, ce serait bien, mais que l'objectif était que le fonds structurel entre en vigueur en 2013.
Qu'on ne vienne pas nous dire que le débat doit avoir lieu dans les dix derniers jours de la session et qu'il ne peut pas être tenu selon la procédure ordinaire de traitement des affaires parlementaires, alors que des centaines de millions de

AB 2010 N 1892 / BO 2010 N 1892
francs sont en jeu pour l'aide au développement et plusieurs dizaines de milliards de francs pour le FMI! Il s'agit de respecter la manière de fonctionner du Parlement et aussi d'être cohérent à l'égard de l'extérieur. Oui à l'aide, mais aussi bien aux plus pauvres qu'au reste des pays du monde!
Je vous invite donc à rejeter cette motion d'ordre qui vise à modifier le programme de la présente session et à en rester au fait de tenir un débat tout d'abord au sein de la commission le 10 ou le 11 janvier 2011 et ensuite au mois de mars 2011 au sein de notre conseil. D'ici là, je vous assure que ni le FMI, ni l'euro, ni notre siège au Comité exécutif du FMI ne seront mis en danger.

Riklin Kathy (CEg, ZH): Herr Sommaruga, ich frage Sie: Übernimmt die Sozialdemokratische Partei dann die Verantwortung, wenn die Schweiz als einziges Land beim IWF hier nicht mitmachen kann? Sogar Belgien hat es geschafft, hierzu einen Entscheid zu fällen, obwohl es ohne Regierung dasteht. Mir kommt es vor, die Schweiz stehe hier im Moment noch schlechter da.

Sommaruga Carlo (S, GE): Je vous donnerai une réponse en deux points.
D'abord, la responsabilité première en revient au précédent chef du Département fédéral des finances, qui, pendant deux ans, a bloqué les discussions pour ne pas respecter la volonté du Parlement.
Ensuite, j'aimerais signaler qu'il n'y a pas de décision définitive dans tous les pays européens puisque, comme l'a rappelé la présidente de la commission, il y a encore quatre pays qui ont annoncé qu'ils allaient prendre leur décision. Mais il y a loin de la coupe aux lèvres, c'est-à-dire encore un Parlement.

Müller Geri (G, AG): Sie müssen wissen, dass wir gestern zu einer ausserordentlichen APK-Sitzung am Nachmittag zwischen 13 Uhr und 14.30 Uhr eingeladen worden sind. Wir haben uns in dieser Zeit ausführlich darüber unterhalten, was an diesen beiden Geschäften dringlich sein soll oder nicht. Die APK hat diese Diskussion geführt, hat Fragen gestellt, hat Antworten darauf bekommen und ist zum Schluss gekommen, dass es reicht, wenn wir uns am 11./12. Januar 2011 zuerst über die erweiterte Entwicklungszusammenarbeit unterhalten - das ist eine Bedingung, die Sie als Parlament gestellt haben, mitgetragen haben - und uns danach darüber unterhalten, was wir beim IWF machen wollen. Der Entscheid war klar, das hat die Kommissionspräsidentin gesagt: Mit 16 zu 9 Stimmen haben wir die Geschichte auf den Januar vertagt.
Jetzt findet heute früh eine Bürositzung statt, die eigentlich nur angekündigt war für den Fall, dass wir gestern anders entschieden hätten. Man drückt in Anwesenheit der zuständigen Bundesrätin, des Botschafters und der Kommissionspräsidentin diese Sitzung trotzdem durch und möchte das noch einmal kippen. Die Frage ist wirklich: Wie gehen wir mit unseren eigenen Institutionen um, und wie versuchen wir, Dinge auf die Traktandenliste zu setzen, die eben nicht so gewünscht sind?
Das hat einen Grund. Der Brief, den Sie heute Morgen im Büro gesehen haben, den haben wir gestern auch gesehen. Wir kennen die Inhalte und die Argumente. Die Dringlichkeit ist nicht gegeben. Es stehen bei vier Staaten die Ratifizierungen aus. Die Frage ist wirklich, ob alle diese vier Staaten bis am 31. Dezember dazu Ja sagen werden. Belgien zum Beispiel steht noch aus, Luxemburg steht aus, Italien steht aus, und die Schweiz steht auch aus. Wenn Sie heute in den Medien anschauen, wie über diesen IWF-Kredit in der EU gesprochen wird - ich möchte mich nicht inhaltlich äussern -, dann sehen Sie, dass es dort auch sehr viele Fragen gibt. Wir tun gut daran, darüber im Detail zu diskutieren, ganz genau anzuschauen, was die Rolle und Funktion der Schweiz ist.
In dem Sinne bitte ich Sie, auch in Respekt gegenüber dem, was gestern in diesen anderthalb Stunden vorgeleistet worden ist, jetzt nicht eine Hauruck-Übung zu machen, die Kommission zu zwingen, jetzt, in den letzten Tagen, noch schnell im Austausch mit dem Ständerat x Sitzungen zu machen und diesen Kredit durchzuwinken. Der Bundesrat hat zwei Jahre Zeit gehabt, die Sache aufzugleisen - zwei Jahre! Also hallo! Das ist nicht unser Problem! Wenn man jetzt nach der Verantwortung fragt, dann muss ich auch sagen: Da gibt es noch eine andere Verantwortung. Aber ich bin bereit zu sagen: Ich kann diese Verantwortung tragen, zumal ich auch weiss, dass diese IWF-Kredite sehr stark umstritten sind, nicht nur in der Schweiz. Vielleicht nimmt die Schweiz hier eine Vorreiterrolle auch für die anderen Länder ein.
Ich bitte Sie also, den Ordnungsantrag nicht anzunehmen.

Häberli-Koller Brigitte (CEg, TG): Unsere Fraktion unterstützt den Ordnungsantrag des Büros. Sie alle wissen, dass die Lage im Euro-Raum schwierig ist. Es ist deshalb von grosser Wichtigkeit, das Sicherheitsnetz des IWF jetzt zu stärken. Notabene unterstützen auch nichteuropäische Staaten, zum Beispiel Schwellenländer wie Indien und China, das europäische Stabilisierungsprogramm. Vordringlich ist die Aufstockung gemäss den Neuen Kreditvereinbarungen. Wenn wir diese nicht in der laufenden Session beschliessen, wird die Schweiz per Ende 2010 das einzige der involvierten 34 Länder sein, das diesen Schritt politisch nicht vollzogen hat. Damit nehmen wir das Risiko auf uns, das ganze Stabilisierungskonzept in Verzug zu bringen, denn nur wenn alle Länder mitmachen, wird diese Aufstockung realisiert.
Meine Damen und Herren von der SP und SVP, wollen, nein, können Sie diese Verantwortung wirklich tragen, können Sie dieses Szenario wirklich verantworten, wollen Sie dieses Reputationsrisiko für unser Land in Kauf nehmen? Aus politischen und aussenwirtschaftlichen Gründen ist diese Kreditvereinbarung unabdingbar, und die Schweiz tut gut daran, ihren Beitrag zur Stabilisierung zu leisten. Gelingt diese Stabilisierung nicht, werden auch wir nicht ungeschoren davonkommen.
Fazit: Dieses Geschäft ist dringlich, und wir sollten der APK den Auftrag zur Behandlung heute erteilen. Stimmen Sie deshalb dem Ordnungsantrag Ihres Büros zu!

Schlüer Ulrich (V, ZH): Frau Häberli, ist Ihnen bekannt - es stand heute in den Zeitungen -, dass die EU an ihrer zweitägigen Konferenz, bei der es um die Bewältigung der Euro-Krise geht, erklärt hat, es bestehe kein Notstand bezüglich der Mittel, die für Krisenbewältigungen zur Verfügung stehen?

Häberli-Koller Brigitte (CEg, TG): Wir sind heute in der Bürositzung von Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sehr ausführlich, sehr kompetent und klar informiert worden, und ich glaube ihren Ausführungen.

Gadient Brigitta M. (BD, GR): Die BDP erachtet das Engagement des IWF für notwendig und sinnvoll. Der Beitrag der Schweiz dazu ist ein wichtiges Zeichen, dass wir bereit sind, unsere Verantwortung wahrzunehmen und unseren Anteil im Rahmen der Finanzierungsinstrumente des IWF mitzutragen.
Die aktuelle Krise bedeutet eine Gefährdung des internationalen Währungs- und Finanzsystems. Die BDP begrüsst es, dass sich der Bundesrat grundsätzlich bereitgezeigt hat, zur Erhöhung der Mittel des IWF beizutragen. Denn gerade unser Land als offene und international ausgerichtete Volkswirtschaft, unsere auf Export, insbesondere in die EU, ausgerichteten Unternehmen - es geht also damit letztlich um die wirtschaftliche Situation unseres Landes als solches - sind in besonderem Masse an einer Verbesserung und Stabilisierung des Euro-Raumes interessiert, ja darauf angewiesen.
Die reformierten Neuen Kreditvereinbarungen können nun aber erst aktiviert werden, wenn sie von allen Mitgliedern ratifiziert worden sind. Wenn der Nationalrat die Vorlagen in dieser Session nicht behandelt, dann liegt es voraussichtlich allein an der Schweiz, wenn die ganzen

AB 2010 N 1893 / BO 2010 N 1893
Kreditvereinbarungen blockiert werden. Die Schweiz trüge also die ganze Verantwortung dafür, dass im Krisenfall nötige Mittel nicht rasch und flexibel bereitgestellt werden könnten - eine unglaubliche, inakzeptable Situation und unseres Erachtens eine Verantwortung, die wir so nicht übernehmen wollen und sollen. Es ist für uns unverständlich, dass gewisse Kreise in unserem Rat den so wichtigen und dringenden Entscheid für die nötigen Kredite jetzt verhindern wollen. Wir können den Entscheid der Mehrheit der APK, das Geschäft einfach zu vertagen, nicht nachvollziehen, dies nicht zuletzt - ich möchte dies noch einmal betonen - mit Blick auf die internationalen Beziehungen und die wirtschaftlichen Verflechtungen unseres Landes und last, but not least auch im Lichte der aktuellen Diskussion um den ständigen Schweizer Sitz im Exekutivrat des IWF.
Im Namen der BDP-Fraktion bitte ich Sie deshalb, dem Ordnungsantrag des Büros zuzustimmen.

Schwander Pirmin (V, SZ): Frau Kollegin Gadient, wie kommen Sie zur Aussage, dass alle 34 Länder zustimmen müssten? Genügt nicht die Zustimmung von 22 Ländern? Es geht ja um einen freiwilligen Beitrag.

Gadient Brigitta M. (BD, GR): Ich habe nie von 34 Ländern gesprochen; ich habe von allen Mitgliedern gesprochen, die jetzt die Neuen Kreditvereinbarungen unterzeichnet haben. Das sind 22, es stehen noch ein paar aus; wir haben das bereits ein paarmal gehört. Es ist abzusehen, dass mit Ausnahme der Schweiz bis Ende Jahr alle ratifiziert haben werden. Ich habe es schon einmal gesagt: Wir hätten die ganze Verantwortung dafür, dass im Krisenfall nötige Mittel blockiert würden, wenn wir jetzt nicht in dieser Session ebenfalls entscheiden. Das ist eine unhaltbare Situation.

Müller Geri (G, AG): Geschätzte Kollegin, Sie haben mehrmals die Verantwortung erwähnt. Die IWF-Hilfe ist ja in Europa sehr, sehr umstritten. Ich sage das, damit Sie das auch zur Kenntnis nehmen können. Könnte es auch sein, dass das Rutschen von Irland und möglicherweise auch das auf der Iberischen Halbinsel dazu benutzt werden, Druck aufzusetzen, damit wir dafür sind?

Gadient Brigitta M. (BD, GR): Ich bin überzeugt, dass dies nicht der Fall ist und dass gerade auch unser Land das grösste Interesse an einer Verbesserung und Stabilisierung des Euro-Raumes hat. Unsere Exportwirtschaft ist von der Situation des Euro massgeblich betroffen. Unser eigenes Interesse daran ist sehr gross.

Baader Caspar (V, BL): Ich bitte Sie namens der SVP-Fraktion, diesen Ordnungsantrag abzulehnen.
Zum einen ist die Art und Weise, wie dieser Ordnungsantrag zustande gekommen ist, inakzeptabel. Herr Präsident, gestern sagten Sie uns Büromitgliedern, es genüge, wenn wir am 7. Dezember, also heute, um 7.30 Uhr eine Bürositzung machen würden, weil es im Büro keine Abstimmung gebe. Heute Morgen wurden wir dann im Büro mit dem vorliegenden Ordnungsantrag konfrontiert. Die Zeit reichte nicht, um die Diskussion bis 8 Uhr zu Ende zu führen. Unser Vizepräsident, Herr Walter, musste dann an Ihrer Stelle diesen Rat hier präsidieren. In seiner Abwesenheit wurde im Büro abgestimmt, und mit Ihrem Stichentscheid wurde dem Ordnungsantrag zugestimmt. Das ist für uns inakzeptabel.
Zum andern geht es inhaltlich um zwei sehr bedeutende Geschäfte mit enormen finanziellen Folgen, einerseits um die Kreditlinie, andererseits um die Neuen Kreditvereinbarungen. Bei der Kreditlinie geht es um 12,5 Milliarden Franken bzw. 10 Milliarden US-Dollar und bei den Neuen Kreditvereinbarungen um 18 Milliarden Franken. Einmal mehr wollen uns der Bundesrat und die Mitteparteien unter Druck setzen, indem sie sagen, es gehe jetzt um die Verantwortung und wir müssten hier zustimmen. Wem gegenüber sind wir eigentlich hier verantwortlich? Primär den Schweizer Steuerzahlern und dem Schweizer Stimmvolk oder primär dem Internationalen Währungsfonds?
Geschäfte mit einer derartigen Tragweite bedürfen einer seriösen parlamentarischen Beratung und dürfen nicht erst mitten in der Session traktandiert werden. Der Ständerat stimmt ja als Erstrat erst am nächsten Montag darüber ab, und wir sollen dann nachher in der letzten Woche noch rasch einen Entscheid fällen. Dies ist umso störender, als weder der Bundesrat noch die APK des Nationalrates dieses Geschäft bisher als dringlich erachtet haben. Das Geschäft betreffend die Kreditlinie ist seit Frühjahr 2009 im Nationalrat, dem Zweitrat.
Inhaltlich ist es auch nicht so dringend: Der IWF verfügt nach Auskünften, die wir erhalten haben, immerhin noch über eine Währungsreserve von 200 Milliarden Franken. Wenn Portugal in die Krise geraten würde, würde der Anteil des IWF etwa 25 Milliarden Franken ausmachen, und wenn Spanien allenfalls noch nachrutschen würde, wären es 130 Milliarden Franken. Also würden die Mittel genügen.
Frau Häberli, China und Indien gehören nicht zu denjenigen Ländern, die diese Neuen Kreditvereinbarungen unterzeichnet haben. Frau Riklin, Belgien hat auch nicht zugestimmt. Nicht zugestimmt haben bis heute Belgien, Italien, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Es ist also nicht so, dass wir der einzige Staat sind. Glauben Sie, dass alle anderen bis Ende Jahr noch zustimmen?
Dazu kommt, was Herr Schlüer vorhin gesagt hat. Die EU hat an ihrer zweitägigen Konferenz nämlich festgehalten, dass die vorhandenen Notmittel für eine rasche Krisenentschärfung vorderhand ausreichend sind. Die EU hat deshalb diese Mittel nicht erhöht. Damit besteht auch für den IWF keine unmittelbare Notsituation.
Unsere Fraktion will, dass dieses Geschäft seriös behandelt wird. Wir haben die Verpflichtung unserem Volk gegenüber. Letztlich handelt es sich nämlich um Währungsreserven von der Nationalbank, über die wir zu befinden haben, das heisst um Volksvermögen.
Wir bitten Sie daher dringend, diesen Ordnungsantrag abzulehnen und das Geschäft im normalen Verfahren zu behandeln.

Brunschwig Graf Martine (RL, GE): Pour ma part, c'est avec un grand étonnement que j'entends encore ici certaines argumentations relatives à la précipitation avec laquelle nous souhaitons traiter cet objet.
De qui se moque-t-on exactement? On dispose d'un message du Conseil fédéral déposé le 6 mai 2009. La Commission de politique extérieure a décidé de ne pas traiter cet objet parce qu'elle veut le lier et obliger le Conseil fédéral à déposer un autre message relatif à l'augmentation de l'aide publique au développement à 0,5 pour cent du revenu national brut, alors que ledit Conseil fédéral avait déposé un rapport pour indiquer que cela ne s'inscrivait pas dans son plan financier. Tout à coup, une majorité de membres de cette commission, formée de ceux qui veulent couper dans l'aide publique au développement et de ceux qui veulent l'augmenter bien au-delà de 0,5 pour cent du revenu national brut et viseraient le 0,7 pour cent s'ils le pouvaient, fait un blocus - puisque c'est bien de cela qu'il s'agit -, nous mettant aujourd'hui dans une situation qui, sur le plan international, n'est pas crédible. Quelle cohérence affichons-nous, quelle responsabilité politique prenons-nous en agissant de la sorte?
Aujourd'hui, une motion d'ordre est déposée. Elle nous dit au moins une chose: une commission ne peut pas "squatter" des projets de cette façon-là sans qu'au moins le Parlement prenne ses responsabilités et donne son avis. Je sais compter, et j'ai quelques craintes quant à la majorité qui se dégagera dans cette salle, mais là n'est pas le plus important. Le plus important, c'est qu'on se doit de prendre ses responsabilités, non pas dans l'immédiat mais sur la durée.
Ce projet publié en 2009 ne nous impose pas de verser 12,5 milliards de francs demain matin. Il nous demande d'autoriser l'ouverture d'un crédit-cadre, si besoin est, limité à deux ans. Ensuite, l'autre projet nous permet de prendre le relais. Tout cela sans que la caisse fédérale n'ait à sortir un seul centime, ni à payer le moindre intérêt! C'est donc une

AB 2010 N 1894 / BO 2010 N 1894
plaisanterie de prétendre que l'on va se ruiner pour l'Europe aujourd'hui.
Mais ceux qui, dans cette salle, sont venus affirmer la bouche en coeur que nous ne risquions rien, que le siège du FMI n'était pas menacé, que de toute façon les autres pays n'en avaient pas besoin, qu'ils n'allaient pas décider et qu'en plus on allait être le pays exemplaire qui, en refusant aujourd'hui de prendre position, allait inciter les autres à faire de même, ont tort. Je crois que nous devons revenir à un peu plus de modestie. Il ne faut pas réclamer une place au G-20, comme nous l'avons tous fait dans ce Parlement, et en même temps prétendre qu'il n'est pas nécessaire d'autoriser le Conseil fédéral à faire ce qu'il nous demande d'autoriser aujourd'hui, tout ceci étant par ailleurs sujet à une mise en oeuvre qui devra en effet être décidée par les pays européens.
Il n'y a eu aucune précipitation lorsque le Conseil fédéral nous a transmis son message en mai 2009 déjà. Le Conseil des Etats s'est prononcé et il le fera encore lundi prochain très probablement sur le projet 10.079.
Et nous serons incapables de siéger dans l'urgence. Nous l'avons fait pour UBS, et à droite de l'hémicycle vous étiez d'accord, tout comme nous. Nous avons salué le fait que le Conseil fédéral autorise la Banque nationale à faire ce qu'elle a fait avec les crédits d'UBS. Personne n'a crié. Alors, à partir de là, soyons raisonnables en adoptant cette motion d'ordre, permettons à la commission de faire son travail et à notre conseil de prendre position, quelle que soit la position que les uns et les autres prendront à ce moment-là, parce que de toute façon la majorité de pacotille qui s'est formée est faite de gens qui pensent exactement le contraire.
Le groupe libéral-radical adoptera cette motion d'ordre.

Le président (Germanier Jean-René, président): J'aimerais préciser qu'il ne s'agit pas d'un débat de fond, mais d'une décision à prendre sur la motion d'ordre.

Frösch Therese (G, BE): Ich möchte Sie fragen, wie Sie den Kampf, den Sie bei der ersten Botschaft und bei der Zusatzbotschaft führen, den Verlierern der Globalisierung und der Finanzkrisen, also den Ärmsten auf dieser Welt, erklären wollen. Weshalb bekämpfen Sie seit einigen Jahren die Entwicklungsbotschaften mit aller Verve?

Brunschwig Graf Martine (RL, GE): Madame Frösch, j'aimerais vous rappeler qu'en ce qui concerne l'aide publique au développement - je l'ai expliqué ici à plusieurs reprises -, nous l'avons augmentée et, dans le budget, indépendamment des 100 millions de francs, le crédit est supérieur à ce qu'il était l'année précédente.
Pour le reste, ce que j'ai dit au sujet de l'aide publique au développement, c'est que les pauvres méritent aussi que l'argent qu'on dépense le soit de façon efficace, que nos buts soient contrôlés et qu'on ait une vraie stratégie globale en matière d'aide au développement.
Tels ont toujours été les arguments du groupe libéral-radical sur ce sujet.

Sommaruga Carlo (S, GE): Madame Brunschwig Graf, comment pouvez-vous dire que les parlementaires "squattent" ce sujet dans une commission, alors que, depuis le 24 ou le 25 août 2009, le Département fédéral des finances sait qu'il a été décidé de traiter simultanément la question de l'aide publique au développement et la question du FMI, et que tout a été fait par le Département fédéral des finances et son ancien chef pour bloquer cette double discussion incluant le message sur la part de 0,5 pour cent du revenu national brut consacrée à l'aide publique au développement? C'est bien plus là qu'il faut chercher les "squatters"!

Brunschwig Graf Martine (RL, GE): Monsieur Sommaruga, je n'avais pas l'intention d'aborder ce point, mais puisque vous le faites, je vais dire ceci: un message est élaboré par le Conseil fédéral, conseil dans lequel siègent sept personnes. Les raisons pour lesquelles ce message a été publié plus tardivement, chacun les connaît, ce sont des raisons financières. Mais maintenant nous avons enfin compris quel était le combat de votre groupe dans cette commission: il s'agit de montrer du doigt Monsieur Merz, qui n'est pas là, et le Département fédéral des finances. Si c'est cela le motif pour rejeter cette motion d'ordre, je m'excuse mais cette argumentation est pauvre, elle est même lamentable. (Brouhaha)

Schlüer Ulrich (V, ZH): Wenn diese 12,5 Milliarden Franken tatsächlich nicht der Bundeskasse, sondern den Währungsreserven der Nationalbank entnommen werden, so möchte ich Sie dazu fragen: Sind diese Währungsreserven Manipuliermasse für die Politiker, oder handelt es sich um Volksvermögen, für das die Politiker dem Volk gegenüber eine Verantwortung haben?

Brunschwig Graf Martine (RL, GE): Monsieur Schlüer, je me permets de vous répondre ainsi: la Banque nationale intervient toute l'année à coup de milliards de francs sur les marchés monétaires. Elle le fait pour sauvegarder l'économie suisse; elle le fait pour respecter ses engagements internationaux. Cela n'est ni la première ni la dernière fois que des interventions monétaires ont lieu et que la Banque nationale est autorisée à en faire. Nous avons pris des décisions il y a moins de deux ans sur des sujets similaires. C'est donc ce que j'appellerai le "courant normal" de la politique monétaire de la Banque nationale que d'utiliser, justement, ces milliards pour intervenir sur les marchés financiers. C'est sa fonction même.

Huber Gabi (RL, UR), für das Büro: Nur eine kleine Replik zu den Attacken von SVP und Grünen an die Adresse des Nationalratsbüros: Bewahren Sie doch ruhig Blut! Es geht nur um die Traktandierung, ja oder nein. Es geht nicht um Parteipolitik, sondern primär um die Interessen des Landes.
Herr Kollege Geri Müller, das Nationalratsbüro hat keine Scheinsitzung abgehalten. Wenn wir ein Schreiben des Bundesrates erhalten, machen wir eine Sitzung und diskutieren ganz demokratisch. Der Nationalratspräsident hat uns heute Morgen im Büro die Handlungsoptionen absolut korrekt aufgezeigt. Er hat gesagt: Wir können zur Kenntnis nehmen, was die APK gesagt hat; wir können als Büro das Geschäft im Alleingang traktandieren; wir können dem Nationalrat einen Ordnungsantrag beliebt machen. Auch Büromitgliedern ist es erlaubt, einen Ordnungsantrag zu stellen. Ich habe ihn im Büro gestellt, und ich habe auch darüber informiert, dass dieser Ordnungsantrag mit Stichentscheid des Präsidenten gutgeheissen worden ist. Ich finde, es ist die demokratischste Lösung auf der Erde, dass wir jetzt einfach Ja oder Nein zu dieser Traktandierung sagen. Dass der Vizepräsident unseres Rates der SVP angehört, das ist ein glücklicher Umstand, aber jetzt eben ein Zufall. Man braucht sich jetzt nicht zu beklagen, auch das sei noch ein Manöver gewesen, dass er hier um acht Uhr am Morgen die Sitzung eröffnen musste, weil es etwas länger ging, da man sich erlaubt hatte, einen Ordnungsantrag zu stellen, damit Sie in Kenntnis der Umstände und eben auf dem demokratischsten Weg einen Entscheid - nur über die Traktandierung, nicht über materielle Fragen - fällen können. Es geht nur darum, dass unser Rat die Verantwortung für die Entscheidung übernimmt, ob man die materielle Behandlung in der Wintersession oder später - ich hoffe, nicht zu spät - durchführt.

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.079/4785)
Für den Ordnungsantrag des Büros ... 65 Stimmen
Dagegen ... 111 Stimmen

AB 2010 N 1895 / BO 2010 N 1895

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