Malama Peter (RL, BS):
Die FDP-Liberale Fraktion unterstützt die Mehrheit, das heisst, sie stimmt einem gegenüber der letzten Debatte zum Rüstungsprogramm 2010 um 34 Millionen Franken reduzierten Verpflichtungskredit von neu noch 617 Millionen zu. Dieser Verpflichtungskredit besteht aus folgenden Positionen: 24 Millionen Franken für Logistik, 31 Millionen für Waffenwirkung, 122 Millionen für 70 geschützte Mannschaftstransportfahrzeuge sowie 440 Millionen anstelle der früheren 474 Millionen für die Mobilität.
Der neu um 34 Millionen Franken reduzierte Kredit umfasst nicht die rund 1000 Personenwagen des beim VBS angehängten Fahrzeugpools, aus dem sich heute alle Departemente bedienen können, wobei das Entgelt aber nicht zum VBS, sondern in die Bundeskasse fliesst. Die Kürzung um 34 Millionen ist als Aufruf an das VBS bzw. an den Bundesrat zu verstehen, die Verrechnungsgrundsätze bzw. das Finanzhaushaltgesetz so anzupassen, dass das VBS finanztechnisch nicht als Selbstbedienungsladen dazustehen hat.
Auf der anderen Seite müssen wir wissen: Die 34 Millionen Franken werden, wenn sie nicht im Rüstungsprogramm 2010 sind, im Programm 2011 oder 2012 wiederkommen, denn die neuen Personenwagen sind nötig, um ältere Fahrzeuge zu ersetzen. Die neuen Personenwagen sind nicht nur aus ökonomischen Gründen zwingend nötig. Der Unterhaltsaufwand ist bei älteren Fahrzeugen gross, das ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll. Aber nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen und unter Sicherheitsaspekten bezüglich der zu transportierenden Personen ist es zwingend nötig, dass dieses Geschäft wenn nicht heute, dann morgen kommt.
Genau diese Gründe sprechen auch gegen den Antrag der Minderheit, dessen Begründung wir soeben gehört haben. Wenn die Beschaffung der nötigen geschützten Mannschaftstransportfahrzeuge im Umfang von 122 Millionen Franken in der Mobilität kompensiert wird, führt dies dazu, dass bei der Mobilität, für die neu 440 Millionen Franken vorhanden sind, der zwingend nötige Ersatz von Lastwagen auf später verschoben wird. Das ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll. Wir haben in der letzten Debatte gehört, dass erstens der Ersatz aus Mobilitätsgründen nötig ist. Zweitens stammen die ältesten Lastwagen, die jetzt ersetzt werden müssen, aus dem Rüstungsprogramm 1968. Diese Lastwagen sind zum Teil über vierzig Jahre alt. Drittens sind Ersatzteile für diese Fahrzeuge kaum mehr erhältlich. Viertens genügen die Fahrzeuge in Bezug auf die Sicherheit der zu transportierenden Mannschaften nicht mehr den heutigen Anforderungen; diese sind nicht mehr mit den damaligen Sicherheitsansprüchen zu vergleichen. Das heisst, die Lastwagen müssen ersetzt werden, ob wir wollen oder nicht - dies aus ökonomischen und ökologischen Gründen und aus Gründen der Sicherheit.
Deshalb bitte ich Sie namens der FDP-Liberalen Fraktion noch einmal, den Antrag der Mehrheit zu unterstützen und den Antrag der Minderheit abzulehnen.