Nationalrat - Sommersession 2011 - Erste Sitzung - 30.05.11-14h30
Conseil national - Session d'été 2011 - Première séance - 30.05.11-14h30

10.496
Parlamentarische Initiative
Wobmann Walter.
Aufhebung des Verbots
von Rundstreckenrennen
in der Schweiz
Initiative parlementaire
Wobmann Walter.
Levée de l'interdiction
des courses
sur circuit en Suisse
Vorprüfung - Examen préalable
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Nationalrat/Conseil national 30.05.11 (Vorprüfung - Examen préalable)
Ständerat/Conseil des Etats 22.09.11 (Vorprüfung - Examen préalable)
10.497
Parlamentarische Initiative
Wasserfallen Christian.
Aufhebung des Verbots
von Rundstreckenrennen
in der Schweiz
Initiative parlementaire
Wasserfallen Christian.
Levée de l'interdiction
des courses
sur circuit en Suisse
Vorprüfung - Examen préalable
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Nationalrat/Conseil national 30.05.11 (Vorprüfung - Examen préalable)
Ständerat/Conseil des Etats 22.09.11 (Vorprüfung - Examen préalable)
10.499
Parlamentarische Initiative
de Buman Dominique.
Aufhebung des Verbots
von Rundstreckenrennen
in der Schweiz
Initiative parlementaire
de Buman Dominique.
Levée de l'interdiction
des courses
sur circuit en Suisse
Vorprüfung - Examen préalable
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Nationalrat/Conseil national 30.05.11 (Vorprüfung - Examen préalable)
Ständerat/Conseil des Etats 22.09.11 (Vorprüfung - Examen préalable)

Antrag der Mehrheit
Den Initiativen Folge geben

Antrag der Minderheit
(Lachenmeier, Allemann, Brélaz, Fehr Jacqueline, Graf-Litscher, Hany, Levrat, Teuscher, Weibel)
Den Initiativen keine Folge geben

Proposition de la majorité
Donner suite aux initiatives

Proposition de la minorité
(Lachenmeier, Allemann, Brélaz, Fehr Jacqueline, Graf-Litscher, Hany, Levrat, Teuscher, Weibel)
Ne pas donner suite aux initiatives

Wobmann Walter (V, SO): Ich lege Ihnen zuerst meine Interessenbindung offen: Ich bin Zentralpräsident der Föderation der Motorradfahrer der Schweiz (FMS). Unser Verband ist dem Weltverband, der FIM, angeschlossen und ist auch Mitglied von Swiss Olympic. Wir haben also in der Schweiz in diesem Bereich die Sporthoheit und sind auch für Motorradtourismus und Verkehrssicherheit zuständig. Die FMS ist die Dachorganisation von rund 160 Motorradclubs und von vielen Tausend Einzelmitgliedern.
Ich verlange mit meiner Initiative, dass in Artikel 52 Absatz 1 des Strassenverkehrsgesetzes das Verbot von öffentlichen Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen aufgehoben wird. Dieses Verbot wurde ja bekanntlich als Folge des schweren Unfalls von Le Mans im Jahre 1955 in der Schweiz erlassen. Seit dieser Zeit hat sich aber sehr viel verändert. Mit diesem Unfall ist das Sicherheitsdenken im Motorsport zum ersten Mal richtig erwacht. Vor allem im Bereich der Zuschauer wurde sehr viel gemacht. Der zweite Schritt geschah dann in den Siebzigerjahren im Bereich Rennfahrer und Fahrzeuge.
Heute werden die meisten Rennen auf permanenten Rennstrecken ausgetragen, also nicht mehr auf öffentlichen Strassen, wie das früher einmal der Fall war. Die Formulierung in Artikel 52 bezieht sich ja bekanntlich auf öffentliche Strassen und nicht ausdrücklich auf spezielle Anlagen. Wir haben also eine ganz andere Situation als vor 56 Jahren. Die Fahrzeuge, die Ausrüstung, die Ausbildung der Sportler haben ein enorm hohes Sicherheitsniveau erreicht. Auf einer heutigen, modernen Rennstrecke fühlt man sich oft sicherer als im normalen Strassenverkehr. Geschwindigkeit als solche muss gar nicht gefährlich sein, wenn man am richtigen Ort ist und entsprechend damit umgehen kann.
Weiter bedeutet das Verbot natürlich auch die Diskriminierung einer ganzen Sportart. Unser Land hatte immer schon und hat auch heute wieder sehr viele erfolgreiche Spitzensportler im Motorsport. Hunderttausende schauen sich die Fernsehübertragungen jeweils an. Die Schweizermeisterschaften im Auto- und Motorradbereich müssen wegen des Verbots im Ausland durchgeführt werden. Eigentlich ist das unseres Landes, unserer Schweiz, unwürdig. Zudem gehen jährlich Tausende von Auto- und Motorradfahrern auf ausländische Rennstrecken. Es gibt viele Firmen, die solche Reisen organisieren; es gibt Hunderte solcher Anlässe für die Auto- und Motorradfahrer.
Der Motorsport ist und bleibt faszinierend. Es ist die Kombination von Mensch, Technik, Wettbewerb, Emotionen und Spektakel, die das Ganze einmalig macht. Wahrscheinlich auch aus diesen Gründen wurde eine Petition zur Aufhebung des Verbots von Rundstreckenrennen in kurzer Zeit von über 70 000 Leuten in der Schweiz unterschrieben. Mit der vorliegenden Initiative verlangen wir nur die Aufhebung des völlig überholten Verbots von Rundstreckenrennen. Allfällige Bewilligungen für Projekte oder Veranstaltungen müssen nachher sowieso von den Kantonen erteilt werden. Das ist auch bei den übrigen Motorsportanlässen, wie bei allen anderen Sportveranstaltungen, heute schon der Fall.
Sie sehen also, aus sportlicher, wirtschaftlicher, technologischer und ökologischer Sicht und auch aus Sicht der Verkehrssicherheit muss dieses wirklich überflüssige Verbot endlich aufgehoben werden. Ich bitte Sie daher, der parlamentarischen Initiative Folge zu geben.

AB 2011 N 795 / BO 2011 N 795

Wasserfallen Christian (RL, BE): Sie sehen, das ist eine sehr breit abgestützte Forderung. Drei Personen und verschiedene Interessen sind darunter subsumiert. Nein, es geht nicht darum, Formel-1-Rennen in der Schweiz zu erlauben, es geht lediglich darum, das antiquierte Verbot von Rundstreckenrennen zu eliminieren. Denn eine Rundstrecke ist durchaus wirtschaftlich interessant, und zwar für das ganze Land. Wir haben in der Schweiz zwar direkt keine produzierende Automobilindustrie, aber wir haben in unserem Land rund 310 Zulieferfirmen für die Automobilindustrie, die 34 000 Mitarbeiter beschäftigen und 16 Milliarden Franken Umsatz erwirtschaften. Neue Märkte, auch im Cleantech-Bereich, konkret in der Elektromobilität, sind wahnsinnig dynamisch und kommen immer mehr in Fahrt. Dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, bestätigt auch die Statistik, die ein ETH-Forschungsinstitut angefertigt hat. Sie ist eindrücklich, ich empfehle Ihnen die Lektüre.
Meine Damen und Herren auch zur Linken, ich weiss, Sie stehen der Eliminierung dieses Verbotes skeptisch gegenüber. Aber es sind just auch Ihre Parteien, die immer wieder fordern, man müsse Cleantech fördern, mit Staatsgeldern. Hier können Sie Cleantech mit der Aufhebung eines Verbotes fördern. Die ETH, die Unis, die Fachhochschulen sind allesamt im Cleantech-Bereich, insbesondere in der Elektromobilität, am Forschen. Doch getestet wird im Ausland. Die Teststrecken sind, wenn es um die Formula Student geht - wo die ETH übrigens gewonnen hat -, dann etwa in Silverstone. Die Berner Fachhochschule muss für ein Elektrotaxi mit einer chinesischen Universität zusammenarbeiten. Der Porsche 911 GT3 Hybrid wurde zwar von einer Schweizer Firma mit einem Hybridantrieb ausgerüstet, kam aber leider nur im Ausland, beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, zum Einsatz. Diese Technologien erfinden sich nicht von selbst. Es braucht in diesem Land Rahmenbedingungen, die mit kurzen Wegen und günstigen Investitionsbedingungen Firmen in die Schweiz locken können. Auch die Zukunftstechnologien werden nämlich getestet, die werden nicht einfach so am Bildschirm entwickelt. Als Maschinenbauingenieur kann ich Ihnen versichern: Das Vorhandensein von Test- und Prüfinfrastruktur ist entscheidend wichtig dafür, ob sich Firmen der einen oder anderen Sparte in einem Land niederlassen oder dann eben nicht.
Kurz gefasst: Alle, die eine Cleantech-Initiative pushen oder unterschreiben, können diesen Vorstoss gar nicht ablehnen. Man kann nicht auf der einen Seite zu Cleantech Ja sagen und auf der anderen Seite alles dagegen tun, dass man z. B. ja nicht Elektromobilität in einem Land wie der Schweiz testen kann. Hier geht es nicht zuletzt darum, unternehmerische Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich beispielsweise im Elektromobilitätsbereich etwas entwickeln kann - ansonsten findet die Entwicklung im Ausland statt. Wenn ich das sage, ist das nicht einfach eine leere Worthülse: Schauen Sie einmal in all den Programmen der Universitäten, der ETH, der Fachhochschulen und der Unternehmungen in der Schweiz nach, wo diese ihre Produkte dann konkret testen! Schauen Sie sich das einmal an, dann vergeht Ihnen das Lachen.
Kurz: Wir müssen auch für innovative Firmen im Cleantech-Bereich kurze Wege haben, damit sie solche Techniken auf Herz und Nieren prüfen können. Es ist ein grosser, dynamischer Markt. Das Anliegen ist aber auch gepaart mit Sicherheitszwecken und mit der gemeinsamen Nutzung durch den Rennsport, denn nur so wird eine Rennstrecke auch rentabel werden. Es geht hier nur um die Aufhebung eines Verbotes, um nichts anderes. Es geht hier nicht um die konkrete Finanzierung oder um die Einreichung eines konkreten Projekts für eine Rundstrecke.
Seien Sie sich dessen bewusst: Wer zu Cleantech Ja sagt, muss auch Ja sagen zu innovativen Rahmenbedingungen und nicht zu Verboten.

de Buman Dominique (CEg, FR): La levée de l'interdiction des courses sur circuit en Suisse est une chose particulière dans notre Etat de droit. En effet, l'interdiction avait été décidée après un accident tragique des années 1950, et cette interdiction était motivée par des raisons de sécurité - sécurité non seulement des installations, mais aussi des véhicules. Or les deux raisons qui se trouvaient à la base d'une interdiction à caractère émotionnel il y a un demi-siècle ne se trouvent plus réunies aujourd'hui.
Ce que demandent les trois initiatives parlementaires que nous traitons aujourd'hui, c'est simplement de lever l'interdiction, sans pour autant obtenir de privilège, sans pour autant supprimer l'obligation de respecter la législation en vigueur en matière d'aménagement du territoire ou de protection de l'environnement. Beaucoup croient en effet que la simple levée de l'interdiction équivaudrait à une autorisation instantanée. Tel n'est pas le cas, et cela doit être dit ici avec véhémence.
Autre remarque: certains ont objecté, par rapport à ces initiatives parlementaires, que nous avions déjà dans cette enceinte, il y a peu, traité une initiative parlementaire Giezendanner (03.411). Or force est de constater que notre ancien collègue Giezendanner avait intitulé son initiative parlementaire "Lever l'interdiction des courses de formule 1". Il y a à cet égard une grosse différence à faire entre la formule 1, qui ne concerne que certaines personnes, très peu nombreuses dans notre pays, et les courses sur circuit en général, qui concernent celles et ceux qui s'adonnent davantage au sport motorisé, à la moto. Or ce sont dans ce cas des centaines, pour ne pas dire des milliers de personnes qui, aujourd'hui, doivent, hypocritement, aller à l'étranger et parcourir des centaines de kilomètres pour se rendre sur un circuit qui est sécurisé.
Il s'agit donc essentiellement non pas seulement de sport, mais également de prévention et de mise au point de matériel technique. Le matériel technique, qu'il s'agisse d'ailleurs de matériel motocycliste ou de matériel automobile, a toujours pu être mis au point, amélioré, notamment grâce à des pistes d'entraînement - il s'agit bien sûr de pistes situées surtout à l'étranger.
Ce que j'aimerais dire aussi, c'est que nous avons eu récemment dans le canton de Fribourg des cours qui ont été mis sur pied. Et par qui? Par la police cantonale. Celle-ci se rend compte que le sport motorisé est autorisé dans notre pays en tant que tel - il y a encore une autorisation de se déplacer et de se déplacer de manière motorisée librement -, mais qu'il y a un danger que les motards s'adonnent à leur sport ou à leur passion sur des routes ouvertes qui, elles, ne sont pas du tout sécurisées, dont la largeur est insuffisante, où il y a des obstacles, où il n'y a pas les bermes de sécurité pour protéger le pilote en cas de chute. Or la police cantonale, qui a mis en place ces cours dans le canton de Fribourg, l'a fait conjointement avec l'Office de la circulation routière du canton de Fribourg et avec le Touring Club Suisse. Je peux vous dire, pour y avoir participé personnellement, que ces cours ont été couronnés de succès, qu'il n'y a eu aucun excès et que l'intention de la police cantonale est de renouveler l'expérience en 2012. Je n'ai pas encore lu le rapport, parce que le rapport de clôture doit être fait conjointement par ceux qui ont organisé cette manifestation. Mais c'est une réalité et celles et ceux qui en douteraient peuvent appeler le capitaine Gilbert Baeriswyl, chef de la police de la circulation et de la navigation du canton de Fribourg. C'est tout simplement remarquable!
Autre point: on parle souvent à propos des circuits de bruit et de nuisances. Il faut savoir que le bruit engendré par les courses sur circuit est limité à 95 à 98 décibels et que des contrôles sont effectués. Un circuit ne produit certainement pas plus de bruit que des vélomoteurs ou des scooters maquillés dans une ville comme Fribourg.
Il faut que l'on puisse pratiquer son sport mais de manière propre, mesurée, contrôlée, conforme à la législation. Permettez donc non seulement à ceux qui aiment ce sport ou qui ont cette passion, mais aussi à ceux qui veulent développer la technologie de ne plus être soumis à une interdiction qui est totalement obsolète. C'est uniquement de cela qu'il s'agit aujourd'hui.

AB 2011 N 796 / BO 2011 N 796

Lachenmeier-Thüring Anita (G, BS): Diese Initiativen kamen zustande, weil vor 56 Jahren aufgrund eines Unfalls ein Verbot ausgesprochen worden war. Herr Wasserfallen hat gesagt, die Welt und die Schweiz hätten sich in den letzten 56 Jahren verändert. Ja, das trifft zu. Die Schweiz ist näher zusammengerückt: Jede Sekunde wird ein Quadratmeter Land überbaut. Wir haben nicht so viel Land, dass wir jetzt auch noch Rundstreckenrennen fahren können. Wir können die neuen Technologien unserer Autos testen, und zwar im grenznahen Ausland, zum Beispiel im Elsass. Das Elsass ist übrigens zum Beispiel von meinem Wohnort aus viel näher als irgendeiner der Orte in der Schweiz, die jetzt aufgeführt wurden und wo man auch Testfahrten machen und wieder Rundstreckenrennen veranstalten könnte.
Es geht den Initianten in keiner Weise um die Umwelt. Es geht ihnen darum, eine Technologie bzw. das Autofahren zu fördern, was nicht mehr in unsere Zeit passt. Auch wenn neue Limiten für den Lärm jetzt Vorschrift sind: Rundstreckenrennen machen Lärm; es ist ein Sport, der Abgase verursacht und die Lebensqualität von Tausenden von Menschen einschränkt. Und es ist ein Sport, der nicht die Sicherheit erhöht, sondern im Gegenteil dazu führt, dass der Geschwindigkeitsrausch zum Alltag wird und dass junge Leute, vor allem junge Männer, mit ihrem Auto noch vermehrt die Geschwindigkeit ausprobieren wollen. Damit wird die Sicherheit nicht gefördert, sondern die Sicherheit wird gefährdet.
70 000 Unterschriften, das ist relativ wenig für ein Anliegen. Davon dürfen wir uns nicht blenden lassen, sondern wir müssen an die übrigen Millionen Menschen denken, die nicht unterschrieben haben und die es auch nie befürworten würden, dass der veraltete Rennsport wieder eingeführt würde.
Es wurde auch gesagt, wir bräuchten diese Rundstrecken, um neue Technologien auszuprobieren. Neue Technologien wie Elektrofahrzeuge kann man überall ausprobieren; dafür braucht man keine Rundstrecken. Nochmals: Im grenznahen Ausland gibt es genügend Gelegenheiten, dies zu tun.
Eine Minderheit der Kommission bittet Sie also, den drei parlamentarischen Initiativen keine Folge zu geben.

Hutter Markus (RL, ZH), für die Kommission: Ich ersuche Sie namens der Kommissionsmehrheit, diesen drei parlamentarischen Initiativen Folge zu geben. Gemäss diesen Initiativen ist das Strassenverkehrsgesetz zu revidieren, das Verbot von Rundstreckenrennen ist aufzuheben. Die Gründe dazu sind im Wesentlichen die folgenden drei:
1. Dieses Verbot von Rundstreckenrennen ist nicht mehr zeitgemäss.
2. Die Sicherheit hat sich sowohl bei den Fahrzeugen wie auch bei den Rennplätzen ganz entscheidend verändert.
3. Der Automobilrennsport und alles, was damit zusammenhängt, haben ein grosses wirtschaftliches Potenzial.
Worum geht es? Es geht um die Aufhebung des Verbotes von Rundstreckenrennen, das in Artikel 52 des Strassenverkehrsgesetzes enthalten ist. Es geht um die Aufhebung eines Verbotes von anno 1955. Es geht nicht darum, eine Rundstrecke zu bauen oder den Bau zu initiieren, sondern lediglich darum, die Möglichkeit zu schaffen, dass eine solche Rundstrecke gebaut und auch betrieben werden kann.
Dieses Anliegen hat eine sehr lange und bewegte Geschichte, ich möchte auf diese Geschichte nicht mehr im Einzelnen eingehen. Ich möchte nur erwähnen, dass dieser Rat stets für die Aufhebung des Verbotes von Rundstreckenrennen gestimmt hat. Es ist nicht nur ein neuer Titel, der alten Wein in neuen Schläuchen bringen würde, sondern es hat sich auch sehr vieles verändert. Es gibt heute breitere, umfassendere Perspektiven. Dieses Verbot ist nicht mehr zeitgemäss; es geht um die Aufhebung eines überholten Verbotes. Nach meinem Wissen hat auf der ganzen Welt nur noch Israel ein solches Verbot; alle anderen Staaten dieser Welt kennen das nicht. Der Grund für das seinerzeitige Verbot, die Umstände des Unfalls von Le Mans 1955, ist weggefallen.
Es ist doch nicht die Sache des Staates, Bürgern irgendwelche Aktivitäten zu verbieten, ob das nun im Sport, in der Kultur, in der Wirtschaft oder in der Politik ist. Es gibt keinen Grund, ein solches Verbot weiterhin aufrechtzuerhalten. Es geht ja um viel mehr als um den Motorsport - das wurde von den Initianten auch gesagt -, und vor allem geht es nicht um die Formel 1. Die Sicherheit hat sich seit 1955 wesentlich verbessert. Es sind ganz neue Bedürfnisse dazugekommen, vor allem in den Bereichen der Wissenschaft und der Wirtschaft, aber auch im Sport. Ich erinnere an die verschiedensten Tests und Forschungsaktivitäten, die heute auch von Schweizer Firmen immer im Ausland durchgeführt werden müssen, was auch aus ökologischer Sicht nicht besonders sinnvoll ist.
Lassen Sie sich auch anhand der Tests überzeugen, welche die Versicherungen durchführen wollen, die immerhin auch hier weltweit führend sind; zum Teil müssen sie sie - ich erinnere an die Crashtests in Wildhaus - unter widrigen Umständen durchführen. Auch dafür wäre eine solche Rundstrecke von Vorteil.
Das wirtschaftliche Potenzial der Autozulieferindustrie ist sehr gross, doch die Abschottung, die heute herrscht, zeitigt Resultate: Wir sind infolge dieser Abschottung in verschiedenen Bereichen der Forschung und Entwicklung ins Hintertreffen geraten. Es ist doch sinnlos, wenn wir für Tests oder spezielle Fahrertrainings die Kunden aus der Schweiz ins Ausland transportieren müssen, um diese Tests oder Trainings durchführen zu können.
Ich möchte Sie auffordern: Bringen wir diese lange Geschichte zu einem würdigen Abschluss! Entscheiden wir so, wie dieser Rat immer entschieden hat, nämlich konsequent für die Öffnung, also für die Abschaffung dieses unnötigen, volkswirtschaftlich schädigenden und in diesem Sinne wirklich völlig obsoleten Verbotes!
Die Kommission hat mit 10 zu 9 Stimmen, früher mit 14 zu 10 Stimmen, der Aufhebung dieses Verbotes zugestimmt. Ich bitte Sie, dem Antrag der Kommissionsmehrheit zuzustimmen.

Graber Jean-Pierre (V, BE), pour la commission: En date du 28 mars 2011, la Commission des transports et des télécommunications de votre conseil s'est réunie pour procéder à l'examen préalable des initiatives parlementaires Wobmann 10.496, Wasserfallen 10.497 et de Buman 10.499. Ces trois initiatives parlementaires sont toutes libellées de manière très semblable; elles présentent et développent des arguments extrêmement similaires; elles portent toutes les trois le même titre; et finalement, elles poursuivent toutes les trois le même objectif.
Quant au libellé, je vous en donne connaissance - vous avez également pu en prendre connaissance au travers des documents qui vous ont été remis: ces initiatives demandent que la loi fédérale sur la circulation routière soit modifiée de manière à abroger l'interdiction, prévue à l'article 52, d'effectuer avec des véhicules automobiles des courses sur circuit ayant un caractère public.
La majorité de la commission vous propose de donner suite à ces trois initiatives parlementaires pour les cinq arguments que voici.
Le premier argument touche à la sécurité, comme l'a très bien expliqué mon collègue Markus Hutter, dans le domaine des circuits automobiles, des circuits qui accueillent les sports motocyclistes. A ce niveau, de très grands progrès ont été réalisés au cours des dernières années. Les véhicules eux-mêmes, les motos et les voitures destinées aux courses automobiles, présentent une sécurité active et passive beaucoup plus grande qu'auparavant. Quand nous parlons de sécurité, il faut bien comparer ce qui est comparable. On le voit à l'étranger: il y a de moins en moins d'accidents. Cela me permet d'ailleurs de dire que j'ai été choqué par un commentateur de sport automobile qui disait, il y a très récemment, que ce sport connaissait un léger fléchissement d'intérêt parce qu'il n'y avait plus assez d'accidents, et notamment plus assez d'accidents mortels.
Cette sécurité est évidemment devenue très grande, comme nous venons de le dire. A titre de comparaison, je vous fais observer qu'en moyenne en Suisse 180 personnes

AB 2011 N 797 / BO 2011 N 797
décèdent dans les Alpes et les Préalpes lors d'activités d'alpinisme et de promenades, que 90 personnes se noient par année et qu'à Lauterbrunnen à peu près cinq à dix personnes se tuent chaque année lors de l'activité bien connue du base-jump.
Le deuxième argument est un argument de principe. Etant donné que la sécurité est aujourd'hui beaucoup plus grande, le sport automobile et le sport motocycliste sont actuellement discriminés parce qu'ils ne peuvent plus déployer leurs activités en Suisse.
Le troisième argument est de nature économique. Il a été très bien développé par Monsieur Wasserfallen: en Suisse, 34 000 personnes sont actives dans le domaine de l'industrie d'équipement pour les automobiles et les motos, elles travaillent au sein de 300 entreprises et elles dégagent une valeur ajoutée, c'est-à-dire une participation au produit intérieur brut, de pas moins de 16 milliards de francs, ce qui représente plus d'un quart de notre produit intérieur brut.
Le quatrième argument est un argument scientifique. Les industries que je viens d'évoquer mettent de plus en plus sur le marché de nouveaux produits qu'il faut tester. Il faut notamment procéder à des tests d'endurance. Il conviendrait donc que nous ayons de nouveaux circuits en Suisse pour que les entreprises concernées puissent procéder à ces tests d'endurance.
Le cinquième argument qui a été développé par la majorité de la commission est un argument qui tient à l'environnement. Aujourd'hui, des milliers de personnes en Suisse se rendent à l'étranger pour pratiquer le sport automobile et le sport motocycliste, ce qui est un non-sens écologique.
La minorité, quant à elle, s'est opposée à ces trois initiatives pour trois raisons. La première tient à l'exiguïté du territoire: nous avons de moins en moins de terres inconstructibles dans notre pays. La deuxième raison consiste à invalider l'argument selon lequel les tests de sécurité ne peuvent pas être effectués en Suisse - la minorité pense qu'ils peuvent l'être. Et, finalement, la troisième raison évoquée par la minorité concerne les atteintes à l'environnement.
Pour terminer, je vous communique les différents résultats intervenus lors des votations au sein des commissions. Le 31 janvier 2011, la commission, par 14 voix contre 10 et 1 abstention, a donné suite à ces trois initiatives parlementaires. Le 28 février 2011, la commission homologue du Conseil des Etats a refusé de donner suite à ces initiatives, par 7 voix contre 5. Finalement, le 28 mars 2011, notre commission, par 10 voix contre 9, a à nouveau donné suite à ces trois initiatives. Je vous invite à suivre ce dernier vote.

10.496, 10.497, 10.499

Abstimmung - Vote
(namentlich - nominatif; Beilage - Annexe 10.499/5515)
Für Folgegeben ... 95 Stimmen
Dagegen ... 69 Stimmen

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