Nationalrat - Sommersession 2004 - Dritte Sitzung - 03.06.04-08h00
Conseil national - Session d'été 2004 - Troisième séance - 03.06.04-08h00

04.012
Legislaturplanung 2003-2007.
Bericht des Bundesrates
Programme de la législature 2003-2007.
Rapport du Conseil fédéral
Erstrat - Premier Conseil
Informationen CuriaVista
Informations CuriaVista
Informazioni CuriaVista
Bericht des Bundesrates 25.02.04 (BBl 2004 1149)
Rapport du Conseil fédéral 25.02.04 (FF 2004 1035)
Nationalrat/Conseil national 03.06.04 (Erstrat - Premier Conseil)
Nationalrat/Conseil national 03.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 03.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 03.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 03.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 04.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 07.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Ständerat/Conseil des Etats 08.06.04 (Zweitrat - Deuxième Conseil)
Ständerat/Conseil des Etats 10.06.04 (Fortsetzung - Suite)
Nationalrat/Conseil national 16.06.04 (Differenzen - Divergences)
Ständerat/Conseil des Etats 18.06.04 (Fortsetzung - Suite)

Gestaltung der Beratung
Eintreten in Kategorie III
Redner: Berichterstatter 20 Minuten; Urheber/Urheberin des Nichteintretensantrages 5 Minuten; Urheber/Urheberin des Rückweisungsantrages 5 Minuten; Fraktionssprecher/Fraktionssprecherin 10 Minuten; Bundesrat 20 Minuten; Berichterstatter.
Detailberatung in Kategorie III
Je eine Diskussion pro Artikel 1 bis 10a.
Ausnahmen:
Artikel 2: Diskussionen getrennt nach Buchstabe a (mit Buchstaben abis bis asepties; Bildung und Forschung); Buchstabe b (mit Buchstaben a1, a2, bbis bis bnovies, g, h; Wirtschaft); Buchstabe c (mit Buchstaben cbis bis cquater; Infrastrukturen, Energie).
Artikel 7: Diskussionen getrennt nach Buchstaben a bis f (Sozialpolitik); Buchstabe g (Sprachenpolitik); Buchstaben h und i (Gleichstellung Frau und Mann und verwandte Themen); Buchstaben k bis n (Ausländerintegration und verwandte Themen).
Bundesrat und Fraktionen werden zu jedem Artikel bzw. zu jedem Bereich in den Artikeln 2 und 7 nur einmal sprechen.
Die vorberatende Kommission hat 83 Minderheitsanträge eingereicht.
Einzelanträge in Kategorie IV
(Einreichungsfrist: Mittwoch, 2. Juni, 18.30 Uhr)
Präsenz der Bundesräte
Eintreten: Bundespräsident Joseph Deiss; Bundesrat Hans-Rudolf Merz; Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz.
Detailberatung: Bundespräsident Joseph Deiss (Artikel 1, 2, 3, 6, 8, 9); Bundesrat Hans-Rudolf Merz (Artikel 4, 10a); Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz (Artikel 5, 7, 10, 11).
Zeitplan
Sollte die Debatte am Freitag, 4. Juni 2004, nicht beendet sein, wird sie am Montag, 7. Juni 2004, nach der Fragestunde fortgesetzt.

Organisation des délibérations
Entrée en matière en catégorie III
Orateurs: rapporteur 20 minutes; auteur de la proposition de non-entrée en matière 5 minutes; auteur de la proposition de renvoi 5 minutes; porte-parole des groupes 10 minutes; Conseil fédéral 20 minutes; rapporteur.
Discussion par article en catégorie III
Une seule discussion par article pour chacun des articles 1 à 10a.
Exceptions:
Article 2: les discussions portent distinctement sur la lettre a (avec lettres abis à asepties; formation et recherche); la lettre b (avec lettres a1, a2, bbis à bnovies, g, h; économie); la lettre c (avec lettres cbis à cquater; infrastructures, énergie).
Article 7: les discussions portent distinctement sur les lettres a à f (politique sociale); la lettre g (politique linguistique); les lettres h et i (égalité homme et femme et thèmes apparentés); les lettres k à n (intégration des étrangers et thèmes apparentés).
S'agissant des articles 2 et 7 ou des domaines concernés, le Conseil fédéral et les groupes ne s'exprimeront qu'une seule fois.
L'examen préalable en commission a donné lieu au dépôt de 83 propositions de minorité.
Propositions individuelles en catégorie IV
(date limite de dépôt: le mercredi 2 juin, 18 h 30)
Présence du Conseil fédéral
Entrée en matière: Monsieur Joseph Deiss, président de la Confédération; Monsieur Hans-Rudolf Merz, conseiller fédéral; Madame Annemarie Huber-Hotz, chancelière de la Confédération.
Discussion par article: Monsieur Joseph Deiss, président de la Confédération (articles 1, 2, 3, 6, 8, 9); Monsieur Hans-Rudolf Merz, conseiller fédéral (articles 4, 10a); Madame Annemarie Huber-Hotz, chancelière de la Confédération (articles 5, 7, 10, 11).
Calendrier
Si les délibérations ne devaient pas être achevées le vendredi 4 juin 2004, elles reprendront le lundi 7 juin 2004, après l'heure des questions.


Antrag der Mehrheit
Eintreten

Antrag der Minderheit I
(Zuppiger, Baader Caspar, Bortoluzzi, Brunner Toni, Schlüer, Schmied Walter, Wandfluh)
Eintreten und Rückweisung an den Bundesrat
mit dem Auftrag, den Legislaturfinanzplan schuldenbremsenkonform als integrierenden Bestandteil der Legislaturziele gleichzeitig vorzulegen.

Antrag der Minderheit II
(Leuenberger-Genève, Graf)
Nichteintreten

Proposition de la majorité
Entrer en matière

Proposition de la minorité I
(Zuppiger, Baader Caspar, Bortoluzzi, Brunner Toni, Schlüer, Schmied Walter, Wandfluh)
Entrer en matière et renvoi au Conseil fédéral
avec mandat de présenter simultanément un plan financier de la législature qui soit conforme aux règles du frein à l'endettement et qui fasse partie intégrante des objectifs de la législature.

Proposition de la minorité II
(Leuenberger-Genève, Graf)
Ne pas entrer en matière

AB 2004 N 828 / BO 2004 N 828

Noser Ruedi (RL, ZH), für die Kommission: Die Legislaturplanung 2003-2007 umfasst den Bericht des Bundesrates mit den Strategien, seinen Zielen und den wichtigsten Vorlagen, mit denen der Bundesrat seine Ziele erreichen will, den Bundesbeschluss über die Ziele der Legislaturplanung 2003-2007, den Legislaturfinanzplan und das Gesetzgebungsprogramm. Erstmals nimmt das Parlament nicht nur Kenntnis vom bundesrätlichen Programm, sondern beschliesst mit einem einfachen Bundesbeschluss über die Ziele der Legislaturplanung. Dies sieht das neue Parlamentsgesetz so vor. Damit haben wir ein neues Vorgehen gewählt, mit dem Ziel, dass sich auch das Parlament etwas mehr an das Legislaturprogramm des Bundesrates gebunden fühlt.
Heute und morgen behandeln wir nur den Bundesbeschluss mit den Zielen zur Legislatur. In der Kommission wurde mehrmals bedauert, dass die Legislaturfinanzplanung nicht ein integraler Bestandteil dieses Bundesbeschlusses ist. Diesen Mangel hat die Kommission aber in den Griff bekommen, indem sie den Bundesrat verpflichtet, zusammen mit dem Budget 2005 einen Legislaturfinanzplan vorzulegen, der für die Jahre 2005 bis 2007 aktualisiert ist.
Heute diskutieren wir also nur die wichtigsten Ziele für das Land, die uns vorwärts bringen sollen. Das verlangt Grösse von der Kommission und vom Parlament. Nicht alles, was man persönlich will, ist geeignet, zur Zielsetzung der Nation erhoben zu werden. Der Bundesrat, die Kommission und wir im Rat sind heute gefordert, Prioritäten zu setzen, nicht immer mehr zu fordern, sondern nur das zu fordern, was nötig ist, um vorwärts zu kommen. Wenn Sie heute zu einzelnen Minderheitsanträgen Nein sagen, sagen Sie hier im Rat nicht Nein zu den Inhalten, sondern nur zu ihrer Aufnahme als nationale Ziele.
Da wir diesen Prozess ja das erste Mal durchmachen, hat sich die Kommission natürlich auch Gedanken darüber gemacht, ob alles optimal gelaufen ist und ob man das so wiederholen sollte. Ich möchte beim Eintreten dazu nicht mehr sagen, ausser dass die Kommission entschieden hat, nach den Sommerferien in Klausur zu gehen und eine Meinungsbildung zu machen, wie zum Beispiel in vier Jahren ein geeignetes Vorgehen gewählt werden könnte.
Wenn man sich mit einem strategischen Prozess erfolgreich auseinander setzen will, sind drei Dinge wichtig: erstens eine realistische Ausgangslage, zweitens eine gemeinsame, messbare Zielsetzung zu finden und drittens eine Beschränkung auf das wenige Wichtige bei den Massnahmen.
1. Der Punkt "realistische Ausgangslage" gestaltet sich recht schwierig. So trieft der Bericht über die Legislaturplanung 1999-2003, der per 1. März 2000 herauskam, vor Optimismus. Ganz anders tönt es im Bericht über die Legislaturplanung 2003-2007. Dort wird ein Bild einer instabilen Welt gezeichnet, in der die Schweiz vielen Problemen gegenübersteht. Auf Seite 6 des Berichtes kann man nachlesen, dass wegen den Terroranschlägen in den USA und der daraus folgenden Terrorverfolgung vieles in der Schweiz viel schlechter gelaufen ist, als man erwartet hatte.
Dass ein einziges Ereignis die Situation so dramatisch ändern kann, kann daran liegen, dass dieses Ereignis sehr gravierend war. Es kann aber auch daran liegen, dass man vorher die Situation vielleicht etwas zu optimistisch angeschaut hatte. Übertriebenen Optimismus wie in der ersten Hälfte der vergangenen Legislatur könnte man vielleicht etwas zügeln, wenn man mehr objektive, messbare Kriterien hätte, an denen man sich orientieren würde. Weder im Bericht über die Legislaturplanung 1999-2003 noch im Bericht über die Legislaturplanung 2003-2007 orientiert sich der Bundesrat an objektiven volkswirtschaftlichen Kriterien für den Vergleich mit anderen uns konkurrenzierenden Ländern oder den Vergleich des individuellen Wohlstandes und der Lebensqualität der Einwohner unseres Landes.
Es ist auch zu prüfen, ob es sinnvoll ist, dass der Bundesrat zusammen mit der Verwaltung alleine beurteilt, ob er die Ziele erreicht hat oder nicht. Schliesslich qualifiziert sich ja hier die Verwaltung selbst, und sie wird sich ja sicher hüten, sich selbst ein allzu schlechtes Zeugnis auszustellen. Für Vergleiche gibt es andere solche Berichte, Sie kennen diese auch. Eine Organisation, die solche Berichte erstellt, ist die OECD. So haben alle Fraktionen eher kritisch vom Bericht über die Legislaturplanung 2003-2007 Kenntnis genommen. Die Kommission wünscht sich einen Bericht, der weniger von der Verwaltung und mehr vom Bundesrat geprägt ist.
2. Es ist bei einem solchen Planungsprozess wichtig, sich auf die gemeinsamen messbaren Ziele zu einigen; diesbezüglich hat die Kommission in ihrer Arbeit weit weniger Mühe gehabt. In Artikel 1, wo sich der Bundesrat die drei wichtigsten Leitlinien gibt, ist die Kommissionsmehrheit mit dem Bundesrat einig. Die Minderheitsanträge stehen nur in einem engen Kontext zu den Leitlinien, die der Bundesrat vorgegeben hat. Bei den folgenden Artikeln, die die Leitlinien vertiefen und konkretisieren, gibt es durchaus sehr konkrete messbare Ziele. Die Einhaltung der Formulierungen der Kommissionsmehrheit in Artikel 2bnovies, "Reduktion des Preisniveaus", oder in Artikel 2cbis, "für sichere und günstige Energie sorgen", lässt sich in vier Jahren überprüfen. Auch der Abbau der Regulierungsdichte im Bauwesen und in der Raumplanung wird sich in vier Jahren überprüfen lassen - um hier nur einige Beispiele zu erwähnen.
Die Kommissionsmehrheit hat mit ihrer Fassung also zwei Ziele erreicht: Erstens haben wir die Kohärenz des ganzen Bundesbeschlusses beibehalten; zweitens hat die Mehrheit der Kommission respektiert, dass die vorliegenden Ziele in erster Linie Ziele des Bundesrates und nicht der Kommission und des Parlamentes sind. Ich glaube, im Bereich Zielformulierung ist es der Kommissionsmehrheit geschickt gelungen, einerseits die grosse Vorarbeit, die Grundlage dieses Bundesbeschlusses ist, zu würdigen und zu gewichten und andererseits die richtigen und nötigen Gewichtungen des Parlamentes in den Beschluss einzubringen.
3. Beim Ziel, sich auf wenige, dafür wichtige Massnahmen zu beschränken, ist der Kommissionsmehrheit eine gute Arbeit gelungen. Es gibt in diesem Beschluss einige ganz konkrete Forderungen, die eigentlich schon klaren Handlungsanweisungen entsprechen. Zum Beispiel enthält Artikel 2 Buchstabe bsepties den Auftrag an den Bundesrat, dass die gesamte Gesetzgebung so zu verändern ist, dass die Landwirtin oder der Landwirt möglichst grosse unternehmerische Freiheit gewinnt. Artikel 7 Buchstabe a lautet: "durch Massnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben den Zugang zum Arbeitsmarkt verbessern". In Artikel 7 Buchstabe g wird der Bundesrat ganz konkret aufgefordert, ein Sprachengesetz vorzulegen.
Man müsste also davon ausgehen, dass die Bundesratsparteien geschlossen hinter dieser Legislaturplanung stehen können. Dies war zumindest in der Kommission nicht der Fall. Nur eine knappe Mehrheit empfiehlt Ihnen, den Bundesbeschluss anzunehmen. Eine Minderheit stellt einen Rückweisungsantrag, und eine andere Minderheit macht die Zustimmung davon abhängig, was mit ihren Minderheitsanträgen geschieht.
Die Kommissionsmehrheit bittet Sie, den Rückweisungsantrag abzulehnen. Es ist richtig, dass es störend ist, dass wir über einen Bundesbeschluss zu beraten haben, zu dem keine aktualisierte Legislaturfinanzplanung vorliegt. Die Kommission hat aber eine gute Lösung gefunden, wie man den Missstand beheben kann, der notabene ja vom Parlament im Parlamentsgesetz geschaffen wurde, und nicht vom Bundesrat: In Artikel 4 wird der Bundesrat verpflichtet, das strukturelle Defizit abzubauen; in Artikel 10a, der von der Kommission neu eingefügt wurde, wird er verpflichtet, zusammen mit dem Budget einen aktualisierten Finanzplan 2005-2007 vorzulegen. Gleichzeitig wird der gesamte Bundesbeschluss dem Vorbehalt der Finanzierung unterstellt, sodass man eigentlich aus diesem Grund keinen Rückweisungsantrag mehr stellen kann.
Ebenso bitte ich Sie im Namen der Kommissionsmehrheit, die vielen Minderheits- und Einzelanträge nicht zu unterstützen. In der Kommissionsarbeit war es ein schwieriger Prozess, den Bundesbeschluss richtig zu positionieren. Er steht zwischen dem Extrem Verfassungsauftrag auf der einen Seite und der Tagespolitik auf der anderen Seite.

AB 2004 N 829 / BO 2004 N 829

Dazwischen soll der Bundesbeschluss einen Schwerpunkt setzen und festlegen, was für das Land in den nächsten vier Jahren prioritär ist; in einer direkten Demokratie kann das nur heissen: was für die überwiegende Mehrheit in diesem Land prioritär ist. Dieser Bundesbeschluss ist also nicht der Ort, wo man Parteiprogramme einbringen sollte.
Weiter stellt sich auch die Frage, wie konkret die einzelnen Massnahmen ausformuliert sein sollen. Es ist nicht möglich, in diesem Bundesbeschluss den ganzen politischen Meinungsbildungsprozess schon vorwegzunehmen; darum hat sich die Kommissionsmehrheit meistens auf Aufträge geeinigt, ohne die inhaltliche Ausgestaltung vorwegzunehmen. Wir bitten Sie, die Minderheitsanträge und die Einzelanträge nicht zu unterstützen, damit die Konsistenz des Bundesbeschlusses erhalten bleibt.
Unabhängig davon, ob man mit dem vorliegenden Bundesbeschluss nun vollständig zufrieden ist oder nicht, kann man feststellen, dass die politische Realität dieses Landes darin abgebildet wird. Eine Zustimmung zum Bundesbeschluss bedeutet, dass man den Bundesrat dabei unterstützt, das politisch Mögliche umzusetzen. Wenn Sie den Bundesbeschluss ablehnen, verschliessen Sie die Augen vor der Realität. Ich kann Ihnen etwas versichern: Die Bevölkerung braucht als Letztes Volksvertreter, die die Augen vor der Realität verschliessen. Der vorliegende Bundesbeschluss widerspiegelt das politisch Mögliche.
Ich bitte Sie im Namen der Kommission, auf den Bundesbeschluss einzutreten, die Mehrheit zu unterstützen und in der Gesamtabstimmung dem Bundesbeschluss zuzustimmen.

de Buman Dominique (C, FR), pour la commission: Aujourd'hui, c'est en quelque sorte un anniversaire que nous fêtons, puisque c'est la dixième fois que le Conseil fédéral soumet à la présente assemblée, comme après le début de chaque nouvelle législature, un rapport sur les grandes lignes de la politique gouvernementale. Je cite ici Jean-François Aubert, éminent constitutionnaliste: "L'Assemblée se borne à en prendre acte. Elle peut le discuter, et même abondamment, mais il ne lui appartient pas de l'approuver ou de le rejeter." On constate aisément d'après cette citation que les choses ont changé, notamment à la suite de la mise en vigueur de la loi sur le Parlement. C'est en effet en fonction de l'article 146 de cette loi que s'applique une nouvelle procédure pour l'examen du programme de la législature 2003-2007.
Pour la première fois, l'Assemblée fédérale a la possibilité de voter - et non pas simplement de prendre acte d'un rapport - un arrêté fédéral simple contenant les axes principaux de la politique de la Confédération. Par rapport à l'ancienne procédure, les parlementaires ont cette fois la possibilité d'infléchir la politique fédérale en modifiant plus ou moins concrètement les différents articles de l'arrêté. Et ils ne s'en sont pas privés, puisque la plupart des articles ont été modifiés et qu'il y a 83 propositions de minorité, sans parler des propositions individuelles déposées pour le débat d'aujourd'hui.
Il faut dire à cet effet que les travaux de la commission spéciale, qui a siégé à sept reprises, ont été ponctués très souvent de votes internes serrés, qui sont eux-mêmes le fruit de visions de la société et de l'établissement de priorités diamétralement opposées. Ainsi, les propositions de la majorité ou de la minorité ne l'ont emporté ou n'ont succombé la plupart du temps que par une faible différence de voix, avec des présences et des rapports de force variables!
Le résultat des délibérations n'est donc, il faut l'admettre, ni très cohérent, ni satisfaisant. Et une des questions principales qui s'est constamment posée a été celle de savoir jusqu'à quel point le détail des mesures était logique et prioritaire par rapport à un degré d'abstraction habituellement élevé de ce genre de documents. La commission a ainsi trouvé paradoxal de constater avec intérêt le degré de précision des défis 2003-2007, document que vous avez reçu, et où toute une série de mesures concrètes sont envisagées par l'Etat-major de prospective de l'administration, alors que l'arrêté fédéral simple, qui est, lui, le fruit du gouvernement, est beaucoup plus général, voire même vague, et moins politique. D'autre part, la commission s'est étonnée de ne pouvoir que prendre acte du rapport du Conseil fédéral par le biais de l'article 11, alors même que l'Assemblée fédérale doit bel et bien voter l'arrêté - d'ailleurs, après les considérants, nous avons le verbe "arrête". Ainsi les députés ont-ils un droit d'intervention plus élevé avec la nouvelle procédure, mais le programme n'en acquiert cependant pas pour autant de valeur juridique contraignante pour le Parlement.
Qu'on le veuille ou non, on se trouve dans une zone proche de l'atteinte à la séparation des pouvoirs entre le Parlement et le Conseil fédéral, et l'ambiguïté des attributions dévolues aux uns et aux autres a entraîné un fort sentiment de frustration et d'artificialité qui a régné durant tous les travaux. Mais, faut-il le répéter, c'est le Parlement qui a modifié sa propre loi.
Dans des secteurs différents, plusieurs membres de la commission ont reproché au projet du Conseil fédéral son manque de substance. Si l'état des finances de la Confédération préoccupe tous les députés, il y a même une légère majorité de la commission qui vous propose un article 10a assujettissant les objectifs du programme de législature au financement prévu à l'article 4 de l'arrêté. On pourrait hésiter quant à la légitimité de cette disposition par rapport au système légal en vigueur prévu par la loi sur le Parlement qui, à son article 146 alinéa 2, prévoit certes que le programme de législature se compose des grandes lignes et du plan financier, mais qui, à l'alinéa 1, indique que l'arrêté fédéral simple porte sur les objectifs, et sur les objectifs uniquement. En tout état de cause, la commission ne saurait admettre que ce programme ne respecte pas les exigences du frein à l'endettement. C'est la raison pour laquelle elle exige du Conseil fédéral une nouvelle présentation - remaniée - du plan financier de la législature 2005-2007, conjointement avec le budget 2005.
Si le plan financier n'a pas convaincu la commission parlementaire, force est de constater que la tâche du gouvernement était difficile, aléatoire. Le gouvernement ne pouvait pas savoir, au moment de la publication de ces documents, soit le 25 février 2004, quelles seraient l'issue de la votation populaire du 16 mai relative au paquet fiscal ou encore la réaction du Parlement face au programme d'allègement budgétaire 2004 dont la publication est prévue pour dans quelques jours.
On a évoqué tout à l'heure le sentiment de frustration des commissaires. On doit cependant également relever le manque de crédibilité politique d'un projet d'arrêté fédéral simple publié le 25 février de cette année, alors que le Conseil fédéral, dans sa nouvelle composition - fort différente -, n'est entré en fonction qu'au début janvier. Comment voudrait-on en effet que le gouvernement, dont les composantes ont précisément changé, adopte son propre programme, et de manière profilée, en si peu de temps alors que le document "Défis 2003-2007" de l'Etat-major de prospective de l'administration a requis des mois de réflexion et d'élaboration? Force est de constater que le système est quelque peu grippé. Faut-il dès lors envisager de présenter le programme de législature ainsi que le plan financier plus tard dans l'année? Ou convient-il plutôt de souhaiter à l'avenir un gouvernement davantage placé sous le signe de la concordance?
Il ne m'appartient pas de me prononcer personnellement ici. Mais il est à souhaiter que l'expérience de 2004 soit utile pour les débats de 2008. En tout état de cause, l'exercice est délicat; et si nombreuses ont été les voix à reprocher au Conseil fédéral son manque de priorités, que dire objectivement de tous ces amendements, qui ont certes précisé l'arrêté fédéral, mais qui l'ont allongé .... et dilué?
Venons-en au contenu de l'arrêté fédéral simple. Les grandes lignes dont parle la loi sur le Parlement comprennent les orientations politiques majeures situées à l'article 1 - et ces orientations sont au nombre de trois - ainsi que les neuf objectifs compris aux articles 2 à 10. Les objectifs 1 à 4, que je ne vais évidemment pas énumérer ici, explicitent l'orientation politique majeure numéro un, les objectifs 5 et 6 ont trait

AB 2004 N 830 / BO 2004 N 830
à la deuxième orientation, alors que la troisième est détaillée par les objectifs 7 à 9. On le constate: une certaine logique, une certaine structure, se dégage, qu'on le veuille ou non, de cet arrêté fédéral.
Les trois orientations politiques majeures se trouvent elles aussi dans un rapport logique d'imbrication, puisqu'il faut la croissance durable pour relever avec succès les défis posés par l'évolution démographique, mais la présence en réseau de la Suisse dans le monde est indispensable pour assurer la croissance, notamment par le biais des échanges commerciaux. La première et la troisième orientation postulent donc l'action, alors que la deuxième requiert une réaction.
Quant aux neuf objectifs qui découlent de ces trois orientations, ils se concrétisent sous la forme de 18 buts sectoriels. La discussion par article permettra d'approfondir matériellement le contenu de cet arrêté.
Si la croissance économique et l'état des finances fédérales ont tenu le plus à coeur des membres de la commission, ceux-ci ont insisté à plusieurs reprises sur la notion de développement durable et de cohésion sociale et nationale. Un tel souci sous-entend le long terme et la fiabilité des indicateurs, véritables instruments de conduite qu'avait demandés la commission spéciale en 2000, et qui figurent dans le très intéressant rapport ad hoc du Conseil fédéral du 25 février dernier également. Intégrés à titre expérimental, ils pourraient, en cas de succès, être intégrés formellement dès le prochain programme de législature. Etablis scientifiquement, ces indicateurs guident les élus dans la gestion de l'Etat, sans les dispenser toutefois de l'éternelle arme du bon sens.
Précisons encore à ce stade que la commission, à la quasi-unanimité, a refusé de suivre la proposition du Conseil fédéral de classer les motions et les postulats transmis par le Parlement durant la période législative précédente, et qui figurent dans l'annexe 3 du rapport. Conformément à la loi, la commission examinera ultérieurement, et scrupuleusement, chaque argumentation que doit fournir le Conseil fédéral.
Enfin, s'il est vrai qu'un programme de législature n'est pas destiné à intégrer certains objectifs à long terme, à l'exception des grandes orientations, il vaudrait cependant mieux que le Conseil fédéral ne renonce pas à certains de ses propres projets tant que le papier du programme de législature est encore chaud! - nous pensons en particulier au projet de loi sur les langues. Il en va là aussi de la crédibilité des institutions.
Au vote sur l'ensemble, le résultat a été de 8 voix favorables à l'arrêté, 8 voix opposées et 7 abstentions, au terme de débats homériques. Les motifs et sources d'opposition sont diamétralement différents, alors que les partisans ont accepté cet arrêté davantage par esprit gouvernemental et par nécessité d'avoir un fil conducteur que par enthousiasme profond. Et c'est grâce à la voix prépondérante du président - que nous remercions - que notre conseil ne se trouve pas confronté au risque de se trouver devant un vide politique total.
Je tiens à remercier le Conseil fédéral, en particulier le président de la Confédération, le directeur des finances, Madame la chancelière de la Confédération, ainsi que l'administration, pour la qualité de leur collaboration et pour tout le travail accompli en amont.
C'est sur ces considérations que je vous demande, au nom de la majorité de la commission, d'entrer en matière sur cet arrêté et de l'accepter tel qu'issu de nos délibérations.

Leuenberger Ueli (G, GE): Un programme de législature devrait répondre aux enjeux fondamentaux qui se posent pour les quatre années d'une législature. Il devrait relever les défis futurs qui attendent notre pays et notre population en tenant compte de l'environnemental et du sociétal à l'échelle non seulement nationale, mais aussi internationale. Notre destin est étroitement lié à celui des 6 milliards d'habitants qui peuplent la Terre et à l'évolution des conditions climatiques de cette dernière.
Les Verts ne font pas partie de la coalition gouvernementale. Nous nous demandons d'ailleurs quelle est la réalité de cette dernière, et nous ne sommes pas les seuls à penser qu'elle est en voie de devenir virtuelle. Nous ne partageons que peu les priorités présentées par le Conseil fédéral dans son programme de législature, programme qu'il s'agira d'approuver ou non sous la forme d'un arrêté fédéral.
La majorité du Conseil fédéral, et bien plus encore du Parlement, ferme les yeux sur les problèmes les plus criants de notre planète et de notre pays. Cette majorité ne suit même pas les experts employés par la Confédération dans des domaines sensibles, tels que l'environnement, la lutte contre l'exclusion et la solidarité, alors même qu'il s'agit de spécialistes qualifiés, compétents et au fait de l'évolution des connaissances. Le rapport de l'Etat-major de prospective de l'administration fédérale intitulé "Défis 2003-2007. Evolution des tendances et thèmes futurs de la politique fédérale" et le rapport du Conseil fédéral "Les indicateurs: instruments stratégiques de conduite pour la politique" décrivent dans de nombreux domaines quels sont les enjeux et quelles mesures il s'agira de prendre à court et à moyen terme.
Bien que le rapport du Conseil fédéral précité sur les indicateurs insiste sur l'urgence d'agir dans le domaine de l'environnement, de l'énergie et des transports, on ne trouve aucune mesure à la hauteur des enjeux dans le programme, que ce soit dans la version du Conseil fédéral ou dans le projet remanié par la majorité de la commission. Le résultat des travaux est bien peu convaincant puisqu'il n'a été adopté qu'à une voix près, après que le vote a dû être répété après qu'un membre de l'UDC a quitté la séance, et que le président de la commission s'est finalement prononcé pour le programme de législature.
Lorsqu'il s'agit de procéder à des coupes sévères dans le budget de la Confédération, à des baisses d'impôts pour les nantis, à des mesures qui touchent les moins bien lotis, lorsqu'il s'agit d'économiser aveuglément pour diminuer les dépenses de l'Etat en limitant son action et ses investissements, hypothéquant ainsi lourdement l'avenir de la majorité de la population et celui des générations futures, la majorité bourgeoise ne manque généralement pas de marquer très fortement ses projets et aussi le programme de législature du Conseil fédéral. Quant il s'agit de proposer des mesures efficaces contre la destruction de l'environnement, pour le soutien des plus démunis dans notre pays, pour plus de cohésion sociale et nationale, pour la solidarité avec les plus démunis dans le monde, cette même majorité présente un programme de législature qui ressemble fortement à un avant-projet d'un plan d'intentions - intentions qui manquent cruellement de volonté politique et de moyens nécessaires à leur mise en pratique concrète.
Vous l'aurez certainement compris: les Verts ne se retrouvent pas dans ce programme de législature et vous proposent donc de ne pas entrer en matière.

Zuppiger Bruno (V, ZH): Wir haben ein neues Parlamentsgesetz, und dort heisst es, dass der Bundesrat der Bundesversammlung einen Bericht über die Legislaturplanung und den Entwurf zu einem einfachen Bundesbeschluss über die Ziele der Legislaturplanung vorlegt. In Artikel 146 Absatz 2 des Parlamentsgesetzes heisst es auch, dass die Legislaturplanung aus den Richtlinien der Regierungspolitik und dem Legislaturfinanzplan besteht; "sie werden sachlich und zeitlich miteinander verknüpft". So steht es im Parlamentsgesetz. Artikel 146 Absatz 5 des gleichen Gesetzes definiert den Legislaturfinanzplan wie folgt: "Der Legislaturfinanzplan setzt auf Grund der Prioritätenordnung der Richtlinien den künftigen Finanzbedarf für die Legislaturperiode fest und zeigt auf, wie dieser gedeckt werden soll."
Nun, dieser Legislaturfinanzplan muss im Kontext mit der vom Volk mit grossem Mehr beschlossenen Schuldenbremse angeschaut werden. Das ist nämlich ein Verfassungsartikel: "Der Höchstbetrag der im Voranschlag zu bewilligenden Gesamtausgaben richtet sich unter Berücksichtigung der Wirtschaftslage nach den geschätzten Einnahmen." Das ist eigentlich Faktum, und daran haben wir uns zu halten. Auch wenn gemäss diesem Verfassungsartikel die Schuldenbremse nur für den Voranschlag verbindlich ist, ist

AB 2004 N 831 / BO 2004 N 831
es aus Sicht der SVP-Fraktion unabdingbar, dass auch der Legislaturfinanzplan auf die Schuldenbremse ausgerichtet wird. Alles andere ist keine ehrliche Politik.
Bereits der Bundesrat hat in seinen Ausführungen festgestellt, dass erstens die Ergebnisse der Legislaturplanung die Vorgaben der Schuldenbremse nicht erfüllen, dass die Legislaturplanung also nicht finanziert ist und dass zweitens die Mankos so gross sind, dass sie im Rahmen von technischen Bereinigungen nicht beseitigt werden können. Unter Würdigung aller möglichen Mehrausgaben und Mindereinnahmen spricht der Bundesrat von einem Sanierungsbedarf von 2,5 Milliarden Franken. Wenn Sie nun sehen, wie stark die Vorgaben des Bundesrates durch die Kommission angereichert worden sind und wie stark sie heute wahrscheinlich auch durch das Plenum noch angereichert werden, dann erkennen Sie, dass dieser Wunschkatalog erst recht nicht finanzierbar ist.
Wir als Parlamentarier haben dafür zu sorgen, dass die Aufträge des Volkes - in diesem Fall ist es die Schuldenbremse - ernst genommen und auch umgesetzt werden. Wir dürfen nicht einfach irgendwo im luftleeren Raum politisieren und Ziele und Massnahmen festlegen, welche nicht finanziert werden können. Das weckt falsche Erwartungen und sendet falsche Signale aus, und zwar nicht nur an die Öffentlichkeit, an die Kantone, sondern eben auch intern in die Verwaltung, zu jenen Leuten, die mit diesen Zielen und mit diesen Massnahmen umgehen müssen. Sonst brauchen wir laufend neue Anpassungen, neue Strukturveränderungen usw., und das hat nichts mehr mit glaubwürdiger Politik zu tun.
Wenn wir unseren Auftrag ernst nehmen, gibt es nur eines: Wir müssen die Legislaturplanung an den Bundesrat zurückweisen, mit dem Auftrag, den Legislaturfinanzplan schuldenbremsenkonform als integrierenden Bestandteil der Legislaturplanung und der Legislaturziele gleichzeitig vorzulegen. Wenn wir dies nicht tun, verkommt die Legislaturplanung zu einem "Jekami" oder zu einer Farce. Der Bundesrat ist gemäss seinem eigenen Fahrplan für das Entlastungsprogramm 2004 durchaus in der Lage, zusammen mit dem überarbeiteten Entlastungsprogramm, dem Voranschlag und dem Legislaturfinanzplan eine neue Planung vorzulegen. Wir vertun nichts, wenn wir uns ein halbes Jahr lang Zeit geben, um das Geschäft neu zu beraten. Die Finanzkommission hat in ihrem Mitbericht an die Legislaturplanungskommission ausgeführt, dass dieser Finanzplan nicht akzeptiert werden kann, und unterstützt damit in ihrer Mehrheit die Rückweisung.
Ich bitte Sie, das ebenfalls zu tun.


Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen
Le débat sur cet objet est interrompu
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