Calmy-Rey Micheline, Bundespräsidentin:
Diese Geschichte ist die Druckerschwärze nicht wert, die die "Weltwoche" dafür aufgewendet hat. Der Person, die mich besucht hatte - ein Vertreter des iranischen Aussenministeriums -, wurde von mir klar bedeutet, dass die Negierung der Schoah für mich und mein Land inakzeptabel sei. Die Person antwortete mit einer Rechtfertigung der Position des iranischen Aussenministeriums, das die Konferenz in Teheran organisiert hatte. Wir - ein anderer Teilnehmer auf Schweizer Seite intervenierte auch, um mich zu unterstützen - wiederholten unser Unverständnis ohne Erfolg und ohne überzeugen zu können. Ich schlug ihm darauf vor, für das iranische Aussenministerium in einem der drei Genfer Zentren ein Seminar zu organisieren, mit dem Ziel, ihnen verständlich zu machen, warum ihre revisionistische Position für uns und für die Weltgemeinschaft unannehmbar sei.
Auf der anderen Seite nehme ich den Umstand ernst, dass ein als vertraulich klassifiziertes Protokoll an die Presse gelangt ist. Ich habe eine Administrativuntersuchung angeordnet.