Nationalrat - Sommersession 2010 - Zehnte Sitzung - 14.06.10-14h30
Conseil national - Session d'été 2010 - Dixième séance - 14.06.10-14h30

10.5307
Fragestunde.
Frage Roth-Bernasconi Maria.
14. Juni. Proaktive Massnahmen
für die Lohngleichheit
Heure des questions.
Question Roth-Bernasconi Maria.
14 juin. Des mesures d'incitation
pour l'égalité des salaires
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10.5312
Fragestunde.
Frage Heim Bea.
14. Juni.
Behördenklagerecht
für die Lohngleichheit
Heure des questions.
Question Heim Bea.
14 juin. Egalité des salaires.
Droit pour les autorités
d'ouvrir une action
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Widmer-Schlumpf Eveline, Bundesrätin: Der Bundesrat hat das EJPD am 12. Dezember 2008 beauftragt, ihm bis spätestens 2014 über die Wirksamkeit der von den Sozialpartnern im Rahmen des Projektes "Lohngleichheitsdialog 2009-2013" ergriffenen Massnahmen und über die Opportunität der Ergreifung anderer Massnahmen Bericht zu erstatten.
Die Sozialpartner wollen diskriminierende Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern in Unternehmen in der Schweiz mit dem Lohngleichheitsdialog auf pragmatische Art und Weise beseitigen. Das auf freiwilliger Basis beruhende Projekt dauert bis mindestens 2014 und wird von den betroffenen Bundesstellen unterstützt und begleitet. Der Lohngleichheitsdialog wird während der ganzen Dauer evaluiert. Lanciert wurde der Lohngleichheitsdialog gemeinsam von den Dachverbänden der Arbeitgebenden, dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und dem Schweizerischen Gewerbeverband, und der Arbeitnehmenden, dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund und Travail Suisse, sowie vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, vom Bundesamt für Justiz und vom Staatssekretariat für Wirtschaft. Die Verbände haben sich verpflichtet, aktiv Einfluss zu nehmen, um die diskriminierenden Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern möglichst rasch zu beseitigen, indem die Unternehmen motiviert werden, ihre Löhne freiwillig zu überprüfen und Massnahmen gegen allfällige Diskriminierungen zu treffen.
Bevor allenfalls Massnahmen wie die Schaffung einer Behörde mit Untersuchungs- und Durchsetzungskompetenz geprüft werden, sollen die Ergebnisse des Lohngleichheitsdialogs abgewartet werden.

Roth-Bernasconi Maria (S, GE): Madame la conseillère fédérale, merci de votre réponse. Aujourd'hui, cela fait exactement 29 ans qu'on a voté sur l'article constitutionnel - et je vous avoue que je n'oublierai jamais cette date puisqu'elle est aussi celle de la naissance de ma fille. C'est la raison pour laquelle je vous assure qu'on est un peu à bout de patience. Et maintenant, vous nous dites que vous allez continuer ce dialogue!
Faut-il encore attendre trente ans jusqu'à ce que l'on prenne véritablement des mesures concrètes, incitatives, voire obligatoires pour qu'enfin il n'y ait plus en Suisse une inégalité salariale qui est tout de même de 20 pour cent?

Widmer-Schlumpf Eveline, Bundesrätin: Es ist natürlich so, dass in den letzten 25 Jahren in diesem Bereich schon einige Fortschritte gemacht wurden, auch wenn nach wie vor grosse Lohnunterschiede bestehen. Aber wir haben jetzt mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite und den Stellen des Bundes diesen Dialog aufgenommen und intensiviert, und wir stellen fest, dass bereits im Rahmen dieses Dialogs die Lohngleichheit vermehrt umgesetzt wird, auch als Ergebnis dieses Dialogs. Das heisst aber nicht, dass wir bis ins Jahr 2014 nichts machen werden, sondern wir wollen dann feststellen, ob alles umgesetzt ist, was wir uns vorgenommen haben. Es wird eigentlich laufend umgesetzt, mindestens gehen wir davon aus.

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