Nationalrat - Herbstsession 2010 - Zehnte Sitzung - 27.09.10-14h30
Conseil national - Session d'automne 2010 - Dixième séance - 27.09.10-14h30

10.5452
Fragestunde.
Frage Glur Walter.
SBB-Hochgeschwindigkeitsstrecke
zwischen Zürich und Bern
Heure des questions.
Question Glur Walter.
Ligne CFF à grande vitesse
entre Zurich et Berne
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Leuenberger Moritz, Bundesrat: Soweit uns bekannt ist, handelt es sich bei der Idee einer Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bern und Zürich nicht um ein konkretes Projekt, sondern um eine Skizze. Die in der damaligen Frage erwähnte, der Zeitung "Sonntag" vorliegende Linienführung stammt nicht von den SBB, sondern eigentlich von einer Privatperson. Die SBB nimmt im Rahmen ihrer Überlegungen zu einer möglichen Langfristentwicklung des Angebotes und der dazu notwendigen Infrastruktur auch solche grundsätzliche Abklärungen vor.
Uns liegen derzeit keine detaillierten Abklärungen zu dieser Skizze vor. Die Frage der Beschleunigung der Züge, auch zwischen Zürich und Bern, wird jedoch im Rahmen des Projektes Bahn 2030 zu prüfen sein. Im Rahmen dieser Vorlage kann das Parlament die Frage dann diskutieren.

Glur Walter (V, AG): Herr Bundesrat, kann man diesen besorgten Bürgerinnen und Bürgern sagen, dass sie, solange sie leben, nicht mit diesem Projekt konfrontiert sein werden?

Leuenberger Moritz, Bundesrat: Ich habe ja einmal gesagt, dass es, was die Dauer einer politischen Generation angeht, manchmal anders kommt, als man denkt. Wenn ich es realistisch anschaue, könnte ich es nicht garantieren; das Projekt wäre rein technisch schon möglich. Auf jeden Fall ist die politische Konfrontation mit einer solchen Vision durchaus möglich. Ich finde, die Diskussion soll auch geführt werden, allerdings auf die ganze Schweiz bezogen - es muss dann schon die ganze Strecke von Genf bis nach St. Gallen sein - und nicht nur auf die Strecke Bern-Zürich beschränkt; das ist mir sehr wichtig.
Sie wissen, dass die betreffende Person in diesem Interview auf ein Blatt gezeichnet hat, wie eine solche Hochgeschwindigkeitsstrecke aussehen würde. Das ergab die Strecke Bern-Zürich, weil nachher das Blatt voll war. Sie hatte die Linie weiterziehen wollen; eigentlich war die Meinung gewesen, dass es bis nach Genf heruntergeht. Es war also eine rein technische Panne, die bei diesem Interview geschehen ist.
Dass wir über die Möglichkeit eines Hochgeschwindigkeitszuges durch die ganze Schweiz politisch diskutieren, ist ja richtig. Das haben wir bei der Swissmetro auch gemacht. Ich habe meine Zweifel, ob das dann so rasch kommt.

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