Nationalrat - Frühjahrssession 2011 - Sechste Sitzung - 07.03.11-14h30
Conseil national - Session de printemps 2011 - Sixième séance - 07.03.11-14h30

11.5026
Fragestunde. Frage
Leutenegger Oberholzer Susanne.
Frauen
in Führungspositionen
von bundesnahen
Unternehmen
Heure des questions. Question
Leutenegger Oberholzer Susanne.
Proportion de femmes occupant
des postes dirigeants
dans les entreprises proches
de la Confédération
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Leuthard Doris, Bundesrätin: Der Frauenanteil in den Verwaltungsräten der bundesnahen Unternehmen hat sich seit Ihrer gleichlautenden Frage vom 14. Juni 2010 nicht verändert. Für die Wahl eines Verwaltungsrates oder einer Verwaltungsrätin der bundesnahen Unternehmen Post, SBB, Swisscom und Skyguide besteht ein klares Anforderungsprofil, und die fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Verwaltungsrates ist von grosser Bedeutung.
Es ist dem Bundesrat ein grosses Anliegen, den Frauenanteil in den Verwaltungsräten der bundesnahen Unternehmen wenn immer möglich zu erhöhen. Bei Vakanzen richtet der Bundesrat ein besonderes Augenmerk darauf, geeignete Kandidatinnen zu suchen. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, unterstreicht eine Wahl in den Verwaltungsrat der Post, wo vor knapp einem Jahr zwei Persönlichkeiten mit Erfahrungen in den Bereichen Finanzen bzw. Logistik gesucht wurden. Im Logistikbereich stand leider keine geeignete Kandidatin zur Verfügung. Im Finanzbereich befand sich eine Frau in der engsten Auswahl. Der Bundesrat entschied sich jedoch für eine sehr qualifizierte Tessiner Persönlichkeit, weil ja ein Sensorium für die Regionen auch immer wesentlich ist.
Für die Wahl der Mitglieder der Geschäftsleitungen ist der jeweilige Verwaltungsrat der bundesnahen Unternehmen zuständig. Der Bundesrat ermahnt jedoch die Verwaltungsräte, bei der Suche speziell Frauen zu berücksichtigen.

AB 2011 N 164 / BO 2011 N 164

Leutenegger Oberholzer Susanne (S, BL): Frau Bundesrätin, Sie verstehen: Im Gegensatz zu Ihrer Antwort auf die vorangehende Frage bin ich jetzt nicht gerade berauscht von der Qualität Ihrer Aussage. Glauben Sie, dass die Vorgabe von Zielquoten für die Geschäftsleitungen den Anteil der Frauen erhöhen würde, bzw. welche Instrumente setzt der Bundesrat ein, um tatsächlich geeignete Frauen zu suchen?

Leuthard Doris, Bundesrätin: Wie Sie wissen, ist der Bundesrat nicht auf eine Philosophie von Quoten, sondern auf eine Philosophie der Ermunterung und Unterstützung der Frauen verpflichtet. Ich habe - ich spreche aus eigener Erfahrung - im EVD nach vier Jahren mit diesem Ansatz Erfolg gehabt. Lassen Sie mir ein bisschen Zeit, und dann sehen wir auch, was wir in den bundesnahen Betrieben erreichen werden.

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