Girod Bastien (G, ZH):
Die Initiative "für menschenfreundlichere Fahrzeuge" nimmt eigentlich zwei Anliegen auf: Eines ist die Verbesserung des Umweltschutzes und die Reduktion der CO2-Emissionen. Hierzu beinhaltet der Gegenvorschlag gute, effektive Massnahmen, welche es erlauben, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Diese Massnahmen entsprechen in der Wirkung wahrscheinlich in etwa den in der Offroader-Initiative geforderten Massnahmen; es hängt etwas davon ab, ob man nach 2015 das Ziel der EU verfolgt. Wenn man das macht, und das wurde ja versprochen, dann ist dies, das muss man sagen, auch eine wirkungsvolle Massnahme, um die CO2-Emissionen zu reduzieren.
Die Initiative hat aber noch ein zweites Anliegen: die Verkehrssicherheit. Unter den immer schwereren Fahrzeugen leidet die Verkehrssicherheit von Fahrern kleiner Autos, von Fussgängern und von Velofahrern. Dagegen sieht der aktuelle indirekte Gegenvorschlag keine Massnahme vor. Er beinhaltet nur die Umweltaspekte, das wurde auch von der Frau Bundesrätin gesagt. Es ist zwar auf Via sicura verwiesen worden, doch es geht hier um einen Gegenvorschlag, der eigentlich auf beide Probleme eine Antwort geben sollte. Dass Handlungsbedarf besteht, ist ja unbestritten.
Nun, was wird hier von der Minderheit vorgeschlagen? Es wird vorgeschlagen, dass die Bussengelder, welche erhoben werden, wenn Importeure die Reduktionsziele nicht erreichen, für den Fonds für Verkehrssicherheit verwendet werden. Der Ständerat hat ja vorgeschlagen, dass sie für den Infrastrukturfonds verwendet werden sollen. Das hätte gar
|
AB 2011 N 310 / BO 2011 N 310
|
nichts mit dem ersten Ziel des Gegenvorschlags und der Initiative zu tun, doch kann man, wenn man diese Gelder für den Fonds für Verkehrssicherheit verwendet, einen Beitrag zur Erfüllung des zweiten wichtigen Anliegens der Initiative leisten und damit gewährleisten, dass der Gegenvorschlag umfassender und befriedigender ist.
Was macht der Fonds für Verkehrssicherheit? Das Ziel dieses Fonds ist es, die Zahl schwerer Unfälle zu reduzieren, und das macht er mittels Sensibilisierung und Weiterbildung. Es wird also - Gegner der Offroader-Initiative haben manchmal so argumentiert - mehr auf den Fahrer gezielt, auf sein Verhalten. Hier besteht ein Potenzial. Wichtig ist einfach, dass auch dieses Anliegen aufgenommen wird, das heisst, dass es nicht nur im Bereich der Umwelt einen Gegenvorschlag gibt, sondern auch im Bereich der Verkehrssicherheit. Das war vor allem beim Stimmensammeln auf der Strasse ein wichtiges Anliegen.
Ich bitte Sie also, nicht der Mehrheit, sondern der Minderheit van Singer zu folgen.