Nationalrat - Frühjahrssession 2012 - Elfte Sitzung - 12.03.12-14h30
Conseil national - Session de printemps 2012 - Onzième séance - 12.03.12-14h30

12.5123
Fragestunde. Frage
Leutenegger Oberholzer Susanne.
Mehr Frauen
in den Verwaltungsräten
Heure des questions. Question
Leutenegger Oberholzer Susanne.
Plus de femmes
dans les conseils d'administration
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Sommaruga Simonetta, Bundesrätin: In den letzten Jahren wurde die Frage der Untervertretung von Frauen in den obersten Leitungs- und Verwaltungsorganen von Schweizer Unternehmen in der Politik und in den Medien regelmässig thematisiert. Das Parlament hat auch mehrere entsprechende Vorstösse behandelt. Trotzdem ist der Anteil von Frauen in Verwaltungsräten weiterhin tief, was der Bundesrat bedauert.
Im Ausland sind Bestrebungen zur Förderung eines erhöhten Frauenanteils in Verwaltungsräten im Gange. In einigen Ländern bestehen freiwillige Zielvorgaben für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Verwaltungsräten. Die EU-Kommission stellt wegen der zu spärlichen Fortschritte via Selbstregulierung eine gesetzliche Quotenregelung zur Diskussion. In einigen Staaten wie z. B. Frankreich und Norwegen hat sich der Anteil von Frauen in Verwaltungsräten als direkte Folge von gesetzlichen Massnahmen erhöht.
Der Bundesrat beobachtet diese Entwicklung mit der gebotenen Aufmerksamkeit. Er beabsichtigt, die Fragestellung mit den betroffenen Wirtschaftskreisen zu erörtern und nach Möglichkeit eine allseits zufriedenstellende Lösung auszuarbeiten. Dabei wird insbesondere auf die Bedürfnisse der KMU Rücksicht zu nehmen sein.

Leutenegger Oberholzer Susanne (S, BL): Frau Bundesrätin, besten Dank für Ihre Antwort. Eine Untervertretung der Frauen stellen wir auch bei den bundeseigenen bzw. bundesnahen Unternehmungen fest. Hier ist ja der Bundesrat in der Regel das Wahlorgan. Was sehen Sie hier vor, um diese Untervertretung zu korrigieren?

Sommaruga Simonetta, Bundesrätin: Besten Dank, Frau Nationalrätin Leutenegger Oberholzer, für diese Frage. Es ist in der Tat so, dass auch bei den bundeseigenen Betrieben die Vertretung der Frauen häufig noch nicht zufriedenstellend ist. Der Bundesrat hat eigentlich insofern Instrumente, als jedes Mal erklärt werden muss, wieso z. B. eine ausgeglichene Vertretung der Geschlechter noch nicht erreicht worden ist. Der Bundesrat wird seine Anstrengungen aber auch noch verstärken müssen.

AB 2012 N 335 / BO 2012 N 335

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