Ständerat - Wintersession 2010 - Vierte Sitzung - 02.12.10-08h15
Conseil des Etats - Session d'hiver 2010 - Quatrième séance - 02.12.10-08h15

10.3764
Postulat Bischofberger Ivo.
Den Zustrom von Studierenden
aus dem Ausland
wirksam und sinnvoll steuern
Postulat Bischofberger Ivo.
Maîtriser efficacement
et judicieusement l'afflux
d'étudiants étrangers
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Ständerat/Conseil des Etats 02.12.10

Präsident (Inderkum Hansheiri, Präsident): Der Bundesrat beantragt die Annahme des Postulates.

Bischofberger Ivo (CEg, AI): Vorab danke ich dem Bundesrat bestens für die Bereitschaft, mein Postulat zur Annahme zu beantragen, sowie für seine schriftlichen Ausführungen. Mit beidem bestätigt mich der Bundesrat explizit in meiner Besorgnis, dass ein weiterer Anstieg der Zahl von Ausländern, welche in der Schweiz studieren, die schweizerische Hochschullandschaft vor grosse Herausforderungen stellen wird. Ohne Wenn und Aber unterstütze ich die einleitenden Ausführungen des Bundesrates, in denen er festhält, dass der internationale Austausch sowohl aus wissenschaftlicher wie auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr sinnvoll und vor allem wertvoll sei und dass dementsprechend der Qualität unserer Bildungsinstitute unbedingt Sorge getragen werden müsse.
Darum habe ich für meinen Vorstoss auch die Form eines Postulates gewählt, damit auf dieser Basis bildungspolitisch sinnvolle Steuerungsmöglichkeiten eruiert und diskutiert werden können. Damit soll verhindert werden, dass unüberlegt und aus Emotionen heraus eindimensionale und absolut gehaltene Massnahmen gefordert und ergriffen werden, welche sich als Trojanisches Pferd entpuppen oder gar zum Bumerang werden. In diesem Sinne bitte ich den Bundesrat, im auszuarbeitenden Bericht drei Aspekten spezielle Aufmerksamkeit zu schenken.
Erstens bitte ich ihn angesichts der breiten Palette von Massnahmen, als Steuerungsmöglichkeit nicht nur die Studiengebühren in Betracht zu ziehen, sondern auch andere Varianten zu diskutieren, z. B. Akzessprüfungen und die Einführung von Kontingenten. Zweitens bitte ich ihn, den im Postulat geforderten internationalen Vergleich anzustellen, um damit in der Frage, wie die ausländischen Studierenden an Hochschulinstituten anderer Länder behandelt werden, die gewünschte Klarheit zu schaffen. Drittens soll sich der Bundesrat in seinen Ausführungen mit Blick auf die Kompetenz für die Zulassung von Bildungsausländern und bei den damit verbundenen Massnahmen zwar auf die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen Zürich und Lausanne konzentrieren. Aber er soll auch Überlegungen dazu anstellen, wie zukünftig unter dem neuen Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG) - Stichwort: Schweizerische Hochschulkonferenz - in Bezug auf das vorliegende Postulat eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Kantonen und Hochschulen erreicht werden kann. Abschliessend, sehr geehrter Herr Bundesrat, bitte ich Sie, allenfalls Aussagen darüber zu machen, wie der Zeitplan aussieht und bis wann ungefähr wir den beantragten Bericht erwarten dürfen.
Ich danke dem Bundesrat nochmals für den Antrag auf Annahme meines Postulates, und Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, danke ich, dass Sie keinen anderen Antrag gestellt haben.

AB 2010 S 1098 / BO 2010 E 1098

Reimann Maximilian (V, AG): Kollege Bischofberger hat mit diesem Postulat ein echtes Ausländerthema aufgegriffen, dem bisher effektiv noch zu wenig Beachtung geschenkt worden ist. Ich bin auch froh, dass dieser Vorstoss aus den Reihen der Christdemokraten stammt. Wäre er aus den Reihen meiner Partei gekommen, so wäre, davon bin ich überzeugt, das Lamento über die weitere Schürung von Fremdenhass in unserem Land seitens des notorisch linkslastigen Medien-Mainstreams wieder von Neuem losgegangen wie weiland bei den Volksabstimmungen über das Minarettbauverbot oder eben die Ausschaffungs-Initiative.
Immerhin, auch in meiner Partei befasst man sich intensiv mit diesem Thema. So wurde im Nationalrat eben eine dringliche Interpellation (10.3903) eingereicht, die in die gleiche Richtung wie das Postulat Bischofberger weist. Auch der Titel - "Ansturm ausländischer Studenten an unsere Hochschulen" - ist ähnlich gewählt. Nun haben wir dank Kollege Bischofberger in unserem Rat aber einen Zeitvorsprung gegenüber dem anderen Rat. Inhaltlich geht es jedoch weitgehend um die gleichen Aspekte, nämlich um folgende: Stopp dem massiven Zustrom von Studierenden aus dem Ausland, allenfalls Einführung von Kontingenten bzw. Quoten, Erhöhung der Studiengebühren, insbesondere für ausländische Studenten, sowie eine obligatorische Aufnahmeprüfung für Ausländer und kein freier Zugang mehr. Über diese Themen müssen wir unbedingt diskutieren, und zwar ohne Verzug. Der Bericht des Bundesrates muss uns rasch vorgelegt werden und darf keinesfalls - da bin ich, Herr Bischofberger, voll auf der gleichen Linie - auf die lange Bank geschoben werden.
Es ist davon auszugehen, dass es dann in gewisser Weise zu einer unterschiedlichen Behandlung von schweizerischen und ausländischen Hochschulabsolventen kommen wird. Wenn ich es in diesem Lichte betrachte, bin ich natürlich sehr froh, dass das Schweizervolk am letzten Sonntag den Gegenentwurf zur Ausschaffungs-Initiative mit dem unseligen Integrationsartikel verworfen hat. Wäre der Integrationsartikel nämlich angenommen worden, dann hätte Kollege Bischofberger sein Postulat sehr wahrscheinlich zurückziehen und es neu schreiben müssen. Der Integrationsartikel verlangte nämlich auch die bildungsmässige Gleichstellung von einheimischen und eingewanderten Studierenden.
Eine Frage hätte ich allerdings noch an Sie, Herr Bundesrat, eine Frage, die im Zusammenhang mit dem jüngsten Abstimmungskampf von den Gegnern der Ausschaffungs-Initiative hochgespielt worden ist, nämlich die Vereinbarkeit mit dem Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU. Meine Frage lautet konkret und präzis: Ist gemäss Freizügigkeitsabkommen eine Ungleichbehandlung von schweizerischen Studierenden und ausländischen Studierenden aus dem EU-Raum bzw. aus dem EWR zulässig, insbesondere in Bezug auf die Höhe der Studiengebühren und in Bezug auf das Erfordernis von Aufnahmeprüfungen?

Präsident (Inderkum Hansheiri, Präsident): Ich darf in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es in unserem Rate eher unüblich ist, dass man Parteipolitik macht!

Jenny This (V, GL): Danke vielmals für den Hinweis. Aber als einer der wenigen Nichthochschulabsolventen in diesem Rat ergreife ich nun trotzdem das Wort, auch wenn das vielleicht für viele ein bisschen deplatziert daherkommt.
Kollege Bischofberger greift nun tatsächlich ein Problem auf, das offensichtlich alarmierend ist. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der ausländischen Studierenden an unseren Hochschulen verdoppelt. Die Hälfte unserer Doktoranden sind heute ebenfalls Ausländer, und der Zustrom hält ungebremst an. Ein ungelöstes Problem ist jedoch offensichtlich, dass an unsere Hochschulen Studierende strömen, die in ihrem Heimatland infolge mangelnder Leistungen keine Aufnahme finden. Auf Schweizer Niveau übertragen spricht man teilweise sogar von Sekundarschulniveau. Gemäss Notruf der Rektoren ist dieser Tourismus alarmierend und bringt uns an unsere personellen und räumlichen Grenzen. Die Qualität leidet als Ganzes. Offensichtlich ist auch ein Problem - das habe ich bis jetzt nicht gewusst -, dass Pensionäre mit ihren Thermosflaschen teilweise zwei Stunden vor der Vorlesung die Plätze besetzen und unsere Studierenden nachher keinen Platz mehr vorfinden.
Da zeigt sich mit aller Deutlichkeit, dass die Bologna-Reform, die in der Schweiz Begeisterung ausgelöst hat, offensichtlich nicht das ist, was wir gerne gehabt hätten. Bei aller Grosszügigkeit - es muss doch Unterschiede geben, wenn wir in der Schweiz einen Maturandenanteil von 20 Prozent haben, er in Italien aber zwischen 60 und 80 Prozent beträgt. Und alle haben die gleichen Aufnahmebedingungen!
Wenn die EU nun nach Harmonisierung ruft, so erfolgt sie schon, aber ich hoffe nicht, dass dies nach unten geschieht. Zudem wird es eine völlig unnötige und kontraproduktive Akademisierung der Berufe geben, sodass heute bald jede Hebamme und jede Krankenschwester und, wie ich befürchte, bald jeder Maurer einen Hochschulabschluss haben muss.
Da kann man nicht mehr behaupten, die ausländischen Studierenden seien so oder so eine Bereicherung. Das hat irgendwann Grenzen.
Das Postulat geht tatsächlich in die richtige Richtung. Ob das Problem damit gelöst wird, ist eine andere Frage. Ohne ganz konkrete Massnahmen, Herr Bundesrat, gibt es keine Verbesserung. Zwingend ist, und das wurde angetönt, eine Aufnahmeprüfung oder eine Kontingentierung wie beispielsweise in St. Gallen. Damit hat man Erfolg. Natürlich hat der Kanton das bestimmt, aber es gibt keinen Grund, weshalb wir das an den ETH und an den anderen Universitäten nicht auch tun sollen. Wir können ja auch einmal etwas Gutes von den Kantonen übernehmen, die Kantone müssen ja genug von uns übernehmen.
Bei den Universitäten und den ETH fehlen, so habe ich mir sagen lassen, Bestimmungen über den Zugang zum Master-Studium. In Deutschland wird überall selektioniert. Weshalb wird das bei uns nicht getan? In jedem Fall ist eine Kostenbeteiligung zwingend notwendig, Herr Kollege Reimann hat darauf hingewiesen. Der Kanton Tessin hat das, und diejenigen, die dort Aufnahme finden, begrüssen es, wenn man etwas für den Komfort und für das ausgezeichnete Studium bezahlen muss. Heute zahlen die Schweizer Steuerzahler für jeden ausländischen Studenten 10 000 Franken, aber nicht für das ganze Studium, sondern pro Jahr. Natürlich darf uns das etwas kosten, aber es darf nicht dazu führen, dass unsere Studierenden benachteiligt werden.
Herr Bundesrat, schöne Berichte genügen hier definitiv nicht mehr, hier sind Massnahmen angesagt.

Savary Géraldine (S, VD): Je remercie Monsieur Bischofberger pour ce postulat. Il a le mérite de lancer le débat et, pour cette raison-là, je le soutiendrai.
La Confédération doit se pencher sur la question de la présence des étudiants étrangers en Suisse. On l'a d'ailleurs déjà fait dans le cadre de la loi sur les hautes écoles spécialisées. On en a discuté ici, dans cette chambre, et on en discutera encore au Conseil national. Le débat est loin d'être clos et il ne me paraît pas inutile d'avoir un rapport qui fixe les choses, qui compare la situation de la Suisse avec les pays qui nous entourent. Donc, je soutiendrai ce postulat.
Je dirai quand même quelques mots sur les questions périphériques que ce postulat nous pose aujourd'hui. Premier constat: on doit se rappeler que la mobilité des étudiants et étudiantes, c'est une tradition de la formation, de la connaissance. Il y a des étudiants suisses qui étudient à l'étranger, il y a des étudiants étrangers qui étudient en Suisse, cela a toujours été comme cela depuis que les universités existent. Je pense qu'il n'y aurait sans doute pas eu d'églises, de cathédrales de cette beauté, de cette qualité, si, à l'époque, les architectes ne s'étaient pas déplacés en Europe, de Florence à Canterbury, à Paris. Cela fait sans doute partie de la beauté de la connaissance, de la formation. Cela a toujours été l'un des objectifs de l'université de faire en sorte que l'apprentissage se construise aussi sur les expériences étrangères. A priori, tout cela est tout à fait normal et fait partie des traditions des hautes écoles et de la tradition suisse,

AB 2010 S 1099 / BO 2010 E 1099
puisque nous avons énormément d'étudiants suisses qui étudient à l'étranger et d'étudiants étrangers qui étudient en Suisse.
La présence d'étudiants étrangers, c'est aussi un signal très positif pour nos hautes écoles. Cela veut dire qu'elles plaisent, qu'elles séduisent. Le fait qu'elles attirent des étudiants étrangers signifie que la place de nos hautes écoles dans les "rankings" est considérée avec beaucoup d'importance par les étudiants étrangers, qui se disent que la formation sur le sol suisse est extraordinaire et qu'ils vont pouvoir se former sur ce territoire qui offre une très bonne formation. C'est positif, c'est aussi le signal que nos écoles sont tout à fait bien cotées au niveau international.
Je dirai encore qu'il faut sans doute faire une différence - peut-être que quelqu'un me l'expliquera mieux, Monsieur Bischofberger - entre la problématique en Suisse alémanique et la problématique en Suisse romande. J'ai lu pas mal d'articles dans la presse alémanique de recteurs d'universités, du président de l'école polytechnique fédérale, qui mettent en évidence un problème au niveau des étudiants étrangers, surtout allemands. Peut-être allez-vous me détromper. Pour la Suisse romande, si l'on regarde les chiffres et les constats des responsables des hautes écoles, la question des étudiants étrangers n'est pas un problème. Elle ne l'est pas au niveau du bachelor parce que le nombre des étudiants est tout à fait normal et qu'il le sera tout autant ces prochaines années. Elle ne l'est pas non plus parce que la loi prévoit d'une certaine manière déjà de contrôler le flux des étudiants étrangers. Il pourrait y avoir un problème au niveau du master, mais ce serait un problème à traiter sur le plan du libre passage entre les institutions académiques, ce que les hautes écoles ne souhaitent pas, à juste titre. Globalement, en tout cas dans les hautes écoles de Suisse romande, la question du flux des étudiants étrangers n'est pas un problème crucial pour les prochaines années.
Ce postulat permettra de poser les bonnes et les vraies questions. J'espère éviter les pièges d'un débat qui porterait sur la question de la discrimination, par exemple liée au passeport, à l'origine ou à la fortune des étudiants qui sont inscrits dans nos hautes écoles. Ce postulat permettra aussi - il me semble intéressant d'ajouter ce point, Monsieur le conseiller fédéral - de faire le bilan d'un système de quotas, soit celui du numerus clausus que nous connaissons dans les facultés de médecine. Celles-ci sont soumises depuis 1998 à un numerus clausus, et ce régime a conduit au fait que nous manquons cruellement de médecins. Aujourd'hui, par conséquent, 6627 médecins sur les 30 000 en activité viennent de l'étranger; ils ont été formés à l'étranger; leur formation a été financée par les contribuables de pays étrangers. Si je peux me permettre une petite pique à l'égard de Messieurs Reimann et Jenny: je ne les ai pas entendus proposer que la Suisse finance la formation des médecins qui viennent de l'étranger et qui sont maintenant au service des patientes et des patients suisses.
Je vous invite à accepter le postulat Bischofberger et à vous concentrer sur les questions véritablement importantes de la formation et des étudiants étrangers dans nos hautes écoles.

Gutzwiller Felix (RL, ZH): Ich unterstütze dieses Postulat ebenfalls, aber nach den Tönen, die wir teilweise hier im Rat gehört haben, ist es mir ein Anliegen, klarzustellen, warum ich es unterstütze. Die ausländischen Studierenden in der Schweiz sind eine Richesse, sind eine Ressource. Natürlich haben wir jetzt ein paar Probleme, weil es sehr viele sind; diese Probleme müssen angegangen, dokumentiert, analysiert und gelöst werden; deshalb unterstütze ich das Postulat.
Aber das Problem ist vor allem ein qualitatives, das heisst, wir wollen auf jeden Fall viele gute, hochqualifizierte ausländische Studierende - das hat den ETH-Bereich, aber auch viele Universitäten stark gemacht. Die Schweiz ist nicht nur in einem Wettbewerb um die besten Professoren und Professorinnen, sondern es gibt heute auch einen weltweiten Wettbewerb um die besten Studierenden. Da wollen wir mitmachen, sie sind absolut essenziell, wenn unsere Universitäten Top-Universitäten bleiben wollen. Sehen Sie die amerikanischen Top-Institutionen an oder andere: Dort ist die Frage, wie man die intelligentesten und besten Studierenden rekrutiert, ganz zentral geworden. In diese Richtung verstehe ich das Postulat, in diese Richtung soll man sich orientieren, wenn man in diesem Qualitätswettbewerb mithalten will; jegliche fremdenfeindlichen Töne, sage ich einmal, sind im Zusammenhang mit diesem Thema völlig fehl am Platz.
Ich möchte noch darauf hinweisen, was Frau Savary gesagt hat, es scheint mir sehr wichtig, und deshalb mache ich gerne noch das Echo zu dieser Aussage: Wir sollten das Problem auch nicht zu eng sehen. Die Finanzierungsproblematik ist im Postulat angesprochen, Frau Savary hat es gesagt: Vor einem Jahr wurde in einer Antwort des Bundesrates ausgeführt, dass wir allein im Gesundheitswesen Transfergewinne von über einer Milliarde Franken durch ausländische Mitarbeiter haben. Zu eng sollte man also auch dieses Finanzierungsproblem nicht sehen.
Stimmen Sie diesem Postulat im Grundsatz zu, sehen Sie es aber unter der Optik des internationalen Qualitätswettbewerbes und unter dem Aspekt, wie die Schweiz verhindern kann, dass Masse statt Klasse stattfindet - das wollen wir auch nicht, aber Klasse soll stattfinden.

Fetz Anita (S, BS): Kurz etwas zu dieser Frage, die uns ja in nächster Zeit noch weiter beschäftigen wird: Die relativ hohe Ausländerquote an den schweizerischen Hochschulen hat einen grossen positiven Effekt. Es ist gesagt worden: Die Internationalität unserer Hochschulen ist damit gesichert, und wir haben zum Beispiel dank ihr auch Nachwuchs. In den naturwissenschaftlich-technischen Fächern haben wir ja kaum mehr Schweizer, die das studieren wollen. Heute sind die Hälfte der Studierenden in diesen Bereichen Ausländer und Ausländerinnen. Eigene Leute würden wir gar nicht herankriegen, um es mal ein bisschen salopp zu sagen, weil sich die jetzige Generation zu wenig dafür interessiert; doch die Wirtschaft ist auf diesen hochqualifizierten Nachwuchs angewiesen.
Aber, das muss ich auch sagen, es gibt auch eine negative Komponente: Es kostet nicht nur etwa eine halbe Milliarde, die übrigens die Träger der Hochschulen bezahlen - der Bund macht das nur bei den ETH, sonst sind es die Kantone usw. -, sondern es bringt auch ein immer grösser werdendes Raumproblem an verschiedenen Universitäten mit sich, das gelöst werden muss. Da gibt es mehrere Wege, über die meisten müssen die Kantone entscheiden. St. Gallen hat Quoten, Tessin hat unterschiedliche Gebühren: 4000 Franken pro Jahr für Schweizer, 8000 Franken für die Ausländer. Wieso nicht? Die ETH hat - ich sage dem mal so - verdeckte Eintrittsprüfungen. Im ersten Jahr wird einfach radikal gesiebt, was ich verstehe. Ich meine auch, dass jetzt ein Antrag der ETH unterwegs ist, das Gesetz entsprechend zu ändern. Das ist für mich alles diskutabel.
Den entscheidenden Punkt sehe ich allerdings beim Übergang zwischen Bachelor und Master. Dieser prüfungsfreie Übergang von überall her ist vermutlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Das gilt sowohl für die ausländischen als auch für unsere eigenen Studierenden. Vor der Einführung der Bologna-Reform wurde immer gesagt: Ein Bachelor-Abschluss soll arbeitsmarktfähig machen - Punkt! Nur wer sich wissenschaftlich weiterqualifizieren will, soll einen Master-Abschluss machen. Jetzt gibt es natürlich längere Übergangszeiten; die Juristen können es sich partout nicht vorstellen, dass man auch mit einem Bachelor ein guter Jurist sein kann. Ich meine, das ist vor allem eine Frage der Module, die angeboten werden. Bref, das ist für uns die entscheidende Frage, die wir jetzt angehen müssen.
Die "Masterisierung" ist weder im Interesse der Studierenden noch im Interesse der Wirtschaft, die möglichst rasch qualifizierte Leute will, und sie ist auch nicht im Sinn der Bologna-Reform. Der Bachelor muss ein anerkannter Abschluss werden, sonst verlängern wir einfach das Studium. Ich wünsche mir, dass dieser Aspekt im Bericht vertieft angeschaut wird. Vielleicht mache ich jetzt prima vista eine

AB 2010 S 1100 / BO 2010 E 1100
falsche Überlegung, aber mir scheint es, dass dies der zentrale Punkt ist, den wir in nächster Zeit angehen müssen.

Bischofberger Ivo (CEg, AI): Ich möchte nicht alles wiederholen, was Herr Gutzwiller gesagt hat, sondern vor allem noch etwas zur Intention des Postulates sagen. Es ist ganz klar, wenn man den Text liest, was der Inhalt ist: Es geht nicht im Geringsten gegen die Ausländer oder die ausländischen Studierenden, sondern es geht um das, was Herr Gutzwiller angesprochen hat: Der wichtigste Rohstoff der Schweiz ist die Bildung, und hier müssen wir möglichst gute Voraussetzungen schaffen. Wir müssen dort optimieren, wo wir Handlungsbedarf haben. Das ist einzig und allein die Zielsetzung dieses Postulates. Es soll ein Bericht erstellt werden, damit wir nachher die Fakten auf dem Tisch haben, damit wir dann völlig emotionslos Schritt für Schritt vorgehen und sagen können: Hier und dort gibt es Handlungsbedarf, und bei anderen Bereichen gehen wir in eine sinnvolle Richtung. Es geht nicht im Geringsten darum, dass wir da irgendein Detail völlig überzeichnen wollen. Das ist der Inhalt des Postulates, das ist die Zielsetzung, und da erwarte ich von diesem Bericht eben die Grundlagen, die wir brauchen, um nachher die weiteren Schritte machen zu können.

Burkhalter Didier, conseiller fédéral: J'aimerais tout d'abord faire quelques brèves remarques liminaires et préciser que les mots ne sont jamais innocents. Monsieur Reimann, le mot "Ansturm" ne signifie pas tout à fait la même chose que le mot "Zustrom". A mon avis, il faudrait faire un peu attention dans le choix des mots ainsi qu'avec les liens entre les dossiers. Par exemple, le dossier de dimanche dernier n'est pas semblable à celui dont on débat aujourd'hui.
Je fais une dernière remarque à Monsieur Jenny: il n'est jamais déplacé de prendre la parole dans une chambre du Parlement, et cela n'a rien à voir avec le fait que l'on ait ou non fait des études universitaires. Je trouve vraiment dommage que vous ayez ce sentiment. Personnellement, je pense que vos remarques sont tout à fait importantes, même si je ne partage pas quant au fond votre opinion sur certaines d'entre elles.
J'aimerais également préciser que je partage le point de vue de Monsieur Jenny en particulier qui a dit que les beaux rapports ne servent pas à grand-chose, qu'il faut des positions. Finalement, je remercie Monsieur Bischofberger d'avoir déposé ce postulat. Cela donne l'occasion de clarifier les faits d'abord, puis la position des autorités fédérales, en particulier celle du Conseil fédéral, sur ce dossier.
J'aimerais d'abord souligner que le Conseil fédéral voit dans la mobilité internationale des étudiants un grand potentiel pour la Suisse, tant scientifique qu'économique. La présence importante d'étudiants qui ont acquis leur certificat de fins d'études secondaires à l'étranger - car c'est de cela qi'il s'agit lorsque l'on parle d'étudiants étrangers, car il faut aussi faire attention dans les définitions - témoigne de la qualité, de la bonne réputation et de l'attractivité internationale de nos hautes écoles. Au fond, c'est une sorte de label de qualité pour le paysage académique suisse. Cette présence d'étudiants étrangers, dont les trois quarts sont européens, contribue aussi à fournir à l'économie et à la recherche suisses une précieuse main-d'oeuvre qualifiée, des cadres, des chercheurs, des ingénieurs, des spécialistes dans de nombreux domaines. C'est de tout cela qu'a besoin l'économie suisse, donc le haut niveau des meilleures écoles suisses. D'ailleurs, le "rating" est aussi obtenu de cette manière. C'est aussi lié à cette ouverture internationale de la Suisse qui est en soi tout simplement une bonne chose.
J'aimerais aussi préciser un point, qui répond en particulier aux questions de Monsieur Maximilian Reimann concernant le domaine international: en ce qui concerne la reconnaissance internationale des diplômes, le rôle central ne revient pas à la libre circulation des personnes; ce n'est pas là l'élément essentiel. Du point de vue international, l'important, ce sont plutôt la Convention de Lisbonne et la Déclaration de Bologne - deux conventions multilatérales qui visent à promouvoir la mobilité internationale des étudiants sur la base de la reconnaissance mutuelle des diplômes dans le domaine des hautes écoles. Il existe également quelques accords bilatéraux passés avec un certain nombre de pays proches, mais l'essentiel, du point de vue multilatéral, ce sont les deux conventions dont j'ai parlé.
C'est à cette reconnaissance mutuelle des diplômes que la Suisse s'est engagée. Nous reconnaissons ainsi le niveau des diplômes obtenus ailleurs. Voilà une base sur laquelle nous devons travailler - c'est un fait -, et ce travail occupe évidemment une place importante, mais il nous permet quand même d'entreprendre un certain nombre d'actions si cela s'avère nécessaire.
Avant d'en venir à cela, j'aimerais parler de l'évolution chiffrée globale. La part d'étudiants étrangers - encore une fois, les "étudiants étrangers" sont ceux qui ont étudié jusqu'à la fin du niveau secondaire à l'étranger, ce ne sont pas forcément des étrangers qui sont en Suisse - par rapport au nombre total d'étudiants dans les hautes écoles universitaires a augmenté de façon constante ces dernières années: on est passé de 14 000 étudiants étrangers en 2000 à 27 000 en 2009. En 2000, il y avait 97 000 étudiants au total; cela veut dire qu'il y avait précisément 14,5 pour cent d'étudiants étrangers dans les universités et hautes écoles suisses. En 2009, il y avait 27 000 étudiants étrangers pour un total de 126 000 étudiants dans les universités et hautes écoles suisses, soit une proportion de 21,5 pour cent.
Si vous examinez l'évolution entre 2000 et 2009, vous avez 29 000 étudiants de plus, qu'ils soient étrangers ou suisses. Sur ces 29 000 étudiants supplémentaires que notre pays a gagnés dans les hautes écoles entre 2000 et 2009, 13 000 sont des étudiants étrangers. On constate une augmentation particulièrement forte dans les années 2005 à 2009. Ce sont les faits, c'est le nombre exact: 21,5 pour cent d'étudiants étrangers en 2009. Il est vrai que cela pose un défi important à certaines de nos hautes écoles en termes de capacité d'accueil, cela a été dit. Le défi se présente en termes de capacité d'accueil et aussi, par conséquent, de maintien de la qualité de l'encadrement qui est indirectement liée à cette capacité d'accueil.
J'ai vu dans le planning établi par le secrétariat que cinq à dix minutes sont prévues pour cet objet; cela prendra un peu plus de temps. Il faut faire une analyse différenciée à plusieurs niveaux. Il faut le faire au niveau des différences dans les écoles elles-mêmes, il faut faire des différences entre les niveaux d'étude, il faut différencier au niveau des filières également.
Au niveau des hautes écoles, je rappelle que toutes n'ont pas les mêmes objectifs, et c'est ce que l'on veut. Les hautes écoles ont une autonomie et elles n'ont pas toutes la même stratégie, le même objectif. Cette autonomie des hautes écoles est une chose que l'on veut garder. Toutes les hautes écoles ne sont pas concernées par ce phénomène. Dans huit écoles universitaires sur douze, donc les deux tiers des universités en Suisse, il y a très peu de changement, il y a une part d'étudiants étrangers par rapport au nombre total d'étudiants qui a augmenté de 3 pour cent ou moins entre 2005 et 2009. Bref, on ne constate pas d'évolution forte dans huit universités. Dans les quatre autres, on constate l'évolution suivante: pour Bâle, une augmentation de 4 pour cent, passant de 16 à 20 pour cent d'étudiants étrangers; pour l'EPFL, un passage de 35 à 40 pour cent, donc plus 5 pour cent pour cette école qui est déjà très haute et qui a une stratégie de grande ouverture; pour l'EPFZ, une augmentation de 10 pour cent, passant de 19 à 29 pour cent, ce qui la situe encore largement en dessous de l'EPFL, bien qu'on constate une augmentation plus rapide dans les dernières années; et puis l'Université de la Suisse italienne, elle, est la championne toutes catégories, parce qu'elle a une stratégie d'ouverture. Cette jeune université vit de l'ouverture: elle est passée de 47 à 60 pour cent d'étudiants étrangers, sinon elle ne pourrait de toute façon pas survivre. Les personnes de langue italienne ne sont pas très nombreuses en Suisse, mais elles sont nettement plus nombreuses en Italie, ceci explique cela.

AB 2010 S 1101 / BO 2010 E 1101

Ainsi, en chiffres absolus, en 2009, l'Ecole polytechnique fédérale de Zurich comptait 4400 étudiants étrangers à peu près sur un total de 15 000. Pendant ce temps, à l'Université de Zurich, juste à côté, on est passé de 9 à 12 pour cent, soit à 3200 étudiants étrangers sur un total de 25 800 étudiants, ce qui est peu. Donc, à Zurich, l'école polytechnique fédérale attire visiblement plus les étudiants étrangers que l'université. A l'Université de Lausanne, juste à côté de l'Ecole polytechnique fédérale de Lausanne, on constate la même chose: on est passé de 13 à 15 pour cent: 1750 étudiants étrangers sur un total de 11 500. L'augmentation du nombre d'étudiants étrangers est faible.
Je reviens juste sur l'Université de la Suisse italienne pour vous répéter qu'elle a une stratégie volontaire et qu'il faut vraiment en tenir compte pour ne pas avoir tout à coup des stratégies fédérales qui l'empêcheraient de continuer son activité. Je précise aussi que l'Université de la Suisse italienne a, à ma connaissance, des taxes d'écolage très élevées, beaucoup plus élevées qu'ailleurs. C'est donc une stratégie très différente, qui fonctionne: une grande ouverture, mais des taxes élevées et une assez grande qualité. A titre personnel, je trouve que cette université, qui a tout juste dix ans, fait son chemin avec beaucoup de courage. Il faut lui laisser cette part d'autonomie.
Maintenant, s'agissant de l'analyse différenciée numéro deux, si je puis dire, c'est-à-dire celle des titres: si l'on observe la situation de façon détaillée, on constate en effet que la proportion d'étudiants étrangers augmente fortement avec le niveau d'étude. Au niveau bachelor, en 2009, les étudiants étrangers représentaient 12 pour cent de la totalité des étudiants dans les hautes écoles universitaires; c'est relativement peu. Au niveau master, le taux passe à 25 pour cent. C'est donc au niveau master qu'il y a un défi réel - plus qu'un problème - à relever.
Au niveau du doctorat, cela représente 46 pour cent. Alors évidemment, on pourrait faire là aussi toute une histoire et dire: "Mon Dieu, il y a 46 pour cent d'étrangers au niveau des doctorats!" Mais ce n'est pas du tout un problème. Au niveau du doctorat, qui est davantage centré sur le travail de recherche que sur la formation proprement dite, la valeur ajoutée apportée par une stratégie de recrutement ouverte sur le plan international est manifeste. La Suisse, son économie, son réseau scientifique auraient là tout à perdre d'une fermeture au niveau du doctorat. En fait, les hautes écoles se battent plutôt pour obtenir les meilleurs doctorants, et les écoles suisses y arrivent très bien. Quant à la sélection au niveau du doctorat, elle se fait sur la base d'"assessments" individualisés. Du reste, il n'y a aucun droit automatique à entrer dans une haute école pour un doctorat, pas plus d'ailleurs pour un étudiant suisse que pour un étudiant étranger.
Au niveau du bachelor, les étudiants étrangers ne sont pas particulièrement nombreux, ce qui est assez logique, parce que la tendance est en général à faire ses études jusqu'au bachelor assez proche de l'endroit où l'on vit. Ce n'est qu'après que les étudiants se déplacent et c'est donc au niveau du master que l'on peut en effet voir un réel défi à relever pour certaines des hautes écoles, mais pas pour toutes.
Il faut faire encore une dernière différenciation: après les hautes écoles et les niveaux d'étude, il y a encore les filières. Si l'on compare les diverses filières, on remarque que la proportion des étudiants étrangers est inégale en fonction des filières. Elle est par exemple très forte en architecture, mais elle ne l'est pas dans d'autres domaines, ou beaucoup moins.
Bref, en résumé, la problématique des étudiants étrangers scolarisés à l'étranger qui viennent faire leurs études dans les hautes écoles suisses interpelle visiblement non seulement Monsieur Bischofberger, mais beaucoup d'autres personnes. Cette problématique se limite pourtant très clairement à quelques hautes écoles universitaires, au seul niveau du master, et puis à quelques filières. Cette délimitation claire du problème ne doit pas pour autant nous retenir d'agir, et c'est là que je suis d'accord sur le fait qu'il faut non seulement faire des rapports, mais aussi envisager des prises de position et des actions, compte tenu de l'évolution rapide et des moyens à disposition - on vient d'en parler dans le débat précédent. Il est de la responsabilité des autorités académiques et politiques de veiller à ce que la qualité de l'encadrement et de l'infrastructure et, partant, la qualité de l'enseignement et de la recherche ne souffrent pas d'une trop forte hausse dans un délai relativement court du nombre d'étudiants étrangers.
Le Conseil fédéral souhaite d'ores et déjà agir dans l'esprit des articles constitutionnels sur la formation et dans le sens de la coresponsabilité des cantons et de la Confédération, qui est prévue par la loi fédérale sur l'aide aux hautes écoles et la coordination dans le domaine suisse des hautes écoles, que votre conseil a d'ores et déjà adoptée et qui est maintenant examinée par le deuxième conseil.
Le Conseil fédéral souhaite donc mener un dialogue à l'échelle nationale avec tous les acteurs concernés, en particulier avec les hautes écoles et les cantons dont, encore une fois, les situations sont parfois très différentes. Nous sommes disposés à agir et, lorsque cela sera nécessaire, nous le ferons de manière ciblée. Mais la Confédération n'entend pas appliquer une solution à l'échelle fédérale pour un problème qui est, comme on le voit, extrêmement différencié.
Concrètement et logiquement, la Confédération est donc aussi prête à agir au niveau des écoles polytechniques fédérales, dont elle est responsable, si besoin est par une modification législative permettant de limiter l'accès au master lors de problèmes de capacité d'accueil et afin de respecter des critères de qualité. Il y a donc d'abord la problématique de l'accueil et ensuite, indirectement, de la qualité qui peut nous permettre et peut-être nous imposer de limiter l'accès au master. Une étude est en cours à ce sujet pour ce qui concerne les écoles polytechniques fédérales.
J'ajouterai ici que le problème de la capacité d'accueil, c'est le problème de l'immobilier en général, et on pourrait se reposer la question de donner une plus grande liberté aux écoles polytechniques fédérales en ce qui concerne la gestion immobilière. Ce débat a eu lieu plusieurs fois au Parlement. Le Parlement avait refusé de donner davantage de liberté aux écoles polytechniques fédérales en ce qui concernait la propriété immobilière. A titre personnel, je trouve que c'est une voie qui mériterait d'être reprise pour donner davantage de possibilités de s'adapter aussi du point de vue de l'immobilier, qui est un élément essentiel des infrastructures.
La Confédération est aussi prête à appuyer les cantons qui voient une nécessité d'agir. Ceci notamment afin de trouver, là où cela s'avérera nécessaire, des solutions harmonisées. L'harmonisation de mesures ciblées est souhaitable, mais pas un diktat fédéral. C'est évident dans notre système national et fédéral dans la formation, et en particulier pour les hautes écoles.
A l'avenir, la nouvelle législation offrira une base légale qui permettra à la future Conférence suisse des hautes écoles spécialisées de formuler des recommandations relatives aux taxes d'études valables, si besoin est, pour l'ensemble du domaine des hautes écoles. En outre, cette conférence pourra tenir compte de l'évolution des effectifs d'étudiants scolarisés à l'étranger dans le cadre de la planification financière et de la définition des priorités.
La question des taxes d'études mérite d'être discutée au sein de la future Conférence suisse des hautes écoles spécialisées, ou, si le débat a lieu avant, dans l'esprit de la nouvelle loi, même si celle-ci n'est pas encore entrée en vigueur. Le Conseil fédéral ne considère pas du tout ce sujet comme tabou. Toutefois, nous estimons que la problématique du nombre d'étudiants et celle du niveau des taxes d'études sont différentes, car l'objectif est de faire, si cela s'avère nécessaire, en fonction des impératifs de capacité et d'accueil, une sélection sur la qualité, et non pas sur des critères économiques. Donc, il faut appréhender ce problème, mais pas tout à fait de la même manière. On peut le faire dans le cadre d'un même débat, mais avec des nuances indispensables, tout comme les nuances sont nécessaires lorsque l'on
AB 2010 S 1102 / BO 2010 E 1102
aborde des situations différentes dans les hautes écoles, selon les filières ou les niveaux.
C'est dans ce sens que le Conseil fédéral accepte donc le postulat, non seulement pour faire une analyse et un rapport, mais pour vous dire que l'on a déjà fait une grande partie de l'analyse mais pas encore écrit de rapport, et que l'on va aussi agir si c'est nécessaire. Il est notamment prévu que, dans le cadre un prochain débat sur les messages FRI - pas sur le message FRI 2012, mais sur le message FRI 2013 à 2016 -, et si c'est nécessaire, une modification législative relative aux écoles polytechniques fédérales sera proposée au Parlement; c'est ce qui est envisagé pour le moment.

Angenommen - Adopté

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