Föhn Peter (V, SZ), für die Kommission:
Der Bundesrat wird beauftragt, der schweizerischen Landwirtschaft im Rahmen der Schweizer Teilnahme an der Weltausstellung 2015 in Mailand einen prominenten Auftritt zu garantieren; diese Forderung fiel in der Kommission und schon vorher auf guten und fruchtbaren Boden. Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion, der Nationalrat nahm sie gar stillschweigend an und unsere WAK ist mit ihr mehr als einverstanden.
Die WAK beantragt gar, noch einen kleinen Schritt weiter zu gehen: Mit einem zusätzlichen Auftrag an den Bundesrat soll sichergestellt werden, dass der Auftritt an der Weltausstellung im benachbarten Mailand noch breiter abgestützt ist. Die Motion soll mit folgendem Satz ergänzt werden: "Dieser Auftritt soll auch das Zusammenspiel von Landwirtschaft und Tourismus aufzeigen." Die Kommission ist überzeugt, dass Sie diesem Antrag folgen können.
Die Kommission unterstützt das Grundanliegen der Motion, die Weltausstellung 2015 in Mailand als Schaufenster zur Darstellung der Stärken der Schweizer Landwirtschaft zu nutzen. Weiter ist die Kommission wie gesagt der Meinung, dass bei dieser Gelegenheit das gute Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Tourismus gezeigt werden soll. So kann die Expo 2015, die in einem wichtigen Tourismuseinzugsgebiet stattfindet, sehr gut genutzt werden, um dem Schweizer Tourismus einen gut sichtbaren und nachhaltigen Auftritt zu verschaffen.
Wir beantragen Ihnen einstimmig, die sinnvoll ergänzte Motion anzunehmen, und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die Schweiz ist an einer Weltausstellung mit dem Thema "Die Welt ernähren" eine geeignete Botschafterin: mit ihrer vorbildlich aufgestellten produzierenden Landwirtschaft, mit ihren hochwertigen Produkten, mit ihren höchsten Qualitätsanforderungen - und dies alles steht im Einklang mit der Natur. Ich muss Ihnen hier die Landwirtschaft nicht näher vorstellen oder rühmen, wir haben dies ja gestern bereits ausführlich getan. Ich weiss, dass Sie alle im Grundsatz hinter unserer Landwirtschaft stehen.
2. Die Ergänzung der WAK bietet sich dazu an: Dieser Auftritt soll auch das Zusammenspiel oder eben die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus aufzeigen. Wir dürfen stolz sein, dass bei uns die heimischen Produkte auch etwas gelten, das heisst vielfach speziell angeboten werden. Das Zusammenspiel in der Schweiz funktioniert, und dieses Zusammenspiel darf auch hinausgetragen werden. Einerseits können wir die grösste Wertschöpfung generieren, wenn wir unsere einheimischen Produkte auch in der Schweiz verkaufen können und unsere heimischen Produkte in der Schweiz auch konsumiert werden, von wem auch immer. Andererseits haben wir, wie schon gesagt, Qualitäten und Vorteile zu bieten wie kein anderes Land. Ich denke hier nebst der Tierhaltung auch an unsere gentechfreie Produktion. Ich weiss, der Bundesrat ist an der Arbeit, veranstaltet unter anderem einen Ideenwettbewerb. Nutzen wir die beste Plattform, welche es in nächster Zeit geben wird. Zeigen wir unsere bestens ausgewiesenen Erzeugnisse an der Weltausstellung in Mailand, bieten wir sie an. Auch das Zusammenspiel zwischen unseren Landschaftsgärtnern, der Landwirtschaft und dem Tourismus sowie mit unserer Hotellerie darf stolz gezeigt und präsentiert werden. Denn diese Zusammenarbeit hat Zukunft, und diese Zusammenarbeit ist die Zukunft.
Ich danke im Namen der WAK für die Unterstützung der ergänzten Motion und danke auch dem Bundesrat für die optimale Umsetzung. So verhelfen wir der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand zu einem nachhaltigen und prominenten Auftritt.
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AB 2012 S 153 / BO 2012 E 153
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