93.5121 - Fra. von Felten Margrith.
PTT. Sexistische und rassistische Werbung
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Eingereicht von von Felten Margrith

Antwort des Bundesrates

Behandlungsdatum 14. Juni 1993

Zusatzfrage

Fragetext

Mit "Die Post bringt Geburtstagspäckli" und "Die Post bringt Ferienkataloge" werben zurzeit PTT-Plakate. Als Päckli und Katalog werden Frauen (eine Oma und eine asiatische Frau) von PTT-Boten ins Haus spediert. Dieser krasse Verstoss gegen die Frauenwürde ist unhaltbar, dies um so mehr, als schon vor einem Jahr die Werbeabteilung aufgefordert wurde, sein frauenfeindliches Konzept zu überprüfen. Ist der Bundesrat bereit, diese frauenfeindliche Werbelinie zu stoppen?

Antwort des Bundesrates

Bundespräsident Ogi: Das kritisierte Plakat gehört in eine Viererserie, in der das Postgut durch die Werbeagentur personifiziert wurde: Ferienkataloge durch eine Asiatin, Geburtstagspäckli durch die Angestellte einer Konditorei, das Dienstaufgebot durch einen Soldaten und Liebesbriefe durch einen Engel. Die Plakate werden von einem Pösteler getragen. Die Serie läuft vom 7. Juni bis zum 21. Juni 1993. Die Beurteilung dieser Serie ist eine Frage des individuellen Geschmacks und deshalb nicht Sache der Landesregierung. Der Bundesrat hat bei einem ähnlichen Anlass vor einem Jahr festgehalten, dass das Weisungsrecht der Landesregierung bei den Unternehmungen des Bundes beschränkt ist. Die direkte Aufsicht ist Sache der Verwaltungsräte. Lediglich zur Wahrung wichtiger Landesinteressen erteilt der Bundesrat den PTT die nötigen Weisungen. Im Zusammenhang mit der Plakatwerbung für Postdienstleistungen ist diese Voraussetzung nicht erfüllt. ANF901 Erledigt

Zusatzfrage

 

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