Mit der Vorlage zur „zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur“ (ZEB) wird die vom Parlament geforderte Gesamtschau über die FinöV-Projekte präsentiert und vorgeschlagen, wie die im FinöV-Fonds verbleibenden Mittel verwendet werden sollen. ZEB ist somit ein Modul der Gesamtschau FinöV. ZEB zielt auf eine Verbesserung der Bahninfrastruktur im Bereich des Personenfern- und Güterverkehrs und trägt aktiv zu einer nachhaltigen Verkehrspolitik bei.
Das Parlament hatte im Jahr 2004 vom Bundesrat eine Gesamtschau über die Verwendung dieser FinöV-Restmittel bis ins Jahr 2007 verlangt. ZEB nimmt dieses Anliegen auf, entwickelt das erfolgreiche Knotenprinzip der BAHN 2000 im Personenverkehr weiter, indem es neue Vollknoten schafft. So werden die Reisezeiten zwischen Genf und St. Gallen um eine halbe Stunde verkürzt und die Wettbewerbsposition der Bahn gegenüber der Strasse gestärkt. Auch im Güterverkehr werden Verbesserungen eingeleitet, welche die Verlagerungspolitik des Bundes stützen. ZEB-Projekte werden frühestens ab Mitte des nächsten Jahrzehnts aus dem FinöV-Fonds bezahlt werden können.
Der FinöV-Fonds des Bundes wird zu 2/3 aus den Einnahmen der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe LSVA finanziert, während die übrigen Gelder aus der Mehrwert- und aus der Mineralölsteuer stammen. Dieser Fonds umfasst rund 30.5 Milliarden Franken (Preisstand 1995), welche bis 2030 in die Projekte NEAT, Hochgeschwindigkeitsanschlüsse, Lärmsanierung und BAHN 2000 investiert werden. Die vier genannten Projekte nehmen rund 5/6 der Fondsgelder in Anspruch. Für die Infrastruktur des Kernangebots von ZEB stehen 5.2 Milliarden Franken bereit (Preisstand 2005), plus allenfalls nicht benötigte Gelder der vier Grossprojekte.