Die rasche Zunahme des motorisierten Individualverkehrs in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts hatte einen grossflächigen Ausbau des schweizerischen Nationalstrassennetzes zur Folge. Während der Personenverkehr auf der Strasse kontinuierlich zunahm, büsste der Schienenverkehr seine Bedeutung zusehends ein. Die Sensibilisierung für Umweltthemen in den 70er Jahren trug dazu bei, dass man diesen Trend zugunsten der umweltfreundlicheren Bahnen zu brechen versuchte, indem man die Schieneninfrastruktur für künftige Anforderungen wieder fit machen wollte.
Das Konzept BAHN 2000, das am 6. Dezember 1987 mit Bundesbeschluss in Kraft gesetzt wurde, soll das Angebot des öffentlichen Personenverkehrs verbessern. 5,4 Mrd. CHF (Preisstand 1985) waren ursprünglich für die Umsetzung von BAHN 2000 vorgesehen. Bei der Vertiefung des Konzepts stellte man jedoch fest, dass die Kosten unterschätzt worden waren. 1994 wurde deshalb dem Parlament in einem Bericht eine Etappierung vorgeschlagen. Für die Realisierung der ersten Etappe wurden die ursprünglich bewilligten Mittel um die aufgelaufene Teuerung erhöht (7,4 Mrd. CHF Preisstand 1995).
Am 29. November 1998 haben Volk und Stände dem Bundesbeschluss über Bau und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs (FinöV) zugestimmt. Für die Realisierung der 2. Etappe BAHN 2000 sind aus dem FinöV Fond 5,9 Mrd. (Preisstand 1995) vorgesehen. Der Bund hat das BAV mit der Koordination der Planungsarbeiten und der Ausarbeitung eines Rahmengesetzes zur 2. Etappe beauftragt.