
Die Wahlbeteiligung an den Nationalratswahlen ging im 20. Jahrhundert stetig zurück. Bei den ersten Nationalratswahlen, die 1919 nach dem Proporzsystem durchgeführt wurden, erreichte die Wahlbeteiligung ihren Höchststand (80,4%). Am massivsten war der Rückgang nach 1967: Innert zwölf Jahren fiel die Wahlbeteiligung um fast 18 Prozentpunkte auf 48%. Seither bewegen sich die Werte zwischen 42% und 49%. In der Schweiz ist damit die Beteiligung an Wahlen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten relativ niedrig.