Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern, EDI
Ruth Dreifuss wurde am 9. Januar 1940 in St. Gallen geboren und ist heimatberechtigt in Endingen (Aargau).
Von 1942 bis 1945 lebte die Familie in Bern und zog dann nach Genf. In dieser Stadt absolvierte sie ihre ganze Schulzeit mit den Abschlüssen Handelsdiplom 1958 und Lizenziat in Wirtschaftswissenschaften 1970.
Ruth Dreifuss kann auf eine vielfältige berufliche Laufbahn zurückblicken: von 1958 bis 1959 war sie Hotelsekretärin im Tessin, von 1961 bis 1964 Redaktorin an der Zeitschrift "Coop"
der Union Schweizerischer Konsumvereine in Basel; von 1965 bis 1968 fungierte sie als Assistentin am Centre psycho-social der Universität Genf, und von 1970 bis 1972 daselbst als
Assistentin an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Von 1972 bis 1981 arbeitete sie als Angestellte und später als wissenschaftliche Adjunktin in der Direktion für
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe des Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten und wurde 1981 zur Zentralsekretärin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes gewählt. In dieser Eigenschaft befasste sie sich mit Sozialversicherungen, Arbeitsrecht, Frauenfragen sowie den Beziehungen zur Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), und nahm dabei auch in verschiedenen eidgenössischen
Gremien Einsitz.
Ruth Dreifuss ist 1965 der sozialdemokratischen Partei beigetreten und war von 1989 bis 1992 Mitglied des Berner Stadtrates.
Die Vereinigte Bundesversammlung wählte Ruth Dreifuss am 10. März 1993 zur Bundesrätin; vom 1. April 1993 bis am 31. Dezember 2002 stand sie dem Eidg. Departement des Innern vor.
Die Vereinigte Bundesversammlung wählte sie ausserdem am 8. Dezember 1997 zur Vizepräsidentin des Bundesrates für das Jahr 1998 und am 9. Dezember 1998 zur ersten Präsidentin der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Ruth Dreifuss ist Jüdin und ledig. Ihre Muttersprache ist französisch; ausserdem beherrscht sie die deutsche, englische, spanische und italienische Sprache.
| 9.1.1940 |
geboren in St. Gallen |
| 1945 - 1955 |
Primar- und Sekundarschule in Genf |
| 1955 - 1958 |
Höhere Handelsschule in Genf; Handelsdiplom |
| 1958 - 1959 |
|
| 1959 - 1961 |
Ecole d'études sociales, Genf |
| 1961 - 1964 |
Redaktorin der Wochenzeitschrift "Coopération", Schweiz. Konsumvereine, Basel |
| 1965 - 1967 |
Abendgymnasium, Handelsmatura der Höheren Handelsschule, Genf |
| 1965 - 1968 |
Soziologieassistentin am Centre psycho-social universitaire, Genf |
| 1967 - 1970 |
Universität Genf, Lizenziat in Wirtschaftswissenschaften |
| 1970 - 1972 |
Assistentin für Staatsrechnung, Departement für Oekonometrie, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Genf |
1972 - 1981
|
Angestellte und alsdann wissenschaftliche Adjunktin in der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten |
| 1981 - 1993 |
Sekretärin des Schweiz. Gewerkschaftsbundes |
| 10.3.1993 |
Wahl in den Bundesrat |
| 1.1 ‑ 31.12.98 |
Vizepräsidentin des Bundesrates |
| 1.1.1999 |
erste Präsidentin der Schweizerischen Eidgenossenschaft |
| Sprachen: |
Französisch, Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch |
(Fonte: DFI)