​Dutzende lebensgrosse Frauenfiguren dringen vom 26. Oktober bis dem 17. Dezember ins Parlamentsgebäude ein. Sie symbolisieren den Einzug der Frauen ins Bundeshaus – ins Schweizer Parlament. Die Vielzahl der Holzsilhouetten von Künstlerinnen aus allen Landesteilen der Schweiz weisen auf die berechtigte Präsenz der Frauen in diesem Gebäude hin.

Die Ausstellung «Frauen im Bundeshaus» ist ein nationales Kunstprojekt der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen (SGBK) anlässlich des 50. Jubiläums des Stimm- und Wahlrechts der Frauen in der Schweiz. Das Projekt unterstützt die Anliegen von AllianceF, die Frauensession im Herbst 2021 und letztlich viele Frauen in der Schweiz.

Die Figuren sind individuell von jeder Künstlerin gestaltet. Aus jeder Figur spricht ein verstecktes Anliegen für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft aller Geschlechter. Die Wahlzettel verweisen auf den langen Kampf, bis das heute Erreichte gefeiert werden kann. Persönliche Statements der Künstlerinnen beschriften die Ränder der Figuren und unterstreichen die individuelle Präsenz. Ein feiner weisser Überzug kennzeichnet sie aber als Gesamtwerk.

Bildcredits by: Andrea Nottaris.

«Kunst ist ein adäquates Mittel, um auf das Thema Frauenstimmrecht und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen», findet Elfi Thoma Präsidentin der SGBK Sektion Basel. Sie hat die erste Ausstellung «Wir haben die Wahl» im Basler Rathaus im Jahre 2016 durchgeführt und lanciert nun das Kunstprojekt «Frauen im Bundeshaus» auf nationaler Ebene.

Die Künstlerinnen kennen aus eigener Erfahrung den Kampf um Anerkennung und Gleichberechtigung in der Kunstszene. 1902 schlossen sich einige Künstlerinnen, die sich vergebens um die Mitgliedschaft in den damals von Männern dominierten Künstlergesellschaften bemüht hatten, zur Künstlerinnen Vereinigung GSMBK (heute SGBK) zusammen.

Heute – rund 120 Jahre nach der Gründung der Schweizerischen Gesellschaft Bildender Künstlerinnen – gelingt es der SGBK, auf das wichtige Zusammenspiel von Kultur und Politik in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Bildcredits by: Andrea Nottaris. Credits: Artwork by Heike Müller.

Für das Kunst-Projekt ausgewählte Künstlerinnen mit 67 Figuren

Gabriella Affolter, Leuzigen / Rosalba Arcilla, Adliswil / Anna Aregger, Biel-Benken / Sandra Autengruber, Emmen / Beatrice Bader, Nennigkofen / Sabine Jo Balerna, Erlach / Helen Basler-Märchy, Niederlenz / Jacqueline Borner, Sissach / Ursula Bovey-Steiner, Bern / Manuela Brügger, Lützelflüh-Goldbach / Zoja Brülisauer, Basel / Cristina Calderara Jaime, Arosio / Krystyna Diethelm, Biel / Karola Dischinger, Bözberg / Erika Diserens, Lugano / Evelyn Dönicke, Muttenz / Cornelia Egli, Gebersdorf / Y.Nia Farzaneh, Hünibach / Denise Felber, Bern / Rosmarie Fischer-Bernard, Basel / Elisabeth Fux Mattig, Brig / Esther Gischig, Baltschieder / Sylvia Goeschke, Bottmingen / Christine Götti, Therwil / Agnes Guhl, Sion / Elsbeth Gyger, Basel / Christiane Haefelin, Arisdorf / Irène Hänni Epp, Goldau / Chantal Hediger, Schmerikon / Sylvia Heusser-Zihlmann, Sissach / Irina Hofmann, Richterswil / Regula Hurter, Basel / Christine Jenzer-Montet, Niederwangen / Christina Kläfiger, Kerzers / Katharina Kunz-Holdener, Reinach / Sibylle Laubscher, Arisdorf / Elena Lichtsteiner, Arisdorf / Esther Link, Basel / Esther Löffel, Baar / Jardenah Masé-Goldberg, Ziefen / Margret Marquardt, Ermatingen / Irène Merz, Glarus / Doris Michel, Binningen / Brigitt Müller Hunziker, Basel / Heike Müller, Basel / Judith Mundwiler, Buus / Andrea Nottaris, Olten / Ursula Pfister, Gelterkinden / Jsabella Portmann, Horgen & Chur / Loredana Selene Ricca, Locarno / Ruth Righetti, Zürich / Heike Röhle, Konolfingen / Sandra Schawalder, Oberwil-Lieli / Cornelia Schmid, Rosshäusern / Sonja Schmid, Bichelsee / Regina Simon, Basel / Angelika Steiger, Arlesheim / Daniela Theiler, Rovio / Yvonne Thomann, Basel / Renate Thüler, Rümlang / Heinke Torpus, Sissach / Esther Tschudin, Pfeffingen / Friederike Vesely, Adliswil / Nora Vest, Basel / Maritta Winter Lehmann, Wylen b. Wollerau / Ama Mülthaler, Magden / Helga Zumstein, Brig-Glis

Angaben zu den Besuchsmöglichkeiten der Ausstellung folgen.