Das Feuer der «PolitFrauen» brennt weiter

Von Marina Carobbio Guscetti habe ich die Fackel – ich möchte fast sagen die olympische Flamme – übernommen: Ich werde ihr Engagement fortführen und mich dafür einsetzen, dass der Frauenanteil in der Politik und in den Führungsetagen zunimmt. Es ist mir insbesondere ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass die für 2021 geplanten Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz gut vorbereitet werden und deren Sichtbarkeit gewährleistet ist.

Die Internetseite «Politfrauen» war bereits im ersten Jahr ihres Bestehens gut sichtbar, wurde auf dieser Seite doch u. a. berichtet über den Internationalen Frauentag, die Einweihung der Gedenktäfelchen für die ersten Frauen im Bundesparlament, das Rundtischgespräch zum Thema Beruf oder die Unterbrechung der Sitzung des Nationalrates als Zeichen der Solidarisierung des Parlaments mit den Teilnehmenden des Frauenstreiks.

In meinem Präsidialjahr werde ich mir überlegen, wie das Zielpublikum von «Politfrauen», d. h. natürlich die Frauen, aber auch die jungen Generationen, am besten erreicht werden kann. Die Webseite soll auch einen Beitrag zur politischen Debatte leisten, indem die Rechte der Frau anhand der parlamentarischen Geschäfte erläutert werden.

Als ich vor 13 Jahren – so alt ist heute meine Grosse – nach Bern kam, waren Kleinkinder im Parlamentsgebäude noch blinde Passagiere. Dies dürfte wohl der Grund sein, weshalb die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für mich zu einer Herzensangelegenheit in meiner politischen Tätigkeit geworden ist.

Junge Eltern und ihre Kinder müssen sich im Parlament willkommen fühlen. Um ihr Wohlbefinden zu steigern, haben Marina und ich im Erdgeschoss, unweit der Ratssäle, ein Stillzimmer einrichten lassen. Auch die Papas können ihren Babys dort zu essen geben, deren Windeln wechseln und sich ein wenig ausruhen.

Lohngleichheit von Mann und Frau; Unterstützung von Angehörigen, die ältere Familienmitglieder betreuen; gleiche Besteuerung von verheirateten und unverheirateten Paaren; Ausgleich des Rentengefälles zwischen Mann und Frau, namentlich in der zweiten Säule: Die Schweizerinnen und Schweizer erwarten in dieser wichtigen Legislatur klare und rasche Antworten in der Familienpolitik – die Webseite «Politfrauen» wird die Entwicklung verfolgen und darüber berichten.

Isabelle Moret, Nationalratspräsidentin

Von Marina Carobbio hat Isabelle Moret das Patronat der Seite PolitFrauen übernommen. Die Webseite soll die Entwicklung der Rechte der Frauen und der Familienpolitik verfolgen und den 50. Jahrestag des Frauenstimmrechts vorbereiten.

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