Bern (sda) Vom 16. Juli bis 30. August sind die Türen des Bundeshauses in Bern täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Im Zentrum der Ausstellung zum 100-Jahr-Jubiläum stehen die Architektur des Nationaldenkmals und die Symbolik seiner Kunstwerke.

Leuchtend orange-rote Fernrohre auf dem Bundesplatz und im Aare-Schwimmbad Marzili weisen in den nächsten sieben Wochen auf die Jubiläumsausstellung hin. Austellungsgegenstand ist das Haus selbst.

Lesehilfe für Symbole

Wie Ausstellungsmacher Christian Stauffenegger am Freitag vor den Medien ausführte, ist das Bundeshaus ein Museum der nationalen Ikonografie. Viele Symbole würden heute nicht mehr verstanden. Die Ausstellung möchte dazu eine "Lesehilfe" bieten.

Bild- und Text-Projektionen, Spiegel und Fernrohre leiten die Blicke der Besucherinnen und Besucher. Auf den Treppen sind die beim Bau verwendeten Steine, die aus allen Regionen der Schweiz stammen, Thema. In der Wandelhalle des Nationalrates werden die Deckengemälde gespiegelt.

Feuerwerk am Montagabend

Jede Besucherin und jeder Besucher erhält ein Heft, das sie und ihn durch die Räume leitet. Viermal pro Tag (10, 11, 15 und 16 Uhr) finden auch geführte Visiten statt. Erwartet werden zwischen 12 000 und 20 000 Interessierte. Kinder können an einem Wettbewerb mit süsser Überraschung teilnehmen.

Am Montag, dem Vorabend Eröffnung, organisieren Bund, Kanton und Stadt auf dem Bundesplatz ein Volksfest. Um 21 und 22 Uhr spielt die Popgruppe "Plüsch". Etwa um 21.45 Uhr wird am Parlamentsgebäude ein Fassadenfeuerwerk abgebrannt, das Stadt und Kanton Bern als Zeichen ihrer Verbundenheit der Eidgenossenschaft schenken.

Zwei neue Kunstführer

Das von Hans Wilhelm Auer entworfene Parlamentsgebäude wurde am 4.Juni 1902 eingeweiht. Aus diesem Anlass gibt die Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte im Auftrag der Bundesämter für Bauten (BBL) und Geologie (BWG) zwei neue Kunstführer heraus.

Die Kunsthistorikerin Monica Bilfinger dokumentiert die Architektur- und Kunstgeschichte des Parlamentsgebäudes und der Bundeshäuser Ost und West. Er ist auf deutsch, französisch, italienisch und englisch für 12 Franken erhältlich. Der Geologe Toni Labhart hat einen "Steinführer Bundeshaus Bern" geschrieben.

sda/ats 12.07.2002