(sda) Der Nationalrat will sicherstellen, dass die Post mit Car Postal France kein Geld verliert. Er hat am Mittwoch mit 96 zu 83 Stimmen bei 5 Enthaltungen eine Motion von Guillaume Barazzone (CVP/GE) angenommen.

Damit wird der Bundesrat aufgefordert, sämtliche Massnahmen zu ergreifen, die nötig sind, um die Tätigkeiten von Car Postal France zu stoppen, die den strategischen Zielen des Bundesrates für die Post zuwiderlaufen. Barazzone fordert vor allem, dass die Rentabilität stimmt. Die Post dürfe mit den Geschäften in Frankreich kein Geld verlieren.

Er erinnerte daran, dass gemäss den strategischen Zielen, die Post ein rentables Wachstum generieren muss. Sie könne ihre Tätigkeit im Ausland im Bereich des öffentlichen Verkehrs weiterverfolgen, "soweit die Risiken tragbar sind und eine nachhaltige Rentabilität sichergestellt ist".

Vergeblich hatte Bundesrätin Doris Leuthard erklärt, dass sich Postauto mit den Aktivitäten in Frankreich innerhalb der Vorgaben des Bundesrates bewege.

Zudem könne die Post damit das bestehende Geschäft weiterentwickeln und in der Schweiz entwickelte Produkte anwenden. Systeminvestitionen könnten so früher amortisiert werden. Davon profitiere auch der Schweizer Steuerzahler.

Die Post ist seit 2004 in Frankreich im Bereich des Personenverkehrs tätig. Car Postal France betreibt im Osten und Südosten von Frankreich acht Stadtnetze sowie Regionalverkehrslinien in fünf Departementen.

Das Unternehmen beschäftigt fast 900 Personen und hat 630 Fahrzeuge im Einsatz. 2013 belief sich der Umsatz auf 80 Millionen Franken, aktuell beträgt er gemäss Leuthard 90 Millionen. Das EBIT sei positiv. "Deshalb glauben wir, dass es ein Business ist, dass wir unterstützen sollten", sagte Leuthard.