(sda) In der Schweiz soll vermehrt Pelz aus einheimischer Produktion verkauft werden - der Import von Pelzen mit teils fragwürdiger Herkunft damit vermindert. Der Nationalrat hat am Mittwoch ein Postulat von Lorenz Hess (BDP/BE) mit 130 zu 56 Stimmen gutgeheissen.

Hess hatte angeregt, dass vermehrt der Verkauf von Pelzen aus der Schweiz, insbesondere aus der Fuchsjagd, gefördert werden sollte. Importpelze kämen oft von Tieren, die unter erbärmlichen Bedingungen gehalten würden, gab Hess zu bedenken. Der Bundesrat muss nun prüfen, wie die Pelznachfrage in der Schweiz durch einheimische Ressourcen gedeckt werden kann und welche Fördermassnahmen sinnvoll sind.

Der Bundesrat hatte sich gegen den Vorstoss ausgesprochen. Er verwies in seiner Antwort darauf, dass die Deklaration von Pelzen bereits verbessert worden sei, die Konsumenten könnten sich damit besser informieren. Eine Evaluation zu den Auswirkungen dieser Bestimmung laufe, sagte Alain Berset im Rat. Ergebnisse würden im nächsten Jahr vorliegen.