(sda) Die Frauen stellen die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Im Bundesrat sind sie jedoch nach wie vor stark untervertreten.

Mit Simonetta Sommaruga und Doris Leuthard sitzen weiterhin lediglich zwei Frauen in der Landesregierung, gegenüber fünf Männern. Angemessen waren die Frauen bisher nur während gut eines Jahres vertreten.

Zwischen dem Amtsantritt von Sommaruga im November 2010 und dem Rücktritt von Micheline Calmy-Rey Ende 2011 gehörten vier Frauen dem siebenköpfigen Bundesrat an. Danach waren es mit Eveline Widmer-Schlumpf, Leuthard und Sommaruga noch drei, seit dem Rücktritt von Widmer-Schlumpf 2015 nur noch zwei.

Elisabeth Kopp war 1984 als erstes weibliches Mitglied in die Schweizer Landesregierung gewählt worden. Insgesamt sassen bisher erst sieben Frauen im Bundesrat, gegenüber mehr als hundert Männern.