(sda) Die Behandlung von chronisch Kranken soll besser gesteuert und koordiniert werden können. Das verlangt der Nationalrat. Der Bundesrat ist bereit, entsprechende Programme künftig durch die Krankenkassen vergüten zu lassen.

Die Forderung stammt von der nationalrätlichen Gesundheitskommission. Diese verlangt, dass die Krankenkassen die Leistungen von Programmen zur Patientensteuerung übernehmen müssen.

Bedingungen wären, dass die Programme auf eine bestimmte Patientengruppe beschränkt sind, dass sie zur Effizienz- und Qualitätssteigerung beitragen und dass sie zwischen Ärzten und Spitälern einerseits und den Kassen andererseits vereinbart wurden.

Die enge Definition von nichtärztlichen Pflichtleistungen im Gesetz behindere die Entwicklung von Patientensteuerungsprogrammen, argumentiert die Kommission. Solche würden für chronisch kranke Patienten und Patientinnen einen Mehrnutzen bringen. Einzig im Rahmen von Managed-Care-Modellen mit Budgetverantwortung existiere diesbezüglich mehr Flexibilität.

Der Nationalrat hiess am Mittwoch die Motion seiner Gesundheitskommission einstimmig gut. Nun ist der Ständerat an der Reihe. Einverstanden ist auch der Bundesrat.