(sda) Die GLP-Fraktion hat die Arbeit des Bundesrats in der Krisenzeit weitgehend gelobt. Die Regierung habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Nun gelte es, die massiven wirtschaftlichen Eingriffe langsam zu lockern.

"Wir alle haben eine Ausnahmesituation erlebt", sagte Fraktionschefin Tiana Angelina Moser am Montag in der grossen Kammer. Man könne zwar einiges an den Details kritisieren, aber der Bundesrat habe im Grossen und Ganzen einen guten Job gemacht, bilanzierte Parteipräsident Jürg Grossen.

Für die GLP hat es oberste Priorität, die Unternehmen von massiver Überschuldung und die Schweiz von einer Konkurswelle zu verschonen. Grossen rief die öffentliche Hand auf allen Ebenen dazu auf, unbürokratische Hilfe zu leisten.

Laut Moser ist das liberale Staatsverständnis empfindlich ins Wanken geraten. Die massiven Eingriffe müssten eine Ausnahme bleiben. Die Krise biete aber auch Chancen zu Veränderungen: So müsse die Schweiz den längst fälligen Digitalisierungsschritt gehen.

Schliesslich machten die Grünliberalen - wie SP und Grüne - klar, dass sie die Nothilfe für die Fluggesellschaft Swiss und die flugnahen Betriebe ablehnen, falls sich das Plenum gegen strikte Auflagen stellt.