SVP-Nationalrat David Zuberbühler (AR) machte geltend, dass der Sold 1987 das letzte Mal angepasst worden sei. Eine Anpassung ans heutige Preisniveau sei daher überfällig. Sicherheit sei keine Selbstverständlichkeit, aber Voraussetzung für Wohlstand und für eine gut funktionierende Gesellschaft. Und der Sold sei ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Armeeangehörigen.
Der Bundesrat beantragte ein Nein zur Motion. Er verwies in seiner ablehnenden Stellungnahme auf die symbolische Bedeutung des Soldes und auf die laufend der Teuerung angepassten Entschädigungen aus der Erwerbsersatzordnung (EO). Überdies erhielten die Armeeangehörigen während ihres Dienstes freie Kost und Logis.
Eine Anpassung des Soldes an die Kaufkraft würde - alle Dienstgrade eingerechnet - rund 15 Millionen Franken pro Jahr kosten, rechnet der Bundesrat vor. Weil auch der Sold beim Schutzdienst und beim Zivildienst angepasst werden müsste, müssten Bund, Kantone und Einsatzbetriebe mit Kosten von weiteren 5 Millionen Franken rechnen.
Der Sold pro Tag und Kopf richtet sich nach dem Dienstgrad. Rekruten erhalten beispielsweise zurzeit vier Franken täglich. Für Soldaten sind es fünf Franken und Korporale sieben Franken.
Der Vorstoss geht an den Ständerat.