(sda) Der "Tages-Anzeiger" schreibt online zur Bundesratswahl:

"Die Landesregierung ist aus dem Gleichgewicht. Im neu gewählten Bundesrat mit Elisabeth Baume-Schneider und Albert Rösti ist die urbane Deutschschweiz nicht mehr vertreten. Das Parlament muss diesen Zustand 2023 korrigieren. ... Sowohl Rösti als auch Baume-Schneider sind qualifizierte Persönlichkeiten. Trotzdem war dieser Mittwoch kein guter Tag für die Schweiz. Im neuen Bundesrat werden nun drei Romands und ein Tessiner sitzen; Albert Rösti und Viola Amherd wiederum vertreten die zweisprachigen Kantone Bern und Wallis. Verbleibt als einsame St. Gallerin die Freisinnige Karin Keller-Sutter. Nie in der Geschichte war die Deutschschweiz, in der 70 Prozent der Bevölkerung leben, derart untervertreten im Bundesrat wie jetzt nach dieser Wahl. ... Die grossen Städte wie Zürich und Basel hingegen, die eigentlichen Fortschrittsmotoren des Landes: Sie sind im Bundesrat überhaupt nicht mehr vertreten. ... Die Wahl von Baume-Schneider und Rösti ändert die Ausgangslage. Berset, seit elf Jahren Innenminister, und der 63-jährige Wirtschaftsminister Parmelin sollten in ihren Departementen verbleiben - und bei der Gesamterneuerungswahl 2023 zurücktreten."