(sda) Das Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) kann seine zentralen Informatiksysteme ersetzen, die es beispielsweise zur Produktion von Landeskarten benötigt. Nach dem Ständerat hat am Donnerstag auch der Nationalrat dem dafür nötigen Verpflichtungskredit von 37 Millionen Franken zugestimmt.

Laut dem Bundesrat ist der Ersatz der heutigen Systeme nötig, weil diese Anfang der 2000-er Jahre konzipiert wurden und veraltet sind. Ein Update der heutigen Technologie genüge nicht. Es brauche eine neue, amtsweite Plattform, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden.

Die Plattform dient zum einen der Verteidigung und Sicherheit der Schweiz. Die Armee ist laut der Sprecherin der vorberatenden Kommission, Aline Trede (Grüne/BE), die grösste Datennutzerin von Swisstopo.

Die Swisstopo-Daten dienen aber auch Ersthelfer bei Katastrophen, zeigen auf, wie der Verkehr läuft, und sind die Basis des Gletschermonitorings, wie Verteidigungsministerin Viola Amherd im Rat ausführte.

Geodaten und Geodatenflüsse würden immer umfangreicher, schrieb der Bundesrat in seiner Botschaft ans Parlament. Sie seien vermehrt in Echtzeit verfügbar und stünden zunehmend im Zentrum der Managementaufgaben eines modernen Staats.

Der Ständerat hatte dem Kredit im Dezember einstimmig zugestimmt. Der Nationalrat tat dies mit 136 zu 41 Stimmen bei sieben Enthaltungen.