Mit 29 zu 2 Stimmen und mit fünf Enthaltungen sagte er am Mittwoch Ja zum Auftrag an den Bundesrat. Eingereicht hatte die Motion Nationalrat Christophe Clivaz (Grüne/VS) im Pandemiejahr 2021.
Die zuständige Ständeratskommission verwies auf einen Bericht des Bundesrats vom vergangenen September. Demnach habe die Pandemie die psychische Gesundheit von jungen Menschen geschwächt. Betroffen seien namentlich junge Frauen. Bestehende, anerkannte und leicht zugängliche Beratungsangebote seien deshalb wichtig.
Als Beispiele für Organisationen mit landesweiter Bedeutung nannte Clivaz das Telefon-Beratungsangebot "Die Dargebotene Hand", die Stiftung Pro Mente Sana und Psy-Gesundheit. Der Bundesrat stellte sich gegen die Motion.
Für eine dauerhafte Subventionierung von breiten Angeboten für die Gesamtbevölkerung fehle die gesetzliche Grundlage, machte er dazu geltend. In der Pandemie unterstützte der Bund auf der Basis des Epidemiengesetzes einfach zugängliche Beratungsangebote. Zudem gewähre der Bund projektbezogene Beiträge, etwa für Gewaltprävention.
Der Nationalrat hatte die Motion am 1. März 2023 mit 98 zu 87 Stimmen angenommen. Nachdem der Ständerat nun zugestimmt hat, muss sich der Bundesrat an die Arbeit machen.