Die kleine Kammer stellte sich mit 23 zu 17 Stimmen bei 1 Enthaltung hinter das Anliegen. Kommissionssprecher Peter Hegglin (Mitte/ZG) erklärte, bei der obligatorischen Krankenversicherung fehlten Daten. Eine Statistik der Nationalitäten könne auch Vorurteile entkräften. Zudem seien in der Vergangenheit Ausländergruppen mit überdurchschnittlichen Leistungsbezügen identifiziert worden.
Baptiste Hurni (SP/NE) opponierte vehement. Eine derartige Statistik sei unnütz. Für die Gesundheitskosten sei sie nicht aussagekräftig. Diese würden vielmehr von Faktoren wie dem Alter abhängen. Ausländerinnen und Ausländer kosteten 27 Prozent weniger als Schweizer, wie aus Zahlen von 2019 bis 2022 hervorgehe.
Dafür sei das durchschnittlich tiefere Alter der ausländischen Wohnbevölkerung ausschlaggebend. Ein ausländischer Pass führe nicht zu höheren Kosten und es sei sinnlos, einige Nationen herauszupicken. Das wäre eine absurde identitäre Herangehensweise.
Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider verwies vergeblich auf die angespannte Finanzlage. Eine derartige Statistik biete keine neuen Aufschlüsse für die Gesundheitspolitik, sagte auch sie.