Informationsreise einer Delegation der beiden Verkehrskommissionen nach Rotterdam
Eine Delegation der Verkehrskommissionen des National- und des Ständerates hat sich im Hafen Rotterdam über dessen Entwicklungsstrategie und die möglichen Auswirkungen auf den Güterverkehr durch die Schweiz informiert.

Einer der wichtigsten europäischen Güterkorridore führt von Rotterdam über Basel nach Genua und damit mitten durch die Schweiz. Die Entwicklung des Hafens Rotterdam hat potentiell eine grosse Auswirkung auf die Schweizer Infrastruktur- und Verkehrspolitik. Der Güterverkehr ist eines der zentralen Elemente der Schweizer Verlagerungspolitik und ein wiederkehrendes Thema in den Verkehrskommissionen beider Räte. So werden sich die KVF in den nächsten Monaten unter anderem mit der Vorlage zur Förderung des Schienengüterverkehrs in der Fläche und dem Verlagerungsbericht 2013 befassen.

Gemeinsam mit einer Vertretung der Schweizerischen Rheinhäfen hat daher eine Delegation der beiden Verkehrskommissionen den Hafen Rotterdam besucht. Bei einem Informationsaustausch vor Ort waren insbesondere die Entwicklungsstrategie des Hafens und die Kooperation zwischen Rotterdam und den schweizerischen Rheinhäfen wichtige Diskussionsthemen. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier hatten auch die Gelegenheit, Maasvlakte 2, ein Projekt zur Erweiterung des Hafens, zu besichtigen. Die Schweizer Delegation zeigte sich beeindruckt von dieser Ausbaustrategie des Hafens Rotterdam, mit welcher eine effiziente Abwicklung der Import-/Exportverkehre gewährleistet wird.

Für diese Abwicklung ist aber auch die Qualität der Verkehrsleistung der Hinterlandanbindung von grosser Bedeutung. Diese umfasst neben der Leistungsfähigkeit der Wasserstrasse Rhein auch die Trassenkapazitäten der Zulaufstrecken auf der Bahn. Mit grossem Interesse hat sich die Schweizer Delegation deshalb über die Betuwe-Bahngüterlinie informieren lassen, welche vom Hafen Rotterdam bis an die deutsch-niederländische Grenze verläuft.

Die Delegation der KVF stand unter der Leitung von Ständerat Claude Janiak (SP/BL) und setzte sich ferner zusammen aus den Ständeräten René Imoberdorf (CVP/VS), This Jenny (SVP/GL) und Markus Stadler (GLP/UR), den Nationalrätinnen Evi Allemann (SP/BE) und Regula Rytz (G/BE) sowie den Nationalräten Martin Candinas (CVP/GR), Olivier Français (FDP/VD), Ulrich Giezendanner (SVP/AG), Jürg Grossen (GLP/BE), Markus Hutter (FDP/ZH) und Hans Killer (SVP/AG). 

 

 

Bern, 4. September 2013 Parlamentsdienste