Auf Einladung der bulgarischen EU-Ratspräsidentschaft kommen die Mitglieder der Ausschüsse für Europaangelegenheiten der nationalen Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten, der EU-Beitrittskandidaten und der EU-Partnerstaaten (namentlich die EFTA/EWR-Länder) vom 17. bis 19. Juni 2018 in Sofia zusammen. Nationalrätin Kathy Riklin (CVP, ZH), Nationalrat Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) und Ständerat Didier Berberat (SP, NE) werden die EFTA/EU-Delegation an dieser interparlamentarischen Konferenz vertreten. Im Anschluss erfolgen Besuche einzelner Projekte, an welchen sich die Schweiz in Bulgarien im Rahmen ihres Erweiterungsbeitrages  eigenständig beteiligt.

​Das 59. Treffen der Ausschüsse für Europaangelegenheiten der nationalen Parlamente der EU (COSAC) steht im Zeichen der Schwerpunktthemen des bulgarischen EU-Ratsvorsitzes. Dazu gehören die stärkere Anbindung der Westbalkan-Staaten an die EU, die Förderung der europäischen Säule sozialer Rechte, die Ausgestaltung der EU-Kohäsionspolitik nach 2020 sowie die Diskussion über die interparlamentarische Zusammenarbeit in den Bereichen Subsidiarität und Verhältnismässigkeit. Die Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Parlamente werden sich unter anderem mit der ersten Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes, Mairead McGuinness, mit dem ersten Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Frans Timmermanns, und mit dem stellvertretenden Premierminister Bulgariens, Tomislaw Dontschew, über diese Themen austauschen.

 
Im Anschluss an das interparlamentarische Spitzentreffen werden sich die Mitglieder der Schweizer EFTA/EU-Delegation mit mehreren Projekten befassen, an welchen sich die Schweiz im Rahmen seines Erweiterungsbeitrages eigenständig beteiligt. Der Schweizer Beitrag an Bulgarien beträgt 76 Millionen Schweizer Franken. Mit dieser Unterstützung trägt die Schweiz zum Abbau der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in Bulgarien und damit zu mehr Stabilität und Wohlstand in Europa bei. Der Erweiterungsbeitrag der Schweiz ist Bestandteil der schweizerischen Europapolitik und dient der Festigung der Beziehungen der Schweiz zur EU und ihren Mitgliedstaaten.