Die Schweizer Delegation kommt am Rande des EWR-Ministerrates mit den parlamentarischen Delegationen der EFTA-Staaten, die gleichzeitig Mitglieder des EWR sind, zusammen. Diese Treffen bieten den parlamentarischen Delegationen Gelegenheit, die Prioritäten der neuen Europäischen Kommission in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarkt und Industriepolitik im Lichte der aktuellen geopolitischen Entwicklungen zu diskutieren. Bei einem Gespräch auf Ministerebene mit dem Präsidenten des EFTA-Rates werden die Delegationen zudem Entwicklungen in der Freihandelspolitik der Assoziation thematisieren. Hintergrund dieses Austauschs ist der Abschluss mehrerer Freihandelsabkommen mit neuen Partnern – darunter Malaysia, Mercosur und Singapur – im Jahr 2025 sowie das Inkrafttreten und die Umsetzung des Abkommens mit Indien im selben Jahr. Das Komitee kommt im Durchschnitt zweimal pro Jahr zu einer ordentlichen Sitzung zusammen.
Die EFTA ist eine zwischenstaatliche Organisation, die sich für Freihandel und die wirtschaftliche Integration der vier Mitgliedstaaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) einsetzt. Sie wurde 1960 durch die Unterzeichnung der Stockholmer Konvention gegründet. Ihr Ziel ist es, neue Exportmärkte ausserhalb der EU zu erschliessen und den Handel zwischen ihren Mitgliedstaaten zu fördern.
Der Delegationspräsident, Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG), die Nationalräte Eric Nussbaumer (SP, BL) und Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) sowie Ständerat Carlo Sommaruga (SP, GE) nehmen an den Gesprächen in Brüssel teil.
Einige Mitglieder der Schweizer EFTA/EU-Delegation reisen in der darauffolgenden Woche nach Strassburg, wo sie mit Beobachterstatus an der Sitzung des Gemeinsamen Parlamentarischen Ausschusses des EWR teilnehmen. Gegenstand der Gespräche sind die Umsetzung und Entwicklung des EWR-Abkommens, die europäische Verteidigungsindustrie, die transatlantischen Beziehungen und die Wettbewerbsfähigkeit der EU.
Der Gemischte Parlamentarische Ausschuss des EWR setzt sich aus Mitgliedern der Parlamente der EWR/EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) und des Europäischen Parlaments zusammen. Die Schweiz ist Mitglied der EFTA, nicht aber des EWR, und nimmt deshalb nur als Beobachterin teil. So kann sie die relevanten Entwicklungen des EU-Binnenmarkts und deren Auswirkungen auf das EWR-Abkommen aufmerksam verfolgen.
Der Delegationspräsident, Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG), die Nationalräte Eric Nussbaumer (SP, BL) und Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) sowie Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (Die Mitte, BL) werden an dieser Sitzung zugegen sein.
Teilnahme der Schweiz am 6. Treffen der EU–UK Parliamentary Partnership Assembly
Zwei Mitglieder der Schweizer Delegation konnten als Beobachter am 6. Treffen der EU–UK Parliamentary Partnership Assembly (PPA) teilnehmen, das am 17. und 18. November 2025 in London stattfand. Traktandiert waren der Stand der Arbeiten der PPA, die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich, der kulturelle Austausch und die Zusammenarbeit im Bereich der künstlichen Intelligenz. Auf Einladung der Co-Präsidenten der Delegationen des britischen und des Europäischen Parlaments konnte die Schweizer Delegation den konstruktiven Diskussionen der Versammlung beiwohnen. Für die Schweiz ist es insofern nützlich, diese Form der interparlamentarischen Zusammenarbeit der EU mit einem Drittstaat zu verfolgen, als im entsprechenden Protokoll des Pakets Schweiz–EU, das dem Parlament im nächsten Jahr vorgelegt wird, die Möglichkeit vorgesehen ist, einen solchen gemischten parlamentarischen Ausschuss einzurichten.
Die Delegation war an der Versammlung mit dem Delegationspräsidenten, Nationalrat Thomas Aeschi (SVP, ZG), und Nationalrat Hans-Peter Portmann (FDP, ZH) vertreten.