Nationalratspräsident Pierre-André Page (SVP, FR) und Ständeratspräsident Stefan Engler (Die Mitte, GR) wohnten am gestrigen Mittwoch, 6. Mai 2026, der Vereidigung der Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan bei und hatten Gelegenheit zu einem kurzen Treffen mit Papst Leo XIV. Pierre-André Page nutzte den Aufenthalt in Rom zudem zu einem Besuch des Sitzes der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Nationalratspräsident Pierre-André Page und Ständeratspräsident Stefan Engler nahmen gemeinsam mit Bundespräsident Guy Parmelin an der Vereidigung von 28 neuen Rekruten der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan teil. Diese Vereidigung findet in Gedenken an die Soldaten, die bei der Plünderung Roms («Sacco di Roma») im Jahr 1527 fielen, jedes Jahr am 6. Mai statt. Die Teilnahme der höchsten Vertreterinnen und Vertreter der Eidgenossenschaft an diesem Anlass hat Tradition und ist Ausdruck der besonderen Beziehungen der Schweiz zu dieser historischen und einzigartigen Garde.

Die älteste Armee der Welt wurde am 22. Januar 1506 von Papst Julius II. gegründet und ist für den Schutz des Papstes sowie seiner Residenz zuständig. Unter dem Kommando von Oberst Christoph Graf (LU) hat sie im Weiteren die Aufgabe, die Zugänge zum Vatikan und zum Apostolischen Palast zu kontrollieren, Ordnungs- und Repräsentationsdienste bei päpstlichen Zeremonien und Staatsempfängen zu leisten sowie das Kardinalskollegium während der Sedisvakanz zu schützen. Die Gardisten kommen aus allen Sprachregionen der Schweiz.

Pierre-André Page und Stefan Engler statteten ferner dem Schweizerischen Institut in Rom einen Besuch ab. Dieses 1947 unter Beteiligung der Schweizer Eidgenossenschaft gegründete Institut fördert den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch zwischen der Schweiz und Italien und wird dabei von zahlreichen institutionellen Partnern unterstützt, darunter das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation sowie die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Am Vortag der Vereidigung, am Dienstag, 5. Mai 2026, besuchte Nationalratspräsident Pierre-André Page den Sitz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO, Food and Agriculture Organization of the United Nations) in Rom. Pierre-André Page, der selbst Landwirt ist, unterhielt sich mit verschiedenen FAO-Führungskräften unter anderem über die von der Schweiz unterstützten Projekte wie das Zentrum zur Überwachung von Wanderheuschrecken und Wanderparasiten. Dieses Zentrum verfolgt die Verbreitung der Wüstenheuschrecke (Schistocerca gregaria), eines der schädlichsten Wanderparasiten der Welt. Es liefert Vorhersagen in Echtzeit und warnt die betroffenen Länder frühzeitig.

Die FAO ist innerhalb der UNO zuständig für die normative Arbeit in Sachen nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit. Im Weiteren leitet sie das Welternährungsprogramm (WFP, World Food Programme), das in Krisen Ernährungshilfe leistet, sowie den internationalen Kampf gegen den Hunger. Die Organisation zählt 194 Mitglieder (193 Staaten und die Europäische Union) und ist in 130 Ländern präsent. Die Schweiz ist seit der Gründung der FAO im Jahr 1946 Mitglied.