Die Vereinigte Bundesversammlung wählt am 24. September 2025 fünf Personen zu Richterinnen bzw. Richtern an zwei eidgenössischen Gerichten. Die Gerichtskommission unterbreitet der Bundesversammlung heute ihre Wahlvorschläge.

Bundesgericht

Die Gerichtskommission schlägt der Bundesversammlung vor, als Nachfolger von Bundesrichterin Laura Jacquemoud-Rossari, die Ende 2025 in Pension geht, David Glassey zum Richter am Bundesgericht zu wählen (25.210). Herr Glassey war Anwalt und Richter am Bundesstrafgericht. Derzeit ist er Präsident des Kantonsgerichts Neuenburg und der Neuenburger Beschwerdeinstanz in Strafsachen.

Für die zwei zu besetzenden Richterstellen für nebenamtliche Richterinnen und Richter schlägt die Kommission Dominique Hänni (25.202) und Christoph Bürki (25.207) zur Wahl vor. Beide können einen ausserordentlichen akademischen Werdegang und langjährige Erfahrung im öffentlichen Recht vorweisen: Frau Hänni als Gerichtsschreiberin am Bundesgericht und assoziierte Professorin an der Universität Lausanne, Herr Bürki als Richter am Verwaltungsgericht des Kantons Bern.​

Bundesverwaltungsgericht

Aufgrund des Rücktritts von Richter Francesco Brentani und der Neuverteilung von Ressourcen wurden zwei Richterstellen am Bundesverwaltungsgericht (BVGer) ausgeschrieben: eine im Steuer- und eine im Asylbereich. Für die zu besetzenden Richterstellen schlägt die Gerichtskommission Ralf Imstepf und Lucien Magne zur Wahl vor. Herr Imstepf leitet die Rechtsabteilung Mehrwertsteuer der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Herr Magne wiederum arbeitet bereits an einer der Abteilungen für Asylrecht am BVGer als Gerichtsschreiber.

Die Gerichtskommission hat am 27. August und am 3. September 2025 unter dem Vorsitz von Ständerat Pirmin Schwander (SVP, SZ) in Bern getagt.

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