«SpielPolitik!»
Nachdem das Projekt «Schulen nach Bern» im Jahr 2017 aufgrund fehlender finanzieller Mittel nach acht Jahren eingestellt worden ist, lancieren die Macher ein neues, etwas schlankeres Projekt namens «SpielPolitik!». Das neue Spiel dauert nun zwei, anstatt vier Tage. Doch nach wie vor treffen sich Jugendliche aus der ganzen Schweiz in Bern. Sie erarbeiten in Kommissions- und Fraktionssitzungen Lösungen zu aktuellen politischen Themen und debattieren zum Abschluss im Nationalratsaal darüber.
Das Projekt richtet sich an Klassen der Sekundarstufe I (13 – 15 Jahre). Am Spiel nehmen in der Regel vier Klassen teil und es trägt dabei auch der Sprachenvielfalt der Schweiz Rechnung. Bei allen Spielen sind mindestens zwei Sprachregionen vertreten. Aus diesem Grund werden die Abschlussdebatte, wie auch die Vordebatten im Politforum Käfigturm, simultan übersetzt.
Schulen nach Bern, 2017
(Foto: Verein Schulen nach Bern/Lukas Buser)
Die Projektleitung von «SpielPolitik!» liegt beim Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA). Als Trägerorganisation agiert der Verein «Schulen nach Bern», in dem auch die Parlamentsdienste vertreten sind.
Am Mittwoch, 6. November 2019, testen zwei Klassen aus der Deutschschweiz das Spiel. Der ordentliche Start des Projekts erfolgt dann im Frühjahr 2020 mit vier Klassen. Ab 2020 finden fünf Durchführungen pro Jahr statt. Gegen Ende des Schuljahres werden alle Jugendlichen nochmals online zu einer Gesamtabstimmung gebeten. Hier zeigt sich, welche Lösungen auch über Kantons- und Sprachgrenzen hinaus Mehrheiten finden.
Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter:
www.schulen-nach-bern.ch
Eidgenössische Jugendsession
Vom 7. bis 10. November 2019 findet die Eidgenössische Jugendsession in Bern statt. Das Projekt wurde im Jahr 1991 lanciert und feiert nächstes Jahr bereits sein 30jähriges Bestehen.
Die Jugendsession tagt einmal pro Jahr und dauert vier Tage. Am Projekt nehmen 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Schweiz teil (14 – 21 Jahre). Sie diskutieren über acht aktuelle politische Themen. Auch die Jugendsession arbeitet mit Simultanübersetzungen.
Jugendsession 2018 (Foto: Jugendsession/Tink.ch)
Mitarbeitenden der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände SAJV (Projektleitung) sowie einem Team von 30 ehrenamtlich tätigen Jugendlichen organisieren die Jugendsession. Während der Jugendsession gewährleistet die Projektleitung in Zusammenarbeit mit den Parlamentsdiensten und rund 60 Freiwilligen die Durchführung des Anlasses.
Vizekanzler Viktor Rossi eröffnet die Jugendsession am kommenden Samstag und Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti nimmt die von den Teilnehmenden erarbeiteten Forderungen am Ende der Debatte im Nationalratssaal entgegen. Damit die Ratsmitglieder die Forderungen der jungen Politikerinnen und Politikern auch tatsächlich wahr- und allenfalls auch aufnehmen, hat die Jugendsession eigens ein Forum eingerichtet. Dieses verrichtet bei den Ratsmitgliedern im Namen der Jugendsession Lobbyarbeit. Die Debatte der Jugendsession ist öffentlich und kann von der Besuchertribüne aus mitverfolgt werden. Tickets sind online erhältlich.
Weitere Informationen unter
www.jugendsession.ch
Weitere Projekte im Rahmen der politischen Bildung
Header: Jugendsession 2018 (Foto: Jugendsession)