Bern (sda) Die Verkehrskommission des Ständerates gibt den Umweltorganisationen noch weniger nach als der Nationalrat. So will sie, dass nur der Transitverkehr von der Strasse auf die Schiene verlagert wird, nicht aber der Binnen-, Import- und Exportverkehr.

Das Plenum wird über die Anträge der Kommission am Donnerstag beraten. Wie Kommissionspräsident Theo Maissen (CVP/GR) am Mittwoch mitteilte, sollen nur die Transitfahrten von Grenze zu Grenze vom Verlagerungsziel erfasst werden. Der Nationalrat hatte dies mit 118 zu 63 Stimmen abgelehnt, weil dies die EU diskriminieren würde.

Das Ziel, dass dereinst nur noch 650 000 schwere Camions die Alpen auf der Strasse queren, soll erst nach Eröffnung des Gotthards, also 2013 und nicht bereits 2007, erreicht werden müssen. Das hatte auch der Nationalrat so entschieden. Eine starke Minderheit empfiehlt, auf eine Jahreszahl überhaupt zu verzichten.

Anders als der Nationalrat, der den Bahn-Güterverkehr in den Jahren 2000 bis 2010 mit 3,3 Milliarden Franken fördern will, möchte es die Ständeratskommission bei 2,85 Milliarden bewenden lassen. Erst wenn das Verlagerungsziel gefährdet sei, sollten neue Mittel gesprochen und Massnahmen ergriffen werden, sagte Maissen.

sda/ats 01.09.1999