Die Delegation traf sich am Donnerstag mit Leuenberger und liess sich über den aktuellen Stand der Neat-Arbeiten informieren. Im Zentrum stand dabei die umstrittenen Linienführung in Uri. Ständerat Rolf Büttiker (FDP/SO) sagte nach dem Treffen vor den Medien, der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung "sei ein wichtiger Schritt nach vorne".Gegenüber der Delegation habe das zuständige Bundesamt für Verkehr (BAV) die Prüfung einer Schächenunterquerung in Auftrag gegeben. Die Aufsichtsdelegation werde sich darüber an ihrer nächsten Sitzung im Detail informieren, sagte Büttiker.
Massiver Widerstand
Die Frage einer Über- oder Unterquerung des Schächenbaches sorgt im Urnerland für heftige Kritik. Nach den aufgelegten Plänen wird der Bach von einem bis zu sechs Meter hohe und 40 Meter breite Viadukt überquert. Das ist für viele ein zu massiver Eingriff in die Landschaft.Entsprechend massiv ist der Widerstand der Urner gegen die Neat- Pläne. Diese werden noch bis am 12. Juli öffentlich aufgelegt. Erwartet werden Hunderte von Beschwerden. Bis Mitte September hat dann der Kanton Zeit für eine Stellungnahme. Bis Mitte Oktober sind die Bundesämter an der Reihe, bis Ende November die AlpTransit Gotthard AG.Laut Büttiker sind für das erste Semester 2002 die Einigungsverhandlungen vorgesehen, im zweiten Halbjahr sollte dann die eigentliche Baubewilligung erfolgen. Der Baubeginn ist für Anfang 2003 geplant.
sda/ats 21.06.2001