Sie arbeiten als Sessionsweibelin, administrative Sekretärin, Parlamentsredaktorin, Übersetzerin, Projektleiterin oder als Parlamentsführerin – sechs Portraits stellen in Wort und Bild Frauen und ihre Arbeit bei den Parlamentsdiensten (PD) vor.
Une huissière, une secrétaire administrative, une rédactrice et procès-verbaliste, une traductrice, une cheffe de projet et une guide se sont prêtées au jeu de l’autoportrait dans un cahier spécial d’«a propos», le journal interne des Services du Parlement (SP).

​Les six collaboratrices des SP photographiées par Béatrice Devènes donnent un visage à la majorité féminine qui travaille au service de l’Assemblée fédérale. Une initiative du Réseau femmes des SP à l’occasion de la Journée internationale de la femme.

Frauen stellen die Mehrheit der Mitarbeitenden der PD. Die Sonderausgabe von «a propos», der Hauszeitung der PD, erscheint anlässlich des internationalen Frauentags, und geht zurück auf eine Initiative des Frauennetzwerkers der PD. Béatrice Devènes hat die Fotos gemacht.

Daniela Müller

Sessionsweibelin, seit 2015 bei den Parlamentsdiensten angestellt.

Was ich besonders (gut) kann…

Wir alle haben unsere Talente und Schwächen. Ich kann versichern, dass ich nichts besser mache als die anderen Sessionsweibelinnen. Uns allen gemein ist eine gewisse Kontaktfreudigkeit, wobei aber stets die Diskretion gewährleistet ist. Wir stehen mit beiden Beinen im Leben, haben ein gesundes Selbstbewusstsein, Organisationstalent, sind belastbar und müssen sehr flexibel sein.

Das letzte Mal so richtig gelacht habe ich…

Eine lustige Episode hatte ich, bevor ich hier überhaupt anfing: Ich schrieb meinen Bekannten, ich hätte eine Stelle als Sessionsweibelin. Einer las «Sessionsweiblein» und fragte ernsthaft, ob denn die Frauen im Bundeshaus als «Weiblein» bezeichnet würden.

Wenn ich die Session in Bildern beschreiben soll…

Ich arbeite während dieser Zeit in einem eigentlichen Bienenhaus; es herrscht ein emsiges Hin und Her. Das ganze Jahr über Sessionsbetrieb könnte ich allerdings kaum bewältigen. Die Tage sind lang, der Lärmpegel hoch und der Rummel teilweise grenzwertig. Nach drei Wochen Hektik und zu wenig Schlaf, ist es jeweils gut, wenn wieder ein anderer Rhythmus herrscht.

Familie und Arbeit: Realität oder Märchen?

Jedes Paar soll dies für sich entscheiden. Ich nahm während 13 Jahren bewusst und freiwillig die Rolle als Mutter und Hausfrau ein und habe das Berufsleben nicht vermisst. Ich war in unserer Familie der Innen-, mein Mann der Aussenminister; zwei gleichberechtigte Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen. Und später öffnet sich bestimmt ein Türchen, vielleicht sogar im Parlamentsgebäude.

Frauen und Männer…

Wichtiger als Quoten scheint mir, dass sich die richtigen Personen am richtigen Ort einbringen können und dass innerhalb der Teams eine gute, konstruktive Stimmung herrscht. Ich kann für mich diesen Punkt bestätigen. Ob es überall im Haus so ist, kann ich nicht beurteilen; ich will es aber hoffen.

Der heutige 8. März – ein Feiertag?

Der 8. März als Frauentag hat für mich keine Bedeutung. Frauengenerationen vor mir haben mit ihrem grossen Engagement für die Sache der Frau allerdings viel erreicht, ihre Arbeit war enorm wichtig und notwendig. Die Arbeit für ein konstruktives Miteinander ist nie fertig, die Gesellschaft muss sich immer wieder neu finden, es ist ein Geben und ein Nehmen von beiden Seiten. Ich bin das ganze Jahr über Frau, nicht nur an einem Tag im März.

Uns Frauen in der Schweiz geht es gut. Wenn die Lohngleichheit endlich Realität wird, geht es uns vielleicht noch ein bisschen besser. Ich ging immer gerne zur Schule, bin auch heute sehr wissensbegierig. Es macht mich deshalb betroffen, wenn Frauen auf Grund ihres Geschlechtes der Zugang zu Bildung verweigert wird. Das ist nicht nur ungerecht, es ist eine Verschwendung von Potenzial. Hier müsste ein Umdenken stattfinden.

Mein persönliches Stichwort…

Ich wünsche mir wieder etwas mehr Gelassenheit und Humor zwischen den Geschlechtern. Mann und Frau sind verschieden, zwei gegensätzliche aber gleichwertige Pole, die einander ergänzen. Gegenseitiger Respekt und eine Kommunikation auf Augenhöhe sind unabdingbar.

Daniela Mueller 

«Ich wünsche mir wieder etwas mehr Gelassenheit und Humor zwischen den Geschlechtern.»

Anne Wicht

Rédactrice au Bulletin officiel depuis 2013.

Ce que je sais faire …

Je rédige les procès-verbaux des commissions et retranscris les débats des sessions. Cela requiert un esprit de synthèse et d’analyse et une maîtrise de la procédure parlementaire. Je dois faire preuve d’excellentes aptitudes linguistiques et rédactionnelles et être capable de comprendre rapidement l’ensemble du sujet et de ses enjeux, où que l’on soit dans le traitement de l’objet.

Ce que j’aime faire…

Etre au cœur de l’actualité politique, c’est passionnant! J’ai toujours été fascinée par le système suisse. Diplômée en histoire contemporaine et en économie politique, je peux ainsi mettre à profit cette interdisciplinarité.

Quand je me lève le matin…

Mon rythme de travail, lié au calendrier parlementaire, est très variable. Le fait de passer d’une commission, d’un conseil et d’un sujet à l’autre permet d’éviter la routine. Les semaines de session sont généralement plus intenses et je ne sais jamais à l’avance à quelle heure je vais quitter Berne. Le reste du temps, j’ai choisi l’option du télétravail pour la rédaction des procès-verbaux, ce qui offre un peu de souplesse.

La fois où j’ai bien ri…

On dit qu’un fou rire est communicatif, or j’étais présente au Conseil des Etats lorsque Géraldine Savary en a piqué un au sujet du « piétin du mouton ». J’ai aussi des collègues très sympathiques avec lesquels on peut rire de tout.

Mon film de la session

Si je dois évoquer une seule saveur, c’est celle du café, indispensable pour affronter les longues journées. J’aime voir le Palais fédéral s’animer comme une fourmilière. On peut dire que le brouhaha du Conseil national tranche avec l’ambiance feutrée du Conseil des Etats. J’apprécie les intermèdes musicaux qui closent souvent la session d’automne, les odeurs d’oignon et d’épices qui parfument celle d’hiver, les fleurs colorées qui ornent le cœur du Conseil des Etats au printemps, l’écho des cris des enfants jouant dans les jets d’eau en été.

Famille / travail: duo d’amour ou couple infernal?

Maman de deux enfants de 8 et 6 ans, l’organisation avec un horaire de travail irrégulier n’est pas aisée. Il m’arrive de partir avant leur réveil et de rentrer après 22 heures. Bien qu’actif à plein temps, mon époux est très présent et pratique occasionnellement le télétravail. J’ai la chance de pouvoir compter sur la grande disponibilité de ma maman et de mes beaux-parents et sur la flexibilité de l’accueil extrascolaire.

Le 8 mars, une journée de fête pour la femme que vous êtes?

Je suis la dernière d’une famille de quatre filles. J’ai toujours évolué dans un environnement socioprofessionnel où les femmes étaient bien représentées et où il n’y avait pas d’inégalités de traitement. Tant que cela apparaîtra encore comme un privilège et non la norme, ce type de journée aura encore du sens! La question des inégalités de genre doit être abordée de façon transversale: il faut améliorer la représentativité des femmes dans les instances dirigeantes, comme il faut repenser le rôle dévolu aux hommes dans le modèle familial traditionnel. En tant que maman d’un garçon et d’une fille, j’essaie de dépasser au quotidien les stéréotypes liés au genre, mais je constate qu’ils sont encore bien ancrés dans notre société.

Mon mot-clef…

La bienveillance. Elle doit être cultivée sous toutes ses formes. C’est la solution à de nombreux conflits et inégalités.

Anne Wicht 

«En tant que maman d’un garçon et d’une fille, j’essaie de dépasser au quotidien les stéréotypes liés au genre, mais je constate qu’ils sont encore bien ancrés dans notre société.»

Sophie Achermann

Administrative Sekretärin in der UREK, seit 2009 bei den Parlamentsdiensten angestellt.

Wenn ich morgens aufstehe…

… ist es 6.30 Uhr. Dann mache ich meiner Tochter Frühstück und bringe sie in die Kita. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es gegen 8 Uhr zur Arbeit. Im administrativen Sekretariat müssen wir sicherstellen, dass alle Mails und Anrufe beantwortet werden.

Unsere Arbeit richtet sich nach der Kommissionsplanung. Wir wickeln z.B. alle Versände ab und sind, ganz allgemein gesprochen, die Anlaufstelle für die Anliegen der Kommissionsmitglieder und externe Anfragen.

Wenn ich die Session in Bildern beschreiben soll…

Am Montag der ersten Sessionswoche ist es einfach unglaublich laut! Man hört das sogar, bevor die Politiker eingetroffen sind, da viel Zusatzpersonal (Weibeldienst, Sicherheit) anwesend ist.

Die Stimmung ist nervös und sehr kribbelig. Die Leute der Parlamentsdienste bewegen sich schneller, wenn Session ist! Aber ich freue mich jedes Mal, wenn ich Stände- und Nationalrätinnen begegne. Mir ist es wichtig, dass Frauen im Parlament sind, denn sie vertreten meine Anliegen besser.

Familie und Arbeit: Realität oder Märchen?

Meine Tochter ist ein Tag bei ihrem Vater, zwei Tage in der Kita und sonst kümmere ich mich um sie. Beim Vater wird es lobend hervorgehoben, dass er seine Tochter hütet, aber dass auch ich das mache, scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Diese Organisation funktioniert, solange alle gesund sind, aber sobald jemand krank ist, fällt es auf mich zurück. Mein Vorgesetzter bringt mir grosses Vertrauen entgegen und ich bemühe mich auch immer darum, dass ich möglichst zur Arbeit erscheinen kann. Ein schlechtes Gewissen habe ich aber sowieso: Entweder lasse ich mein krankes Kind bei einer anderen Person oder ich fehle bei der Arbeit.

Frauen und Männer…

Obwohl in der Geschäftsleitung im Gegensatz zum Beginn meiner Anstellung nun auch Frauen Einsitz nehmen, hat es meiner Meinung nach immer noch zu wenig Frauen in den Führungspositionen, obwohl es genug kompetente Mitarbeiterinnen gäbe. Es besetzen auch überdurchschnittlich viele Frauen Stellen in den tiefen Lohnklassen. Und diese Arbeit wird von den Parlamentariern/innen weniger wahrgenommen.

Der heutige 8. März – ein Feiertag?

Es ist schön und wichtig, alle daran zu erinnern, dass in Bezug auf Gleichstellung noch viel gemacht werden muss – in der Schweiz und international. Jedes Land kämpft an anderen Fronten, aber keines hat es bisher geschafft, überall Gleichstellung zu erreichen. Dieser Tag erlaubt es uns, unsere Position zu stärken und auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen.

Mein persönliches Stichwort…

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es normal ist, wenn vier Frauen und «nur» drei Männer im Bundesrat sitzen. In der Politik sollen alle Bevölkerungsgruppen, also auch die Frauen, angemessen vertreten sein, und dies auch in der Judikative.
Sorgen bereitet mir ausserdem der Hass, den Frauen teilweise auf den sozialen Netzwerken erfahren. Ich hoffe, dass dieser nicht in Taten mündet.

Sophie Achermann 

 

«Für die Zukunft wünsche ich mir, dass es auch normal ist, wenn vier Frauen und «nur» drei Männer im Bundesrat sitzen.»

Federica Riva-Borsetti

Guida al Parlamento dal 2013.

Cosa so fare…

Faccio parte di un’équipe di nove collaboratori e mi occupo delle visite guidate a Palazzo del Parlamento. La mia attività è molto variata: alterno giornate di ufficio a giornate di visite guidate. Per quanto concerne le attività di ufficio, gestiamo le prenotazioni delle visite guidate e le attività di segretariato. Poi ci sono le visite guidate in quattro lingue. Accogliamo i nostri visitatori durante tutto l’anno, anche in occasione di eventi particolari come la notte dei Musei o delle porte aperte il sabato e il 1° agosto. Al centro delle mie spiegazioni in qualità di guida stanno il sistema politico svizzero, la funzione e i processi lavorativi del Parlamento nonché la storia del Palazzo.

Cosa mi piace…

Mi piace molto la diversità dei visitatori che si recano da noi. Lo spettro è molto ampio: si passa dai bambini di scuola elementare fino agli studenti universitari, da gruppi di pensionati svizzeri ai turisti stranieri. Mi appassiona la sfida di dover adattare le mie spiegazioni ad ogni tipo di gruppo, in modo da rendere la visita guidata più accattivante. Inoltre è stimolante poter utilizzare quattro lingue: tedesco, italiano, francese ed inglese. La chiave per una visita guidata riuscita sta tutta nell’offrire un buon mix di conoscenze teoriche e competenze didattiche. Sia la formazione universitaria in scienze della comunicazione che il diploma di insegnate di lingue mi hanno fornito un ottimo bagaglio di competenze.

Famiglia e lavoro: realtà o illusione?

Per me è una realtà – conciliare famiglia e lavoro non è però cosa semplice. Avendo due bambi piccoli e dei turni irregolari sul lavoro ci pone a volte dinanzi a questioni di non facile risoluzione. Io per esempio lavoro due giorni alla settimana e sono di riserva due sabati al mese. Ma durante le sessioni e le giornate di porte aperte la presenza richiesta è superiore. Quindi ogni settimana e ogni giorno devono essere ben pianificati. Per fortuna, la comprensione per i problemi di madre sono molto ben condivisi all’interno della nostra squadra, composta di otto donne ed un uomo.

Il mio dipinto della sessione…

Lo scenario che si presenta durante le sessioni del Parlamento è diametralmente opposto a quello del periodo ordinario. Si registrano centinaia di visitatori al giorno e noi dobbiamo adeguare i nostri orari d’impiego: c’è chi inizia alle 6.30 e chi stacca dopo le 20.00. Ma è tutta l’atmosfera nel Palazzo che cambia. Trovo particolarmente interessante il contatto ravvicinato con i parlamentari
ed il lavoro in sintonia con il personale della sicurezza.

L’ 8 marzo, giornata di festa per la donna?

Vivo questa giornata per pensare ai traguardi raggiunti e a quelli ancora da raggiungere – lo faccio come donna, moglie e madre. Importanti sono l’indipendenza e il riconoscimento personale che si raggiungono tramite il lavoro, la solidità nella rete famigliare e l’integrazione in quella sociale.

Federica Borsetti 

«Importanti sono l’indipendenza e il riconoscimento personale che si raggiungono tramite il lavoro, la solidità nella rete famigliare e l’integrazione in quella sociale.»

Dora Winkler

Projektleiterin im Ressort Sicherheit und Projektmanagement, seit 1994 bei den Parlamentsdiensten angestellt.

Was ich besonders (gut) kann…

In Projekten gibt es viele Hürden zu überwinden. Eine der grösseren Herausforderungen besteht für die Projektleitung oft darin, das gegenseitige Verständnis unter den verschiedenen Disziplinen und Denkweisen der Fachseite, der IT und des Projektmanagements herzustellen. Projekte leiten heisst auch, diese «Übersetzungsarbeit» wahrzunehmen und Missverständnisse auszuräumen. Das setzt voraus, dass man (frau) alle Disziplinen bis zu einem gewissen Grad kennt.

Was mir am meisten gefällt…

Die Möglichkeit, sich in Projekten immer wieder neues Wissen anzueignen und an Lösungen mitzuarbeiten, hat für mich eine grosse Faszination. In den ersten Projektphasen ist es eine Entdeckungsreise ins komplexe parlamentarische Verfahren und in die vielfältigen administrativen Abläufe. Mit der hoffentlich erfolgreichen Einführung eines Projekts fügt sich jeweils ein weiteres Puzzle-Teil in die Systemlandschaft des Parlaments ein.

Wenn ich morgens aufstehe…

Es gibt kaum Routine. An bestimmten Tagen dominieren die Sitzungstermine, sodass die Fixpunkte des Tages gesetzt sind: Sitzungen mit Projektauftraggeber, dem Projektteam (Fach und IT) und den Dienstleistungsfirmen. An den anderen Tagen gibt es mehr Gestaltungsfreiheit für die Planungs- und Controllingarbeiten, die Erarbeitung von Projektdokumenten, die Business-Analyse sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Tests.

Wenn ich die Session in Bildern beschreiben soll…

Als Projektleiterin bin ich an der Durchführung der Session nicht direkt beteiligt. Allerdings kenne ich aus dem aktuellen Projekt «Sessions- und Kommissionsplanung» und aus früheren Projekten die Aufgaben und Systeme, welche für die Vorbereitung und Durchführung einer Session erforderlich sind.

Familie und Arbeit: Realität oder Märchen?

Wir arbeiten beide 100 % und teilen uns die Hausarbeit. Da wir keine Kinder haben, lässt sich das gut bewältigen.

Frauen und Männer…

Ich schätze die Frauen in den Führungspositionen in den Parlamentsdiensten sehr und wünschte mir, es gäbe mehr von ihnen. Ich arbeite sowohl mit Frauen wie auch mit Männern gut zusammen. Generell ist festzustellen, dass die Männer etwas mehr Gewicht auf die Profilierung legen. Frauen beherrschen das Marketing in eigener Sache etwas weniger gut, wodurch sie oft weniger wahrgenommen werden. ;-)

Der heutige 8. März, ein Feiertag…?

Braucht es diesen Tag wirklich (noch)?

Mein persönliches Stichwort…

Die praktisch vollständige Auslastung einer Reihe von Mitarbeitenden während der Session ist in Projekten immer wieder ein Thema. Die Tatsache, dass der Einbezug von Mitarbeitenden nur in Zeitfenstern ausserhalb der Sessionen möglich ist, auferlegt den Projekten bzw. der Projektplanung einen sehr beschränkten Handlungsspielraum und wirkt sich auf die Projektdauer aus. Es führt in der Zusammenarbeit in Projekten zu einer steten «on-off»-Situation, die viel Energie für die Wiederaufnahme der Arbeiten aller Beteiligten erfordert.

 

Stéphanie Cherix Aristakesyan

Traductrice depuis 2010 aux Services du Parlement.

Ce que je sais faire …

Comme je traduis (principalement) de l’allemand, (parfois) de l’italien ou de l’anglais vers le français: la langue est à la fois mon instrument de travail et ma compétence première. Ma formation littéraire généraliste m’aide à trouver rapidement des équivalences entre les langues. Il faut décrypter les intentions des auteurs des textes ou des donneurs d’ouvrage et savoir où trouver les termes techniques en utilisant les outils de recherche. L’esprit d’équipe est aussi gage de réussite car, tout à tour, nous traduisons et révisons les textes de nos collègues, en tandem.

Ce que j’aime faire…

Passer d’une langue, d’une mentalité, d’une culture à l’autre me passionne. Je me vois comme un pont entre deux rives. Alterner entre l’esprit logique et cartésien des argumentations et le jeu esthétique et artistique avec les mots correspond également bien à ma personnalité. Les textes à traduire peuvent aller d’un communiqué de presse sur le système éducatif à une publication sur l’architecture du Palais du Parlement en passant par un guide informatique. Cela satisfait ma curiosité. Je ressens cette variété comme un privilège.

Quand je me lève le matin…

Je mène une double vie… mais le matin commence toujours par un café. Quand je travaille à Berne, le temps est minuté et je dois bien me coordonner avec mon mari. Les jours que je passe à Bâle, avec mes deux filles en bas âge, se dessinent au fil des heures. Le déroulement imprévisible laisse une grande place à l’improvisation. Ces « montagnes russes » sont fatigantes mais elles me comblent la plupart du temps. A la maison, je me mets à l’écoute de mes enfants, tout en gérant la famille comme une entreprise. Au bureau, l’ambiance est moins émotionnelle: je peux m’absorber dans mes tâches.

Famille / travail: duo d’amour ou couple infernal?

L’un et l’autre, cela dépend des moments. Comme à la maison, on exerce un métier pour lequel on n’a pas été formée, il faut en créer le cadre.

Femmes et hommes…

Notre équipe se compose de deux traducteurs et deux traductrices vers l’allemand, et de quatre traducteurs et cinq traductrices vers le français. Aucun homme n’a voulu « prendre le pouvoir » au départ de l’ancienne cheffe. L’ambiance très égalitaire est presque familiale. Les collaborations varient au fil des projets.

Le 8 mars, une journée de fête pour la femme que vous êtes?

Je suis heureuse d’être une femme en Suisse en 2018. Même si face à tous les choix qui s’offrent à nous, il peut être difficile de savoir ce que l’on veut faire. De plus, la Suisse n’est pas en avance quand il s’agit de concilier famille et travail. Il reste beaucoup à faire pour venir à bout du machisme, voire de la misogynie. Mais je côtoie plein d’hommes merveilleux et j’aimerais bien pouvoir passer une journée dans la peau de l’autre sexe…

Mon mot-clef…

Le télétravail. Je forme le vœu qu’il se généralise. C’est d’une grande aide quand on a une famille – et l’on est très productif!

Stephanie Cherix 

«Je côtoie plein d’hommes merveilleux et j’aimerais bien pouvoir passer une journée dans la peau de l’autre sexe…»