Es gilt das gesprochene Wort
Sehr geehrte Herren Präsidenten
Geschätzte Gönnerinnen und Gönner
Sehr geehrte Damen und Herren
Gruss und Dank
Mit ihrem grossen und uneigennützigen Engagement setzt die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden seit Jahrzehnten in starkes Zeichen der Solidarität. Eine Solidarität, welche nicht von irgendjemandem verordnet wurde. Nein, sie ist absolut freiwillig und trägt dem Umstand Rechnung, dass die Schweiz zwar klein, aber trotzdem sehr vielfältig ist. Über diese Vielfalt, welche letztlich das Erfolgsrezept ist für jene Einheit, die sich Eidgenossenschaft nennt, über diese Vielfalt wird viel gesprochen und geschrieben. Dass sie allerdings eben dieses Rezept für unsere nationale Einheit darstellt, das sind wir uns nicht immer bewusst. Und deshalb schien es mir durchaus angebracht, die Vielfalt und die Einheit zum Thema meiner Rede ebenso zu machen. Für diese Gelegenheit, sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren danke ich sehr; ich darf ihnen gleichzeitig auch den Gruss und den Dank des eidg. Parlamentes überbringen.
Wenn ich von meinem Stuhl im Nationalrat in den Saal schaue, blicke ich in die personifizierte Vielfalt unseres Landes: Meine Kolleginnen und Kollegen stammen aus allen Landesteilen, sprechen verschiedene Sprachen, wohnen in Städten, Tälern, in Agglomerationen, in den Bergen, gehören 11 verschiedenen Parteien an, die einen sind Handwerker oder Landwirte , andere Akademiker. Das jüngste Ratsmitglied ist Mitte zwanzig, das älteste bald 83. Zusammen bilden wir den Nationalrat, und sind damit eine Einheit in der Vielfalt. Als Nationalratspräsident habe ich das Privileg, die ganze Schweiz bereisen und sie in ihrem ganzen Reichtum erleben zu können. Dazu brauche ich kein Flugzeug, auch keinen Helikopter, meistens ist der Lokomotivführer der SBB oder BLS mein Chauffeur. Innert Kürze ändern sich die Kulissen von grün zu grau und weiss, nach einer Fahrt durch einen 15 Kilometer langen Tunnel sieht man rasch einmal Palmen und Kastanienbäume.
Die Vielfalt der Landschaften
Die Vielfalt ist ja nun keine Exklusivität der Schweiz. Andere Länder verfügen über ein ähnliches oder noch breiteres Spektrum. Einzigartig ist jedoch die grosse Vielfalt auf engstem Raum. Am augenscheinlichsten zeigt sie sich in den Landschaften mit unterschiedlichen Vegetationen. In unserem 41'625 Quadratmeter grossen Land finden 38 Landschaftstypologien Platz. Sie reichen von urbanen Stadtlandschaften bis zu den Gletschern im Hochgebirge. Wenn Sie von Genf nach Romanshorn fahren oder auch von Basel ins Tessin, bekommen Sie einiges geboten, wenn auch nur noch selten unberührte Natur. Sie kommen an vielen grösseren und kleineren Dörfern vorbei, die schliesslich in die Industriegebiete und Agglomerationen der nächsten Stadt übergehen. Die vorbeiziehende Landschaft zeigt die Handschrift der Menschen. In der Ferne sehen Sie Schneeberge, die Jurakette, die Hügel der Voralpen. Und dort gibt es sie zum Glück noch, die unberührte Wildnis und nachhaltig genutzte Lebensräume. Das, geschätzte Anwesende, was unsere Bergbevölkerung über Jahrhunderte als selbstverständlich betrachtet hat, die Pflege der Landschaft mittels einer vernünftigen Bewirtschaftung, ist zu einem hohen Gut geworden. Es gilt, dieses wertvolle Pfand zu erhalten, es nicht unbedacht aus der Hand zu geben. Dazu braucht es eine vernünftige Einstellung zur Ökologie. Oder noch besser gesagt, ein Verhalten, das eben den Ausdruck „nachhaltig“ verdient. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben von Gesellschaft und Politik, die wenigen intakten Lebensräume unseren Nachkommen zu erhalten. Das erfordert den schonenden Umgang mit diesen Lebensräumen, die eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren hortet und für die wir Sorge tragen müssen. Es braucht aber auch Augenmass und gesunden Menschenverstand. Wir wollen nicht radikalen Heimatschutz betreiben, sondern der Bergbevölkerung ein Auskommen garantieren. Sie sollen ihre Zukunft in einem sta¬bilen Lebens- und Wirtschaftsraum haben, wo auch die einzigartige, vielfältige Natur- und Kulturlandschaft langfristig erhalten bleibt.
Kürzlich feierte die Napfgemeinde Hergiswil bei Willisau den hundertsten Geburtstag ihres Mitbürgers, Schriftstellers und Historikers Dr. h.c. Josef Zihlmann, genannt Seppi a de Weegere. Seine Philosophie und seine Ideen zur Heimat haben mich immer tief beeindruckt. Für ihn bedeuteten Vergangenheit und Kultur nämlich nicht ein ‚abgeschottetes Wiggertal’, nein er träumte von einer lebensfrohen, entwicklungsfähigen Region. So schrieb er wörtlich: „Heimat ist nicht geruhsame Behaglichkeit. Wenn Heimat stillsteht, stirbt sie. Heimat neu schaffen heisst, beispielsweise dafür sorgen, dass junge Menschen vor dem, was Heimat sein könnte, nicht davonlaufen“.
Daraus kann man folgern: Die materielle und ideelle Unterstützung in Hügel- und Berggegenden dient diesem Grundgedanken; Perspektiven für eine gute Zukunft zu fördern; eben, dass uns die Menschen im Berggebiet nicht davonlaufen.
Die Vielfalt der Kulturen/Mentalitäten
So wie die Berge zur schweizerischen Identität, gehört auch die Bergbevölkerung zu dieser Identität. Die kulturelle Vielfalt ist im Gebirge, in den Alpentälern sehr ausgeprägt. Die fehlenden Zugänge von einem Tal ins andere haben den Austausch zwischen der Bevölkerung der verschiedenen Täler über Jahrhunderte stark eingeschränkt. Innerhalb des gleichen Gebirgszugs können sich lokale Gewohnheiten, Traditionen, Dialekte und sogar Sprachen von einem Dorf zum anderen unterscheiden. Dank dem öffentlichem Verkehr, guter ausgebauter Verkehrswege und der individuellen Mobilität ist die Bergbevölkerung natürlich längst nicht mehr abgeschottet. Durch den Strukturwandel, die Abwanderung und die Verschmelzung der Agglomerationen mit dem ländlichen Raum wurden auch traditionelle Lebensweisen aufgeweicht und sie sind zum Teil verlorengegangen. Viele Traditionen werden hingegen weiter gepflegt wie anno dazumal. Das zeigt ein Blick in die Datenbank des Bundes über lebendige Traditionen in der Schweiz. Und was eignet sich zum gegenseitigen Verständnis besser als sich der Traditionen in unserem Land wieder bewusster zu werden. Unser Kulturerbe baut Brücken und fördert den Austausch. So begegnen sich beispielsweise an einer „Kästeilet“ Jung und Alt, Berg und Tal, Eingesessene und Zugereiste. Eine Alpfahrt im Appenzellerland, der Betruf in der Zentralschweiz oder die Lötschetaler Tschäggätta sind für manch‘ Städter wohl ebenso exotisch wie eine Reise ausser Land.
Die Vielfalt der Wirtschaft
Die Bilder der Bergwelt und seine Bewohner, wie es Dichter, Maler und Philosophen in der Romantik prägten, wirkten bis heute. Es ist ein idealisiertes, verklärtes Bild: Ein Bild von Freiheit, Eigenständigkeit, Ursprünglichkeit und Naturverbundenheit. Der Wanderer ist sich heute oft gar nicht bewusst, wie viel Arbeit hinter der Bewirtschaftung einer Alp steckt oder wie mühsam der Schulweg für Kinder im Winter sein kann. Und dass auch Armut, das Leben am Existenzminium, zu den Realitäten gehört, geht ob der grandiosen Landschaften gerne vergessen. Ich habe vorhin gesagt, wir müssen der Bergbevölkerung einen stabilen Lebens- und Wirtschaftsraum sichern können. Dazu braucht es Arbeitsplätze. Arbeitsplätze wiederum bedeuten Auskommen, und Auskommen heisst in der Regel, dass eine Familie in ihrer Heimat leben kann. Gewerbebetriebe bedeuten auch Ausbildungsplätze, Ausbildungsplätze in den Regionen sind wertvoll. Sie geben jungen Menschen eine Perspektive, um in der Region sesshaft zu bleiben. Wandern sie ab, gehen Kultur und Traditionen verloren. Es ist niemand mehr da, der sie weiterlebt und -pflegt. Gewerbebetriebe halten unsere Landregionen am Leben, heute und in Zukunft – nicht alleine wirtschaftlich. Darum brauchen die KMU, die draussen vor Ort und am Puls sind, eine Politik die auf seine Bedürfnisse Rücksicht nimmt und ihre Anliegen aufnimmt.
Geschätzte Damen und Herren
Die abwechslungsreiche Landschaft und Vegetation der Schweiz, die lebendige Volkskultur, die vielen Eigenarten, Sprachen, Dialekte, die bunte Politiklandschaft und die breitaufgestellte Wirtschaft ergeben zusammen ein prächtiges Mosaik. Aus diesem Facettenreichtum entsteht ein Wettbewerb schon fast von alleine – ein Wettbewerb, der in den Kantonen Kreativität, Innovationskraft und Lösungsansätze spriessen lässt. All‘ diese Qualitäten sind massgeblich für den Erfolg unseres Landes verantwortlich.
Der Umgang mit der Vielfalt
Denke ich an unser Land und lasse die letzten Monate Revue passieren, so bin ich vor allem anderen dankbar und ein wenig stolz. Das ist etwas was wir selten sind. Viel öfter sind wir am Nörgeln und Fehler suchen, am Kritisieren und Zweifeln. Aber eigentlich haben wir kaum Grund zu derart negativen Gefühlen. Der Schweiz und ihren Menschen geht es vergleichsweise gut: Auch wir bekamen die eine oder andere wüste Böe ab, aber wir haben die Stürme bis anhin überstanden. Wo anderswo um die Existenz gekämpft wird, leben wir in relativem Wohlstand und wo sich in anderen Ländern brachiale Konflikte auftun, tragen wir unsere Unstimmigkeiten auf vergleichsweise luxuriösem Niveau aus. Das ist ein guter Grund auch einmal dankbar zu sein und durchaus auch ein bisschen stolz auf uns selbst.
Stolz heisst aber nicht Selbstzufriedenheit, denn Erfolg muss immer auch Anlass sein, sich zu fragen, was denn eigentlich den Erfolg ausmachte. Was ist die Schweizer Qualität beim Abwettern von Stürmen, warum können wir Schweizerinnen und Schweizer uns immer wieder zusammen raufen und Herausforderungen meistern? Ist es unser Fleiss? Oder ist es eben gerade unsere Skepsis und Vorsicht? Ist es unsere Selbstverantwortung oder ist es unser gut funktionierendes Staatswesen? Oder der Föderalismus, die Subsidiarität? Vermutlich ist es von allem etwas und ich meine, es ist noch viel mehr. Wir haben es geschafft, ein System mit eigenen Werten zu bauen und die vielfältige, farbige Schweiz so zum Erfolgsrezept zu machen. Mitte des 19. Jahrhunderts haben unsere Vorfahren eine Nation neu erfunden, die damals buchstäblich radikal war: Eine kleine, mehrsprachige Willensnation die auf Gleichberechtigung beruhte; ein Land im dem das Volk der Souverän ist, ein Land in dem die direkte Demokratie neu erfunden wurde und das Milizsystem, also die gegenseitige Solidarität und Hilfestellung eine der wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft ist. Über 150 Jahre lang haben wir uns diese Errungenschaften erhalten, wir haben sie weiterentwickelt und laufend an neue Herausforderungen angepasst. All diese Errungenschaften sind starke, gewachsene Säulen auf denen unser Erfolg, unsere Stabilität und unser Wohlstand beruhen. Unser Erfolg fusst ganz fest auch im Umgang mit unserer Vielfalt. Gerade weil wir ein so vielfältiges Land sind, sind wir zu einer Einheit gewachsen. Wären wir nicht so vielfältig, wären wir auch nicht so einig. Ein Widerspruch an sich. Ja, aber weil in unserer Vielfältigkeit niemand für sich allein die Mehrheit beanspruchen kann, ist diese Vielfalt der Garant für die Einheit, für die Einigkeit. Seit ihren Anfängen befindet sich die Schweiz in einem permanenten Integrationsprozess. Er begann 1291 mit den drei Urkantonen, bis 1355 die acht alten Orte, zwischen 1481 und 1513 kamen fünf weitere dazu - die 13 alten Orte; später dann von 1803 bis 1815 der grosse Rest, und - mit grosser Weitsicht - 1848 der Übergang vom Staatenbundes zum modernen Bundesstaat.
Die Einheit oder die Seele
So ist unser Land entstanden aus unabhängigen Geschichten und es lebt von verschiedenen Mythen, Helden und Traditionen. Nach und nach haben sich die einzelnen Geschichten der Kantone verwoben und über die Jahrhunderte ist ein Gesamtbild entstanden. Es zeigt unsere gemeinsame Geschichte, die Geschichte der Schweiz in ihrer großen Vielfalt. Dass dieses kleine, heterogene Land nicht auseinanderbricht, ist für mich eine Meisterleistung. Es müssen Lösungen gesucht und gefunden werden – nicht für eine Mehrheit und nicht für eine Minderheit, sondern für die ganze Schweiz. Der französische Denker Ernest Renan – als gebürtiger Bretone gehörte er einer Minderheit an - ist Ende des 19. Jahrhunderts der Frage nachgegangen, was das Wesen einer Nation ausmacht. Nicht eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Interessen oder die geografische Lage seien entscheidend. Ihr Wesen liege im subjektiven Bereich. Das Fundament einer Nation sei – so Renans – die Verarbeitung kollektiver Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart, gemeinsame Erinnerungen und Schicksale sowie grosse Persönlichkeiten, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Oder in Renans Worten gesagt: „Eine Nation ist eine Seele, ein geistiges Prinzip. Zwei Dinge, die in Wahrheit nur eins sind, machen diese Seele, dieses geistige Prinzip aus. Eins gehört der Vergangenheit an, das Andere ist das gegenwärtige Einvernehmen, der Wunsch, zusammenzuleben“.
Meine Damen und Herren
Vor drei Monaten bewegte ein Abstimmungsresultat die Schweiz wie schon lange nicht mehr. Die Seele unserer Nation hat zwar ein Wenig geflattert, aus dem Gleichgewicht geraten sie ist deswegen aber nicht. Eine Mehrheit von Volk und Ständen kam zum Schluss, dass es einer Korrektur in unserer Einwanderungspolitik bedarf, mit der Folge, dass der Entscheid auch andere Bereiche betreffen wird. Wir haben in unserer Geschichte schon schwierigere Momente gemeistert, und, wir sind demokratieerprobt. Am meisten beeindruckt bin ich nach wie vor von den Gründern unseres modernen Bundesstaates 1848. Sie haben die Unterlegenen des Sonderbundkrieges nicht unterjocht, sondern sie partizipieren lassen. Und heute, heute leben in unserem Land 8 Millionen Menschen mit vielfältigen Wünschen und Bedürfnissen, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und ihrem persönlichen Engagement. Die gelegentliche Rückbesinnung auf gemeinsame Errungenschaften, beispielsweise an die Gründung des modernen Bundesstaates, und das Augenmerk auf gemeinsame Ziele, das tut der Seele unsere Nation gut, es schafft Identität und Heimat.
Kürzlich habe ich einen staatspolitischen Aufsatz von alt Bundesrat Pascal Couchepin gelesen. Er schliesst ab (ich zitiere) „Die Schweiz ist unter vielen Aspekten ein Erfolg, vor allem aber deshalb, weil sie es geschafft hat, Patriotismus nicht mit einer einzigen sprachlichen, religiösen oder politischen Kultur zu identifizieren. Wenn etwas an der Schweiz exemplarisch ist, dann die Sorge um den Mitbürger, der sich durch eine andere Sprache und eine andere kulturelle Identität unterscheidet.“ Ende Zitat.
Die Patenschaft Berggemeinden
Diese Sorge um den Mitbürger – wie es Pascal Couchepin nennt – man könnte es auch die Solidarität zwischen den Kulturen, Sprachen und Regionen nennen - diese Sorge um den Mitbürger, oder diese freiwillige Solidarität ist auch das Leitmotiv der Patenschaft für Berggemeinden.
Erlauben Sie mir deshalb, dass ich vom Seelenheil der Nation kurz auf eine Herzensangelegenheit von mir zu sprechen komme: „La gratitude est la memoire du coer“ sagte der französische Philosoph Jean Baptist Massillon. Und damit sind wir bei Ihrem Verein. Ich komme aus einer Gegend, die lange Zeit als Armenhaus der Schweiz galt. Inzwischen gehört dieser Ruf der Vergangenheit an – das Entlebuch ist seit zehn Jahren das erste Unesco Biosphärenreservat der Schweiz – das ist ebenfalls eine Etikette, aber die angenehmere als jene des Armenhauses. Die Region hat sich gut entwickeln können, die materielle Lage hat sich verbessert – auch dank Spendengeldern der Patenschaft für Berggemeinden. Und das weiss ich nicht nur vom Hörensagen, sondern aus erster Hand von meinem Gemeindepräsidenten Franz Koch und meinem alt Gemeindeammann Walter Birrer. Beide sind heute hier anwesend. Für mich ist Ihr Verein, geschätzte Damen und Herren, vorbildlich in vielerlei Hinsicht. Objektbezogene Hilfe und Patenschaften schaffen eine Bindung zwischen Gönner und Empfänger – das ist persönlicher als eine Überweisung in den allgemeinen Spendentopf. Vorbildlich ist die Patenschaft für mich auch deshalb, weil ihr Verwaltungsaufwand beispielshaft niedrig ist. Der aktuellen Crew unter der operativen Leitung von Frau Barbla Graf danke ich herzliche für Ihr Engagement, die jedes Jahr 400 Gesuche prüft, Abklärungen vornimmt, Geldgeber sucht und sie dazu bewegt, eine Gemeinde zu unterstützen. Ein herzliches Dankeschön geht speziell an den abtretenden Präsidenten Hans Hofmann, ein sehr geschätzter ehemaliger Kollege aus dem Ständerat. Lieber Hans, Du hast die Patenschaft für Berggemeinden präsidiert wie Du Politik betrieben hast: umsichtig, mit Herz und Verstand.
Diese Attribute lassen sich auch auf den künftigen Präsidenten übertragen. Auch ihn habe ich im Bundeshaus kennen und schätzen gelernt – als Ständerat und später als Finanzminister. Lieber Hans-Rudolf Merz, ich wünsche Dir alles Gute für die neue Aufgabe an der Vereinsspitze.
Meine Damen und Herren
Die Eidgenossenschaft will und kann ihre Bergregionen als Kultur- Gesellschafts-, Wirtschafts- und vor allem als Lebensräume erhalten, und sie den nachfolgenden Generationen im wohlverstandenen Sinn der Nachhaltigkeit vererben. Die Berggebiete sind, wie eingangs erwähnt, Teil unseres Kulturerbes und damit ein wesentlicher Teil unserer nationalen Vielfalt. Somit gehören sie auch zum Wesen und zur Seele jener Einheit, die sich Eidgenossenschaft nennt.
La gratitude est la memoire du coeur / Dankbarkeit ist die Erinnerung des Herzens
Ich danke Ihnen