Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren
Es freut mich, im Namen des Schweizer Parlamentes den Präsidenten und die Mitglieder der aussenpolitischen Kommission des mazedonischen Parlamentes, die uns mit ihrem Besuch beehren, begrüssen zu dürfen.
Erlauben Sie mir vorerst eine persönliche Bemerkung: Ich hatte das Vergnügen, Ihren Aussenminister anlässlich des 50. Jahrestages des Europarates in London zu treffen, zu einer Zeit, als Kosovo mitten im Krieg stand und Ihr Land die Auswirkungen dieses Konfliktes zu spüren bekam. Sie haben diese Situation aus nächster Nähe erlebt und dabei viel Mut bewiesen. Dank Ihrer Grosszügigkeit fanden Hunderttausende von Flüchtlingen in Ihrem Land Schutz und Sicherheit. Die ganze Welt kann Mazedonien dankbar sein für seine Hochherzigkeit und Gastfreundschaft gegenüber den Opfern dieses Konfliktes. Ihr Land hat damit seine tiefe Verbundenheit mit den Grundwerten bewiesen, die uns allen gemeinsam sind.
Seit der Unabhängigkeit Mazedoniens im Jahre 1991 pflegt die Schweiz enge Beziehungen mit Ihrem Land. Davon zeugen Staatsbesuche, so auch jener unserer Bundespräsidentin, aber auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit unserer Unternehmen. Mazedonien ist zu einem Schwerpunktland unserer Entwicklungszusammenarbeit geworden. Wir nehmen auch an verschiedenen Projekten zur Förderung der Demokratie teil. Hier sei auch erwähnt, dass in der Schweiz rund 50'000 Mazedonier und Mazodonierinnen leben, die bei uns sehr geschätzt werden.
Sie können auf eine glorreiche Vergangenheit zurückblicken und der Name Alexanders des Grossen, des Königs von Mazedonien, prägt die Geschichte Ihres Landes, dessen Schicksal Sie in die Hand nahmen, als Sie es an der Abstimmung vom 8. September 1991 zu einem souveränen Staat werden liessen.
Die Schweiz möchte heute ihre Sympathie und Freundschaft gegenüber der Republik Mazedonien und seinem mutigen Volk bezeugen.
Ich hebe das Glas zu Ehren von Präsident Gligorov und Ihnen, verehrte Herren Abgeordnete, sowie auf die Freundschaft zwischen dem mazedonischen und dem Schweizer Volk.