Zu seinem Vorstoss wurde der Präsident des Christlichnationalen Gewerkschaftsbundes (CNG) vor allem durch den Teilrückzug der Visana aus der Grundversicherung angeregt. Nach seinem Willen sollte die obligatorische Krankenversicherung einem einzigen Versicherer übertragen werden. Nur eine Einheitskasse könne die Gleichbehandlung der Versicherten garantieren, volle Kostentransparenz sicherstellen und den Partnern des Gesundheitswesens aus einer Position der Stärke gegenübertreten.
Die Mehrheit der SGN hält nichts von einem Monopol in der Krankenversicherung. Sie zweifelt insbesondere daran, dass mit dem Wegfall des Wettbewerbs die Prämien sinken würden. Die Verwaltungskosten dürften ihrer Ansicht nach bei einer Einheitskasse höher sein als bei den heutigen Versicherern. Der CNG reagierte enttäuscht auf den Entscheid der Kommission. Diese habe eine Chance vertan, neuen und innovativen Vorschlägen nachzugehen, heisst es in einem Communiqué.
sda/ats 04.02.1999