Die Schweiz soll dem Internationalen Zentrum für Landwirtschaft und Biowissenschaften (Centre for Agriculture and Bioscience International  CABI) beitreten: Die WBK anerkennt, dass die in diesem Rahmen geleistete Forschungsarbeit nicht nur der schweizerischen Land- und Forstwirtschaft von Nutzen ist, sondern auch im Interesse der Umweltwissenschaften und der Entwicklungszusammenarbeit liegt und beantragt oppositionslos, dem Beitritt zuzustimmen.

Das CABI, eine renommierte zwischenstaatliche Organisation im Bereich Landwirtschaft und Biowissenschaften mit Sitz in Grossbritannien, betreibt seit 1958 in Delsberg (JU) das Institut für biologischen Pflanzenschutz. Dieses Institut ist bis heute das einzige Forschungszentrum des CABI ausserhalb des Commonwealth. Das CABI erbringt Informations- und wissenschaftliche Dienstleistungen in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Gesundheit und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Der Schwerpunkt liegt im biologischen Pflanzenschutz. Der Beitritt liegt deshalb nicht nur im Interesse der schweizerischen Land- und Forstwirtschaft, sondern auch der Entwicklungszusammenarbeit. Des bedeutenden entwicklungpolitischen Aspektes wegen erfolgt die Finanzierung - die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund 100 000 Franken - aus dem Budget der DEZA, die bereits heute mit dem CABI zusammen arbeitet.

Die Kommission, welche die Vorlage in Anwesenheit von Bundesrat Joseph Deiss beraten hat, anerkannte, dass überzeugende Gründe für den Beitritt sprechen und befürwortete den Beitritt mit 24 zu 0 Stimmen.

Die Kommission benützte die erste Sitzung in der neuen Legislatur, um das weite Feld ihres Aufgabenbereiches auszuleuchten. Zur Diskussion standen Themen der Bildungs-, Forschungs- und Kulturpolitik, sowie das vom Bundesrat geplante "Konzept Sportpolitik Schweiz". Ferner legte die WBK fest, welchen Themenkreisen sie in der kommenden Zeit spezielle Aufmerksamkeit widmen möchte, so der Weiterbildung, der Entwicklung und dem Aufbau der Fachhochschulen und dem Stellenwert der Geistes- und Sozialwissenschaften in der Schweiz.

Die Kommission tagte unter dem Vorsitz von Nationalrat Johannes Randegger (FDP/BS) am 27./28. Januar 2000 in Bern.

Bern, 28.01.2000    Parlamentsdienste