Die Berufsbildung war und bleibt ein Schwerpunkt in der Tätigkeit der WBK: Mit den Lehrstellenbeschlüssen I und II (LBS) hat sie zur Bekämpfung des Lehrstellenmangels und zur Schaffung von Lehrstellen wesentliche Impulse gegeben und gleichzeitig mit mehreren Vorstössen Leitlinien zur bevorstehenden Revision des Berufsbildungsgesetzes gezogen. Der Sitzungstag in den Kantonen Luzern und Zug hatte u.a. zum Zweck, sich über die Umsetzung von Möglichkeiten, die der LBS II eröffnet hatte, zu informieren und Einblick in neuartige Ausbildungskonzepte zu gewinnen. Zum Tagesprogramm gehörten eine Information über zwei "Brückenangebote" des Kantons Luzern, mit welchen Jugendlichen der Weg in eine Lehre geebnet wird ("Jobsurfing" und Berufsvorbereitungsjahr), und über das Ausbildungskonzept für Maurerlehrlinge in den Maurerlehrhallen des Schweizerischen Baumeisterverbandes; ferner über den Zuger Berufsbildungsverbund (ZBV) - ein Verbund von Klein- und Mittelbetrieben, die sich, ermutigt durch den LBS II, zusammengeschlossen haben um neue Lehrstellen schaffen und Lehrlinge im Verbund ausbilden zu können - sowie über das Berufsbildungskonzept (Hightechumfeld) eines global agierenden Konzerns. Diese Präsentationen, ergänzt durch sehr lebendige Diskussionen mit den Verantwortlichen, den Lehrpersonen und vor allem auch mit den direkt Betroffenen, den Lehrlingen, haben der WBK ein Fülle von Anregungen vermittelt, die sicher in der einen oder andern Form in die Beratung des neuen Berufsbildungsgesetzes einfliessen werden.
Diese Informationssitzung der WBK, in deren Rahmen sich die Kommission auch vom demnächst in den Ruhestand tretenden Direktor des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie, Prof. Dr. Hans Sieber, verabschiedete, fand am 25. Mai 2000 unter dem Vorsitz von Nationalrat Johannes Randegger (FDP/BS) in Sursee und Zug statt.
Bern, 29.05.2000 Parlamentsdienste